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Full text of "Dyocletianus Leben"

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L E BEN 



VON 



HANS VON BÜHEL 



Aebausgegbbbn 



VOK 



ADELBERT KELLER. 



QUEDLINBURG UND LEIPZIG. 

DRUCK UND VERLAG VON 60TTFR. BASSE. 



18 4 1. 



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BURDACH 






VORREDE. 



Ich gebe hier das älteste deutsche gedieht von den 
sieben weisen meistern, yne uns dasselbe in der basler 
handschrift aufbewahrt ist, und zwar nach der von 
meinem freunde doctor David Wildermuth genommenen 
abschrifl;, welche ich unter beihilfe Eduards freiherm 
von Seckendorff genau mit dem original verglichen 
habe. Eine correctur konnte ich nicht lesen. 

In der einleitung sind nachtrage und berichtigun- 
gen meiner früheren Untersuchungen über die geschichte 
des buchs zusammengestellt, die ich zum theil meinen 
freunden verdanke. Besonders habe ich mich für theil- 
nähme und Unterstützung bei meiner arbeit in verschie- 
dener weise für verpflichtet zu erklären den herren 
Professor Gerlach in Basel, doctor Simrock in Bonn, 



wtmmi-v? 



6 Vorrede. 

cloctor Uhland in Tfibingen, professor Wackernagel in 
Basel, candidat Weigle in Mangalore, doctor Wolf in 
Wien und professor WolfF in Jena. 

Tubingen, den 19. sept. 1841. 

AdeDbert Heller. 



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EINLEITUNG. 



Ich habe 1836 die älteste vollständig erhaltene occidentalitehe bear- ]\ 
beitung der weitverbreiteten dichtung von den sieben weisen raei- \ 
Stern anter dem titel Li romans des sept sages (Tübingen, bei L. 
F. Fnes) nach der pariser handschrift herausgegeben and in der 
ansföhrlichen einleitung dazu alles zasammengestellt, was mir da- 
mals für die geschichte dieses buchs zu geböte stand. Ich habe 
seither meine forschungen über die ältere novellenlitteratnr and na- 
mentlich über die vielfältigen Verzweigungen der in die sieben mei* 
ster eingeflochtenen erzählungen fortgesetzt und benütze diese gele- 
genheit, einiges zur ergänzung der in der angeführten einleitung 
gegebenen litteraturgescfaichte des buchs nachzutragen. Es soll -da- 
bei, um die vergleichung zu erleichtern, genaa dieselbe Ordnung 
befolgt werden, wie in der einleitung zum Roman des sept sages. 

Indisch» 

Das verhältnifs, in welchem die geschichte von den sieben 
meistern zu der indischen erzählungssammlung Fantschatantra und 
deren vielen abkommlingen steht, hat neuerlich der nunmehr ver- 
storbene A. Loiseleur Deslongchamps in seinem Essai sur les fahles 
indiennes et sur leur introduction en Enrope suivi du roman des 
sept sages de Rome en prose publik, ponr la premiire fois, d'apr^s 
an manuscrit de la biblioth^que royale avec une analyse et des ex- 
traits du Dolopathos par Le Roux de Lincy pour servir d'introduc- 
tion aux fables des Xlle, XIII^ et XIV« siöcles publikes par M. Ro- 
bert. Paris, Techener, 1838 ausführlich dargelegt. Zur weitern 
vergleichung verweise ich auf die analyse des indischen buchs von 
Horace Hayman Wilson: Analytical account of tbe Pancha-tantra 
illastrated with occasional translations in den Transactions of the 
royal asiatic society of Greatbritain and Ireland, 1. I, 52. London, 
1827. . Vgl. auch Adelungs Bibliotheca sanscrita s. 281. 

Ob ein vollständiges indisches original für das buch nachzu- 
weisen ist, bleibt noch immer unentschieden. Sehr möglich ist es, 
dafs der name Sendabad, welcher in der hebräischen bearbeitung, 
vielleicht blofs durch Verwechselung des 1 mit ^, in Sendabar, in 
der griechischen in Syntipas übergieng, indischen Ursprungs ist, 



8 Einleitung» 

l 

was '^48Aii- aal 4iü tiMMrlkandensein der rahmenerzafalung in der indi- 
schen^ ÜCteratnr hindeuten könnte. Doch wagt Loiseleur über die 
. saoskritisoKo . et^i'tOiog^io'.TOn'^endabad keine conjectur aufzustellen, 
y *ygl.^f^88at «•.1SS9, ^note;3.; .Dafs übrigens eine bedeutende anzahl 
' von ^erzahlungen, welche in die verschiedenen bearbeitnngen der sie- 
ben meister übergegangen sind, ans Indien stammt, ist unbestreitbar 
und wird sich aus dem folgenden deutlich ergeben. 

Die vermuthung (Rom. des sept sages s. ij.) , dafs das indische 
buch Dasa-kumara-tsharita, d.h. die Abenteuer der zehn Jünglinge, 
das original unseres buchs enthalten, mufs ich nach den mitthei- 
lungen Loiseleurs (Essai s, 128, note 2.) vollständig zurücknehmen. 
Das buch ist zu Serampur von Carey gedruckt 1804 (vgl* wiener 
Jahrbücher der litteratur Ixxj, 222.), im auszuge (vgl. Loiseleur a. 
a. o.) hinter der serampurer ausgäbe des Hitopadesa, and ausführ- 
liche auszüge daraus sind mitgetheiit im qnarteriy oriental raagazine 
von Calcutta (b. vj — viij. 18^ f.). Loiseleur hat diese auszüge ge- 
lesen and versichert, nur eine einzige mit den sieben vezieren ana- 
loge erzählnng, von welcher weiter unten die rede sein soll, darin 
gefanden zu haben. 

Gegen Peters von Bohlen annähme (Rom. des sept sages a. a. 
a»l, dafs die geschichte mit dem islam erst nach Indien eingewan- 
dert sei, erklärt sich Loiseleur (Essai s. 128 f.) entschieden. Eine 
solche ansieht sollte nur bei dem v^Mrhandensein der sichersten belege 
aufgestellt werdjen, da es bekannt ist, wie originell die Indier in 
bezog auf ihre litteratur sind and bis jetzt kein älteres buch nach- 
gewiesen werden konnte, das sie aas einer fremden litteratur ent- 
lehnt hätten, so vielfach auch von jeher andere von ihnen geborgt 
haben. Auch ist gerade die einrahmung mehrerer erzählnngen in 
eine andere hanpterzählung ein ganz eigenthümlicher charakterzag 
der indischen erzählungslitteratur , der sich in älteren authentischen 
prodoctionen der persischen und arabischen litteratur nicht findet. 

Das hauptzeugnifs für die existenz des buchs in Indien bleibt so- 
mit noch immer die in der einleitung zum roman des sept sages s. 
iij angeführte stelle Massudis aus dem xten jh. (f 345 der hedshra^ 
956 nach Chr.). Vgl. biographie universelle zxvij, 389. Loiselenrs 
Essai s. 80, note 2. 

Persisch. 

Den persischen ursprang des buchs behauptet Joseph von Ham- 
mer in den wiener Jahrbüchern b. 90, s. 67 ff. 

Über das sendabadnameh and die dasselbe betreffende stelle des 
Massudi vgl. Loiselenrs essai s. 81. 

Das Bakhtyarnameh ist jedenfalls so späten Ursprungs, dafs es 
für die entwicklung des bachs in seine europäischen gestaltungen 
nicht in betracht kommt. Der persische text desselben mit einer 



BihteiUmg. 

•«f^Iisclien fiberaetsiing yon W. Onseley encliien in Lendoii 1811 
in 8». 

£tne fraoBÖsiscbe äbertetBong des Bakhtyanuuneh liefert Edu- 
ard Gauttier in seiner tausend and einen nacht b. yj. Vgl. Tausend 
und eine nacht. Breslau, 1834. x, iv. Loiseleurs Essai s. 176. Die 
erzählungen sind dem Inhalte nach meist dieselben, wie in den ara- 
bischen zehn Tezieren, Ton welchen Rom. des sept sages s. xij die 
rede war; meist sind es auch die aamen der personen; mehr Ter- 
flchiedenheit ist in den ortlichen Terhältnissen und namen; auch ist 
die folge der erzählungen abweichend. Sie adteint fo^;ende zu 
sein : ' 

1 der unglückliche kaufmi^nn. 

2 Abuteman. 

3 Abusaber. 

4 der unvorsichtige. 

6 Behezad. 

7 Balawan. 

8 Beherkerd. 

Vgl. 1001 nacht. Breslau, 1834. x, i? f. 

Es gibt eine franzosische Übersetzung mit dem titel: Bakhtyar« 
nameh, ou le favori de la fortune, conte tradait du persan par M. 
liescallier. Paris, 1805. in 8^. 

Loiseleur (Essai s. 176) theilt eine analyse des Bakhtyarnameh 
mit 9 ohne angäbe, ob nach dem persischen; arabisoh^, türkischen 
oder einer Übersetzung. Sie stimmt indefs gana' mit de^ TOn mir 
(Rom. des sept sages s. xij) mitgetheilten. 

Arabisch. 

Das buch yon den sieben Tezieren, das Ton Jonathan Scott theil- 
weise ins englische übersetzt ist, hält Loiseleur (Essai s. 132) für 
aus dem indischen geflossen, während der griechische Syntipas ent- 
weder aus dem arabischen oder aus der hebräischen bearbettung ent- 
sprossen wäre. In dem r^sum^ s. 17& läfst er das arabische buch 
aus dem persischen, den Syntipas aus dem syrischen d. h. hebräi- 
schen (Tgl. rom. des sept sages s. xxiij) entstehen. 

Die eben erwähnte Übersetzung J. Scotts ist nach Loiseleur 
(Essai s. 82) 1800 zu Shrewsbury erschienen unter dem titel: Tales, 
anecdotes and letters translated from the arabic and the persian. 8^. 
Die Übersetzung ist indefs nicht sehr getreu, auch sind einzelne er- 
zählungen aus delicatesse ganz weggeblieben. 

Den Inhalt der arabischen sieben Teziere handelt Loiseleur s. 
93 ff. zugleich mit dem des Syntipas ab, der allerdings sehr genau 
damit Terwandt ist. Indefs finden sich, wenigstens bei J. Scott, gar 
keine namen Ton personen im ganzen buche. Loiseleur a. a. o. s. 
96. Die beischläferin des königs wird am ende zur strafe ins meer 



10 JÜnleUung. 

gewbrffeii (s. 181), eio anratavA, welcher Ten det ha^icKtUohen über- 
setzong abweicht. Vgl. rom. des sept eages s. ix. Die erxahlaogen 
aind, wie sieh aaa Loiseleur •. 92 ff. 1S2 ff. abnehmen lärat, fol- 
gende: 

1 bestrafter Terratfa. 

8 des löwen apnr. 

3 der redende vogel. 

4 der walker und sein söhn. 

5 weiberliet« 

6 das gespenst. 

7 der Jäger. 

8 die verwandelnde quelle. 

10 die handln. 

11 der hnnd und die schlänge. 

12 frau: Mahmud. 

13 fünfter Tezier: neugterde. 

14 frau: der liebende im kästen. 

15 sechster vezier: die drei freier. 

16 frau: die diebische elster. 
' 17 die amazone. 

18 ehezwist 

19 die wünsche. 

20 die g&ste vergiftet. 

Vollständiger ist jedenfalls die ägyptische handschrift, welcher 
Habicht (1001 nachi. xt, 11^ ff.) gefolgt ist Vgl. Roman des lept 
sages B. Tij ff. 

Auch in andere handschriften der 1001 nacht ist der roman Ton 
den sieben yezieren übergegangen. Vgl. Loiseleurs essai s. 132. 

Eine lateinische Übersetzung der arabischen geschichte Ton den 
zehn Tezieren von Gust. Knös erschien mit grammatischen anmer- 
kungen in zwei abtheilnngen in Upsala, die letzte 1814. Vgl. 1001 
nacht, Breslau, 1834. x, vj. 

Die ältere französische Übersetzung ist wieder abgedruckt im ca- 
binet des f^es b. xl. 

Eine neue französische Übersetzung yersprach Knos. Vgl. 1001 
nacht. Breslau, 1834. x, tij. 

Als erst« deutsche Übersetzung nach der französischen von dorn 
GhaTis und Cazotte wird angeführt: Die eilf tage; neue arabische 
mährchen, nebst andern blumen der asiatischen litteratnr. Jena, 
1789. Ebendas. s. t. 

Abermals in der blauen bibliothek aller nationen. 1797. zj, 144 
— 269. Vgl. ebendas. 

Eine neue Übersetzung enthält die breslauer ausgäbe der 1001 
nacht, 1834. x, 101 ff. Die erzählangen weichen zum theil ab. 



Einleitung. II 

Her Terfosser der arabischen TMrrig veziere Ist slMikh Zade, 
nidit der der türlischen. Vgl. Loiseleors esMi «. It2k 

, Türkisch* 

Über die tärlngche bearbeitang des Bakhtyarnameh Tgl. den 
artikel Am^d^e Jauberts im Journal asiatiqae 1827 , mars : Notice et 
extrait de la Torsion tnrque dn Bakhtyarnameh, d'apris le mannscrit 
en caract^res onigonrs que possöde la bibliothöqne bodl^ienne d'Oz- 
ford. 

Das bnch Ton den Tierzig Tozieren ist nach dem arabischen des 
sheikh Zade gearbeitet, was der Torfascier selbst in der Torrede er- 
klärt. Vgl. Loiselenrs essai s. 172. Es wurde Torfafst unter der 
regiemng sultan Murads des sohns Muhammeds des sohns Bayezids 
d. h. Amurads II, welcher 1422 in seinem achtzehenten jähre den 
tfai«n bestieg und 1451 starb. 

P^tis de la Croix hat das buch im auszug übersetzt unter dem 
titel: Histoire de lä sultane de Perse et des vizirs. 

' Weiteres übersetzte Ed. Gauttier im ersten band der miUe et 
tine nnits. Paris, 1822. 7 bde 8<». 

' Der Verfasser hat nichts als den rahmen Tom indischen buche; 
die eingeschalteten erzahlungen sind anderswoher. 

Hebräisch, 

Ob die beispiele Sendabars *^II1JD ^ /TI723 aus dem arabischen 
geflossen sind, erhellt aus dem buche selbst nicht, welches in kei* 
nem pl^dlog sich über dergleichen dinge ausläfst; Inders yermuthet 
es Lolseleur im essai s. 84. Aus den in dem hebräischen buche 
vorkommenden namen griechischer phiiosophen auf einen griechi* 
sehen Ursprung desselben zu schliefsen, wäre nicht nothwendig, da 
bei den'rabbinen diese namen' auch sonst häufig Torkommen. Auch 
mäfste man für diesen fall ein anderes griechisches original anneh- 
men, als die uns bekannte griechische bearbeitung des buchs, da in 
dieser jene namen tou phiiosophen sich auch nicht finden. 

Die zeit der abfassung des hebräischen bUchs verlegt Loiselenr 
8. 83 spätestens in das ende des xijten jh., da in dem hebräischen 
Kalila und Dimna, dessen lateinische Tersion zwischen 1262 und 1278 
Terfafst sein soll , zwei erzahlungen und der name Sendabar Tor- 
kommen: freilich kein schlagender beweis. 

Für die mittheilungen über den inhalt des hebräischen buchs, 
das wie ich vermuthet ein sehr wichtiges glied in der entwicklungs- 
reihe dieser dichtung ausmacht, sind wir der schrift Loiseleors be- 
sonders verpflichtet. Er erhielt dieselben von seinem freunde Fi- 
chard, welcher das hebräische original herauszugeben gedenkt. Es 
stimmt zunächst mit der griechischen bearbeitung. Nur ist der 
Schauplatz der erzahlungen noch weiter östlich als im Syntipas, 



12 Emkitung. 

nämlich in Indien. Vgl. Rom* des sept sage« s. cxng. Per konig 
heifst im hebräisclieB baehe Bibar und vrahli xu lehrern. «eine« 
sohns sieben weise, welche fast alle entstellte griechische namen 
fuhren, unter welchen man (Loiseleur s. 96.) Apollonius, Lucian, 
Artstoteies, Hippokratea erkennt. Sendabar, der erste ttnter ihnen, 
wird endlich bestimmt mit der ersiehung des jungen f&rstmi heenf- 
tragt. An|^ sechsteai.tag, wo die frau wie im Syntipas (Rom. des 
sept sages s. xxviy.) keine erzahlung hat, sturst sie sieh, nm den 
könig zur hinrichtung des sohns zu bewegen, in den flufs, avs 
welchem die weisen sie heransciehen, während sie im Syntipas sich 
einen Scheiterhaufen errichten läfst, um zu verbrennen. Ebenso 
weicht am schlösse die strafe der Stiefmutter von der im Syntipas 
(Rom. des sept sages s. xzTiJ.) ab. Der söhn bittet um ihre be^a- 
dignng und sie wird ihm gewahrt 

Die erzählungen sind, so viel sich aus Loiseleur entnehmen 
läftt, folgende: des löwen spur -— der redende vogel — der walker 
und sein söhn — die kochen •— weiberlist — das gespenst -r die 
frau und der krämer — die Terwandelnde quelle und das gespenst 
— der bademeister und des königs söhn -^ die handln — das Schwein 
am feigenbaum — der hund. und die scUange — ehezwist — der 
löwe und der maulthierdieb — die fruchtkammer der tauben — < die 
wünsche — die schelme — der fuchs — die drei freier — Absalons 
^einpörung — Absalons tod. Nach Loiseleur s. 131, note 2 sind 
aofser den 2 letztern nur noch 2 erzählungen in der hebräSnchen 
bearbeitnng, welche sich im Syntipas nicht finden. 

Der älteste druck der mischle Sendabar ist nach Lotseleu? s« 82^ 
■« 2 in Constantinopel 1516 erschienen. Vgl. J. B. de Rossi, ms« 
codd. hebr. I, 124. 

Ein anderer zu Venedig 1568, Loisel. a. a. o. 

Über Groddecks versprechen einer herausgäbe der lateiniiehen 
Version des hebräischen buches s. das theatrum anonymomm pla- 
cian. s. 708. Sacy in den Notices et extraits ix, 415. 

Die Ton Fichard versprochene neue ausgäbe soll mit einer fran- 
zösischen Übersetzung und einem commentar verseben werden. Loi- 
seleur s. 84. 

' Griechisch, 

Die einbringung des romans von den sieben weisen meistern vor* 
setzt Leroux von Lincy (rom. des sept sages s. v) in die ersten jähre 
des dreizehnten Jahrhunderts. 

Dafs im prolog des Syntipas ein Perfer als der erste erzähler 
der geschieh te angegeben wird, kann nichts gegen Alassudis behaup- 
tung eines indischen Ursprungs beweisen, und beweist blofs, dafs 
dem . Verfasser des prologs eine frühere bearbeitung als die des Mu- 
sos nicht bekannt war. Über diesen Olusos bemerkt Sacy in den 



Mnleitung. 18 

ni^ices et extraits IX, 405: Peat-Stro le roman a^ait-il ^t^ mis en 
arabe oa en persan par an rausulmaB noiiini6 ^ousa? Iioiselear'a 
eaaai s. 84 f. 

Lateinisch. 

Dafs die lateinische bearbeitung ans der griechisohea geflossen 
aei» stellt Mose im anzeiger 1836, 446 mit recht in abrede. Wenn 
nämlich, sagt er, das francösische gedieht, woran wohl kaum zn 
zweifeln, einem. lateinischen Torbilde folgt, so ist die übernähme 
des Werks ans dem morgenlande dnrch den kaiser Vespasianus ver- 
mittelt und durch die sagen , welche sich an die Zerstörung Jerusa- 
lems geknüpft haben. Dieser zusammenhans verräth aber eine über- 
Bahme aus dem hebräischen, jene sagen bilden einen eigenen kreis, 
wozu die erz^lnngen TOm Pilatus, Judas Ischariot und das franze- 
aische gedieht yon den sieben weisen gehören, die auch unter sieh 
joanchfache yerwandtschaft zeigen. 

Auch Loiseleur stellt sich der annähme Daciers (M^m. de l'acad. 
lies inscriptioBSi XLI, 556. Rom. des sept sages s. zxix) entgegen, 
als dd die lateinische bearbeitung aus der griechischen geflossen sei. 
Vgl. essai s. 85. 96. 110^ 144. 149: 156. 167. 

Eine lateinische handschrift auf der pariser bibllothek erwähnt 
Lolselear im essai s. 85. 

Über das yerhältnifs des siebenmeisterbuchs zu den Gesta Ro- 
manoram und über die in die Gesta eingeschalteten hearbeitungen 
der sieben meister, besonders in einer tübinger handschrift, werde 
ich bei gelegcnheit meiner ausgäbe der lateinischen Gesta mich 
ausführlicher yerbreiten. 

Über handschriften und yerfasser der calamnia novercalis und 
des Indus septem sapientium gibt ein freilich von Terwirrungen 
nnd Unrichtigkeiten strotzender mit A Sl unterzeichneter anfsatz im 
Gentleman's Magazine Aug. 1832 s. 136 einige notizen, welche nä- 
her untersucht zu werden verdienten, es wird am besten sein, die 
eigenen werte davon anzuführen: 

Of the work in question there are only two latin editions of any 
note; one printed in gotliic characters, without date or place; and 
Ihe other '^Impressum Francofurti ad 91. apud P. Reflcler, impensis 
Sigismundi Feyerabent'' [of this edition a eopy is to be fonnd in the 
British Museum, see catal. t. Roma]. 

The latter [of this edition no mention is made by Mr. Dan- 
ce, in his notice of the ^Xudus*'], says Brunet, under the title 
of Historia calumniaß novercalis, has been attrtbuted to Franc. Mo- 
dius; most probably on the authority of Erhard on Petron. Arbiter 
§. cxj. But as Modius is known to have had access to and made 
use of latin MSS. (see Jöcher's allg. Gelehrtenlezicon v. Modius), it 
is more than probable that he merely tranacribed an older and better 



14 Einleitung, 

MS. than he one ased by the first editors of the Luda«; where the 
barbaroa« latinity prove« at once a modern head; while the style of 
the other is such as woold not disgrace, ezcept in a few instance«, 
the best aera of roman literatnre. This snrmise, respecting the real 
origin of Modius's i^ersion, is partly borne ont by the facts that Pe- 
trus Faber of old aceased Modins of plagiarism, on the ground, 
probably, of bis having passed off as bis own a vork obtained front 
the other sources. Thus much is at least certain, as we leam froni 
Erhard I. c, that two MSS. of the Indus were actually in existence 
eighty years after the time of Modins, one in possession of Mnn- 
tzenbnrg, then prior of the Garmelite Monastery at Francfnit on the 
Maine, the yery place vhere Modius's Torsion appeared; and the 
other in tho library of Goldast. Where those MSS. are now to be 
fonnd, is more than I can teil. Should they be still in existence 
and compared with the Version of Modins, they will most probably 
confirm the suspicion stated abofe; for it is almost impossible to 
believe that the incidents detailed in the story of Menelaus, Helen 
and Paris could have been iuTented by a modern ; althongh they 
would naturally occur to an ancient author, familiär with all the 
traditions relating to the tale of Troy divine. Had the* incidents 
been such as might have been picked up from olassical sonrce, no 
argnment could be dravn in fayour of the antiqnity of the story; 
but vhen we read there what we in yain search for elsO where, 
how Paris was, in consequence of a dream sent by Venus u. s. f. 
In der nachschrift steht: Instead of saying there are only two edi- 
tions of the Lndns I ought rather to have said that there are three. 
For the Historia calumniae novercalis is e?idently an older represen- 
tation of the Ludus, as observed by Brunet; a fact of which Dib- 
din seems not to have been aware, who has given some account of 
ft copy in Aedes Athorpian» p. 147 of the odition by Gerard 
Lieuw (!); but whether it agrees in all respects with the edition 
s. 1. X. a. 18 more than I can say. 

Derselbe Verfasser kommt in der genannten Zeitschrift nochmals 
auf den ludus Septem sapientium zu sprechen. 1832, vol* cij, p. I, 
nO 6, s. 532: 

The story of his {IIsQiXXog) brazen bull probably formed the 
snbject of another satiric drama, and to the list of such plays may 
perhafs be added the AXs^ccvSQogy the argnment of which may be 
Seen in the seven wise masters, as found in the very rare and va- 
luable edition [Note: Of this* edition the only two copies we know of 
in this country are one in the library of the hon. Mr. Thomas 
Grenville; & the other in the possession of Mr. Bohn of Henrietta- 
street. The same work contains also the story of the Ephesian ma- 
trone, told with more wit than by Petronius, and eren in better 
Latin.] published nnder the title of "Ludus septem sapientiiun , de 



Einleitung^ 15 

Astrei regit adplesoenti« edacatione'^ with |he colophan **ImpreMam 
Francofarti ad Mcdduiii t1." Or is it withoat reason that etc. 

Über Blodius vgl. Loiselears essai 8. 168. 

Über alte lateinische drucke «. Loiseleore essai s. 91. 

Die Ton Ebert n^ 13584 citirte ausgäbe findet sich auch im 
british Maseum. Vgl. den catalog u. d. v. Roma. 

Über den Indus septem sapientium Tgl. Jubinals myst^res in^dits 

I*. 

Von den lateinischen ubersetiungen des buchs, welche auf ge- 
lebrtem wege aus orientalischen bearbeitnngen veranstaltet worden, 
ist oben die rede gewesen. 

ItäUänisch* 

Über die italianischen bearbeitnngen s. Loiseleurs essai s. ITO 
f. 92. 

Die aTvenimenti del principe Erasto sind auch gedruckt 1S58 
in 120. 

Ebenso 1560. 

Spanisch* 

Eine noch ältere spanische bearbeitang, als die «. xzxTij von 
mir angeführte ist ans dem lateinischen entsprungen und befindet 
sich auf der k. k. hofbibliothek in Wien. Ferdinand Wolf beschreibt 
sie mir f olgendermaafsen : 

Libro de los siete sabios de roma. 
V^ Comien9a la hystoria de los siete sabios de Roma. 
Cap. primero, coroo el emperador Poaciano encomendo a sn h^o a 

los siete sabios que le ensenassen: y de la experiencia que del 

hizieron. 
Cap. II. Como el emperador ponciano caso otra tos : y como a ruego 

de SU muger enbio per tu hijo. 
Cap. III. Del rescebimiento que hizo el emperador a sn hijo: y de 

como la emperatria sn madrastra le requirio de amor illicito. 
Cap. IV. Como diocleciano por no querer consentir en el desseo de 

la eroperatriz fuo por el emperador. 
Cap. V. Como la emperatria por entemplo de.vn pino enduzia al 

emperador que matasse a su hijo. 
Cap. VI. Como lleuaron al h^o del emperador a enfof car, y como el 

emperador renoco la sentencia. 
Cap. VII. Como por enzemplo de i^n cauallero y ▼& lebrel suyo libro 

el primer sabio al hijo del emperador el primer dia de mnerte. 
Cap. Vm. Como por enxemplo de vn puerco montes y de tu pastor 

persuadio la emperatriz al emperador que matasse a sa hgo. 
Cap. IX. Como el .ij. sabio por tu enxen^lo de coma vna mala 



16 JSkdeitung. 

mager enganno a su marido y le fiso pooer eo tub pieata: 

libro al h^o del emperador el «egondo dia. 
Cap. X. Como la emperatriz por easeraplo de Tn h^o que eorto la 

Gabe9a a sa padra comonio al emperador qne mandasM afor- 

car a an hijo. 
Cap. XI. Como por td eoxemplo que aeaeaeio a m cauallero oon «n 

mager y yna pica9a qne el mncho amaoa libro el tercero sa- 

bio al hgo del emperador. 
Cap. XII. Como por to enxemplo de td emperadk» y de «tete tabios 

sayos porfio la emperatrta de aeonsejar a ta marido^ qoe ma- 

tasse a su hijo. 
Cap. XIII. Como el .ii^. sabio por enxemplo d' Tna muger d' yn ca- 
uallero que queria amar a vn clerigo escapo al hijo del em- 
perador. 
Cap. XIV. Como la emperatriz por el enxemplo de como acontecio 

al emperador Octauiano por au codicia con la torre de las 

ymagines prouoco al empeiador que mandasse ahorcar a su 

hijo. 
Cap. XV. Como el quinto sabio Uamado Joseph por enxemplo de 1o 

que acontecio a ypocras con su sobrino galieno escapo al hijo 

del emperador el quinto dia de la muerte. 
Cap. XVI* Como por enxemplo de vn rey y su seaescal indnaia la 

emperatriz a sa marido a que hiztesse matar a su hijo. 
Cap. XVII. Como el scxto sabio llamado Cleophas por yn enxemplb 

de Tna mala muger, por cuyo consejo murieron tres caualle- 

res, y a la postre su marido y ella arrastrados fueron aforca- 

dos, saluo la uida a su discipulo el' .tj. dia. 
Cap. XVin.- Como la emperatriz porfiando siempre la murete del 

hijo del emperador su entenado conto al emperador sa' marido 

lo que acontecio a yn rey con su condestable: qae^ por en- 

gano le Ueno la muger. 
Cap. XIX. Como el seteno sabio llamada Joachin escapo el septimo 

dia al hijo del emperador de la Iwrca cöatando al emperador 

TU enxemplo como yaa mager de yn cauallero, el quäl por yna 

poea de sangre que a ella le salio de yn dedo se murio: y 

ella le desenterro y le puso en la horca. 
Cap. XX. Como el .yifij. dia diocleciano fijo del emperador con gran 

solemaidad fne lleuado a palacio y cbmo redargnyo a su ma- 

drastra la emperatriz y desoubrio teda sa maldad. 
Cap. XXI. De yn enxemplo que conto el hijo del emperador, en que 

da a entender la firme fe y amistad qoe ha de tener yn buen 

amigo a otro. 
Cap. XXII. Como fn« condenada a maerte fci emperatriz > y de la 

maerte del emperador; y oomo Diocleciano sit hijo le sucedio 

en el Imperio. f 



Einleitung. 17 

Foe impresso el presente tratado en la mny noble ciudad de Se- 
uilla por Juan Cröberger. Aiio del senor de mil y 'q nietos y xzxTiij, 
a seys d' Hebrero. Mit gothischen Lettern in 4^, ohne pag. und 
castod., mit der Signatur aj (zu 8 bll.) — e und noch 4 bll. zusam- 
men 44 bll. 

Über dem titel befindet sich ein holzschnitt darstellend den 
kaiser, den prinzen und die sieben meister. unter c. 7. 9. 22 ein 
holzschnitt: der keiser mit den weisen, c. 10 der kaiser und die 
kaiserin nebst einem stück maner. c. 11 der kaiser, drei weise und 
der kleine söhn. c. 12 der kaiser und die kaiserin mit einem bäum, 
c. 18 wie dem konig sein weib auf einem schiffe entfuhrt wird. 

Weiteres über die Ton mir schon früher aufgeführte ausgäbe 
des Erasto s. bei Loiseieur s. 93. Dieselbe ist in 12, nicht in 8^ 
gedruckt. 

Französisch. 

Über das manuscript des ohne zweifei ältesten occidentalischen 
gedichts über die sieben weisen, des Dolopathos, das ich durch Le 
Rons de Cincy Terhindert war selbst zu benützen, theilt nun dieser 
gelehrte eine kurze nottz mit in der einleitung zu seiner ausgäbe 
des roman du Brut (I, xzziij ff.) und hat den prolog daselbst ab- 
drucken lassen. . Wie ich bereits erwähnt habe, ist das gedieht in 
dieser recension unvollendet. Über das äufsere der handschrift be- 
merkt Leroux s. xxziv: Ce manuscrit est difficile ä lire, et T^criture 
cooraate du xiij^ siecle, quo le copiste a adopt^e, est souvent ob- 
scure et fatigante ä dechiffrer. Ein facsimile ist beim ersten bände 
des Brut mitgetheilt. die handschrift ist bezeichnet fol. n^ 27, 
Cang^ (olim 69 Gang. — Regius, 7535*). 
Der prolog fol. 238 r®, sp. 2« heifst so: 

A paine puet perdre sa paine 

Qui sert prodome et qni s'em paine 

De lui faire sa yolonte 

Mais len neu troeve mais plente. 

Gascuns jor li mondes empire, ' 

Hui est malvais et demain pire; 

Trop pert proece de son non, 

Ni trove on mais, se mal, non. 

Et non porquant ae jo pooie 

Mult Tolontiers men peneroie, 

Se jo men savoie entremetre 

Quuns bons romans peust on metre, 

Une histoire auqnes ancienne 

Qui estraite est de gent paiene. 

Li histoire est et. hone et bele, 
(Siehen w, Meister.) 2 



18 JBinlekung, 

TMtans deTFoit ettfe norel« 

Gar jam^« ne doit derenir 

€o8e dont liien« puel atenfr. 

Uns blani tiioioes de bele rie, 

De Halte selve labeie 

A ceste histore aoveloe, 

Par bei latin la ordenee. 

Herbere le i^elt en romaas traire 

Et de romans uns livre faire, 

El Dom et la en [rejverance 

Del fils Felipe an roi de France 

Loey Gon doit fant loer, 

Car li fils deti le valt doer 

Del doaire de Tasselage; 

Tant est Taillans de son aage 

Qne je ne pais nallui veoir 

Oa ma paine pais mios seoir «. s. lo. 
Ein anderes raannscript des Dolopatbos fahrt Francisqoe Micbel 
ini glossaire au seiner aasgabe der chansons de Roland a. d. w. ba- 
nie s. lT2b an, namÜGh: Dolopathos, ms. de Cbartres. Ob diefs nur 
eine andere bezeichnnng fdr eine ton mir schon fr&her au^eföhrte 
handsehrift, ob es eine weitere ist, oder ob Francisqo« Miehel, 
wie sich diefs bei den meisten französischen litteratoren noch fin- 
det, allen bearbeitangen dieser geschichte kurzweg den namen 
Dolopathos gibt und hierunter also rielleicht eine dritte yersifieirCe 
bearbeitnng za denVen wäre, vermag ich nicht zn entscheiden. 
So viel ist indefs hier en bemerken, dafs meines Wissens nur in 
dem gedichte Herbers der name Dolopathos yorkommt, und die 
Übertragung desselben auf alle äbrig|en bearbeitangen der geschichte 
irrig ist. Die bedeutung des namens Dolopathos, ober den so man- 
ches gefaselt worden ist, geht übrigens aus einer steife des gedieht« 
selbst hervor, welche Roquefort in seinem glossaire u. d. w. an- 
führt: 

Tu nez un rois moult*nobles hom 

Qni Dolopatas et a non, 

Hantement fn emparentez. 

De Troye fu ses parentez ; 

Sages hon fn, et de grant los, 

Por ce ot non Dolopatos, 

Car il sofri trop a sa Tie 

De dolor et de tricerie. 
Anfser den schon, früher aufgeführten finden sich in de? bear- 
beitnng Herbers noch die erzählnngen: der hnnd und die schlänge 
(Tgl. Fabliaux ou contes, par Leg^and d'Aussj. Paris, 1829. I,^n- 
hang^ s. 30.), untreue für untreue (s. Dnnlops history of fictiott 11, 



BmleHung. 19 

325.) und die dsBrnonen (ebenda«. 278 f*)> tob weldben spdl^ die 
rede «ein soll. 

Eimsehie stelle* ani dem DolopatiiOB sisd b«i Fmne. Michel, Le- 
roux de Lincy, Legraad d'Aasey an den an^ef. oe. ond namentUtih 
in Roqueforts gUssar s. k u. d. w. .osietr aligedriickt; da« meiste 
nun neuerlich tob Leronx de Liucy Unter der oben angefihrten 
Mhrift A. Leieeleurs Deslongchaiipa sur les fable» indiesnes. Dort 
finde! sich *aeh eine airaiiyse des bodis. 

Dafs das manuscript, nach welchem ich 1896 die älteste voll- 
ständige franKöcisehe dichtung drneken liefs, dfter» läekenbaft ist, 
ergiebt sieh a«(^ aus der an z. 586 fehlenden correepODdirenden 
reimzeile. Ich trage hier für das einaelne diese» gedidites einige 
bemerknngen und berichtiguogen naeh. 

1 Ähnlich ist der anfang mancher anderer gediehte, t* b. von 
li romans de parise la dnchesse: 

Seignor, piaist tos oir gloriose chaucMi, 

Par .j. tel covenant que dex grant bien re« dtont? 

9 Tgl. le lai du conseil in Fr. Micher» lais in^difis des xij« et 
xiij« si^cle. Paris, 1836. s. 85 f. 

13 pour gaegnier] Vgl. UX dlgnaures ou du prisonnier, hevansg. 
Ton Fr. Michel. Paris, 1832. s. 5. 

43 Vgl. den anfang des deutschen Titurel, auch das schwäbi- 
sche landrecht s. 349 bei Senkenberg, s. 117 bei F. von Lsssberg. 
F. Paris, les manuscrits fran^ois etc. II, 84. 

46 Vgl. Chronique de Phil. Mouskes ed. Reiffenberg. II, cIxxxt. 

04 tmlaiiehe] Vgl. Romitocero fran^fs von PaoHo Paris ». 95. 

69 1. glaiue. 

T2 Buschings und H. t. d. Hagen grundriCs s. 980. 

109 P. Paris's Romaveero fran^. s. 99. 

112 Ebendas. s. 13. 

122 Über das schwören mit den» ftnger an der uase s« Afone's 
anzeiger fiir künde der teutteheu i^orzeil 1889, 449. 

12t Biene» !' ol. 

129 MMMf ft. a. #. 44T irHI dt. 

169 IHa to^btotf des henog» ▼«« Cafthago fal spriefawdrtlich. 
Vgl. Paris's romancero s. 109 und meine anzeige desaelbeif hi der 
h»ller a» 1. z. 1838, 4* 58. 

289 MoiH)< will Lemperere. 

919 Her Damse Malqidaift kommt artfch soffst vor. Vgl. Karl 
Roths ▼««««de «u setaeik dentss^eu predigten (natSonalbiblk^bek XI. 
1 , s. xlx>. 

373 tSes nigremimohe. 

685 steht dureh drncbfehler propotfO fdr porpense. 

683 kt Troyeo iiieht ald TlPoga «u denken. Airf ähnHche weioe 
oft DIDon« 



20 Einleitung. 

f95 Diez's roman. gramm. 11, 206. 

992 pin] Tgl. Parise la duchesse s. 16 f. 73. 

1197 Tgl. Legrand^s d'Aussy fabliaox I, 91. Roquefort, sup- 
plöm. an glossaire u. d. w. cour plentere. Iwein 62. 

1265 lies ca in der bedeatung des spanischen ca. 

1470 gesir immer mit dem datiT; Tgl. Berger de XiTrey, tra- 
ditions t^ratologiques s. 426: Comment Alixandre trouva fammes qni 
fönt tant gesir les hommes a elles qne Fame lear yst du corps. 

1473 lies li wie 1485. 

1644 feroiis] Tgl. Mone's anz. 1836, 447. Vgl. x. 2031. 2037. 

1678 Grazzini, cena T, nro. 8 : lo son pur maeatro la dio grasia. 

1689 lies ausire wie 1675. 

2031 8. Mone's anzeiger 1836, 417. ^ 

2037 8. ebendas. 

2049 Diez's gramm. 11, 185. 

2169 Pfennigmagazin, 8 oct. 1836. 

2296 lies iustiche. Vgl. 2306. 

2304 saige = je sais , wie oft. Mono will gegen die hand- 
schrift saiohe. 

2305 sains wäre Tielleicht regeknäfsiger als saint, wie 2303. 
Vgl. indefs auch 2332. 

2310 lies commugne. 

2332 1. dans. 

2370 Mone will Ne. 

2688 Blone will andoi. 

3267 huimais] Vgl. Garin le lokerain I, 2. 169 ed. Panlin Paris. 

3591 ist allerdings dem sinne nach i a abzutheilen ; es ist aber 
alte Schreibweise ia. 

3781 1. Ke faites uons les ceste liere? 

3828 Vgl. Blone^s anz. 1836, 356. 

3903 Diez's roman. gramm. 11, 206. 

4456 Phil. Mouskes ed. Reiffenberg 11, 794. 

Ein manuscript der bibiioth^que de Bourgogne erwähnt F. frei- 
herr Ton Reiffenberg in der chronique de Philippe Mouskes II, cIxxxt. 

Über die französischen prosaromane überhaupt s. Leronx's intro- 
dnction s. i^. 

Über das ms.^ du roi 7534 (Rom. des sept sages s. lij.) trage 
ich folgende bemerkungen nach. Bl. 296 ist das erste, was zum 
roman de Marke gehört^ jedoch ist das erste Matt desselben , wahr- 
scheinliuh eines darauf befindlichen bildea wegen, ausgerissen. Bl. 
296 fängt an: il coTient a uostre persone. Signour dist li erapereres 
iou ferai uolentiers a uostre lossire n. s. w. Die geschichte hat ahn- 
lichkeit mit der tou den sieben weisen. Der kaiser soll heirathen, 
die barone holen ihm die tochter des herzogs iler Lombardie; alles 
ist sehr ausführlich beschrieben, das einholen der braut, Ihr ge- 



Einleitung. 21 

folge, die hochieittfeierlichkeit. Der Icaiser zeugt in der ersten 
nacht mit der kniMrin eine tochter. Die frau stiftet Zwietracht 
zwischen dem kaiser nnd den meistern, welche aussprechen: oiiques 
si aages hom oe fist cou qui par ferne ne fust deeeus. 

Über die fortsetznugen des romans im ms. da roi 4096 fonds de 
la Valliöre, 3 bde fol., (s. Rom. des sept sages s. Ixiy f.) trage ich 
noch einige capiteläberschriften nach. 

Li liures de Marques de Romme. Comment Dyodesiens regna 
apres la mort son pere en grant painne. 

Du senge et de la Tision que li empereres rit en dormant. 

Comment Marques li seneschaus de Romme fist aporter les 
huches du tresor au temple. 

Comment lempererriz volt couper le poing a Marques. 

Comment Marques ionsta a la quintainne et tous ses compaignons. 

Comment Marques de Romme parole aus damoiseles et conunent 
il coupa la teste au maistre et a tous ses 'compaignons. 

Comment Marques sen ala en Constantinnoble. 

Comment Marques et la ro^ne aierent ensamble en un vergiex 
et parierest de plnsieurs choses. 

Comment Marques revint a la royne et entra ou chastel de bei 
manoir et une pncelle si li Tint a lencontre. 

Comment lempereris de Romme sen ala en Lombardie au duc 
•on pere et comment li empereres la fist querre. 

Comment lemperores de Costantinnoble envoya une lettres a 
lemper. de Romme qui estoit son cousin germain. 

Comnient li rois de Frise manda a lemp. de Costantinnoble par 
.i. message que il se uiengne rendre a lui et crier mercL 

Comment Marques se combat a Patau de Frise des hors les 
murs de Costantinoble et comment il cousta a Patau le braz /destre 
et le pie destre et loutra et vainqui et comment il sen reuins en 
Costantinnoble sain et haitie.- 

Comment iempereiz eompte a lerapereour comment li damoi- 
siaus de Romme fu deceuz par son esouier qui li embla son anel. 

Comment les sept sages de Romme sagenouillerent deuant lem- 
pereur et li prierent acointes mains quil eust pitie de Marque. 

Comment lempereris eompte a iempereeur et aus barons que il 
fu uns empereeur a Romme qui molt se fioit en son seneschal, le- 
quel seneschal decut Iempereeur et sa femrae que il ot fianciee; 

Coniment maistre Anxilles eompte a Iempereeur que la fiile dur 
bourgeois mist sus Amaria qui meines estoit quil lauoit engroissiee 
et il estoit femme. 

Comment lempereris eompte a Iempereeur de Ypocras qui auoit 
granti son neueu de mort par herbes et que ansi li sept sage garan- 
diroient onqnes de mort par leura paroles. 



SS JSitd^ttng. 



Gbiment meaiire Tttlles etnipte « lemponrar de Hevtdia», qni 
fitt dMirader fav w 111« le >chicf «aint Jahaa teptkte a Haeode. 

OomBieBi UaipererlK compie «an compte a lainperaear poar 
faire mettre Maffqaee a «eri. II ot j. nii en Peree «. •• w. «. rem. 
^es sept eagee s. Ixi. Das dert TeikoaMMade htaanfsteiiea des 
liebhaben ia einen korfie findet sich aoeh in Boccaccios Fileoopo 
8. 283 ed. Sansovino, und in der sage vem Virgil. 

Connnent li empereres fait lire par un derc lessample ^e Mal- 
quidans bailla pour ce qail ne pet entrer ea la salle. 

Comneat lemperaris oeaiple a lempereeor et ans baroas com- 
ment Jorces li enperers f« deeens par sa deboaaairete par san se- 
neschal qni fist cooper la teste au filz lempereeor et lemperere eoa 
pere deposer de lempire et lai faire faire empereear par ses doos. 

Comment Josse aiat a la eonr et ne pet entrer eos et bailla aa 
portier an brief a qni it dist qnil le baillast a leaipereear «t qail 
le feist lire par oo eterc. Sire il ot jadis «a roy ea Hongrio qol 
ot un seneschal molt preadomme et qal laaoit molt Ion« team serui 
et molt leianment u. s. w. 

Comment lempereriz compte commeat Cljges decnt soa onelo de 
sa femme. 

Gi dist comment li sept sage de Romme se firent ameaer a la 
eoart a lempereeor de Ramm« dedena uae grant toaae. 

Comment lempererii de Romme et Othesboas se« nount farent 
ars pour la grande desloyaate qae 11 aooleat falte et paar p e n see 
euTers Marques le seaes^al. 

Ici fiae le remmans et la vie de Matqaes le seaeschal de Remme. 

Ci comnence li liures de lempereear Fiseas qui fa fila a lern- 
pereenr Dyeeleelens qai et moalt afaire tant comme il veaqai en 
ee siecle. 

Commeat II empereres et ly roys de SSaille eatrerent dedeaa 
uae chapelie pour parier li un a lautre. 

Comment (Synador parele a Chilyenae la Alle an dac de Con- 
sorre et commeat ele li compte da choTalier qol le Toalt aaeir a 
foree. 

ComoMot 8ynador parole aa eire de (Sorre et le fait metve ea 
ane fort prison. 

Ci lairal a parier de Synador et de ses eompalgaoas et veadral 
a Galienne qne Synador lalssa en tel poiat comme tous aoez oy^ 
deaant. 

Comment Synador de Puille se combati aa eeigaear de 0orra 
qui Touloit auoir Cralyenne et le conqoist Synador et least eaia ee 
on ne li eust oste. 

Ci uient li comptes au gareon Synador qui «stolt esehapea da 
la bataille de Maupertuis et estoit reaenaa a Romme dire a lempe^ 
reeur comment Synador anoit este assaillis si comme dessus est dit. 



Comnent Nar^iMs se eomJbat . « Cattor povr Gallyena« Am Con 



CoDUBeBt FiteiM lempererM conquitt Rosihm contre OthMbou 
et c^otro les .T^j. tag««, «I conment il l«ar fitt creuer Im iez et 
percier !ۥ aMios. 

Comment Marqoes espoussa Dyogenne. 

Gomment Synador recongaot AlsrquM qaant il Tint a Bonineiit 
et qae lui et cealz de la cite li firent grant feste a sa neooe. 

Conment Laurips ae parti eo CostaDtianoble et sen ala en estninge 
terre po«r adoentorer gaem. 

Comneat Alyenor se nint ^res cenls qui aamenoient ie Cheva- 
lier dent li «oaiples parelle et le voalt retcoorre. 

Comment Laurins et ses compaignons se combatent ans yolaeara 
en lor diasCel tot a pie et comment il reacouareat na cheralier a qui 
li malfaitenr Yoloient tolir sa mie. 

Commeat li roya Baademagas na aprea le cliaTalier qne il vit 
et pnis le perdi, et eomment il eneontra la pacela qni cbantoit. 

Comment Laurin aeaneilla et aaaiat de coto la foatainae an il 
aooit donni et comment il eagarda la pacelle et paroUe a li. 

Comment Lanrin sen «int parier a termite quo Jagonce li auoft 
enaeigne et comment il iovata a« veoeair a .iü. chevalijors qui en 
meiioieBt nne pacelle« 

Conmient Mirador li laut so preaenta • Jagonce et comment 
Dealers en est nenns touz armes dauant li ponr oombatre a LanrUi 
qni eneoro nestoit Tenua. 

Comment Lanrina se combat an pro oncontre Dealer et le abatn 
par Jj. foys a terre par denant Jagonce pue Dosier Tonloit anoir 
a femme. 

Comment Lanrin et si compaignon encontrerent la pacelle et 
aiassi commo il ninrent au matin le tonmoi des cheualiers qni cou- 
nertnres auoient de .fj. coalenrs et comment il toornoierent aneo- 
quea enlc. 

Comment Enriet enmenoit le vallet sus son chenal et Bande- 
magna et Mirador Tont ans nn antre, qni se preanent a me grant 
coropaignie de gent. 

Comment Mirador et ses compaignons se departent Ina de lau- 
tre et comment perdn un brächet qail aooit et se mist en la qnaste 
de Lanrin de Costantinoble. 

Comment Mirador ot ods les mnrtries et comment il fist cour- 
ser tont lanoir et ramena an aanassor sa fille qni li anoit ete rania 
et comment il tronnera Lanrin qne il qneroit. 

Comment Bandemagns se portit de %^% compaignons et eneontra 
un choTalier arme qui en menoit une pucelle tont a pie. 

Comment Enriet se partI de Bandemagns et se mist en la qneste 
do Laurin qni de ses compaignon sestoit paitis aommo devant est dit. 



24 EmteUung. 

ComiiMiii Marqae« et Synadoc qui •• e«toi«nt partU dArragon 
pour querre Laurin yindrent en Galice et se combatirent poar le 
cors Saint Jaqae qae Marques en uooloit porter ent a force. 

Comment li roys Baudemag^s se parti de Proserpyne. Quant 
il ly ot rendn sa pacelle et puis se mist au chemin pour querre le 
roys Artus. 

Comment .ij. choTaliers se combatent ensamble, dont ii uns re- 
cognut lautre. 

Gi uient 11 compte la Lanrin et a Mirador que Enries a consuy 
et se mist auoecques enlz au chemin pour aler an roy Artus. 

Ci Tient li compte an tournoiement que li roys Artus fist crier 
et comment Marques et Synador le firent si bleu que il en orent le 
pris de tous. 

Ci Went li compte a Laurin si come il se parti de Wincestre et 
ala apres un cheyalier et une pucelle. 

Comment Laurin mist a outrance le Chevalier qui menoit la da- 
moiselle et comment de sarma pour combatre a Laurin. 

Comment Marques de Romme et Synador de Puille se fnrent 
parti du tournoiement et ont tant erre quil ont ataint Laurin. 

Comment li roys Artus yint a Veincestre pour faire lonheur et 
feste au roys dArragon et a ses compaignons. 

Comment Laurin se combat! a Gauuain et ne sauoit on qui il estoit 

Ci Tient li comptes au roy Marques et a Synador comment il 
se partirent de Galienne et de Dyogenne. 

Comment li rois de Cartage auoit assise la reine dArragon 
qnant il sot quo Marques ni estoit mie. 

Comment Marques euToya un chevalier a Kamaalot an roy Ar- 
tus et comment il se parti de Gomer a tont les oheyaliers quo la 
pucelle li bailla. 

Ci Tient li compte au Marques de Nerbonne et comment Gau- 
uains et si compaignon li yindrent aidier. 

Comment mon seigneur Gauuain et les compaignons de la table 
roonde yindrent en taide an roy Marques. 

Conibient li Syrriens quistrent leur seigneur entre les mors et 
le tronuerent si lemporterent. 

Comment li roys Marques laissa sa femme et sen uint a Romme 
et deuint conuers et comment la royne se dormoit son oreillie entre 
ses bras. 

Comment Lanrins et ses compaignons Tindrent au chastel de Go- 
mer, la ou il auoit molt graut dueil. 

Comment Lanrins et ses compaignons si partirent de Radonl et 
sen Tindrent a Vincestre jouster a la table roonde et enmenerent 
leurs amies auoecques enlz. 

Comment Laurins sen reuint de Bretaigne et amena Jagonce et 
sen renint de Romme en Constantinobls. 



Einleitung. 25 

Gomment la mer Marqaes se fist emmener a Rome par denant 
lapostole et confessii par deaant toas sa traison« 

- Corameat li roys IMLarqoes fa reuenosven Arragon et ne troaoa 
mie aa femme et comment il le fist qaerro par tonte la terra. 

Comment la royne passa mer et lameaa od en Sezille et com- 
menl Gaarcia li en maione aon enfant et s^ pucelle. 

Comment la royne dArragon e«toit a Slarcis et le tooIoU auoir 
uns bonrgois a femme. 

Ci finit le liares de Marques le seneschal de Romme et de Laa- 
rin aon filz emperenr de Constantinoble. 

Ci commence le liYre de Gassiodorus emperenr de Constantinoble. 
Poar ce que li plnisonra ont oy et encore oirent Tokntiers conteä 
dearimez mest 11 pris talent que ie raconte mot a mot sans riens 
oster et sans riens acroiatre la Tie dun empereenr qni fu iadis en 
Go8tanti|ttoble. Voiis fa qoe en la eite de Romme ot iadis un se* 
neschal qni fu filz Caton. II ot a non Marques li seneschal et ot 
ea a femme la sereur Othon de Costantinnoble. Li empereres morut 
sans hoir de aa char et eschay la terre a yne femme qui estoit sa 
sereur, laqnelle anoit non Laurine. Celle ot Marques le seneschal 
de Rommo espouaee.. De la dame issi un hoir masle qni ot hon 
Laurina. Icil tint la terre apres la mort sa mere et fu cheyaliera 
trea aigrea. Cils Laurins ot une Taillant dame a femme dont il issi 
nnhoir masle qni ot non Plyenon (der name ist verwischt und die 
lüclce nicht ergänzt). Cils fu bona Chevaliers et loiaus et aigrea 
durement. II fu empereres. Apres Tindrent li prince du palais et 
eaipirderent entre eulz que bone chose aeroit que li ionea empererea 
euat femme. Li damoiaiana le fiat par le loa de aea barona et ot la 
fille an roy de Frise. Molt furent poi ensamble, quar la dame ne 
veaqui que deuz ana aincoi monrut dyn filz qui ot non Cassidorus. 
Li enfea vesqui et la dame coutnt morir. Li empererea en fu molt 
dolana, car molt aentramoient de bonne amour. Li enfana amenda 
e erat, li perea Teaqui pui« longuement et molt fist. parier de Ini; 
mais atant men Tonil ore taire et veul venir a ce que la mort qui 
toat prent vint et le couvint morir. Li paya en fu molt destourbez. 
Apres la mort de lui tindrent lenfant en grant chierte. Si ami si 
tout fait molt richement garder et tant crut et amenda quil fu en 
lange de .xviij. ana; molt estoit sagea et plein de bonnea meura. 
Chaaonne qni lenfant yeoit le priaoit aeur toute riens, et tant lamoU 
que toua antres deduia il anoit leasie por li, ques il nauoilf ueu quil 
ne fust par tout congnue. Que vons diroie ie, molt fu conuoitiez 
de damea et de pncellea, mais onques tant neu Yooit dunes ne dau- 
trea que il onques y vauaiat metre son euer, aincois sen sauoit tant 
bien garder que nuls ne le peust aousprendre. Li damoisiaua cercha 
maint divera paya et tant ala et tant Tint, quo li baron du paya 
aasaambleient nn jour et eagarderent entreulz quo bonne choae ae- 



S6 JBftdeiUing. 



roit ^e li dMiioisiav« preUt feaiii«. II tu tont wem • lai et loiit 
inis a raison et li out dit quo il vauloieot qa« il pritt feinaie. Der 
jangling gekt in ihr begehren ein, sögeii aber noch iin«er mit der 
aosf abrang. Da homait einer nnd sagt, er solle so eaden, wie or 
begonnen habe, dann sei es gut. Die baroae sind hier4ber bestürzt 
and fragen weise manner über die sache, welche antworten, w««i 
der keiser eine frau nehme, so werden die edelsten des hrndos darch 
dieselbe zu gründe gerichtet werden. Es wird beschlossen, die 
sache geheim zu halten. Sie fragen sieben weise am rath hier- 
gegen, sperren sie in einen yergier ein and dnAen ihnen dott tod, 
wenn sie an einem bestimmten tage nicht antwort haben. Diese mer- 
ken, dafs sie gerettet sind, wenn jeder yon ihnen das Qrtheil um 
einen tag Torschieben kann. Die weisen ermahnen die fArsten, den 
kaiser heirathen zn lassen. Einer der forsten sagt; Conaient il dont 
que noas muirons en tele maniere sans nule deffense? 481m, dist 
li ans des vaistres, voos aaez .tIij. ioars a soaffrir sans plas, et 
de cos Mij. ioors nous Toas porterons entre les .'vij. par nostre sens. 
Or esgardez se entre toos .tij. porrez detrler le hnitiesmo ioar, 
et se veas celni poez detrier lempereris sera arse et destrnite« Cas- 
•idoras geht heimlich ans Gonstantlnopel weg, um kriegsthaten za 
thnn, wird ritter, hält sich brav im kriege des kaufen und des s«l- 
taos und kommt za Edipns nach Betsayda. 

Ci endroit vient liconte a Edipns, comment il assambla sa gent 
deoant la cite de Tyberiadis contre Elapsns et comment Gassydom« 
li aida tant qae il fu desconfis. 

Comment Erga la femme Edypns et Heloana sa fille amoient 
Oassidorns et yenlt la mere ferir sa fiUe enmi les dens. 

Comment li message qoe la femme Edypum et sa fiUe anofent 
enuole a Cassydorus wint a loi et fist ce poer qaoi il y uint. 

Comment Cassydoros prist les lettres que la möre et la fille li 
emioierent et les Int et sen cönseilla a .iij. Chevaliers. 

Ci nient li conCe a Edypns qai estoit denant Tiberyade, com- 
ment Lapsas enaoia an Chevalier a Ini. 

Et Cassidorus se part de Edlpom qnant il ot eonquis Askaram 
et sen uint en Contestantinnoble et comment li baren et eil du pajrs 
firent grant feste de sa nenne. 

Cassidorus wird im träum immer von Helcana aufgefordert, sie 
afozaholen u. s. w. Es erwachen dadurch in ihm heftige begierden 
and er will wirklich nach ir ausziehen. Die weisen aber wissen, 
dafs das land dadurch destourbee werde und als er aufstmgen will, 
sagt der erste fürst, er soll es doch nicht machen wie der vizgraf 
von Naron und erzahlt die erste geschichtet Li visquens de Naron 
fu li plus gentis komme de tonte la terre de Sezile a son temps. 
II ama plus oisians de proi que tous eil q«i denant auoient este 
et tant que il ert an joar entre lai et grant plente de eheualerle en 



mnieUung. ST 

.j, wen chosUl «t «rt M«es pr«z «le la nser. llaee aooit .j. lyon qai 
estoit isaas duDo graut montaigo« ei ettoit Ui riniere deap^iu douce. 
II «7 dire qve «nt liairMi9 y »e|pai««U et nMloit fancon« ae hMtoir« 
qai s lai pea«t riens faire. Li Tisquens auoit un ostoir qoi nestoit 
4Mskia« qui li peiiat eaciyapar il vint a .j. sfen e«cai«r et U dit: Met 
warn, «eile et iatoie «ao« plaa et yie« ou ie (e menrai. Cilz le fist 
Binasi comne H li f« eommaade. Adont prist li quenc son oateir 
taadia «onuDe li ehevalier oireot «esprea. II uiot la oa li hairoas 
wMit aon r«eet. Li qoen« le vU qoe melt bei et aeonne sea tabour. 
la halfona qai nolt eatait «ear« de sa besoingne «i aeat ieaes. Li 
qneaa geta aoa eiael. Li luiirena a fait le noniaae et Cant qail pl^t 
aialt a liMtoir et oaide ferlr li fant. Lera quaat il et foilli, adent 
fa hoatenz et aiaa. Qaar oaqoea mala aauoit fiailli a eiael. II teurne 
et aea aa li tempa ae eommeaea a coaoHr. Li quena ne Tauat laia- 
nw% qae il ae qoe fiat aoa obei et Taoaiat miex auoir perd« .c. mara 
qae loiael et aaeeoqoea teat ce faat il trep eabahia ail eaat failli a 
aa proie et aaec ce aea rala aaas aoa eyael. II a dit a aea eacoier; 
Ta Toiae de U et ie de ea et aiaai ne porra eatre qail ne aoit trilu- 
Des. Atant aeat departia li nna de laatre et Ya li una aaal et li 
aatree nieat et ceamie ploa ebenaaelieieBt plaa aeatrea loagoient. 
II ont tant ale et ana et iaa qae ü farent aoupris de la aait et li 
teaopa cenmeaca nelt a eapeaair et a deveair melt obacar. Li via- 
qaens aa aaaeit le paya coainie cia qai gairea ai auoit cooiiae. II a 
taat ale et aaa et in« qae il ne pet eir nonaelea de ce qae il que- 
roit et tant qae il aapenam qae il ae metroit aa retour. II ne aot 
doat il eatoit yenaa ai reagarda pardeaaat lui, ai a yeu feu luire, 
il eat teamea cette pari et ae fina ai eat yenaa la tout dreit. II 
troona qae ce fn la naiaea da paiaant peacheeur et eatoit cheyaliera 
peaclierrea auuriee et et nae joae meachiae a fenune et en eateit 
tiep jaleaa. La dame ae aeoit au fea et li yiaquena ai hurta a laia 
et pria qae ea Ie laiaeaat eaa; eele ai cearat a lai et li eqari teat. 
Li niaqaeaa eat ieiceadaa et a aoa palefrei aachie aprea lai. U 
aalua la dame» cele fa molt eabahie et li diät: Sire, bien aoiez 
yeoa venus. Dame, diät li aiaqaeaa, eo eat li airea de caieoa? 
Sire, diät eile, ü ni eat ore paa. II yit qae il et poiaaon au fea 
ai li plot molt, qaar il meiamea ea meagoit a meraeil lea aiena. II 
a mia aon cbeaal ä eatable et lui meiamea, qaar plua aauoit loiena 
qae eulz deals. Li riaqaena aea yint aa fen, qai molt ert bon com- 
paina, et Tit la dame, ai li plet molt. Dame, diät il, qai eat yoatre 
airea T Lora diät la ioae dame, quil eatoit a .J. cfaeyalier da paya 
et eatoit garde dea terrea qai la prea eatoient u. a. w. 

Eine der eingeilochtenea geacliichten habe ich im romana dea 
aept aagea a. Izzifj mitgetheilt Eine apatere beginnt: £b ceate 
tarre ot an Sarraiin, qai dmU fa de graat renommee. II et eae 



28 Einleitung. 

une femme. Von dieser hat er eine tochter, welche in den «ohn 
des Sultans Ton Babilon yerliebt ist u. s. w. 

Vgl. über diese fortsetzungen anch Loiseleur s. 171 f. Leroax 

S. IT f. 

Panlin Paris beschreibt in den mannscrits fran^ois de la biblio- 
th^que du roi noch zwei von mir nicht gesehene handschriften der 
franzosischen bearbeitung des buchs (b. I, 109 - IIT. 123). N» 6T6T 
gr. fol. hat den titel le roman de Marques deRome et ses eontisna- 
tions. Es ist, wo nicht dieselbe recension mit der in rom. des sept 
sages s. IxiT Ton mir beschriebenen, doch jedenfalls eine damit sehr 
verwandte. Das buch ist 1466 von Micheaa Gonnot für Jean, söhn 
Charles I herzogs von Bourbon, auf pergament geschrieben. Au- 
ffing: A Romme ot un empereur qui ot nom Deocliens, il ot une 
femme. De celle femme ly fu remez un hoir etc. Die namen der 
sieben sind: Baucillas, Ancilles, Entullus, Mauquidars li Ron oder 
Maloindras 11 tors, Gatons de Rome, lesse nnd Merens. Schlafs: 
Cy fine le ÜTre des sept sages de Romme et de la marastre qui fu 
arse et commence le iiyre de Marques de Romme comment Diode- 
ciens regna apr^s la mort de son pere en grant paynne, si comme 
vous orres. Dieser erste zweig der franzosischen sieben raeister 
schliefst auf bl. IT. Es beginnt nun der zweite, wo der söhn Dio- 
cletians die hauptrolle spielt. Marques der söhn Catons wird von 
dem söhne Diocletians zum seneschal von Rom ernannt. Der fürst 
erinnert sich der dienste, welche die sieben weisen ihm geleistet 
haben* sie dürfen daher an seiner seite zu tische sitzen, ja er geht 
in den bezeugungen seiner acfitung so weit, dafs er sie selbst jeden 
tag bedient. Diefs mifsfälit der jungen kaiserin, die jedoch ihre 
vermählang mit dem kaiser ebenfalls dem rathe der philosophen 
verdankt. Diese. hatten sie gewählt, wie die geschichte boshaft bei- 
setzt als die beste ihres geschlechts. Durch Schmeicheleien ge- 
lingt es ihr, ihren gemahl zu bestimmen, einmal den sieben njcht 
mehr aufzuwarten, sodann aber auch ihren tisch aus der kaiser- 
lichen nähe zu entfernen. Die folge davon ist, dafs der kaiser von 
der Verachtung der weisen zur Verachtung der Weisheit übergeht. 
Er folgt den launen seiner fran und beherrscht sein reich als tyraan. 
Der seneschall Marques allein setzt sich noch mit erfolg dem hosen 
genins der kaiserin entgegen; diese aber, in übereinstimmnng mit 
ihren frauen, setzt alles in bewegung, um ihren gegner in Ungnade 
zu bringen; er wird verdächtig und am ende gelingt es ihr, ihn 
zum tode verurtheilen zu lassen. Nun beginnen die geschichten. 
Die kaiserin beginnt mit der von dem damoiseau de Romme qui fat 
decu par son escuier qui li embla son annel. Es sind im ganzen 
12 erzählungen, auf welche die verurtheilung der kaiserin nnd die 
Wiedereinsetzung der sieben weisen in ihre ehren und würden folgt. 
Ici fini le romman et la vie de Marques le seneschal de Romme. 



Einleitung. 20 

Gl commence le livre de lempereur Ficeas qui fa fiU a lemperenr 
Dyoclesien, qui ot rooult a faire tant comme il vesqui en ce siede. 
Bl. 60. In dieser fortsetzung erhält nun der söhn Diocletians den 
namen Fiseus. Am anfang der geschichte ist Marques noch seoe- 
schal Ton Rom, aber die sieben meister ändern hier ihren Charak- 
ter. Sie werden neidisch und treulos und bestreben sich das unbe- 
gränzte zutrauen, das Marques bei Fiseus geniefst, zu untergraben. 
Fiseus stirbt. Marques, welcher Lanrine» die Schwester des kai- 
sjDrs Ton Constantinopel , geheirathet hatte, zeugt Laurin den erben 
dea morgeniändischen kaiserthums und wird selbst durch seine waf- 
fenthaten könig Ton Aragon. Auf ihren zugen besuchen Marques 
und Laurin auch den könig Artus yon Britanien, kämpfen mit den 
rittern der tafeirunde, Terlieren ihre frauen oder geliebten, finden 
sie wieder und leben endlich glücklich und zufrieden. Den sieben 
weisen läfst Fiseus die äugen ausstechen. Der schlufs lautet: Ci 
fine le livre de Marques le seneschal et de Laurins son fils empe- 
*rear de Constantinoble. Ci commence le llyre de Cassidorus empe- 
reur de Constantinoble comme sensuit. Cassidorus ist der söhn des 
braven ritters Holyenon und enkel Laurins. Durch erbfolge kaiser 
Ton Constantinopel geworden wird er von den zwölf fürsten des 
reichs heftig gedrängt, sich zu Termählen; indessen aber lesen die 
zwölf forsten in den sternen, dafs die frau des Cassidorus die Ter* 
anlassuDg ihres todes werden werde; sie wenden daher alles an, um 
den jungen kaiser von seiner Ycrmählung abzuhalten. Zu ihrem Un- 
glück hält sich Cassidorus auf einem seiner kriegerischen züge bei 
einem weisen fürsten tou Syrien namens Edipus auf, und verliebt 
sich in dessen tochter Helcana, welcher er die ehe verspricht. Je- 
doch nach Constantinopel zurückgekehrt Tergifst er seine schwüre, 
und die zwölf fürsten bestimmen ihn, die furchtbare plage der ehe 
nicht auf sich zu laden. Nun erscheint ihm aber jede nacht in einer 
Vision die tochter des Edipus; sie fordert ihn auf, sein wort zu hal- 
ten, und erzählt ihm, um ihn dazu zu bestimmen, jedesmal eine 
geschichte. Sobald der tag gekommen ist, erzählen die fürsten 
ihrerseits auch eine begebenheit, welche das gegentheii yon der er- 
zählung Helcanas beweisen soll. Die Jungfrau erringt den sieg und 
sie wird endlich zur kaiserin gekrönt. Nun entspinnt sich aber eine 
neae intrike gegen den kaiser unter den zwölf fürsten. Sein söhn 
Helcanus yersncht das geheimnifs der Verschwörung zu offenbaren, 
indem er geschichten erzählt, welche jene durch eben so riele an- 
dere bekämpfen, bis ihr yerrath erkannt und ihre hinrichtung ver- 
ordnet ist. Dieser längste zweig unter den 6 der geschichten geht 
bis bl. 351 fort, wo er schliefst: Ci fini les livres de Cassidorus. 
Si parlerons apres de Pelyarmenus de Romme, comment il avoit 
ponrchacie vers Djalogus son frere le bastard , de mettre a mort 
les deux enfans petis a lempereur son pere. Pelyarmenus und Fa- 



ao EüUeltung. 

•tldovfl» warea brfider dw Helcaiiv«. Diätem werden hier ron dem 
tapfetn aber treoleeen Peiyarmeaae alle moglieliea eohlingeii ge- 
stellt, denen er alber gläcklich entgeht. Peljarmena« bemächtigt 
rieh der rfonischea kaleerkrofie nach «einem hruder Faetidorns, and 
ihr yater Caesidoras, der wahre kaieer, macht indeseen pilgerrel- 
een, wird arbeiter oad findet an enife den tod durch den verrath 
der fran eines bnrgherrn, welchen er bekehrt hatte. Schlafe hl. 
491 T<>: Cj finist le liyre de Cassidorus (liee Pelyarmenus) de 
Bomme et de Censtantiaoble, et apre« cemmeace 11 derrain« de «ee 
enfans. Der sechste and letzte zweig der gesehkhte berichtet die 
begegnisse der 4 söhne des Casridoms, Kaner, Slcor, Domer und 
Rusticer. Kaner wird am ende kaiser vor Rom and der ronfan 
schliefst mit den werten: Si yenil ore faire fin de ceste histeire, 
laqnelle plaise et sonffise a montres chier seigaevr devant nemme, 
poiir leqnel jai travallie e pene en ee qnil ne preigne pas regart a 
cenlz qoi ne sent pas conirenables en mes oemptes, mal« a cetini 
Kanor qai par sa preesce a laide de dien et de ses amis retint a ce 
qni pearTQ li estoit des le commencement da mende . . • ri conme 
Tons ayez ei par devant. Dieser seignetfr devaat nemme kommt 
aber in der handschrift nirgends wirklich yar. F. Faris Termutbet, 
es sei Hngaes de Ghdtillen, dem der letzte theil ä^M romans Ten 
Gassidoms dem msc. n® 7534 (Tgl. Rom. des sept sages s. Itj) zu- 
folge zugeeignet ist. Dieser Hngves war Ton 1926 bis 1247 graf 
▼an Saint Pol, und somit fällt die abfassmig dieses werks in die 
• erste hälfte des dreizehnten Jahrhunderts. 

Es erhellt aas dem nritgetheilten, welche reiche fundgmbe die- 
se« buch für die litteratur der novellen ist. 

Die zweite Yen Paulin Paris a. a. o. I, 129 angefahrte hanil- 
Schrift n^ 67G9 ist nicht wesentlich ren n^ 6767 yerschiedeit, jedoch 
ist der sfil eorrecter md die abfassnng ist froher als die Ton n^ 
6767. Die handschrift ist aus dem dreizehnten jh. , gr. fol. , pergam., 
und enthält aurserdem die romane vom heiligen graal und Yon Mer- 
lin und die legende Ton der bnfse Adam«. 

Eine ähnliche handschrift erwähnt F. frelherr ton Reüfenberg 
in den sontenirs d'un p^lerinage en Fhonnenr de Schiller (Brn- 
xeltes et Leipz. 1839) und beschreibt sie (s. 62, note 1) so: Le ma- 
nuscrit de la biblioth^que de Bonrgogne n. 74f7 est nn gros in-fofio 
en parchemin, contenant: DIasons de Flandre et de Hainaut, mig- 
natnres, 3 colonnes; Les sept sages de Rome. Commencement: Gi 
commence 11 litres des .tij. sages de Romme et de Marques le «e- 
neschal , et apris de Laurrn et de Gassydoras et de Pefyarmemis et 
apr^s K fkit des empereurs de Romme et de Gonstantinople. Fin: 

Ci fine histoire de cest lirre. 
Qni le fina n'estoit mie yvre. 

Die biblioth&qne nniterselle de« roman«. Pari«, 1775, oct. «. 57 



BinMttmg. Sl 

erwftbnt efitm sehr sohone« nt. dieget roman» iit prosa, das er«! im 
besits des herrn T<m Boml^arde gewesen und nachher an den mark- 
gmfeA TOB Panlray gekomraea sei. Es war ans dem ISten jk. , und 
die Zeitschrift theilt daravs die geschichte vom ansgesperrten liahn- 
rei mit» 

Von dem röman von Erastas findet sich eine französische l>ear- 
beitong handschriftlich in den mss. fonds de l'^glise de Paris N 2. 
Vgl. Roqueforts glossaire II, 77^. 

Der von mir (rem. des sept sage* s. Ixxvj) beschriebene alte 
druck befindet sich auch auf der arsenaUbibliothek in Paris. Vgl. 
lioiselenrs essai s. 89. 

Als den ältesten franzMsehen druck erwähnt C. Hain im reper- 
toriom bibliogr. n. 8735: Les sept sages de Rome traduit du latin, 
attribu^ 'ä dorn Jehan raoiiie de Fabbaye de Hanteselve per Jacebum 
Arnollet. Imprim^ k Gen^ve, 1490. 

Eine französische übersetzmtg des Erastu» erschien in Ljon und 
Antwerpen 1M9, in 16. Übersetzer ist der ritter von Mailli. Vgl. 
Hdlangea xx, 77. 

Htstoire pitoyable du prinee Erastas. Paris, lft72. Loiselea« 
s. 1&9. 

Über die ausgäbe vmi Lyon, 1977 vgl. Loiselem: s. 89 f« 

Paris, 1579. 1«. 

Ronen, 1616. 

Eine besonders bearbeitete novolle Eraste erschien in Paris^ 
1664, in 12. 

Eine gedruckte bearbeitung des remans von Erastns hat mir O. 
L. B. WoliT mitgetheilt. Sie fQhrt den titet: Histotre du princ« 
Erastua fils de remperenr IKocMtien. Paris 1709. W. Sie ist ia 24 
capitel eingetheiit und deren Inhalt folgender. 

1 Erastus erhält seinen namea von der allgemeineR suneigung, 
welche sich das kind erwirbt. Der vater iibergiebt ihn sieben phi- 
losefi^hen amr eraiehung, zu welchem zweck man ihn» ein schönes 
sehlofs In schöner Umgebung in der nähe von Rom erbaut. Erst 
hier erfährt der sehn den tod seiner mutter. 

2 Anf das andringen der stände and des Senats erlaubt ihnen 
der kaiser, ihm eine zweite frau, Aphrodisfa, zu wählen. Aas lav** 
ter fleifs kommt Erastus nicht zu den dabei Tcranstalteten boehzeil- 
feierltehkeiten. Die kaiserin hört von seiner Schönheit, entbrennt 
für ihn, sendet einen sclaven fm iha mit hemden und kostbaren Sti- 
ckereien. Der prinz, dem in seinem gelehrten treiben dergleichen 
dinge gar zu nichtswürdig scheinen, nimmt sie blofs auf zureden 
seiner lehrer an. Ber sclave betrugt die kaiserin aber dea erfolg 
seiner Sendung und ihre liebe nimmt inmier zu. 

3 Sie schickt ihm einen Hebesbrief und edetsteine. Der prinz 



32 Einleitung. 

zerreifst jenen und schickt diese zaruck. Der sdaTe aber tagt 
Aphrodisia wieder nicht den wahren stand der sache. 

4 Aphiiodisia wünscht, der kaiser möge Erastas kommen lassen, 
damit sie ihn kennen lerne. Er wird besandt. 

5 Sternbeschauung. Der grofse stern und das rettende sternlein 
gegenüber. 

6 Schweigen bei der ankunft und der zorn des kaisers. 

7 Liebeserklärung. Erastus entflieht ohne alle auskmift. 

8 Euphrodigorus (c. 7 heifst er Eaphrosigorus).: Der hiuid. und 
die schlänge. 

9 Frau: Baum und bäumchen. 

10 Zweiter tag. Dimurgus: Hippocrates und Galen. 

11 Frau: Eber und hirte. 

32 Dritter tag. Temus: Probe der männergednld. 

13 Frau: Der kaiser geblendet. 

14 Vierter tag. Enoscopus: Blinder eifer. Eine ganz schlechte 
erzählung, deren Inhalt später kurz angegeben werden soll. Offen- 
bar hat sie der Verfasser an die stelle gesetzt, w.o in den andern 
bearbeitnngen die geschichte vom ausgesperrten hahnrei steht. Zur 
zeit der abfassnng dieser bearbeitung war aber diese geschichte 
durch Moliire's George Dandin zu bekannt, als dafs der äberarbei- 
ter es wagen konnte, sie hier als trockene anekdote zu geben. Ein 
italiänisches oder spanisches original scheint ihm indefs doch vor- 
gelegen zu sein, wie z. b. der ausdruck ''11 en röpandit quasi des 
larmes^' vermuthen läfst. 

15 Die kaiserin schreibt an den kaiser, der auf das land gegan- 
gen ist, um dem andringen seines weibs zu entgehen, und die sache 
dem gerichte übergiebt. In dem briefe steht die erzählung: Das 
schatzhaus. 

16 Philantropus : Die entführung. 

17 Frau: Rom gerettet. 

18 Ein brief von der konigin von Deutschland langt an, in wel- 
chem sie dem kaiser verspricht, ihren mann, der gegen Rom ma- 
chiniere, zu ermorden. Darauf erzählt Agathus: Ein mord. 

19 Frau: Der zauberer. Philarch wird besiegt und wird Schul- 
meister auf der insel Natulin; die sieben Philosophen werden ge- 
fangen gesetzt. 

20 Lencus schreibt an den kaiser zur vertheidignng die geschichte 
vom arzt Policletus, worauf der kaiser die sache seines sohns an 
den Senat verweist. 

21 Frau: Der findling. 

22 Ein träum von einer schlänge und einer taube, welche sich 
begatten wollten, und welche der kaiser auf Aphrodisia und Erastus 
deutet, überzeugen ihn von der Unschuld seines sohns. 



Einleitung. SS 

33 Erast era^U Tor dem senat die geacbiclite TOn der erfallten 
weiatBgang. Von Amiens and Amelins findet sich nichts» 

2i Aphrodisia etrsticht sich' im geföognifs sous le teton ganche 
durch eine nadel, mit welcher sie sich unter der linken brüst ver- 
wimdet*' 

Diese hearheituiig' ist dem geiste und der manier nach die mo- 
dernste, wefehe ich von dem buche im gaazen kenne: 

Vielleicht ist dasvganze aus dem spanischen geflossen. Vgl. Loi- 
selenr s. 93. 

' Was ich bei meinem fMiheren buche über diesen gegenständ 
Torsaumt habe, eine' inhaltliubersieht fnr die Einleitung beizugeben, 
konnte vohl kver nachgeholt werden. 
Indisch s. ij.- ' ' Die gfiste vergiftet s. cl. 

Persisch s. iv. ;' ' Die schelme s. cl. 

Arabisch s. TJ. - Der fnfatjährig« knabe s. c|j. 

Türkisch s. -xiVi Der fuchs s. clij. 

Hebräisch s. idz. Der unglückliche kaufinann s* «ifj. 

Syrisch s. xsti^i' • Der unvorsichtige s. cliy. 

Griechisch s. xx^). Abusaber s. cluij. 

Lateinisch s. xxix. ' Behezad s. cliii]. 

Italiäniscii s. xxxyj. Arua s. cliv. 

Spanisch s« xxxvij. Bakhtzeman s. cliv. 

FranzosHidis* xxxvijv Beherkerd s. cliv. 

Scandinavisdh s. Ikxxj. Abuteman s. cliv. 

Holländisch s. Ixxxij! Ibrahim s. clv. 

Deutsch s. Ixxxiij. Balavan s. olvj. 

Rahmenerzfthlung s. cxxxj. Unverhoffte rettung s. clvj. 

Der redende vogel s. oxxxiv. Schahabeddia s. cltj. 

Des lövFon spur s. cxxxviQ. Der könig v^n Deli s. clviij. 

Der valker und sein söhn s. cxxxix. Saddyk s. clviü; 
Der bösewicht und die tugend- Der findling s. clviij. 

hafte frau s. cxxxix. Trost der vittwe s. clix. 

Die kuchen s. cxxxix. Salomes vogel s. clxviij. 

Weiberlist s. cxl. Der könig von Aethiopien s. clxviij. 

Das gespenst s. cxlg. . Togrul Bey s. clxviij. 

Der Jäger s. cxliij. Maliknasir s. clxix. 

Die frau und der krämer s. cxliv. Die zwei eulen s. clxx. 
Die verwandelnde quelle s. cxliv. Barsisa s. clxx. 
Die hundin s. cxlv. Der sofi von Bagdad s. clxx. 

Mahmud s. cxlv^. Gulrnk s. clxij. 

Neugierde s. cxlvij. Der könig von Aad s. clxxj. 

Der liebende im kästen s. cxlviq. Padmanaba s. clxxij. 
Die diebische elster s. cxlviij. Akschid s. clxx{j. 
Die amazoite s. cxlix. Der prin von Karisme s. elxxiij. 

Ehezwist s. cxlix. Drei söhne s. clxxiv. 

^Sieben w. Meister.) 3 



Der sofi und der wuvdarvt «.cIücIt, SUttdiea über veyjpvl^eke e.c|]pixvj. 

Der gärtner e. elxjifr. D«e dreijährige «Ind e. clnuul}. 

ÜMea« a. elxxv. Der %nm dieli prddiviliiiirte a. 

Adbined «. elxxv. cLiultm. 

König papagei s. clxxTJ. Baum und bäamchen s. cl^pmiy. 

Der besMuberte bumbAani s. dxx^M. fiber and hirte «* elmii; 

Die frauen und da« gebeim^ir« e. Habiirei aasge^ent e« «IntKi;^. 

Der bademeister und der königs- Der kaiser geblendet 9. cx^vjj. 

«obn e. ctoYiij' Probe der mäonergediild e.C<d* 

Der eehwan am f^geiibafUQ ff. Der «apbwer e. eciy, 

clzxTig. Hippokratee mad Qalen a. cesiv. 

Der band und die schlänge s. Der könig und des ee^offcbiiU 

clxxTiy. frau e. ccxyiij. s 

Der lowe und der maolthierdieb Born gerettet s. ccxx« 

8. clxxx. Die drei freier s. ecxxijj. 

Die fruehtkABNiiei der tonben «. Die entföhrnng s. eexxvij, 

clxxx. Die erfüllte weissagwg 9* cexjüx. 

Ein elephantchen statt dee e««ea« Die beiden freuade s, c«xx:q. 

8, clxxxj. Die Stiefmutter e* cexlvj. 

Die wunscbe s. clxxij. Die böse tochter e, «cxlTJ* 

Von anzeigen meinfui buf^ee sind mir nur folgende beluuml; ffo- 
worden : eine in Monzers litteratorblatt ; io Mone's anzeigt' far kand^ 
der teütschen Torzeit 1836, 444; in den blättern i&Dr lltieinirieell# va- 
terhaltung 1838, n« 337 ; in den wiener jahrbücbem b. IK^, «• W ff. 
vom freiherrn von Hammer «Pargstall. 

Der neueste Iranzösisehe druck des siebenraeisterbnebs i«4 dor 
von Leroux yoa Lincy besorgte oben geafumte abdrvcfc de« pwesero- 
maus mit veitläufigen aussägen des Dolopttos» Farisy IQSa. 6^, 

Englisch, 

Die scbottiscbe Übersetzung von Rolland ist 1578, nicht 1575 
gedruckt. Vgl. Rom. des sept sages s. Ixxx. Loiseleur s. 90. 

Die geschichte yon den sieben meistern wurde dramatisiert Ton 
Thomas Decker im merz 1599. Vgl. Fortunatus und seine söhne, 
eine zaubertragddie Ton Th. Decker. Aus dem englischen von F. 
W. V. Schmidt. Berlin , 1819. s. 197. 

Über die englische Übersetzung der zehn veziere und der sieben 
veziere vgl. Rom* des sept sages s. xj u. s. w. Loiseleur s. 176.' 

Scandmaviach. 

Eine altsehwedische bearbeitang des buchs in prasa exisäert In 
einem copenhagener mawiseript Vgl. Skandinavisk m«sawA 1T98. 
I, 279. 

Über die dänische übersetaiMg der zehn veziere vgl. vom» des 
sept sages s. xj. 



EMeUung. 85 

HMändiach. 

Die älteate bearbeitang i«l 14T9 aas dem lateinisdieii übersetst 
und 1480 godnickt Vgl. catalogue de fea M. I. Koning , part II» s. 
10, B^^aS. 8. Reehesehet bibliographiqiiee sur quelques iraprestionB 
netofaundaises du 15« et du 16^ ei^le, par E. H. I. du Puy de Mont- 
bron. Leide, 1836. a. 8 f. 68. Sie beginnt t Hier beghit die historie 
TÜ die eeae wise «oane Tan xome Welclce hietorie boue mate schoea 
en g^Boecbltjke ie om boren efi oek vreemt end' luttel gbeboert. 
wät ei ia nv nyewilinck in dit voerlede iaer t6 Ixxix getrSslateert 
ejl ouergeset wt de latine in goede dnytsdie op dattet die leeke 
lieden moghen verstaen. Die ausgäbe ist in Hains Repertorinra 
nioht an^efialirt. ^ 

Die histerie tb die seue wise mäne Tan romS, ebne nabere an- 
gäbe, etwa 1488. 4^. besehrieben Ton Montbrun a. a. o. s. 8. 

Die senen £»nnpels of Gescbiedenia der seTon w^sen Tan Bome. 
Delf , um 1498 oder 1409, wahrscheinlich bei Henrick Eckert Tan 
HoBftberch gedmckt; klein 4^^; beschrieben Yon Montbrun a.a.O. s. 
68. Es ist diefs kein abdruck der ausgäbe Ton 1480, sondern ans 
dem deutsehen ubersetat. 

Zur probe der bearbeitnng der geschlchte in den altholländi- 
sehen drueken theile ich folgende stelle mit: £n als dit die heiser 
saeh, was lu daer of aeer Terblq t, en seide der keiserinaen : O Flo- 
rentiuB, boren alle dine Torblide ic mi dat ic sie dat gl so minliken 
bewiset den conine Alezander. Don antworde si: Waerora en sende 
ic dal nie! doen. want sijn toecemst; is ons beiden groT Troechde 
ene Uiscap. mer Sonderlinge v beer keiser, want gi bi hem keiser 
geworden s|jt enn fai oec diewil sijn Ujf om uwen wil ghewaecht 
heefl enn t Tan der doot Terlost heeft. Die keiser seide haer weder: 
Ick bidde t liene Florentina: wilt Terstaen die woorden die ic t 
segg<m sal* Saghet gi niet den malaetschen mensche die ander 
daghes Toor mi sat, en bat Tan mi, dat ic hem soeneken wende 
drinkea om die minne des conincs Alexanders? Si antworde: la ik 
bare, ic sach hem wel, ende Tan ininen loTen ensach ic nie leliker 
mismaeeter sieker malaetschen. Doe peyde die keiser: Nu so Trage 
ik u oft 80 wäre dat dat geweest hadde die conine Alexander, ende 
dat hi in generen manieren ghesont gemacht worden en mochte dan 
motten bloede uwer hinderen die ghi m| beide op enen dach gewon- 
nen hebt, soudet ghi dan wel willen, dat haer bloet wt gestört 
werde dat hi daerin baden mochte; ende also gehele gesontheit Ter- 
crigen, als (^i siet dat bi nu heeftf Doe antworde si: O beer, 
waerom so Traghet ghi mi datf Ic segghe t dat sekerliken al hadde 
ik tien kinderra, die woude ic altemale soIto metter haut doden en 
dat hat bereyden dat ic hem darin wasschen mochte, eer dat ik hem 
in 80 groten peiikel sende laten, want god die mochte mi ander 
kinderen Terlenen, mer aisulken Trient weder te erigen waer bi na 



S6 Einleitung. 

onmoghelic. AU dat die keiser van haer gehoert had, word hi in 
hemselTen wat Tertroest, ende seide: rronwe, want ghi ian lieaer 
haddet den doot uwer binderen, dan dtit Alexander nialaete gonde 
weeen, so wilft dan die waerheit der aalden weten en verstaea. Dien 
malaetschen mensch die gi taget was Alexander die hier vgenwoor- 
dich Bittet, ende hi is gesont gemaect metten bloede onsev Idnderen 
ende si sijn beide doot. Als dit die keiserinne hoeni« , so wort st 
bedrucket als van der natnren weghen, hoe wel dat si te Toren ge- 
seit hadde, dat si lieue hadde ghesien haer kinderen doot dan Alex- 
ander in sulker pyne to laten. Als dit yerhoert hadden die voet- 
stets der kinderen, so maeckten si groot gheroep en ghescrey, en 
over alle dat bof wort groote droefbeit om des keisers kiwleren. 
Die voetsters liepen hastelyk ter cameren daer die kinderen waren, 
en als si daer qnamen, sagen si die kinderkens te samen iopen spe- 
ien en songhen: Ato Maria gracia plena« Doe gingen si ter stont 
Toor den keiser en seiden hem dat die kinderkens levendich waren 
efi wei te passe en dat om haer keel een golden cirkel ommefainc 
daer die wenden hadden geweest. 

Eine ausgäbe von 1530 erwähnt Montbrun a. a* o. s. 69 ohne sie 
gesehen zu haben. 

Im censnredict des bischofs von Antwerpen 1621 findet sich das 
buch de seven Troeden Tan Rome unter der tweiten classe der ver- 
botenen Schriften* Vgl. F. J. Mone's übersieht der niederländischen 
Tolksliteratur älterer zeit s. 87. 

£en schoone en genoegel^jke Historie van den zeven w^ien van 
Roinen. Amsterdam, 1819. 8^ scheint äberarbeitnng der ausgäbe 
von 1499. Vgl. Montbrun a. a. o. s. 69 und de nederlandsche volks- 
romans, door L. Ph. G. van den Bergh. Amsterdam, 1837. s. T2ff. 

Einen druck von J803 benutzte Thomas in Frankfurt 

In dem noch gangbaren holländischen Tolksbnch lautet die soe- 
ben ans einem alten druck mitgetheilte stelle so: Als de keizer dat 
zag, was hy daarom zeer blyde en zeide fot haar: O Florentina, 
boTon alle dingen verblyde ik my dat ik zie dat gy a lo minlyk 
bewysc tot den koning Alexander. To en zeide zy; Waarom zou ik 
dat niet doen, want zyn komst is ons beide een groote mreugde, ma- 
ar zonderlingen o beer keizer, want gy door hem keizer geworden 
zyt, en hy heeft dikwils zyn lyf roor u gewaagt, en hy heeft n 
van de dood verlost. Toen zeide de keizer: Ik bidde u Florentina, 
wilt hooren de woorden die ik u zeggen zai. Zag gy wel den 
melaatschen mensch die des anderen daags roor my zat, en bad dat 
ik hem nog, te drinken schenken wonde, en dat om de minne van 
Alexander? Zy zeide: la ik, heer, ik zag hem wel, van al myn 
leven zag ik nooit leelyker mismaakte mensche! Toen zeide de 
keizer: Nu vrag ik, of het alzo was dat het de koning Alexander 
geweeat waar, en dat sy in geener manieren gezont geraaakt mögt 



Einleitung, ^ ZI 

werden, dan alleen met bet bloed van nw binderen, die gy my 
beide op eenen dag gewonnen hebt,zoade gy dan wel wilien, dat 
baar bioed nitgestort wierd, dat by bem daarin baden mögt, en al- 
so gebeel gezontbeid \erkrygen, als gy ziet dat by beeft? Toen 
zo zeide zy: O beere - vaarom vraagt gy my dat? Ik zegge zeker- 
lyk, al badde ik tien klpdereta, ik woude die altemaal zelf dooden, 
en het bad bereiden., dat ik bem daar in wasscben mögt, eer dat 
ik bem in zo grov perykel zoude laten (bier feblt ein satz, Yergli- 
eben mit dem alten druck), maar alzulken yrlend weder te krygen, 
waar onmogelyk. : Ala de keizer dit Yan baar boorde, wierd by in 
zig.^elven Tertrooßt en zeide: O vronwe want gy dan lieber bad 
den dood van uowe kiaderen , dan dat Alexander melaats zyn zoude, 
zo wUt dan.tocb de waarheid verstaan: die melaatacbe menscbe die 
gy *aß dat was Alexander die bier Tgenwoordig zit en by i« ge- 
sond gemaakt met bet bloed Tan onzo twee kinderen en zy zyn beide 
dood. Als de keizerin dit boorde, wierdze zeer bedmkt, als ran 
der natnre wege , . boewel zy te boven gezeid bad datze lieber baar 
kinderen dood gezien bad, dan Alexander in zulke pyaen te laten. 
Als ;de Toedsters Tan de kinderen dit geboord baddeu , maakten zy 
znlk groot geroep, zo dat oTer alt bof groote droefbeid gemaakt 
wierd om des^keizers kinderen. De Toedsters lopen baastelyk tot 
de kamer. daar de kinderen if^aren, en als zy ^daar kwamen» zagen 
zy de kinderen tzamen lopen en zongen: Ave. Maria gratia plena. 
Toen gingen zy terstond by den keizer en zeiden bem boe dat de 
kinderljes IßTeudig waren, en wel te pas, en dat om baar keel een 
gülden .cirkel biog daar de wenden geweest badden. 

Deutsch. 

Die bandscbrift der königlicben bandbibliotbek in Stuttgart ist 
ein cod. cbartac. Über den darin ebenfalls enthaltenen Melibous 
Tgl. aucb Mone's Übersicht der niederländiscben yolkslitteratur s. 347 
und Cbancers Canterbnry tales« 

Aus der basler bandscbrift findet sieb einzelnes nacb W. Wa- 
ckemagel gedruckt, in F. .A. Fiscbons denkroälern der deutseben 
spräche. II, 62 jS, Leider batPischon in der eioleitung dazu die alte 
Terwirrung über die* gescbicbte des bucbs wiederholt, obgleich er 
s. 68 meiner arbeit erwähnt* 

Über diese dem gegenwärtigen abdruck zu gründe liegende 
bandscbrift darf ich nur auf Wackernagels Terzeichnifs der basler 
baniUcluäften und auf meine einleitpng zum rom. des sept sages s. 
xcy if. Terweisen. 

£ine abschrift der in der bibliotbek Eschenburgs befindlichen 
deutschen sieben meister (Rom. des sept sages s. cvy.) besitzt die 
k. bibliotbek in Berlin, Ton welcher ich dieselbe durch Wilkens gute 
zur benutzung bekam. Der titel ist: Die sieben weisen meister, 



88 Einleitung. 

nach der bandschdlt im bedts des geheimen hofrath« Eflchenbiirg 
sa BrauBBcliveig. Abgenchrieben im jabre 1819 durdi den «tadlosns 
BeinUag zu Breslau. Die Signatar ist ms. germ. fol. 460. Vom ist 
bemerkt: die handschrift ist aaf papier und hat 6d bUder. Tom 
sind 2 bilder nachgemalt, das erste gani wie das von F. H. t# d» 
Hagen s. 903 beschriebene; der aweite schild auf dem ersten etwas 
anders; er hat 4 f eider: gelb, roth, brännliob, gelb. Das zweite 
bild stellt die geschichte von dem redenden Togel dar. Die abschrift 
ist also ganz genau der eschenbnrglschen handschrift entsprechend, 
nnd scheint anch in den colnmnen ganz dem original nachgebildet. 

Mit der erlanger handschrift (Rom. des sept sages s. cyiij) 
stimmt ziemlich nahe die bearbeitnng in einer hambnrger hand- 
schrift, welche BL Lappenberg in Anfsefs und Mone*s anzeiger 1834, 
99 f. und Chr. Petersen in der geschichte der hambnrger stadtbi- 
bliothek s* 248 beschreibt. Im anzeiger ist anfang und schlnfti mit- 
getbeilt. 

Über die leipziger handschrift vgl. Naumanns catalogus libr. 
mss. in blbliofheca senatorla lipsiensi s. 35. Sie gewährt nach einer 
brieflichen äufserung Jacob Grimms an Thomas, vom 24. jan. ISIS; 
einen weit vollständigeren besseren text, als die frankfurter. Wie 
der tezt der frankfurter hs. rein hochdeutsch ist, so neigt sich die 
leipziger zum niederdeutschen. Zu mehrerem beweis hiervon dient 
die ubereinstimmnng mit dem holländischen buch. 

Probe aus der frankfurter handschrift : Und do sie nu dber tisch 
gesassent, so spricht Ludwig der kaiser zu siner frauen : Sage mir 
Florentina, wäre hier unser getreuer Alexander und unser freund 
also ein verschmächter feldsieche, da ihn gott vor woU behüten, 
als der was der in diesem jare mit uns gössen und us unserm köpfe 
getrucken hat, wolltest du nit die drei kinde geben in den tod das 
er gesund wsre? Da sprach die kaiserin balde : Ja ohne zweifei. 
Wir sind noch beide junge , gott bereitet uns wol ander kinde , ' so 
wir unserm getreuen Alexander sust mit keiner andern arznei gehel- 
fen mochten, wann er also wäre. Do sprach Ludwig der kaiser zu 
der Jungfrauen die der kinde solt warten: Gonge hin und wecke uns 
die kinde uf und sehe wie es um sie stonde. Die Jungfrau ginge 
in die kammem nnd findt die kinde alle lebende und giengent in der 
kamem und hatten einander bei den bänden und tanzten au einem 
ringe und sungen: Salve regina! dem allmächtigen gott und der 
himmlischen kdnigin Maria zu lob und zu ehren. 

Nach mundlichen nachrichten findet sich anch in der iHesbader 
bibliothek ein manuscript der sieben meister. 

Über die schon in der einleitung zu den sept sages s. czx er- 
wähnte berliner handschrift der Gesta Romanomm , in welche ein- 
zelne erzähluilgen der sieben meister eingeflochten sind, werde ich 



EhOeÜUng. SO 

in nMfaur augab« der toteinbdicti Ctett» BamaMttam irdte» ta li«- 

riiAten gelegonkiei« habwi. ,. . - j * j m. «_ j 

Eüie weitere hnidsdnift «m dem «ten Jb. »eiaaet aiA in d«r 
stadtbibHothek «u Trier, p*p., fol., gewArleb«! *o« JdwnB tat 
•dhaeider in Eberbtrd.kla«. Sie enthUt niiler MdMem, vas i* 
den •Ude.tMhe« blättwn (I, 8»), *«• de«eii i«h die«e n«Hs ent- 
l«ii>e, Ter«eich«rt i«t> die .iebäi weirtn mei-ter mit der gleeM, M 
bUUtor. A«fa«g: Hie »och relget «yne g«r »oheiie Croayche ^ 
heyatorr Tf« den geecheyehten derHMiein Inwildier HqritoryiPM« 
(JranTck Man vyadet Gar vil «ebener »nd« ntacnlleh« eMinf«! die 
gar loetelieh Tnd. a«eh ndfse leM ^. nemen Mach. Site b«irbrf- 

tumr i»t ebne aweifol in preea. . . ^ ., 

Über den alten drw* wa 1413 «. 6. C. Mutiger'« AaB«ba*g» al- 

teet« drackdenknale,«> 41. 

Cber den Ton 14*8 •. Hains reperte«^ bibl. n» «S». 

Über den ton 148Ö •• Hain n» 8T«». 

Über den wn M»! ■. Hain n» ««1. 

Die aaegabe voa 148» (einleitang «mn «tm. des «*p» «««•••' 
eM«> befindet eicb anf der wa..erkirck blblkrtHek in Zi«,€h, Ori. 
n IM«». Gettfiied Wejgle beeohreMit mir die anegabe nach. d«M 
dertiiMU exemplar «d: Fal., J>1 H. mit fcolaechnitteny « bogei^i^, 
Je TC«! in einander. Fol. 1 TO« lee», anf «»« -*•»» «J^« *« 
lehr bewegliche hol«chnitt, wo die ^'^^^ 'Tj^^ 
Uegt, der kaieer mit einerkrone, gröf.er ri. ae» »«HP« «■*■*« "J" 
mit einem falken anf der band an ihrem bett« .teht. A««"g| B.e- 
nach Tolget ein gar echöne croinck vnd hi.tor. «- »T ^^^"^ 
der Römer, in wölicher W.tory «nd creniek iM* Tmdet ga« vil 
..höner .ni nncrficher exempel dy. gar 1-srtich -»« k-^«"^ 
se leeen ae hören .eind. Bey Tergangen aeytea w. aln kalter der 
wrieret «ao lUa nand detwlblg hi.M Poneia-na mid wa. gar «. 
wSer M«« nnnd er nam ano einem eelidhen weib eynea «omMche. 
SX Ste» v-d die waa .ohön nml mynaigklich rtd er het .y 
ii; Heb T ward« .chwanger Tod £• &^^^ ^^ «"• "»« 
r;dXo*ecia!;. genant. D« .elb kindt wnoeh^ f-* jnd ward 
d« w^ gar lieb. Da nnn da« kindt .^en jar« alt warde da leget 

rhC -ote, die keyeri. in da. *•'«'';:«• -^ji^i^rTy t: 
«nd Termerket, da« sy nicht genesen mocht, do bewihieket «y wen 

tLZvl:^, da. er a-o ir käme, da aelb ««' - ;-^.« 
«nn «« i» kam. do sp«cb .y an» i«- >»«» h"«* V.*!.'^'"^ »* 
Lnllad« nnn wol da. i«h nicht geneaea nmg. and ti1 eneh Dtit dia- 
ZttStreiae. g.be... ee da. ich .tirbe. der ^^^^22^ 
Ja fmnir nan bitteat W« ir wölt T.d i.t e. "• «»«i«* .«« *^ 
«.wollen wir e«eh gewerea. Di« keyaari. q«aoh. I«b enllade «» 
L ;"rda. i*h .teSen mno«i. vad .. ^K«^*^^ ^ ^^l 
it eiH ander welb. aladann «u«h wol betowenlich ..t. So b.t ich 



40 EmMtung. 

euch doB-Jr dio nidkt' lasi^nt' gewaltig: ^^^^ äbeT.meineB snn -väddas 
er verr Ton ir erzogen werde, also dz es weiiUEheit ¥114 Iciinsl ge- 
lernen oängel das Ist ein* ding das euch nymer laid wirt. ynd auch 
meineai' «nn wot frwiibi; aneh in bey dem leben behelt. Ist aber« 
das er in Iren gewalt kotiimet, so muoss er sterben, der leyser 
spsachiftawkey serin des sölent ir gewerdt seih. Tud als nun der 
keyser d^ geredt hette. do keret sich dye fraw Ton im Tnd ver- 
siihiedeB. s. w. Die zweite frau bittet darauf, man solle den söhn 
köflim^n lassen. Herr ir wissent wol das ich noch nicht schwanger 
bth lknd^«llm dasselb bin ich fast ser betrübt, vnd seyt ir dann nun 
einen snn hübt in fremden landen bey siben weyseh . meistern den- 
selben enern sun ich auch für meinen etg^n sün schätze Tnd hallt: 
darumb bit ich en)ch in aller liebe,' das ir nach im sendet, das ich 
von seiner gegenwertigkeit freude gehaben müge bis das mich got 
anch erfrenet mit einer frncht nis«f. Der söhn schreibt der kaise- 
rin auf ihr anerbieten: Nun sey der- allmächtig got.. darnto, dz ich 
den baumgarten meines herren vnd vaters nicht zerstöre noeh daran 
fräuel hegang aber das ich daz thete. so waisz ich nit: was mir 
darausz- gieiige- anders dann alle Tnsaligkeit. Aach -^o waisz ich 
eins wol dz ich an der beschaWung gottes gar schWärUdhen sündet 
vnd in den' fluoch meines yaters nele. ynd daramb ••. sölleot.ir 
mi«h icn« sölichem übel nicht raitzen.: i 

' Die erzählurigen sind folgende : 

1 Bann und bämnleib. . 

2QanoiIlas: Hund ood schlänge. 

3 £ber und hirt. * . 

4'Leiktalus: Hahnrei ausgesperrt. 

5' Schatzhans. ' 

6 Cfato : Der redende Togel. Die alster Waz im also lieb das er 
s^ alle tag leret' dbreysch reden, als lang biss das sy die sprach 
wdl reden kunt. Die magd heifst erklärend Sehandendekerin. 

7 Der kaiser geblendet. Der holzschnitt ' wie immer überaus 
lustig; Die enthai^teten meister . sitzen da und die köpfe neben ih- 
nen auf einem häufen. 

8 Waldaoh: Probe der männergeduld. Hier fehlt in dem Züri- 
cher exemplar wenigstens ein blait. 

9 Der zänberer. 

' 10 Josephus : Hippocrates und Galen, Ypocras und Galienus, 
Der kranke ist söhn des königs von Ungarn, aufser dem brunqen 
des sohnes mufs Galienus auch den des konlgs und der konigin se- 
hen, woraus er erräth, dafs der söhn nicht Tom könig ist Der 
buhle ist der künig von Burgnndia. Cbrigens wie im Stuttgarter 
manuscript. Ypocras selbst bekommt den roten siechtagen. 

' 11 Der könig und d^s marschals frau. Rom gerettet, 
la Cleophas: drei freier. Der ehemann schlägt ihnen das haupt 



ab. Sie läfiil «ie darch ibr«n brQder forUr^gen. hm iwK^x im walde 
▼esbramit :>d0r lirud^r. zum' äjberflv^ .«i^jQti rit^er, der. morgen %« 
prelm leit zoln tnrneysoiUMi.^u.IVw.. .> hri - 

Die siebente geschichte der jff!9.a und die des siebenten melster« 
fdhlen*iij£» ist nHir aocbf>der resjt von dejp erfnUten Weissagung da, 
auf Wielphe unBttttejlbar der schlnfs. folgt £in ende hat d^ohjstori 
▼oto den i «bell weisen'. mei^ero vnd dieliatt.ge^mokt .TJiul Tc^endt 
Hans ScheAs^rger am afftermont^g nach sant Micliels tilg do n^an 
zalt nach Christi geburt .m.cccc.lxxxvj. jar. 
Vgl. auch noch Hains repert. bibL n® 8732. 
Der deutsche druck* von 1487 ist beschrieben bei C. Hain im 
Bepertoiiom biMi^^gfr^nP 873ß. , 

Ans der ai|4g»lH! (.Toi». 1489 ^ndet.dlch eine probi^. in .PisehpQs 
denkmäiero'J(Iy'^^.£^ cDie ftusgabe befindet »ich in Berlin« ;; 

£inen deMsqhen.diruc^ Angsbi^rg 1497.erwäh^ Hain iiii .J(lep«rt 
bibL n<> 8734»-- ; . ' ',/■'; \. , 

1515. 4^. Schlafs: Ein ende hat die hystori Ton den sybenwey^ 
sfNa maistern> ^nd die h9it.get|pi}/Qk^ yjid volendf t4ohanaes Frpacliauer 
in der kajwerlieben stat ^Pf^PTg^v 4o n^an zalt nach Crlsti gepnrt 

. Hie nach folgst ^n garischoii^'eronick ¥nd,Hystori, aass, den 
gevchichten der Broiivier.»; aiich die gl^se- ifn^.d^ geistlich sinneffdef 
Iniaclies gesta B|Miia9<liwm .odf r, 4er- eyben liefen mejster,. Carinii 
mim Tmdet vii sdiöuff} Yndinütalicheezempel, d^e> Itttstij^ Pf^nt, skqq 
lesen. Schlnfs i Hio;hfit,jqin ende die history i;on den fyl;en .weisen 
meietern, die glose vnd der .geistlich sinne des buocha^ gesta Bomat 
Borpm, ist getrnckt zno::Strassbarg durch 4^ii ersamen Johannem 
Knohlonch, nach ChriitaB gebnirt «ra.d. ynd im <i^. 3f^>^i.f^i^ .d«|9l 
jodiij. tage des monats Meyen. ' , ( ../i 

Die sieben weisen m<p/i(t4?r, wie Pontiapps der. kayser za, Bom 
seinen söhn Diocletianum den sieben weisen meistern befiehl^,. dJb^ 
sieben freye kunste^.^n lernen^ und wi&, derselbe hernach durch, nn- 
treu seiner stieffmuttci^ y^ siebenmahl zum galgen gefuhret, aber aUr 
weg durch schöne gleichnässen der meister vom tode, ercetifcet> und 
ein gewaltiger kaycf^ 'Z>u Rom ward. Sehr lustig und nützlich wi^ 
der der falschen . weiber untreu zu lesen. Nürnberg, verlegts Mar- 
tin Endter, jm jähr 1713. 

F. W, Genthe in des Publ. Virgillus Maro zehn eclogen metrisch 
übersetzt s. 64 erwähnt folgende ausgäbe : die sieben weisen Biei^ter 
etc. allerneuste und , ganzlich umgearbeitete ausgäbe« ^Leipzig bei 
K. A. Solbrig. 

' Der büijfgerroeister Ton Frankfurt Thomas gieng lange aeit mit 
einer neuen ausgäbe, der sieben meister iib|^, welche, in defs nicht zu 
stände kam. . Die hierauf bezüglichen papiere Themas's habe i|ch 
durch Termittlnng von Karl $imrock in Bon^ benützen können. 



42 JBMeUung. 

Karl Oimroek, dem ieh eiattt theil mefaief GollecteMcn tt«r die 
dentselieii TOlksbucher nfltgelheill, hat wie ieli Mre in eeinei eeiiiai* 
long der Tollcftbächer mit gabitsiseheii bUdern aaeb die sieben mel- 
nitt enient in proia heraaeg«gebe& 

Von neueren deatscbea übersetsnngen, die ans den erieatalindMO 
bearbeitnngen unmittelbar gefioesen sind, ist oben die rede gewesen. 

leb gebe nnn noeli einige bemerknngen über die gesoliiehte der 
einseinen erzAhlongen. Weitere parallellen gew&hrt Robert in des 
lables inödites. 

Rübmener%ählung. 

Die erzahlnngen von straflicher neignng eines weilM« #a einem 
Jfingling, welche, nicht befriedigt, sich in faafs yerwändelt und zur 
nberwalznng der schuld anf den unschuldigen reranlaAit, begegnen 
gar rielfacb. Der typns dieses eneahlungsstoll^s nametttlieh fnr 
den Orient Ist die geschichte von Joseph und Potiphors frfttt (ge- 
nes* 9d*)* 

Karl Rosenkranz in seiner schönen abhandlnng Aber die poeti- 
sche behandinng des ehebrnchs (Studien I, TS) erwAhkit' unsefe ge- 
schichte folgendermaafsen: In diesen dichtungen (Nibelungen, Olhelle, 
Cymbeline, medico de sn honra u. dgl.) ist der efaebifuoh selbst gar 
nicht angestrebt. Aber wir finden auch eine i*eihe» wo es in der 
that auf ihn angelegt ist, wo es aber, sei' es dn^ch die keueehheit 
des mannes, ne\ es durch die der fran, nicht dazu kommt. Bei die^ 
sen poesieen liegt das tragische nicht in der intention des ehe«- 
bmchs, in der anstrengang, ihn heiAieicnfähreii , sondern erst in 
der Terwandlung der nicht befriedigten, nicht erwiedeften liebe in 
Itafs. Die ülteste geschichte dieser art ist die alttestameotische Yon 
Joseph. Die mohamedanische dichtkunst hat dieselbe welüäofig und 
oftmals ausgeführt, weil die zwölfte sure des koran ihre vollstän- 
dige erzählung giebt. Der frau des Potiphar ist auch ehi name ge- 
geben, Suleicha. Ich kann mich hier nicht darauf einfassen, die 
verschiedenen schattirungen zu analysiren, welche die phantasie der 
orientalischen dichter in den künsten, womit Saleieha den sehteen 
Jussnf zu verfuhren sucht, darbietet. Als er ihrer begierde wider- 
steht, klagt sie ihn selbst des conats des ehebrnchs an. Das tra- 
gische ist hier besonders in dem qualvollen kämpf enthalten, den 
fikiletcha, hingerissen von ihrer wuth, mit sich selbst streitet, den 
geliebtesten mann der härte des geßlngnisses preisgegeben zu ha- 
ben. Die persischen dichter haben deshalb fdr die Schönheit Suiei* 
chas so sehr parte! genommen, dafs sie, nicht ungeschiißkt, eine 
endliehe Versöhnung und Vermahlung derselben mit Jussnf herlveisn- 
fdhten wissen, die sogar als ein rathschhifs des himmels dargestellt 
wird. Im mittefalter liegt die nämliche geschichte der erzählung <n 
gründe, welche die einzelnen novellen ^er gesta Romanornm nm- 



Etnleiiung. 4t 

«diliefcit unä Im d«u(»chen als das volksbach von 4en «teben Weisen 
meistem bekannt ist. 

Dafs bieranter nieht die eig^entifehen f^sta Romanomra an ver- 
stehen sein können , habe ich schon in der einleitong^ anm roto« des 
sept sag^s s. cxz ausgeführt. 

Von spätem derartigen geschichten trage ich nach Boccacc. De- 
cameroB n, 8: der graf Walfher tob Anten wird von der fran des 
sohaa des kdnigs Ton Frankreich auf diese weise angegangen and 
iniifs nach England fliehen. 

Über die geschichte ans dem pecoron^ des ser Oiovanai Fieren- 
tino Tgl. meine anaeige von Bnlows ndTelleabneh in den heidellief« 
ger jahrbueberh 1837, M8. 

Über die er^ahlnng Straparelas s. Loi^elenr s. 167. 

Mehr in den berelch der inn4$rlichkeit veriegt ist die bandlimg 
in der geschichte bei Margaerite de Valois im HepCameron n^ tO. 
Der liebesantrag der htorzogin gegen den jdngen edelmann iMsahtftnfet 
sieh Bttf atidenttttigeti und ptovoeaaiolien dereeketterfe, mid daraiA 
bratteht auch die räche aidlit tfnf so bMitale Weise hMrvoraabreefaett, 
sie bleibt l>ei der sinsefatildigüng der gesinnnng, fährt al»er deitnedi 
an einem nicht weniger «chfimmen ende. IHe kdaigin T4Mi Narmw 
hat, weinn nitht ans ihtem' veitgfeaossen ond freunde fiandallo (11^ 
5), aas etnem alten fkblfaa von der castellaiiin tim Vergy gesehöpü 
(H^n, fehl. IV, 296. Heidelberger jahrbb. der litteiat. 1887, 611l.>. 
Doefa trit dort gerade die Yerf abrang mehr in den hlntergmttd. 

fiine ähnliche fabel hat das schanspiel Floretto Si^itdeulaelie 
Schauspiele, ihrer Schönheit wegen für die bfihne ttnserer aeit bewN 
beitet Ton K. HaHing; b. I. Berlin, 1884. Vgl. ffleiixers littemtiim 
blatt 1836, 200. n<> 50. 

Genthe im handbuch der gesehidkle der franaöslschen littevatiir, 
abth. I. Magdebnrg, 1834, s. 56 fahrt noch eine aridere qwelle fdr 
die Utteratorgeschichte des siebenmeisterbnchs an , welche ieh 'flieht 
benutzen konnte, nämlich F. H. Placiandi proleqninm de IIb. eret« 
antiq. in Longi Pastoralia ed. Schsfer. Lips. 1803 s. %^ «— xv^. 

Zwei bilder ron Dlerick Stnerbont (um 1462) stetten eine Aha- 
Höhe geschichte dar. Der fireiherr Ton Keirerberg besehr^bt sie so : 
Ces tableäojc repr^sentent nne histoire tragique, dont ane ancienne 
chroniqae de la rille de LouTain, ayant ponr titre: Golde Legende 
(Legende dor^e) Mi mention k Tan 985. Elle nous dit quo Tempe- 
rear Othon avait Mt d^capiter an comte illostlw. L^impöratrice 
avait con^a le plus Tiolent amonr pour In!, et FaTait fanSsement ac* 
cnaö da mime crime, parce qa'il ne r^pondait pas k sa flamme adnl- 
tire; la fin tragiqne da comte est le sojet du premier tablean. Dans 
le denxi^me tablean sa veave öplor6e et k genoux se präsente de- 
vant Temperear. Tenant d^nne main la t^te sanglante de son ^poox, 
et de rantre an fer ardent, eile jastifie la memoire da d^fant. 



41 Einleitung. 

Othjon io4igii^ condaoina rimp^jratrice aax ' flammeB , dan« lesqueile« 
eile ezpia «on orime. Vgl. Messager de« scienoef e| des arU de Ja 
Biejgiqae, Gand, ,lß39. I, 17 tf, Dort ii( anpli dat zweijfce b«W in 
«Vlver .Q^pM^mitgetheilt:. , 

Bestrafter verrath, 

AU hlflonsoli wifd eia ähnUpher TorfaU berichtet yon de? Hei- 
ligen EHtabeth kdnigin yon Portugal. Vgl. die biographie naiver- 
seile, XIII, 25. 

In 'den sieben vezieren. .findet sich diese erzahlnng, deren inhalt 
iKHSelenr s. 182 if. so aiigibt: Un sultan, en se promeiiant nn jonr, 
aper^oit un enfant qu'on ayait exposö, et tonch^ de op^npassienr, ^^ 
ordonne qu'on le ramassfl« et le fait ^ley^r. Lorsque Tenfant est 
deyenu im jidune horame et qne son ^ucation est termin^e^ le snltan 
lai confie>'la garde de son tr^sor. Un jonr il le charge d'aller- dana 
Ifl.cliandife de sa fayorite, lui cherchjer nn objet qnUl Iniindiqne. 
AluBed,. -c'^tait le nom de Torphelin, ea entrant dans la chainVrps, 
snrprendla« fayorite ayec un esclaye, mais il fait semblaot da ne 
pas s'ea t^ercevQiry et rapporte an snltan ce que celqi^ci ayait da^ 
inaad^, sau« djre an mot de ce qne l^i^möine ^ yn. La fayo^rite 
pmig^aot qn' Abmed ne d^yoile sa faute, s'einprcpse d'^lter.^ Vacou- 
ser anpr^s du .prinoe d'ayok yonlu lui faire yielence^ et Je snltan, 
dans sa fnveur, se' r^out 4 faire moarir l'orphelln^ I) zweite j^»^ 
sitöt an esclayet Bends^toi, lui dit-il, da^s teile maison et att^ndsny 
qit'u9 hoQline yienne te diire: ,4'econ^plis les ordres du su^n. fliors- 
qae cet hoainie se pr^seatera^^fais^lai sauter la.töte,' et^:tfi r^mat- 
tw f^q ßnsnite cette tßte dans iine cjorbeille conyerte ;ä. . an fec^n^jues- 
sager. L'esclaye part et le sultan donno la prämiere .oomniispion äi 
Ahmed qni ne se deute nuUement de. raccusatien port^e contre lui 
Qt du sort qu'on lui destine. Sfir sen chemin il rencontre Tesclaye 
complice de la fayorite, ^pcup^ ,k boire ayec d'autres esclayes. Le 
miserable yjvyant Admed, ;lui demande ce qu'il va faire, et. yeut le 
retenir afin d^irriter son maltre.contre jlui. Ahmed refuse^ a cause de 
In commisvion qui Ini a ^t^ donnöe, et Tesclaye propose . de s'en 
charger. II se rend en effet k la maison qu' Ahmed, lui -indique, et 
il n'a pas plustdt dit k Thomme qui attend: Ex^cute les ordres du 
snltan, qne celui'>Gi lujl fait tomber la t^te, ; Ahmed ne le yoyant 
pas reyenir ya lui-m6me a la maison indiqu^e, et Tesclaye lui remei 
la corbeille que le jeune homme rapporte an palais. La yne de la 
t^te que cette corboiUe renferme am^ne une. ezplication, et la con- 
pable est mise ä. mort. 

Gesta Romanorum c. 98. 

Cento noyelle.antiche n. 68. 

Giraldi Cinthio's hecatommithi. VIII , 6. 



Einleitung. 46 

m 

D'on roi qot voulut faire brüler le fils de «on senesohal «. fablis- 
aox tradniU par Le^rand d'Aossy V, 56. 

Anecdotee ehr^tieanee de Tabb^ Reyre, t. I: lern deox page«.' 

Tales, anecdotea u. §. v» s. 53» 

Gesta Romänornn ed. Cbarles Swan. London, 18^. I, cir.- 

Der gang nach dem eUenhammer von F. von Schiller. 

Vjgh Douce'g illnstfatione of Shakspeare. II, 413. Heidelberger 
jahvbäefaer. 1837, 682. 

Der redende vogeL 
Ein lied Ton Amarn, velches auf unsere goschichte bezag hat 
gMbt Loiselenr s. 99. 

^ Über Togelsprache bei den Neagriechen Tgl. noch Ed. Widen- 
manns blätter zur künde der litteratnr des auslands 1837, s. 2. 
Directorinm humanas vit» c. 1. fol. £ r^. 
Firenzuola's discorsi. 1548. 8®. s. 44. 

Redende vögel s. legende de s. Brendaines, heransg. von A. Ju- 
binal s. 19. 121. 

Die geschichte franzosisch nach Firenzuola s. Loiselenr s. 99. 
Eine anspielung auf diese erzählung mdchte man bei Shak- 
speare (Macbeth III, 4) in den werten finden: 
Augnres, and nnderstood relations have 
By^magot-pies, and choughs, and rooks, brought forth 
The secretst man of blood. 
Vgl. dazu die anmerkung Ton S. W. Singer. Dafs Shakspeare das 
buch kannte, ist bei seiner sonstigen rertrautheit mit englischer 
Tolkslitterator sehr wahrscheinlich. Aufserdem war es auch, wie 
ich oben bemerkte, schon vor Shakspeare durch Decker auf die 
bnhne gebracht. 

Die geschichte, aus dem deutschen Volksbuch, steht auch in 
Gubitz's deutschem volkskalender 1839, 16, wahrscheinlich nach K. 
Simrock's bearbeitung. 

Vgl. Iioiseleurs essai s. 148 iE. 

Des lowen spur. 

Slischle Sendabar s. Loiseleür s. 96 f. 

La pantoufle du roi s. ebendas. s. 97. 

Dieselbe geschichte findet dch auch bei Boccaccio (Oecäm. I, 5)^ 
wo der konig von Frankreich, Philipp der einäugige, anf dem wege 
ins heilige land bei der markgrafin von Montferrat einkehrt, nm 
ihre liebe zu gewinnen. Sie weist ihn durch ein witzwort zurück, 
zu welchem ihr eine mahlzeit aus lauter lifihnern veranlassung gibti 
Nach Manni's angäbe (Tgl. V. Schmidts beitrage zur geschichte der 
romantischen poesie s. 2 f.) ist diese novelle wirklich historisch, 
jedoch nicht eben so, wie es bei Boccaccio berichtet wird, sondern 
Boccaccio soll ans gewissen rucksichtea die namen der pertonen 



48 Eialniung. - 

geändert ha]»«i. Munni fdbv( die lüiige latoinUclie stelle an aua 
den annalen de« erzbischoffl von Urbino, Santorio, i« weleber scl&oii 
AldttB Afanntiu« der Jüagef e and Featealni die quelle des Boefaccio 
entdeckt hatten. Sylignitha namlicli» gcafin T^n Gaterta, tochter 
kaiser Friedriebs H» gemiihlHi Eeinalds, sncble ilpfen halbbriider, 
den bastard Manfred, auf diese veise von seinem blntscbanderUchen 
Tefhaben absnbringen, aber ohne erfolg, da sie selbst «Ich aiiletzt 
zu schwach fand, ihm zu widerstehen. Vgl. Maani Istoria del 4Qca- 
merone di 6io. Boccaccio. Fir. 1742. 4. s. 158 ff. 

Ihnlich ist die erzählung des don Juan Manuel iqi oonde La- 
canor cap. 12. Der saltan Saladin ist hier der yerfährer des weibs 
eines vasallen, dem er einen Uriasanftrag ertheilt. Die fräu bringt 
aber den fursten durch eine kluge rede von seinem Torhaben ab. 
Vgl. heidelberger Jahrbücher 1837, 687 f. 

Weiöerliat. 

Hitopadesa s. Iioiseleur s. 77. 

Sieben Teziere s. Scott s. 77. 

Syntipas s. 29 bei Boissonade. 

Die erzählang ist aus Feter Alfons auch in die lateinischen 
gesta Romanoram übergegangen. 

Boccaccio hat nach Loiseleur s. 101 aus dem Syntipas geschöpft. 

Deutsch in der Züricher handschrift der gesta Romanoram. 
Vgl. meine lateinischen gesta. 

Das gespen»t. 

Findet sich im Pantschatanton s. Loiselenr s. 57. 

Im gefolge der geschichte von den sieben Toziren ist diese er- 
zählang den 1001 nacht einverleibt. Abgesondert findet sich Jedoch 
in dieser grofsen novellensammlung noch eine andere recension da- 
von. Vgl. die deutsche ausgäbe von Habicht, v. d. Hagen and 
Schall. Breslau, 1834. 1, 213: geschichte des bestraften wcsyrs. 
Das gespenst nennt sich anfangs eine tochter des königs von Indien, 
der ihr pferd entsprangen sei. Als sie bei seite gegangen ist, hört 
er sie in einem hause sich mit andern auf die verspeisung des fet- 
ten wohlgebildeten knaben freuea. £r erkennt sie sofort als Oge- 
rin und befreit sich von ihr durch gebet* 

In den gleichnissea Seadabars heifst der weibliche dämon.Schi- 
dah. Vgl. Loiseleur s. 102. 105. 

Über dergleichen geister vgl. Boccaoe* IX, 5. Grinuns deutsche 
mytholegie s. 587. Dobenecks volksgl»oben. H, 29. 

Die frau und der krämer. 

Indisch im Saku-vsaptati s. Loiseleur s. 40ß. 
Directorium human» vit« f. £ 3 v^^ 



BkMiung. «T 

Die V0rwimd0ütde quelle. 

Mehrara die«er art begegnen in dem hiadoetoniMlien mmas die 
rose Ton Bakawaii, ober velchen nadi dem Journal asiatiqne Theo- 
dor Benfey eine aii#föbrlic]ie notis in den blättern xur knnde der 
litteratur des ansland« 1837, 957 ff. gibt 

Über den Sendabar s. Loiselenr 9. 105* 

Weitere« in den getta Romanomm c. 94. 

M. M. Bojardo'e Orlando innamorato L 1, c. 3, st 33 f. Loise- 
lear s. IM f. 

Die kändin. 

Indisch 8. Loiselenr s. 107. 

Fapagaienbuch s. ebenda«. «. 109. 139 f. ^ / 

Di«ciplina clericali« I, 75. Pari«} 1834. 

Die französische bearbeitnng im ca«toiement i«t analysiert in 
Legrands fablianx, Paris, 1829. IT, 50. 

Englisch in den gesta Romanomm Ton Ch. Swan. I, ISO. 

Der letzte theil der geschichte ans den sieben yeziren, nach 
velchem die fran sicli einen buhlen holen läfst und durch mifsTer- 
standnifs ihren gatten zugeführt bekommt, bildet die geschichte von 
Hainz Ton Rotenstein in J. Ton Lafsherg liedersaal 11, 033. Die er- 
zahiang ist von Konrad v^on WvrsbQfg^ Vgl, E. t. d. Hagen ge- 
sammtabenteuer s. 189. 

Mahmut. 
Vgl. Loiselenrs essai s» 134 ff. 

Neugierde. 
Vgl. ebendas. s. 136. 

Der liebende im kästen. 

Das zuschiefsen der briefe begegnet auch in dem griechischen 
gedichte de amoribns Lybistri et Bhodamnes bei Fabric. bibl. graec. 
ed. Harles. VIII, 155. 

La fe^on qu'une Juifve tat convertie k la foi de J^sus-Christ par 
la poursuite amoureuse d^nn jeune Romain in les comptes du monde 
arantureux, coittenant liiij discours. Paris, 1582. 

Les d^Iices de Verhornet le g^n^reux s. 325. Paris, 1625. Loi- 
seleor s. 189. 18T. 

Die amazone. 

Das kämpfen mit der Jungfrau um ihre band, die jalte Atalan- 
tensage, findet sich auch in der geschichte Ton Dschondaba ond der 
heldenmorderin aus dem buche geschichte der glaubenskämpfer; s. 
Fh. Wolffs morgenländische erzählnngen II, 146. 150. 

Ferner in der geschichte Ton Apollonlus yoq Tyrus in den 
gesta Roman, c. 153. Vgl. BUews noTellenbnch IV, 332. Heidel- 
berger jahrbb. 1837, 662. 



4ß Einleitung, 

Vgl. die tage von BradanNinto bei ArioAt, von BränhÜt in den 
Bßb^sngen. Loitfileur>s. 140*'-. 

■ "".. • • '' ' •• ■■ Ehezwht: ' ■'' ■ 

Hie zauberbafte g^mütlisuiirahe adf den anbliclc einer schönen 
findet sich auch in einer, von Dunlop (history of fiction III, 366) 
analysierten morgenländischen erzählung: 

Ein ähnliches ereignifs bei Apnlejns II, s. 205. Paris, Fan- 

ckoucke. 1835. 

Auberöe in Legrand's d'Aossy fabliaux IV, 68. Paris, 1829. ' Loi- 

selenr 8. 112. 

Die gaste vergiftet. 
Indisch s. Loiseleur 8. 119. 
Bei Aesop fab. 303 ed. boray. 

Der fünfjährige knäbe. 

Dasselbe wird bei .Valerius Maxiin|D|s, VII, .3, bf ,\p^. Demo- 
sthenes J^erichtet. ■ ^ ■ » , . . m 

Auc)i steht die.erzahlung, ohne nanien^ im «delstein des Bone- 
xl\x%y..c,1%he\B(enecke, 

■ Der fuchs. 
Scheint in verwaildtschaft zn stehen tnit der grofsen ihiersage. 
Vgl. J* Grimmas Reinhart Fachs s. 379. xlyiij. 

Vgl* den conde Lncanor des. don Juan Manuel. 

Der unglückliche kauf mann, . 
Erinnert an die bekannte, geschichte Ton den unglücklichen pan- 
toffeln, zum theil auch in der geschichte des , Chodschah Hassan 
Albabbel in 1001 nacht (breslauer ausgäbe Ton 1834. VIII, 211.) und 
die geschichte des guten ungerechter weise eingekerkerten wesyrs. 
Ebendas. XI, 232. XIII, 366. 

jirua. 
Die gattin des konigs Oabdin wird (1001 nacht. Breslau, 1834. 
Xni, 367) mit GenoTCTa der gemahlin des trieriscben grafen Sieg- 
fried, und der mutter Sigurds in der Wilkinensage zusammenge- 
stellt. Die geschichte wiederholt sich in der erzählung von der snl- 
tanin und ihrer drei töchter (ebendas. XI, 79.). Ihre Torstofsung in 
der wüste und die dort auf ihr gebet entspringende quelle verbindet 
sie zunächst mit Hagar; dann auch wi^eder mit Genoveva. Die ret- 
tuug Ton der hinrichtung hat auch die geschichte vom konig und 
der königin von Abyssinien (ebendas. X, 179.). 

Bakhtzeman, 
Gesta Romanorum c. 59. 

lärahim, 
Gauttier liefert die geschichte erst b* 7 seiner 1001 nacht, 



Einleitung^ 49 

naoht 550, als neue erg^nzung, ohne bezitihung auf die geschichte 
der yerziere. Vgl. IdOl nacht. X, t. Breslau, 1834. 

Eine ähnliche erfullung der Weissagung s. einleitung zum rom. 
des sept sages s. -clzxxTiji - - 

Die sage Tora Ödipus. Vgl. G. Reinbeck's mythologie s. 152. 

Schahabeddin. 9« I 

Ein Zauber im bade begegnet auch dem kaiser Jo^inianus in 
den gesta Romanorum c. 59, s. 87, 17. 

Eine ähnliche Zauberei spielen drei nigromanten am hole Frie- 
drichs II nach den cento novelle antiche n. 20, deutsch in K. Sim- 
rocks novellenschatz der Italiäner I, 17. 

Die früher von mir erwähnte erzählnng don Manuels steht im 
conde Lucanor c. 13. 

Vgl. die mittelhochdeutsche erzählang. ^^der könig im bade" in 
Paul Jacob Bruns's beitragen zur kritischen bearbeitung unbenutz- 
ter alter handschriften, drucke und Urkunden, st. II, s. 123 if. Pan- 
zer g^bt den Inhalt so an: Von einem stolzen könig, der das Depo- 
suit potentes de sede ans dem Slagnifioat in seinem ganzen reiche 
zu vertilgen befahl. AU er nun einmal in das bad kam, war ein 
engel da, der für den kooig gehalten wurde. Der bader jagt den 
rechten könig als einen narren fort, und niemand will ihn mehr 
kennen. Endlich schliefst ihm der engel das räthsel auf, und giebt 
ihm, nachdem er yersprochen hat, das Deposnit wieder singen zu 
lassen und- sich zu bessern^ seine königlichen kleider wieder zurück. 

Boner xcIt. 

Der findling. 

Erastus: Philemon wird TOn Archelaus an kindesstatt ange- 
nommen en Gaule belgique. Er verräth erst die zweite frau des 
Archelaus, dann' seinen ^ater selbst und wird am ende tou den 
Engländern gefangen und verbrannt 

H. fioffmann (hör» belgicae VI, 216) vergleicht damit das alt- 
flämische drama Esmoreit, welches er daselbst herausgibt. 

a 

7^08t der wiitwe. 

Naeh dem bericht im schwäbischen Mercur 1889, s. 1066 hielt 
Gustav Weil bei der Versammlung der philologen in Mannheim einen 
Vortrag über da» mährchen der matrone von Ephosus nach orienta- 
lischen quellen. 

Ahnliche zaubermittel, wie die in der diinesischen erzählnng (s. 
clx.) erwähnten, begegnen in der spanischen novelle la fnerfa del 
desengano in Montalbans succesos y prodigiös de amor. Bülows 
novellenbuch III, 223. 

Über ein milesisches märchen dieses in haltss. Fabric. bibl. grsc. 
ed. Harles. VIH, 157. 

fStede» w, MeUter,) 4 



50 MSßi^tmex 

Lateinisch i^i 80cl|«ten li|icl| det B^flm» «. H. J. K«rlf T« ipow- 
i|plie ffili«14i9?itfic f. 273. 

Einen aaszag aas Fetron gibt Dunlop, bistory of üc^n I» ^flS. 

Die ge^cbichte «teilt bei Johann Ton Salisbniry nacl^ Qwlop's 
history of fiction II, 475 in seinem backe de nagis corialibus b. 8, 

c. 11. 

f/«nto no^velle anticb« s. finnlop II, 219. Hieriiach Ji&ftte der 
Italiäner ans den sieben meistern geschöpft. 

Anvibal Campeggi {zu anfang des 17. jh.) erzählt die geschichte 
ia a^iiiQr «weiten aoYeUe. 

Nachgeahmt wurde sie toi^ Enstachio Manlcedi. VgL Danlop*» 

hi^tory of fiction II, 475u 

Die geschichte wird nach Petron erzahlt als epiaode in FobU- 
gaenca« geoani^t Carteromaco Bicciardetto ges. 13, sit 90i 

Ille celjei qai sa fist fontne sar la fosse de son mari «. Legrand 

m, 3?«. 

Von Eastachj^ Deschamps steht anch etwas bei Legraad IH, 338. 
ft^ine puMsiean sind jetst gesanpqMli heraas. 

Französisch wurde die iiübel am irielCäkigslen behandelt« So 
finde Ic^ in einem bändchen, betitelt pUces diverses: La feste de 
Versaillies da 18 jaiUet 1668 s. 34 — 6ft la Teafve 4e Petroa in 
Tex#^n. 

In der, dnqnitoe partie des oeuvres niesldes de flf. de 9« E. 
Paris» 1^8 s. 111 steht la matrone. di^phise in prosä geaaa nach 
Petron. 

In den com^dies noavell,es, l^^ii^ W^» 8® s. 141 steht ein stach 
la matrone. 

R^tif de la Bretonne in les copteiiiporain,^s i^ ^om^raii]^ ^^» 
192 giebt die geschichte yom tryst einei^ wit^w^n« d99n la ^ißfir^fnp 
de Paris und endlich la matrone d'Eph^fe nach P^tro.n. 

Die geschickte wnrd^ ^amatisiert Ton Hoi^dar de la Motte. 
Lessing berichtet darabeyr ii^ der han^burgischen dramatargie st. 36. 
Sehriften heraasgegeben von Lachmann VII, 160 ff. 

Ein englisches dramn w^m^nA teacs behandelt denselben stoff. 
Vgl, 9p^l5Sf s C9^eeti<^a qt 0)4 jff^f^, Vqh 6. ^«^lop'a hfßtfifij of 
fiction. BL, 4»7Ö. 

1^ geii9hic^ find«?^ sicli im 4^a^«;h^ Vfi^BmK I49ß., bei fl^s 
Schönsperger, foL 20. Der todte hat eine glatze, d|e frim r^Uist 
ihm die h^re mifi, l^änden an4 ^illMien. a^* W^iA^r wiird 4K aber 
i^cht TeiraD<ijtaJit9t9 auch djle foii^ i^ch^ g^töd^et. 

Ol^er die tarj(el(aabei^ iipf dem grabe Tgl. altdentfch« wilde« 

m, 34 — 43. 

In Lo^slw^rgs li^^rfafif (I, 267) steht eine gefi^hichA^ to«. <$nem 
weih, das, um dem bohlen einen beweis ihrer lie)be, »| gefreit ihrfn 



mann beredi^t , einen eckigten zahn sich attttehniBB %m !«<§•■' . Der 
buhle aber Terläfst sie ob ihrer faisthh4lt. 
Auch Grübel hat den stbff bearbeitet. 

Stellt «choit M &fadi s. Diwlop« III, 36». 

De rhermite que le diable troiapa aved wA eoq eCdDci ptnie s. 
Fabliaux tradnits par Legraaii d'Aas^ V> IT9. Fati«, 1890. 

Vgl. das fabliau dun hesntite qoi a¥oit lUMt aanmaine pKt len- 
hosteinent 4jt laneiwl in a^ei fabliaax ails einer netftnburger band- 
Schrift herausgegeben von mir. Stuttgart, IQAik s. 7. 

Ein ähnliches de larmite que la femme Touldit fiEUifltec,. gedruckt 
•beada^. 8» Sl. Vg(« J^tigräniTs d'Aa««|r fabliaus* V^ 6d. 1T& Faris; 
1829. , ; 

De I'beraltio quQ Ist diabU trompa s^ liegraiiA V^>:fi29» Aaalop's 
history of fiction III, 369. 

VgL iMwisf*» Moiik. Bunlop a. a. a< giebt d«n iafcä^l fto an: 
AjttbrosM, aiunnk ol the. bägluMfe iraputalie» fo« eiaqitenicio ftod sanc- 
titj[ Ita SladMdvv m ptnaaded by an OTi« «piri* in b— ta n oha f i !• 
ti«latft the haa«lif«l Anltwia, and atorwasd« Ao mavde» hery fti or- 
dar Ibat tti« guiU Mftigibt ba eoiMSeakdi TlMse erimMs heiag dbtao^ 
ted, he is hnrried to the dnngeons of the inqnisition, vhero tho 
deTÜ being invoked, .^grees to deli^er him from confinemönt, on 
condition that he shonM make OT«r his sonl to him in perpetuity. 
ilmbrosio having ratified tfds contract is boTne awajr in the tfeilons 
of the demon, who afterwards teärs 'and diEishes hhn to pieves monid 
the cllffs of the Sierra Morena. 

Dnulop teigtefcht damit n. tTO nach Ü6iheU Fautft. 

Die feier des eigenen leichenbegängnisses bei leibeslebe» witd 
auch von kaiser Kaid Jl^kerlchjtet Vgl^ Achimi^ von Amini (««belia 
von Ägypten (werke J, 183.). 

. D99 prüt» VOM Mm ißW kK 
Zu den reisesagen sind namentlich die mittelalterlichen Ale<aiH 
Miade» und» dh» sage ¥ofl 9i!«mlaii^ Mi "vergfleidies. Meine altfl^nzö- 
«ischen sagen b. 2. 

D^er sofl und der umndarzt. 
DIsciplina clericalis s. 144 ed* V. Schmidt. 
Gesta Romanor. c. 103. 

Deutsche Gesta m Bodmevs MM» de» mhiaes. s. 255. 
Boner c. . . . 

Der gärtner. 
In italiänische» tondnan erzlAdl in- Jaaepte Ijeoninrt italieni- 
achem lese- und Wörterbuch s. 24 ff. Berlin, 1797« 



58 EMeUung. 

Conde Locanor c. 94. 
Lafiberg^« liedersaal III, 179. 
Boner Ij. 

Achmed» 
Lateinisch in einem nun yerlorenen ms. der bibliotbek Ton saint 
Martin de Toars. Donlop II, 411. 

Gio. Brevioe erzählung e. ebenda«. 
Vgl. heidelberger jahrb. 1837, 671. 
Baccolta di novelle dalF origine della lingna italiana fino al 

1700. II, 153. Milano, 1804. 
Straparola II, 4. 

L'enfer burlesque. Le mariage de Belph^gor. Epitaphea de 
M. de Meliere. Cologne , 1677. 

Grim, the collier of Croydon, ein 1602 gedrucktes englisches 
drama. 

Belphegor er the marriage of the dcTil. Drama. 1691. 

Niederländisch in der mnndart von Antwerpen nach dem Italiä- 
nischen s. Bione's anzeiger für künde der tentschen Torseit 1836^ 362. 

Ein sehwank Ton Hans Sachs: der teufel nara ein altee weib 
KU der eh. W. Wackernagers deutsches lesebuch II, 61. Basel, 
1836. 

liSnig papagei. y ^ 

tShet die Ivnav^iftanta als eine krankheit s. Marcellns Sideta; 
Jöchers gelehrtenlex. u. d. w. Sideta« 

Boccaccio IX, 10. 

Cervantes im coldqaio de los perros und im roman Persiles y 
Sigismunda I, 8. 18. 

Doiia Maria de Zayas y Sotomayor nov. 1, 6. Bnlowa noTellenb. 
II, 128. 

Das fabliau de celle qui Toulnst voler en air. 

Eine erzählung Lafontaines nach dem Boccaz. 

ViUemarqu^ Barzas Breiz. II, 321. Meine Tolkslieder der Bre- 
tagne 8. 204. 

Ähnlicher volksglanbo in der Normandie s. £. Widenmanns Aus- 
land 1837, s. 997. 7 sept. 

Über den werwolf vgl. Bianors curieuse Winterdiscourse. Jena, 

1701. 8«. 

Gr|mm*8 deutsche mythol. s. 620 ff. 

Der bezauberte bimbaum. 
K. Simrock's novellenschatz b. 4. 
Witland's Oberen. 

Die firauen und das gehmmmfe. 
Bei M. dato. | 



BifOeUung. fiS 

Gellios, nocte« atticsD I, 23. 
Bfacrobin«. 
* Gesta Roman. 186. 

Cento novelle ant. Iziv. 
Boner xciv. 

Der bademeister und der konigssohn. 

Aus Loivelenrs Msai •. 74 ff. 106 ergibt sich, dar« diefs die- 
selbe erzählaog ist mit der, weldie ich der konig und di^s sene- 
achals fraa betitelt babe, r. des sept stfg^'s. ccx^rlij. 

Das Schwein am feigenbaum. 
Sendabar. Loiseleur s. 110. 
Dasselbe mit eber nnd hirte^ rom. des sept sages s. cUxxix. 

Der hund und die shlange. 

Pantsebatantra s. Iioiselear s. 54. 110. 143 f. 

Dfdpai c. 6; bei Ph. Wolff II, 1. Hier todtet ein wiesei die 
scblanee. 

Sansorino, giorn. IX, noT. 1. 

Dolopathos s. Legrand d'Aossy I, 354. Soppl^m. 30 f. 

Fac^tienses jonm^es. 

Erastus: Wie im Syntipas. Die sceae ist Rom. Die reue be- 
steht darin, dafs der ritter seiner fran die canne appUciert. 

Vgl. Fables traduites librement de Tanglais. 

In Edward Jones mosioal relics of the welsb bards vol. 1, third 
edition, London 1808. fol. steht a. 75 ein kleines welsches gedieht 
anf den hnnd namens Cilhart mit folgender note: There is a gene- 
ral tradition in Northwales, tbat a wolf had entered the house of 
priace Llywelyn. Soon after the prince retnmed home and going 
into the nnrsery, he met bis dog Killhart all bloody and wagging 
his tail at him ; prince Llywelyn . on, entering die room fonnd thes 
cradle where his ehild lay overtiirned and the floor slowing with 
blood; imagining that the greyhonnd had killed the child, he im- 
mediately drew his sword and stabbed.it; then tnrning. up the 
cradle fonnd under it the child aliTO and the wolf dead. This so 
gricTcd the prince that he erected a tombe over his faithfnl dogs 
graTo; where afterwarda the parishchnreh was bnilt and goes by 
tbat name Bedd Gelbart (the graye of Killhart) in Caernarvonsbire. 
From this incident is derived a ve^y eoromon welsh proTorb: yr 
wy'n edivarn cymmaint a'r Gwr a laddedd. ei Vilgi i. e. I repent as 
mnch ns the man who slow his greyhomid. Printe Llywelyn ab 
Jorwerth marrled Joan a dangbter of king John by Agatha dangh- 
ter of Robert Ferrers earl of Derby, and this dog was a present to 
the prince from his fatber in law , about the year 1205, 

Bei H. Sachs I, 175 nach den gesta Romanoram. 



54 EMrtiung. 

Die fruchtkammer der täuben. 
Loiseleurs essai 8. 72. ' 113. 

Die wünsche. 

Panfochatantra s. Loiselear s. 54. 114 f. 

Marie de France s. ebenda«. 8. 115. 

Lafontaine 8. ebenda»« 

Da« deaUfibe gediebt «a8 der wiener biuidschrift stebt bei W. 
Wackeroagel in devtocben leseb« I« 455. 

Kircbhof8 Wepdvniiiabt I^ 180. Frankf. 1573. 185 •*- 190: Vdn 
einem geitzigen weib ein Fabel. 

Vgl. Grimmas dentscbe mytbötogi«, vorr. 8. xix. 

Der 8cbniid von Jäterbog, cbronikensage in romanzeli Ton Frie- 
drich Hifng von Nidda. Leipzig , 1835. Vgl. blätter ffir liCterari- 
scbe Unterhaltung 1839, 898. 

Im O8terme88katalog 1838, 966 steht angekündigt: der «chmid 
▼on Jüterbogs nach einer Chronikensage bearbeitet Ton jChemlin. 

Die bayerische sage gibt auch M. W. Götzinger, deutsche sprä- 
che und literatnr I, 70 if. 

SHudien über weibettüeke^ 

Über ein indisches original 8. Loiselenr' s. Ijft t. 
Vgl. PetH Alfoifsi disdi<Iiiia derid. 8. 10t ed. V. Schttildt. 
Das altdentsohe g^edicht ron Aristoteles erzählt, als dettiselben 
das weib den bekannten 8^chltilpt angethan, sei er auf eiäe insel 
gefloheji 

.... hl^z OMMi 
dft bleip er, nlirde machte ää 
ein mlohel buoch utid schreib dar an ' 
wat wiitrderltche^ liste kan 
das? schosne iingetrfuwe wlj^, 
ttfld wie diu leben nitde Itp 
nianlgem Mt yers^et. 
Vgl. Häll^r^s santiul. iü, nt^ Da» buch ist das secretum se- 
cretojMim, woron tSehmide s. a. o. 

Dom drmjßbrige kmd*^ 

Ähdlisii, aber nit andoreln fHisging Malesphil ■•¥. 88. 

Bmidello »»^. id. 

Detd e ^itat phicevoli d«l C^niccianliiii s. 8d. 

Ba« ftiUi«n bei M^oti I, 9^. Legraftd 111, «n. 

Cewt mouvellee de l8 sour de Bourgogne ». 179. 

Jeyense» areotuMs s. 88l • 

Reeneil des pfaiisuntes no«tel|es 8. 124. 

Courier faedtieux s. 9itO. 

Nouyeaux conte« k riM s. 119. 



bibliötü^iiae ikttiütitthte «l itifetrncHVlä Et, »M, 
lliyertiMeititiiits cüri^til de et telnps <; ^. 
Obtttes da iient d'Ötitillft t, 164. 
i^c^tidttx riStem^-mbtitl 8. 1)10. 
Nouveaox contes en vers par Bl.... s. 49. 
Dessert des inal-80ti|Ms. 

Eber und iiirie. 

üasseibe mit das scEwein am ifeigebbäum , rdm. des söpt sägea 

t« ■ • • ■•• • 
XXVIIJ. 

äendabar s. Loiseleür s. 144. 

ilrastas: Üer liiri, der einen dötisen iiaciii, sieBt birnen auf dem 
bädm, nach oehen eÄI inn gelüstet. Als er oben ist, lomint das 
thier lieran. 

AiinliGbe £üge finden sicÜ ih einigen mSirchen bei Grimm. 

Hahnrei ausgesperrt. 

m^ ghiOiikhiiR stfefit aacb ifn ^rand Cätoti. 

L€grkrid« fabliatti HI, 140. Pärib 1829. idisdlenr I. l4d. 

Das sehatihaus. 

VgL Otfr. Mfillers f escblchte helleaideher st&miiie ««d stadte I, 
95 ff. 156. 

&b«r die ersählang bei Herodtft Tgl. Loiselenr tf. 147^ 

Fecoroue dei ter Giotanni FiareiitinO IX, 1. Da&lop 11^ 379. 

Baudello I, 35.. Oanlop a. a, d. 460, HeiA^lbcfrger jAhriiAeher 
1837 ^668. 

Dmlep (H, 389) erwäbbt necfai aU hierbei^ gehotig Fblstoire 
da cheTalier Berinas. In tbis last iTftrft, sflgt er,' it ii th« trettanry 
of Philip, a tomaa eatfKfror« tbat is brolien iilto. Ift order tef dis- 
Cover the reblier, tltal motfarob ekpoae« hiir daaghter tu pablle ffro- 
süttttiim, ift especlatiott Ibat alie ihi4y «itract fkit seeret in >tlier bovr 
of daliiaiiee. Berimls.vtfrefll» Ibe theft, and theladj, tb^t «be may 
diatittgniib bim in the InorniUg^ makes an hidoHble bläcfc mtirlt on 
his face. Berinas does tbe same to tbe otber knigbts, bat bis mark 
alone ia foand to be tbe siso of thd ^riaeess's tiramb. 

BraatDs c^ 15: Det kd*ig Amails ift Aegypttai htfl zwei sclfatz- 
moister; einen geizigen, dcff den schätz ztt bewafchen bekonmit, and 
einen freigebigen. Dieser hat einen verschwenderiscben söhn, der 
ihn bewegt, in den sch'äti einzoDi'echeJii. nacliaem er ilim den köpf 
BbgeU6KdftteÄ oUtf b^grätt^n, i^€i\i eV di^'^ächd tnb^ieir and Schwe- 
stern ^t, l^itt^e 01^ kÜhi, Aich Mcht daidi trdtfe^ tä ^er^At&en; als 
A^ iiUt ^änisk, achlägt ^r die Aiait^^ Mi kinm bejf lir Jea fufs 
aod legt ein scheit holz daza, ads ob sie spalte. Sie sti^fci an der 
wände. 

Atis ^er hiirtöfre da chetd^1i6^ BeHikUs fst ^be nliefcbtfnts' iecond 



56 Einleitung. 

tale or story of Beryn geftossen , wm zuweilen mit Chancers Can- 
terbury-tales gedruckt wird. Nähere« darüber s. Dunlop II, 382. 

Der schätz des Rhampsinit, ein luBtspiel in fünf aeten Ton Au- 
gust grafen von Flaten-Hallermünde. 1824. Gesammelte werke s. 
196.'^ Stuttgart und Tübingen, 1839. 

Der kaiser geblendet. 

Sendabar s. Loiseleur S..149. 

Als hauptwerk über die sage tou Merlin ist zu yergleichen: 
Galfridi de Monemuta Tita Merlini. Vie de Merlin, attribu^e k Geoffroj 
de Monmouth, suivie des proph^ties de ce barde, tir^es du iv® ÜTre 
de rhistoire des Bretons; publikes, d'apr^s les manuscrits de Lon- 
dres, par Francisqne Michel et Thomas Wright. Farisiis, e tjrpo- 
graphia Firmin Didot fratrum, Tia jacobea, n^ 56. anno 1837. gr. S°. 

Einen ahnlichen zug enthält Capgrave's erzählnng von Brandan 
8. la legende latine de s. Brandaines, publ. par Achille Jubinal a. 
xiv. Paris, 1836. 

Aus dem französischen roman Ton Merlin findet sich ein ge- 
drängter auszug (Schlegels arbeit ergänzend) in V. Schmidt's mär- 
chensaal I, 335. 

In Fr. Michels einleitung s. Ixxij ist nicht erwähnt, dafs schon 
in dieser geschichte der sieben meister, also wohl vor 1478, in 
Deutschland spuren von der Merlinssage sich finden. 

Unsere erzähluAg scheint -mit der geschichte von Wertigierea 
verwandt zu sein. Vgl. Ulricb Furterers Merlin in der wiener band- 
Schrift 2868, cod« philol. 45. f. 4 r«: Awentür wie in der zitt lier- 
tigieren zuo küng in pritoni erkoren ward, vnd wie der snn Moj- 
gines erraoerdt ward, vnd wie die cwoelff maister rietten, dafs man 
Moerlin soelt totten. Vgl. F. Michel a. a. o. s. IkxIt. 

firastns: ' Statt des kaisers ist es ein könig von England, was 
zu Merlin gut passt. Die traumdei^erei war anfangs allgemeines 
eigenthum der geistlichen; die siebeD propheten ziehen sie an sieh. 
Der träum des mannes, dem Merlin ihn deutet, ist so: er iittt dorst, 
da sieht er in seinem hause eine quelle. Deutung: geMlnst und 
ein sehatz. 

Fr. Michel a. a. o. s. Ixx^ hat unter der merlinslitteratur Lud- 
wig Uhlands köstliche bailade über Merlin den wilden aufzulühren 
vergessen; vgl. gedichte, Stuttgart und Tübingen 1835, s. 370. 

Probe der männergeduld. 
Ein ähnlicher, zug wird von Sokrates und Xanthippe erzählt 
Legrand d'Aussy, fablianx III, 163. Loiseleur, es^i s. 149 f. 
Findet sich auch in den contes et joyeux devis von Bonaventure 
des Feriers. 

In den amans heureux. 

Erastus: Statt des pfaifen erscheint le sacrificateur du temple 



Einlßüung. S/1 

d'Isis. Der gatte ist ein toscanischer edelmann^ Im advertiisemeot 
zu der erzählung ist bemerkt, dieselbe sei zaerst griechiscli, auch 
italiänisch and spanisch, ja auch en Yieux friin^ois da, aber in bar- 
barischem nnleseriichem stile. 

Die geschichte steht auch in des abt Pr^vdt's contes aTantures 
et faits singuliers, b. 2. Hier sperrt der mann die frau ins nar- 
renhaus. 

Haiders französisches lesebuch s. 156. 

Vgl. Karl Simrocks quellen des Shakspeare HI, 233 if. 

Ein ähnlicher zag wie in der novelle Boccaccios s. in Lafsbergs 
liedersaal I, 267. 

Der Zauberer. 

Die grundlage der zauberbaaten Virgils mufs wohl theilweise in 
den fabelhaften berichten der reisenden im mltteJalter über die rui- 
nen und wanderwerke Homs gesucht werdep. Es ist darüber beson- 
ders zu vergleichen das Itinerarium .des Juden Benjamin von Tudela, 
gedruckt Lugd. Batav. 1623 und neulich in Berlin bei Asher. 

Friedr. Wilh. Genthft in der lehrreichen abhandlung über Vir- 
gils leben und fortleben (s. 58. .JElomans des sept sages s. ccrg«) 
macht darauf apfinerksai|i , dafs schon mifsgedeutete stellen in den 
gedlchten Virgils (ecl. iv. viij. Georg, ij. Aen. yj.) nnd seltsame 
deutangen seines namens, den grund zn der sagenhaften gestaltung 
gelegt. haben mögen, welche dieser dichter angenommen hat 

Auch Donatus erzahlt schon in dem leben des Virgilius (c. 3 f.) 
wunderbare dinge von ihm. S. Genthe a. a. o. 

Über die sortes Tirgilians ygl. Fnlgentii virgiliana continentia 
in den auctores mythographi lat. ed. Stavern. p. 737 •*• 766. Genthe 
a. a. o. 61. 

Vgl. GerTasins yon Tilbnrj in den 1211 gesdinebenen otia im- 
perialia bei Leibnitz scriptores rerum brnnsvic. Hanoy. 1707. I, 
963 — 1001. Genthe a. a. o. 79. Fetrarcae itinerarium. Theodoric. 
a Niem 1. AI. de schismat. c. 19. Vinegems yon Gypern c. 19. p. 
330. De Loyer de spectris 1. 1, e. 6. Paracelsns im tract. de imag. 
c. 2. Op. ed. Strafs]^. 1603. H^ 307. 569. Helmoldus, bist. Slayon^ 
lib. IV, G. 19. Sibyllas Peregr. qa»st. de cad. HI, qunst. 2. Trithe- 
mins, antipal. lib. IV, c. 3. 

Von den mirabilia urbis Romie, einem mittelalterlichen reise- 
handbuch, befindet sich ein altes pergamentvolum in der k. öffent* 
liehen bibliothek, in Stuttgart. H. F. Mafsmann wird darüber bei 
der hoffentlich nicht lange mehr zögernden kaiserchronik näheres 
beriehten. Es ist bezeichnet ms. histor. fol. n® 459. Vgl. auch 
Montfancons iter italicnm, Paris, 1702. In dem erwähnten Stutt- 
garter manuscript findet sich in dem abschnitt montes folgende 
stelle: Mons sanctae Mari» majoris, mons in palatio migori, et mon« 



äft EinMiung. 

jiitreiiftllt, ttbl Vl^gilifl« tikpftis ft Rtfihaitii ivit intitiBlIiUlr Nett^a* 
lih. Feriieir itl deili ttbbdliAitt thi^t die päl&tia: Pälafiatü Rdikttili, 
obl eMnt das asditi ü. Üoilcttfdia; bt Pidtalis, nbi Rbilitihii pöäxklt 
•tatoam suam dicen«: Non cad«t ista statna, don^c tirgo pürliit. Bt 
dütfi Yirgo MdriA ^epeHt Christtitii, iUtlm corruit iiU stätila. Spä- 
ter htifst M bei dbi* beiH:hreibüiig des capitola: Dicebatd^ teHiaifti 
partem mandi malere, qood fait pro magna parte aareum et precto- 
sis lapidibus peromatain. tlt ibi ei^Ht tot statu» iiUAgtbtilii , qnot 
erant provinbis nlnfadii Bt habebat qütflibet iniago tintittabnliiib ad 
eellnni «tmiiti, pef artetn fnä^ti^Atil iiä diipofeUain, ül «tl ali^nä i^gio 
rebellis esvet imperio romano, statim imago üline provifactfll! vert^ 
bat dorsum versus imagineni urbis RomflD qu» miyor erat inter alias 
tanquam domina, et sie tintihabuluni, qnod habebat ad collam sunm, 
rtjsdniabttt, tnlic oufbd^s ^a^itolii referebaut id seiiatai; et itiitim 
mittebantm legioue* nrilitnitt ad bKpugnandaiü illaini p^liltitidi^lil. 
Braut aütbm ibi palatia bt äfiä ittiiplk d. s. w. 

1K6 itti^abilla hthii lloni* Würd^u änth einzelu gddrne&t, z. b. 
Rom», leld: 8^. 

Ettte läteiuische briülilüd^ fibertirj^l äach aH d«^ in de^^sta 
HoMäUorUili bbfindlichdii Uits bibctti IlS. Cottou. TeApto. E. ÜLIL fbl. 
106, i^ änn dete eüde dtis ü^^ehntdA jb. eHrfihiM Th6ülä# WH^t 
in deu pofitical sonj^s of ISngfland s. ^86. Loddoh, 189^. 

Gesta RomatitfrUih e. 76 in delr fadrbärg«» htmdseUitft. 

Die ttatftttMHMili^ Voflktottge Vönt Virgtl findet Hidb iä Üetii ^d- 
dichte de» ttMifiiielttb Alipi^aMtf, üib 1414: Ali^rändina oi\A 6hro- 
nica della cittA di Madtota di riüoMmbnte Alij^aftdb,^ cittädiiArd AMu- 
tttano, (iu Mamd kntiq, IM. iiied. dsvi T. T.) 6. S; di flif^litf Alan- 
tdrtauo, gtau podta, daDa sua n^tivft^ fino Mä ibortb; tt. «. #'. 9. 
Genthe a. a. o. c. 74 ff. 

Vgl. tttttb F. F. Flddc'S Ms« dühsh Airf «udlich^ lld^ts^fand, 
ikli^ii, Sidlfc^ und FranlcretlA. I, 1, ÜB: 

tirgil ist «^^ähtit in dbiii ftdnzdsiscbeA kla^^d Auf deti köhig 
Edward I Von England (f t^M) iU the potiticdt ibhgä of EngMud, 
titötik thb i'cÜg^h tff Söhn tat tlkat of Edward II edited ätndf träUslat^ 
hf Thomas Wrfgift, Erf^. Ldifrdoki, ISto. ri. 249. 

Über das franz&idscbö tölksbtic^ s. Legrand ül'Aussy iü Akh fä- 
blianx. I, 367. Paris, 1829. Loiseleur a. a. er. S. ISO #. 

CrfltstUir c. iSf: D^er' sduberör wird nidft geAannt. Bitf (jfeMkfchte 
apf€H itf Rhodos unter l^hfig Fhilarchi^S. EiT ^1^4 ättfgei^Hr dätf 
fcfifer Und did Söul« ittfi detn Aog6n. llas f^ud^ el^Rsttrt, als eint 
icffiftfei^ den itfafm ^irft. Die feindd «ind gdfährt vom icjMffgf Aficd- 
diaehni ton Cyperi^. brel philcTSörph^n ^ehiA inr S^efnem Sfdftra^ 
n«eh Rhodos, Um- die 4enie, die durch ihrdA glan^ d!^ frem^tf^ 
Mude verräth, ^u Temichten. T^fiuiire tui tchkttt, wdftfänfig ättt^ 
gefAlirt. 



EMeiimg. SA 

In den englischen g^tto Roiminotiim kommt Virgil in der ersäh- 
luo^^ Tom kauf mann Ton Venedig vor. Simrock't quellen dea Shakesp. 
III, 185. 

Das englische volksbuch vom Virgil deutsch von Richi Spaiier 
in: AUengUsche sagen und märchen nach alten ▼olksbüchern her- 
aasg^egeben von William J. Thoms. Braunsohweig, 1630. I, 99 bis 
140, Auszug bei Genthe a. a. o. 65 ff. 

Aach (Christoph Marlow erwähnt den Virgil in seinem doctor 
Fanstus tragical history etc. London, 1G04. 16d3. Vgl. cid plays. 
liond. 1816. I, 42. Genthe a. a* o. 82. 

Vgl. sir Walter Scott's last minstrel; deutsch Ton W. Alexis. 
Zwickau, 1824. 1, 98 f. 11, 117 f. 

Mit Virgils Üturm ist aueh zu vergleichen der generallf in Wa- 
shington Irvings Alhambra. 

Ein auszug aus dem niederländischen Tolksbuch steht in H. ▼. 
d. Hagen erzählungen and märchen. I, 155^ 

Vgl. Jacob von Kdnigshofeo in seiner am 1386 geschriebenen 
strafsborgischen chronik herausg. von Schilter, Strafsb. 1698 s. &U 
Genthe a. a. o. 78. Wartburgkrieg herausg. von Zenne* Berlin, 
1818. s. 18. 20. 22 f. ausg. fon EttmWer s. 92. 

Aach in einem meistergesang Heinrichs vcm Misohen genannt 
Frauwenlob wird aal Virgilius und sein abenteuer mit der hinter- 
lietigen frau anges|pielt/ VgL W. Wackemagers altdeutsche hand^ 
Schriften der basler Universitätsbibliothek, s. 52. Deutsches lese- 
bach. Basel, 1839. 1 , 792. Ganz ähnlich wie in dem eben erwähn- 
ten französischen liede bei Th. Wright. 

F. H. V. d. Hagen erzählungen und märchen t, l4f. Frenzlan, 
1836. 

Die knrzweiligen gespräch Frankf. 1563 t>l. zzxv erwähnen des 
meineidrächenden bildet, der bocca della veritä. Eine solche steht 
noch in Rom in der verhalle der kirche der santa Maria in Cosme- 
dia, welche daher gemeinhin bocca della veritä heifst. Vgl. Genthe 
a. a. o. 82. Ernst Förster^s handbuch für reisende in Italien, Man- 
chen 1840. s. 623. 

Gaudy, mein römerzug. I, Sfll. 

Vgl. femer über den zäulierer Virgil Michaet Ignaz Schmidt in 
der geschichte der Deutschen. Ulm 1779. .111, 121 fg. Gorres^s 
einleitung zum Lohengrin. deidetberg 1813. s. zzxv. F. H. v. d. 
Hagen briefe in die heimath aus Deutschland, 6ex Schweiz and 
Italien. Breslau 1818 — 1821. HI, 184 f. Itallänische Miscellen 
st. in, s. 150 — 154. Abekens beitrage zur Itenntnifs Dante's s. 199 
ff. V. Sefaflsidt ZOT diMtipRmi deriealis S; 91. Bltmc aber «le bei- 
den erslw gissänge dea Dint#. 

Nocik jetzt heifsd 1» Rsw «hv haos redifs befan nordHchtott anf- 
gK»g mm csfrttel i»t* de' speeohj. 



60 Einleitung: 

IBppokrates und Qalen. 

Die geschichte steht aasführlich im roman du saint greal. Ein 
ähnliches fabiiau hat Büsching im morgenblatt mitgetheilt. Legrand 
d'Aassy I, 288. Paris 1829. Loiseleor s. 154. Über die sage Tom 
mmster and gesellen s. A. 6. Langes vermischte Schriften s. 224. 

Erastas: Der kranke ist des königs von Ungarn söhn. Hippo- 
krates kommt nicht selbst wegen seines alters. Die königin als un- 
frachtbar' von ihrem mann mifshandelt läfst sich von einem gärtner- 
jnngen schwängern. Hippokrates ermordet den neifen, weifs aber 
nachher den blutflnfs nicht so schnell wie den flafs des geföfses za 
stillen nnd sehnt sich umsonst nach dem ne^en. 

Der könig und des seneschals frau. 

Gehort zn der bademeister und des königs söhn. Rom. des sept 
sages s. cIxxTÜj. Loiselenr s. 106. 1&4 f. 

Ein treuloser seneschal kommt auch Tor gesta Rom. c. 1. 27. 
nach der marburger hdschr. c. 67, nach der deutschen' Züricher 
hdschr. C 75. 

Bandello, nov. 11 , 44. 

Miracle de Robert le dyable s. 117 f. 

Die treulosigkeit des Stewarts kommt auch wieder Tor in dem 
englischen gedichte of Arthur and of Merlin (Galfridi de Monemuta 
vita Merlini herausg. von F. Michel und Th. Wright. Paris 1837 
s. Ixxiz) : 

Than hadde this king, as ye may here, 

A Steward, that hight Fortiger: 

Streng he was, and wight Y wis, 

Fals and fnl of couaitise; 

The king he hadde y-serued long; 

And for he was so wight and streng, 

In him was al his trust at nede. 

And gaue him bothe lond and lede: 

To help his childer after his day, 

And oft fithes he gan him pray 

To gOTern them with al his might, 

His trenthe he dede him for to plight 

And wenn the king hadde his luf forlore, 

Sone that traitour was forswore, 

And with gret tresoun brak his treuthe. 

And dede hem wrong and that was reuthe: 

Davit ist zu vergleichen die gesckitehte von der konigin toji 
Frankreich und dem ungetreuen marschalk in einer berliner hand- 
sehrift; s. F. H. ron der Hagen g^sammtabenteuer s. 165 ff. 

Auch Hans Rosenplut hat eine geschichte Ton dem ungetreuen 



Einleitung. 61 

marstthal, haml». bibl. cod. cbart 4. s^Chfbt Petersenfl geschichte 
der hambiurgischen stadtbibliotbek b. 247. 

Rom gerettet. 

Tbomas ▼eminthet, nnter dem kranken könig 6ei Attila zu ver- 
stehen, den pabst Leo ebenso abgeschreekt wie der siebente meister. 

Vgl. Sitten, gebraoobe und trachten der Osmanen yoa Castellan. 
Aas dem franz. LeSpiig, 1815. III. 249: Die Türken erwähnen oft' 
den Spiegel , welchen Alexander, wie sie sagen , auf den pharns von 
Alexandria gestellt hatte, und von dem das gluck dieser stadt ab* 
hing. Dieser talisroan wurde im jähr 19 der hedschra zerbrochen, 
kurz zuvor, ehe sidi die Araber Alexandrias bemeisterten. Ein tür- 
kischer dichter, der die hinfalligkeit- der dinge beschreibt, sagt: 
Ist nicht endlich auch Alexanders spieger zerbrochen worden? Ein 
anderer druckt sich folgendermafsen aus: Der wahre Spiegel Alex- 
anders ist Mn glas wein. Bedient euch dessen, wenn ihr, wie die- 
ser eroberer, alle reichthumer deekenigs Darius besitzen wellt. 

Die pelieons descuirez, wie in den sept sages n^ 7595, hat auch 
ein fablian bei M^on III, 191 z. 16. 

Erastus c. 17: Der Perserkönig Flamentin bekriegt die Chaldäer, 
die sieh in Hur mit ihrem könig Archias verschanzen. Drei Philo- 
sophen des Perserkönigs gehen nach Hur; einer steht auf dem thurm. 
Die Perser fliehen, in dermeinung der gott deir Chaldäer komme 
diesen zu hilfe. 

Die drei f reim: 

1001 nacht. III, 141. Breslau. 

Sendabar s. Leiselenr s. 139. 157 f. 
- Hasaceio s. Raccolta di novelle. Milane, 1804. II, 119. 

Fablian da segretain meine s. Legrand IV, suppl^m. s. 1. 

Des trois bossus s. Dnnlop II, 204. III, 874. Legrand IV, 257; 
suppUm. s. 27. 

Gueulette's erzählung les bossus de Damas ist nach'linnlop aus 
dem fabliau les trois bossus geschöpft. 

DEstourmi s. Legrand IV, 264. 

Ganz ähnlich mit dem fablian dEstonrmi ist die geschichte von 
den nöashen in Colmar in Lafsbergs liedersaal I, 805. Die drei 
mdnche springen ans angst vor dem mann einer nach dem andern 
in das erstickende bad wie im du prestre con porte. 

Die lange nacht nach dem fabliau dou prestre con porte bei 
Hion IV, 20 in meinen altfranzösischen sagen II, 167. 

H. V. d. Hagen erzählangen und märchen 11,-42. 

Die entfuhrung. 
Strapparola IV, 4. Bnlows novellenbach IV, v. 



0} MmWüung. 

ge in der ersten der cent AQ^i^ellef, deriiii joJhwU io Mg^eboi wivd : 
La premi^re nonvelle traite d'un qui trouva fa^on de jonir de la 
femme de son Toisin; lequel tl «ToU ea^oy^ dehors pour plus a!s^- 
i«eat ^n j^ir ; et Iw, r^tAprii^ da w^^ Te^age» W Ibmita ^ ae baig- 
noit avec; «a feippie; et i|W aaiBbaat qqa ae fil^t alle» la TMilut veir, 
ajt yarn^ll lui fat «ealepnav^t d'aa valr ie dan^Ka) et alora jugea qae, 
1^ c^, lui, fambla 9% fennie» noiai« croira na Taaa» et, mut ce^ sa par- 
tit at ^i^ ^rauTav •*> faxpapta i aon b^lai, qa^aii avait bi^t^a baaa 
par «ipi¥ pata^ne .da de^iri^rai a t lnl aaaita VtimigiiMiiiaii qa'Sl aa^lt 
eo^ anv pUe, daat H aa rapei&lait. Vgl« Ua ^fiaiil; ooateara fra«^ia 
bai^««g* YQ9 Pwl 1^ J««^ l^ibUophila. i^ftHa» I8A1. a. 3. 

VgV aiiuw# fiei^am f^ 87. 

Qaimt^.da vepr^atiqnf a. 105. 

Iir^sta^: £mi pn^a^ goiKvaanana ycua Hiprea, alt, bringt «aiae ja«^ 
fran aiif eUeraiM^bt L» aiaea i^^wak vU «^m pfertan« Bat fiffanttt- 
Qhaa «pÄelfo «ieh^ 4a Fataa, aw ffain4ar xittav» a«d daiagt» nacbdem 
er sieb in einem turnier auBgezekbnat» ia da» hmm eta» ten gagan- 
ttbav aü ai<^ aiamlatbfA- Rval lagt at ihr eja modrigal bia. Den 
masia^ ha!nregt ar divr<;b g^siqhaaka «an aabwai^än. Sia fiordart iba 
sa, inm Uan4veirk mit dam ijaga auf; daa» gibt tfia ibia abeaa» ibr- 
aaa baiad. £adUcb bittf^t- Fahia da« pwnaaa auf eine fregatle anm 
essen, wo dieser Fabio seine fran antraut. DifsmaL gebit dberpriaa 
nicbt wieder zurück in seinen tburim und erfäbrt den betrug erst 
nacbdem sie abgefobren stad. V^l* Laisaleur s. 158 f. 

Gnenlette's cantes tartares, bd ä& Ein danaiscb badiant sieb 
bier der list, um einem eif^raäcbtigjpq Faaaaa aa bewaiaan, dafs 
alle Tor^cbt der aifersqcbt, weaa. maa ^iU, vereitelt aiaadaa kann. 

GojBqlfBtta^a gesjcbtpbl49 da. \vß\i% afilanilai^ Oaalop 1)1^ ar^.. 

In Temen tob Ia»bar|. 

Simracks quellen des Sbakspeare III, 221. 

Gai|. ^linllabar. Bug in eea abal s^l apde 09» edel diaa vwi den 
bertagbe Tan Bmunswijc, boa bl ^Fert niaoaa4Q dea fddiat liaaea 
docbter Tan Abelant ende ene sotteinie^ iq HoffqiaQiia kons halgicie 

' m» liejia awiscüiaa aivKai parapam» die .ai#b. oiergeialla» baben, 
ia^ bänfig gagaq^tqqd mjittol#lt(avlicba» di e ht pq g ap * Ifibi abnliakaa 
im Nibelungenlied?^ ffq. dia IM^ g)eiabteUa . aMf canain> tiaana ba* 
fabt Vgl. «trapha 131. 

Daa plantimeha stuak» wc^aa- «abo^t mot^ «PfOran .getabiabta 
Terglicben wordea, ba|i anab J. M* R* liienar daamafiaiartt rnttav dem 
titel die entfubrnngen ; s. gesammelte scbriften berauag. Tan L. Tieck. 
Berlin, 1828. II, 75. 



JEmkUung. » 

Die erfiUUe wei99agung. 
Ähnliches in der legende Tom h. Jalian, s. Gesta Rowanoraiii 
c. 18. Donlep II, 940, 

Boccaccio II, 2 wo Val. Schmidt. 
^ £rastB8 0. 83 : Der söhn eines kanftnamis in Alexandvien deatet 
dem konig Kritomeas (jage des oiseaux) die rabengeschiehte. Nicht« 
▼OB Anieas und Amelios. 

Ellis's specimens III, 93. Loiselear • 162 ff. ^ 

Za vergleichen für einzelne znge die gesehi^te von Fortnnat. 

Vgl. Revne da nord 1837, noT. s. 165. Essais histevlqaw «Ar 
les bardes par Fabb^ de la Rue. I, 94. Caen, 1834. . 

Das znsammenläuten der glocken hflg«gi|Qt «ndb iil fUr sage 
Tom Gregdrins in de« Gesla RomanormL 

RactiACislo n, 1< 

Das erkennen durch den rin^ Boec. I, 9. . 

Stra^avAla nott 4, 4. 

Bandi^o II, 44. 

Lope de Vega^a ^ovelle iaa fortan^ de Biaiul« 

Sept sages, einl. s. ccxxti^ 

tJfbei den Konpian. d'Amile et d'Amis s» Holpa^ de Dinit ^ Le- 
roax de Lincy I, Ixxxij. La chanson de Roland, ed« Fr«, lüisli«! s» 
xxix. xxxiT. 

Über das Terhältnifs des romans d'Amiles et d^Amls %^ dem ro> 
man von Jonrdain de Blaye Tgl* Versioii de la legende de Joardain 
de Blaye attribu^e ä un Beige, par le baron de 9eiffe;i)berg, beson- 
ders abgedruckt aas den bulletins d,e Va^ad^mie royale de Braxelles 
b. 5, n^ 5. Mone^s anzeiger 1837 , 367. ' La chanson de Roland ed. 
Michel s. xxxj. 

Der zag mit dem ring begegnet auch im la! del d^sir6 in Franc. 
Michels lais in^dits. 

, - * 4 

Vn miracle de nostre-dame d'Amh et d'Amüle ans dem vier- 
zehnten Jahrhundert ist abgedruckt im th^atre fran^ats an moyen age 
publik d'apr^ les manuscrits de hi bibltotheqae du roi' par L. J. N. 
Monmerqu^ et Francisque Michel. Paris, 1839. s. !^16'. Voran ehie 
litterarische notice von Fr. Michel. Chanson de Roland ed*. Michel 

S. XXXV. 

Über eine bandsohrift ven Amys and Amylion vgk Renty J. 
Tioddfs ilkistrations of the lives and writing«^ ef Güwevand Cbanöer^ 
lionden, 1610» ». 166. Sie bietet abweichende lesartenTO».derdii«eh 
Ellis benötBien* 

Der zug mit dem ring m^ in Shak^peare's kaufmann von Ve- 
nedig. 



64 Einleitung. 

Loiselenr s. 164 vergleicht auch die nordische sage von Sigiurd 
und Giiaar. 

Über diese sage vgl. de Klerk, brab. yeesten, tweede boek t. 
2at— 632. ausg. von Willems I, 67 ff. 

Den deutschen Ursprung der sage behauptet Hone im anxeiger 
1836, 420 ff. 

Ähnliche züge im könig Rother. 6. 6. Gerrinns's bittoriscfae 
Schriften. 11, 181. 

Hartoiann's von Aue Gregor. 

Im Blalegis, s. G. G. Gervinos's historische Schriften b. 3. 

Hildebrandslied. W. Wackernagels deutsches lesebuch 1, 1031. 
Basel, 1839. 

Lessings Nathan. 

Gustay Schwabs gediehte II, 286. 

In der rentlinger ausgäbe der sieben meister fehlt die heiluni^ 
durch das blut der kinder. Der freund erhält seine gesundlveit all- 
mälich durch ärztliche knnst wieder. 

Über das blofse schwert zwischen mann und weih (rem. des 
si^t sages s. ccxxxiy.) vgl. F. C. J. Fischer die probenächte der 
tentschen bauermädchen. Leipzig und Berlin, 1780. s. 54 f. Sim- 
rocks quellen des Shakspeare III, 155. 

Die erfcennung durch den ring s. Simrocks quellen des Shak- 
speare ni, 224* 

Untreue für untreue. 

Dunlop n, 325. 
\ , Die dcemoneri. ' 

Dunlop n, 273. 

Blinder eifer. 

Erastns: Cleander ein edelmann aus Padua heirathet Beatrix. 
Ihre magd wird von der frau mit dem knecht auf unzuchtiger that 
ertappt und gezüchtigt. Die magd , um sich zu rächen, belugt den 
mann, die frau habe Henri zum buhlen. Der gatte ersticht Henri, 
gibt der fran gift, entlockt der magd das goständnifs der Wahrheit, 
ersticht sie und erhängt sich selbst. Seltsam ist die phrase: Mon- 
tez lä haut, monsieur, vous trouverez la pierre et le fusil qui y 
fönt feu. . 

Ein mord. 

Erastus : Eine' frau in Modena gibt ihYem alten mann erst gift, 
und als es nicht abschlägt, ersticht sie ihn und verscharrt ihn mit 
ihrem buhlen, aber der leichnam wird entdeckt durch dien treuen 
hnnd des ermordeten und sie verbrannt; der buhle entflioht* 

jirzt Polieletus. 
S* oben bei der notiz über den roman d'Erastus. 



• n 



Miv lUme was ein keifer riohe (lo) 

Der regnyert gar gewalteklich 

In der ßatt und aber lant 

Sin nanie was Pontianae genant 
5 Der felbe ke/fer ä» halt ein wip 

Die was yme liep ala fin lip 

Eins r&mfchen kdnges tochler Fy waa 

Der tdgcnt ein rechter adamafs 

Dar zfi fo was fy fchone Tnd.elmre 
II) Gar feiig fron fag ich Hs wäre 

Die felbe frSwe tmt guter art 

fiins fchonen kindes fwanger wart 

Des wart der keyfer in hertzen fto 

Darnaeh ffigt es fich alfo 
15 Das die frSw« des kindes genas 

Ein fchSner lieber knabe es was 

Der wart getoufft all s& hant 

Und Dyocletianus genant 

Der knabe wüchfa gar fere 
90 In zdcht vnd euch in ere 

Bis das er fyben jerig wart 

In hat alle weit lieb vnd zart <I|) 

Dar aach die Jnyferin wol getann 

Wolt got nit me ^ß erden han 
25 Als wir alle wartent fint m 

Der tott tns alle wol fint 

So ez got nit wU enbern 

Die fchone frowe als der morgen Aern 
, Die wart liech fo tottlkh kräng 
90 Das der tot ir hertze bezwang 

Sy merefct das do kaia Inhan was 

Ires lieben kindes ff nit Terga« 

Nach dem keyfer fehickt fy hin 

Sy fprach bringe balde den herren mjn 
85 Das ich ip vor mynein tode befpreche 



Von den fieben wegfen meiern. 

E mir min krancket hertze breche 

Vnd do der keyfer das Ternam * 

Gar fnelleklichen er zu ir kam 

Kr was trnrig und vngemfit 

40 Er fprach du liebe frowe g&t 
Du folt in gätem hoffen wefen 
Sy fprach nein herre ich mag nit g«nefen 
Das befinde ich an mynem hertze vol 
Darommb ich üch gefegnen fol (II a) 

45 Vnd hab ich ie wider üch getann 
Das vollent durch got mir fahrwi lan 
Ovch bitten leb üch us hertzen gir 
Das jr einer bett irolient folgen mir 
Das ist das hinderst das ich üch bitt 

50 Min lieber her nv zivttent nit 

Das bit ich üch dmnsh den zarten got 
loh han doch ie geleift dnrer gebot 
Der keyfer fprach us jamers m&it 
Frowe üwer bett tund mir kuni 

5& Was ich getar ynd muglieh ift 
Des fint gewert in knrtzer frist 
II Sy fprach herre nik merckent mich eben 
Vch wirt nach mynem tod gegeben 
Ein ander wip das anet mich 

M Die wirt üch lieber tu den« Ich 
Nu hegert min hertze iip ynd finne 
Das die felbe frowe nit gewinne 
Gewalt über myn Wl liebes kint 
Des mftter ich bin vnd ir i^tter fint 

<i§ Vnd das es verre gezogen werde 
Von ir das ift myns hertzen begerde 
Das es kfinst vnd wifheit lerte (II &) 

Qoi gefegen üch ich bitt nit mere ■ 
Hiemit pflege üch der hiemelifch got 

70 Bnrch fin barmhertzig gebott 
Der keyfer fprach ir fint gewert 
Was uwer tdgent hat begert 
Vbel gehüb ßch der tmrig man 
Hie mit fo kert fy fieh hin dan 

75 Von dem keyfer lü der wende 

Vnd verfchied vnd nam ein reiMs ende 
II Den keyfer man der weinen fach 
Wider fleh felber er do fprach 
Ach ych Til armer eilender man 

80 Was trofte# ich hüt Terlorn han 



* 



Fan dmtfM§n wmffen m^JUm. 

Alle myn frönd« ift gär düiia 

Alfo was tot die kejrfiBria 

Der hiemelifche got beww jt feie 

Zu jm feiber «r fy irele 
85 Darnach der keyfer gebol^ 

Das man folte jren tot 

Begän b^rlich nach jrem werde 

Das tf würde aft der erde 

Beftattot als es wol geiam 
90 Den keifer fölicheii Tam&t an kam (III*) 

INis er darnach y\\ manigen tag 

Weynete Tad grofaes (rareas pflag 

Er meint euch ftit das fin lip 

Genem iemer kein and^r wip 
95 Darnach nber lang tyt wart 

Der keLTer lang in gedencken hart 

Des nachtes an fiden bette 

Er fprach an der felben Aette 

2S ym felbe was fol ich tfia 
1€0 Ich hau nit me denn einen fän 

Der myn rechter erbe ift 

Ach herre got wife auch den list 

Das ich rayaen lieben fSa gelere 

Das er gewinne sucht vad are 
105 So ich Ton difer weit gefar 

Das er dena nach mynem tode gar 

Möge geregaieren lüta Tnd laat 

Das hat fin mäter mich gemant 

Aa jrem leßen ende 
110 Got alles jre lidea wende 

Des morgens A?& der keyfer rieh 

St&nt vff vad gieng dematiklich 

Zu kilchen Tad bort yil meffea (HI*) 

Vad darnach gieng er elfen 
115 Das erfte das darnach gefehach 

So gieng der keifer in fin gemach 

Sinen rat er do befante 

Gar flilTenklichen er fy maato 

Das fy im rietont Tff ire eyde 
120 Ir ieglicher by finem befcheide 

Was finem fun wol döcht^ 

Da by er wifzheyt lernen mochta 

Vnd das er anderfwa were 

Des achtet er nit es vtre Hn gere 
125 Sin rat gezogtnlichen fpcach 



ir«M dm fiebern wegfm mßgfiem. 

Herre es ift fas ein vag«liiAch 

Sol tnrec juoger herre 

Von tns ketnea rerre 

An dch vnd jme lU tnrer habe 
ISO Wir raten das der liebe knabe 

By üch belibe in der nehe 

Das Tufer jeglicher in dick gefefae 

Der keifer fprach das tAn ich nicht 

Er müfz ein wil i^on mynem gefleht 
1S5 Do fy Ternament des keifers meine 

Do kament fy erß über eine 0^^) 

Vnd fprachent herre nv metkent eben 

Was rates wir üch mSchtent geben 

Das üch ynd ÜTerm kinde wer gftt 
140 Dar uff ßat tnfer aller müt 

II Nu ratent wir üch z& difer Mnt 

Vns iß allen gar wol kftnt 

Das zu Rome fyben meißer fint 

Den befelhent üwer kint 
145 Die fint genant die wifen 

Lüte ynd lant fy prifen 

Wenn alle kfinß ift jnen bekant 

An den hiemeln vnd über kmt 

Nach den fol üwer gnade fenden 
150 Vnd die fache vollenden 

Der keif er fprach nv nement war. 

Miner hotten fol einer ryten dar 

Mit eym briefe zfi in allen 

Wil üch das gefallen 
155 So wil ich jnen alfo fchrlben 

Das fy nit da binden beliben 

Sy kfiment alle fiben her 

Das ift das jch an fy beger 

II Sy fprachent herre es gefeliet vns wol (IV 6) 
1«0 Der hotte fin ftrafze ryten fol 

Alfo der botte wart Tsgericht ^ 

Des pferdes dnrfft er fchonen nicht 

Er kam gein Rome in die ftat 

Zft den meiftern er do trat 
165 Von eym zem andern er do lie£f 

Vnd lies fy iefen des keifers brief 

Vnd do die meifter das yernament 

Zä dem keifer fy do kament 

Mit dem hotten fnel Tnd baldt 
iro Sy Yorchtent alle des keifers gewalt 



Von den ßeben we^m me^ßern. 5 

11 Der keifer ty fHHitlichen entpfieng 

Gar züchtenklidhen er zu in gieng 

Er fprach fint mir alle wiikftmen 

Ir habent TÜIicht noch nit yernomen 
175 Warummb ich hab nach i&eh gefant 

Das fol min ttunt üch t&n bekant 

II Sy Tprachent herre was ir ny wellentt 

Do fSllent wir tos nit wtderßellen 

Der keifer Tprach ich üch Tagen fol 
180 So wilTent jr es ouch felber wol 

Das ich nüt habe denn einen fün 

Den wii ich zu fchüle z& üch tftn (Va) 

Das jr in folient leren 

Vnd ziehen nach wirde vnd eren 
185 Vnd haltent in jn meißerfchaiflt 

Das er mit wifzheyt vnd mit krafft 

Regiere nach mynem tode das rieh 

Das bitten ich üch getrüwelich 

Es foll üch wol gedancket werden 
190 Sei ich leben yff difer erden 

Der erße meiller antwnrt aifus 

Der was genant Bacillus 

Er fprach herre wollen tir 

Uwers kindes getrnwen mir 
195 Ich wit in leren was jch kan 

Die wil mir got der finnen gan 

II Der ander meifter Lycnlas fpraoh • 

Herre mich jrre denn töttlich fach 

Ich fol in alle min kftnß leren 
200 Damit er lant vnt lüt mag neren 

II Der dritte meißer Katho hiefze 

Er fpraeh herre gar rngern lielTe 

Ich wil den knaben leren das hefte 

Das er wirt wife vnd troßllch fefte 
Sl06 II Der vierde hies Malquidrach (V6) 

Z& dem keifer er do fpraeh 

Herre ir d5rffent nit beforgen 

Min kunft wirt nit Tor jm Terbor^Bn 

II Der fönffte meifter hies Jofehaa 
210 Min gnedigev herre ich fprich alfns 

Ich halte gern üwern geheis 

Ich lere in alles das ich weis 

II Des fechften meifters name wae 

Genant der wife Cleophas 
215 Er fpraeh herre ob es üch gefalle 



F^ dm ßeben mtgfm ^^Bsftmrn. 

Er mul^ myn kfinß lernen alle 
Der fjbende JoadMm iMis genant 
Er fprach herre ich Üb ym bekanl 
Das Idte Tnd lant gar wol bekfinipt 
220 Vnd in an üb* an feie euch frompt 
Der keif er f^rach got danck üch allen 
#«rer rede wil mir gefallen 
Das ir ich alle alfo erbuteat 
Vnd tlwer jeglicher fich wil niellen 
225 Zu leren mynen lieben fän 

Nu nfiment in Tnd ziehent daTon 
Vnd tättt jm als ich üch getrawen 
Es fol üwer keinen niemer gemwen (VIo) 
II Die wifen meiOer alle fyben 
230 Nut lenger by dem keifer bliben 
Ir ieglicher yrloubes do begert 
Des wnrdent £f do alle gewerft 
Der jnnge herre do mit in reyt 
Der kejfer fprack dir fy gefeit 
235 WiU& gern myn hnlde han 

So bis dinra meifteni yndertonn 
Dyodecianns ob dn das t&ß 
Min liebes kiilt dn wefan mlil 
lemer me vntz Ich erßirbe 
940 Dardmmb nach wifaheit vnd eren wirb« 
Hiemit pflege iver der hiemelifch got 
Vnil halt toh alle in finen gebot 
Alfo die meißer färent dahin 
Vnd des keyfers fun mit in 
245 Gegen Rome fy do kerten 

Der junge herre mit den wolgelerten 
Vnd do fjr nn myle alfo geritten 
Vnder jnen fy nit vermytten 
Sy wnrdent reden vf der ßrafaen 
850 Katho fprach ich lallen (VI 6) 

Vch wilfen lieben gefellen ndn 
FuMnt wir den herren hin 
In die fiatt das gefeilet mir nicht 
Wenn man vil l&tes dar jnne ficht 
266 Ich lArchtes des kindes hübfche gebexde 
An finer lere gehindert wer^e 
Vnd wölt es üüh nit gerüwen 
So weit ich raten in gfitem trüwen 
Das wir folten dahin ylen 
260 Vfzwendig Borne wol'iwo mylon 



Van dm fiebmt tpegfem mmfflmrn. 

Ba ßat «in gart Idüeiiklieh md wyt 
By fanC Murtin da er lit . 
Dar yMie fo follent wir jm buven 
Ein haa g&t ttit gülen trüwen 

M^ Ein kamer fol aach dar jnne wefan 
Da er jnne fiodier Tnd Ifme lefm 
£a fol oach nit vnder wegen bcliben 
Man io\ die flben künfte befcliribea 
An die wende gaata Tad gar 

970 Das er der lere deß bafe ntm war 
Vnd das in nieman jrre dar jnne . 
Das dunckt mich g&t jn mynem Fyana 
Wer aber beiTeip rat denn ich (VII a) 

Dem wil ich yolgen willenklich 

275 Die andern meißer fprachent da 
Üwers rate« fint wir fro 
Wenn er iß null vnd gefellet f ae wol 
Darommb man Mrderliehen fol 
Beßellea mnrer md ayraerlAte 

280 Das man anfahe das hnfz noch hüte 
Gar fnellenfclich euch das befchach 
Man macht dem knaben ein g^ gemaeh 
Vnd malt die wende vnd fchreib daran 
Die nben künße gar wol getann. 

285 Da feit der knabe tegliehen an leren 

Was in mScht fordern s& nntae Tnd enm 
Oneh waa die kamer glich gefiert 
Dar in wart geordeniert 
Glich in die kamer enmitten 

290 Gar mit kligea fitten 

Ein fchdnes bette wol getonn 
Do der knabe folt flaifen an 
Vnd do das hus Tolb rächt wart 
Die meißer lertent den knaben aart 

285 Mit gdtem flilTe gar t&gentlich (VII 6) 

Wol siben iare TdUeaolich 
Das nie kein bmu to2 fbnil jaren 
Gefach einen knaben fo wol gebara 
Mit känß vnd lere vnd allen dingen 

800 So wol lies er die lere jme lingen 
Vnd do die meißer das Temamen 
Heymiichen einer fache fy über kamen 
Sy fprachent dis iß ein gutes kint 
Sit das die fiben Jare as fint 
305 So foUent wir tnfern herren verf&chea 



8 Von dm fieben Me^en mejißern. 

Was er gelert habe an wead vad* an buchen 
Bicillas Tprach min lieben frtinde 
Difer knabe hat hübfche trkünde - 
An kfinß an lere ym wenig gebrift 
310 Darnmmb £o Tdchent ehien Uli --^ 

Das wir fin künß erfaren wol 
Daruff ich antworten fol. 
II Sprach Katho fo ich beBe kan 
So tnfer herre wil flaffen gan 
315 In dem tage als er pflieget 
Vnd nider an das bette geliget 
Vnd er entflaffet fchiere (Villa) 

So fint der ßollen yiere 
Do das bette Tff Hat 
320 Gefeliet üch denn myn rat 

So rat ich das wir lire tns regent 
Vnd ynder ie den ßolien legent 
Ein ebhSwe blat gar heymiich 
Vnd das wir denn ßant lücfatenklich 
325 Vor dem bette Tnta er erwache 
Vnd befehent was er darns mache 
Ob er fin wolle nimen war 
Der rät gefiel in allen gar 
Vnd do der herre do entflieffe 
330 Je einer dem andern heymlich rieffe 
- Vnd br&chtent die vier bletter gar 
Vnd ßiolTent fy rnder die ftoUen dar 
II Vnd do der herre begnnde erwachen 
Er fach uflp gar ane lachen 
335 Mit fliffe macht er ein crutse für ftch 
Vnd fach ymmb fich gar emfilich 
II Do die meißer erfahent das 
Si fprachent herre ane allen, has 
Fragent wir üch alle befnnder 
340 Es nympt tns alle wonder (Vlllft) 

Das ir als crnlUichen fehent 
Vnd nichtes z{| fns iehent 
Des keifer ffin mit süehten fprach 
Nut habent darnmmbe Tngemach 
346 Ich han geflaffen fere 

Vnd dnnckt mich Tff myn ere 
Die hohe der kamern fy genidect 
Habe ich nv daran gefidert 
So mus die erde Tnder mir fin 
850 Erhöhet vff die trüwe min 



i^ _ 



F&n den fielen werfen metfjtem. 9 

Der zweier eins \& iiAt gelogen 

Der riaff der höbe mich denn betröge* 

II Vnd do die meifter da« wonHer iiorten 

Si fpracheni mit einlieliikliehon werten 
356 Sol der knabe Cin leben han 

So Wirt grofz wifheit an im ßann 

Das 16te vnd lant erfroawen tftt 

Das singet wol fin finer müt 

In den felben syten 
aeo Kament i& dem keirer ryten 

Des keifers rite ein michel fchar 

Vnd giengent sft dem keifer dar (IX o) 

Do fy den keifer fänden 

Zu den felben Aünden 
365 Hob einer vnder in allen an 

Vnd rette als manger gar wol kan 

Zä dem keifer er do l^rach 

Hetve wir habent eine fach 

Mit 6eh ad redende das Terllat 
370 Es ift ynfer aller ralt 

Das Ir och des nit woUent fohemen 

Ir ftUent ein ander hnsfrowen ntmen 

Das jr gewinnent noch me kinde 

Man ftirbet jeta gar gefwinde 
375 So habfttt ir nit me denn einen fän 

Ir foUent ez dnrch des ricbs willen tfin 

Xem 6wem fän ietz der tot 

Das wer dem lande ein grofze not 

So mSchtent jr wol Ton gottes gnaden 
380 Wo dffifzig fune oder me beraten 

So riebe iß 4wer lant Tut lAte 

Min herre bedenckent Ach noch hüte 

Vnd habent tnfern rat iAx g&t 

Vnfer leglicher es durch das belle tAt (IX fr) 
385 Der keifer tugentlichen fprach 

Ich hau Terßanden wol dit^ fach 

Sit ir mir das nn ratent 

So tnnt als ie die heften tatten 

Vnd fftchent mir ein juncfrSwe kifig 
390 Die oacfa adels habe genäg 

Die wil ich nftmen z& einem wibe 

Vmmb das mjrn lant nit erbelofs belibe 
• II Do der rat das erherte 

Des keifers tfigentlichen wort 
395 Do wurden t fy Inherfsen fro 



10 Vm dm fUkm wm/feu m^aßmm. 

Vnd begortent vrlonp« do 
V«n dem keirer Ty do ryten 
NU lenger £y da« Tennitten 
Sy forenk ufz in fremde lank * 

400 Als Ty der keirer hat gemant 
Vnd fachten in Witten landen 
Ob in moclit konien s& handheo 
Ein fchone jiinefrSw mynneclieb 
Vnd die euch wer an adel riek 

405 Die der keifer ntme vnd ym Seh wol geaeme 
Zt leße Ty in ein Aatt kament (Xa) 

Von einer jnncfrowen fy vernaiiient 
Die was gar ein Xfcoltze magel 
Als mir dife anenture Higet 

410 II Eins känges tochter von Caftilione 
Waz die Telbe tochter fchone 
Sy was jung wife Tnd klag 
Vnd hatt riohtfims irnd adels gen^ 
Was fol ich lang rede hie us maehed 

415 Sy übertrügent mit h^bfohen flaohmi 
Gein dem konge von Oafliliono 
Sy fftrtent heym die tochter fchone 
Dem keifer in fin felbes genach 
Vnd do der keif er fy erfach 

420 Das fy fo fchone vnt aertlich was 
Des erßen wibes er gar Torgas 
So wol gefiel jrae ire angeficht 
Er wiße vif erden liebers nicht 
Sin hertse das wart gefangen 

425 Vmmb die erfte hat er kein belangen 
Alfo der keyfer by ir lag 
Vnd er fy hatte manigen tag 
Vnd euch ettwe manig jare (Xfr) 

Na merckent Sne far 

430 Die fr5we wolt nut fwanger werden 
Sy watt oiceh verhättet mit geferden 
Vor andern das ly nit entpfieng 
Nn merckent fdrbafz wie es gieng 
Als die keiferin jnnen wart 
435 Das des keifers fän ▼!! zart 
Lag zA fchfille in ferren landen 
Ir hertze das wart es gar dicke anden 
Wann fy von hertzen Abel mftte 
Das der keifer fin ffin Til g&te 
440 So recht jnneelichoii fiep hatte 



Vau dm fiebern utgfm maj/ftem. 

Bj f^dacht an dv Telbcn fiBlt 
Ach gotta im* der knabe IMrba 
Vnd Ech einen fän «nrArbe 
An dam «irde dai rieh hllen 
44& So wolt ich erfl mit fiÖDdeii rcfa«!!«« 
Vsn der reiben tjt Ij gedachte 
Wie tj des keiren rSn mSoht« 
Ertfttten mit fäge Tod glympf 
Du dächt Ty Hb ttm ctiger Tchimpff 
MO IIEini naohte* fy by dem keifer Ug (XIo) 
Vnd Ty gnr wilder gedencken pflag 
Do hob der keirec an vnd Tprach 
Hin lieb« f(&we ich mAfa ein tmsb 
Dir Terieh«n in hejnulickayt 
166 Daa fy dir gante fär war galait 
Vnd folt oash dai Iicher Tin 
Baa mir vff die IrAw« myn 
Kein erealw lieber ift 
Denn dn mir gnnta in hertaan faiS 
UO Pdr allen daa yff erden lebt 

Darnach myn herta teglichen Arebt 
Die kriferin wart der rade fro 
Z8 dem keifer fprach (y da 
Hin lieber berre lit ea nlfo Iß 
U5 8e beger ich «iitei bette in dlfer frift 
Von tich vil lieber harre myn 
II Der heiter fpnob wna tnog da« Rn 
Vtitt daa foltft fagen mir 
m ea möglich ich tän ea dir 
4T0 Die keifeiin [Afftaaada an ym rpnch 
Herrn ei tfit mir mgamnch 
Daa ich vff direr krancken erden 
Nit mag eina kiadea fwanger wenlcn (Xlb) 
Yedacb To habent ir einen fnn 
4Tfi Nach dam rfllant ir rchicken ton 
ZB des meutern da er teret 
Dna hat min harta an dch begeiet 
Sit ieh leider keinen fan habe 
So Tal der Mb« liebe knabe 
480 Hin lieber fnn «uch wafon 
Min bertae du mag gencFGri 
Delte iwfa fo ich des baaben Ticli 
« Hin lieber berre dt gewcrcnt mich 

D^ keyrer fpraeh fechtzehcn iar et finl 
486 Do* ieh wya *U U^be« hint 



12 Fon d&n ßeben weyfen mqßem. 

Nie nt her hau gefefaen 

FrSwe diu bette fy gefcbelien 

Z& ßfint zft der felben fart 

Den fiben meiftern gerchriben wart 

4M Das fy nit enlieflen 

Gar 5ne fiHes ▼ertrieffen 

Das fy darnach gedechtent 

Vnd den fftn dem keyfer brechtifnt 

II Der bott die brielf zfi jm nam 

495 Er rAwete nit Tntz das er kam (\II«) 

Z& den meißern alt er folte 
Die brieffe er in geben wolte 
Die meifter oach das nit enlieffent 
Den botten fy Vilkom hieffen 

500 Darnach die brieff man vM brach 
Vnd ieglicher des keifers willen fach 
Do giengent die meißer des nachtes dar 
Vnd nament des geflirnes war 
Vad woltent daran fchowen 

505 Ob es das kint mScbt frowen 
Nach Inte der brieife z& wallen 
Do mylTefiel es in allen 
Wan die meißer warent fo fime 
Das fy fahent an dem geftirne 

510 Wie licht fy lielTent den knabcn ryten 
Hin z& fym vatter in den ziten 
Das erfte wort das er denn fpreche 
So er den yatter an feche 
So wurde der knabe geordenyeret 

515 Vnd zft dem tode geformyeret 
Als die meißer das entpfanden ' 
Do wurden fy zu den ßAnden (XII 6) 

Von hertzen trurlg vnd vnfro 
Ir einer fprach vnder in do 
520 Wir follent das gefiirne me befehen 
Ob yme ich bafz m^ge gefchehen 
Sol der knabe libelolz 
Werden das iß ein wondw grofz 
Die meißer wolten nit enberne 
525 Sy fahent ein andern fteme 
An ^ea felben ßernes fchin 
Sahent fy vil greife pIn 
Das aber die meißer folte gan * 

Ob fy den knaben wol getonn 
680 Fürtent heym in der gefetzKS 



Van den fieben wm^en meyßern. 19 

Wit werden lille lÜieii geletzt 

II Sprach der meiiler Cleophae 

Ich Tagen üch licherlichen da« 

Wir werdent vnfer houpter har 
&35 Füren t wir den knaben dar 

Doch Tnder zwein bofen iA 

Eins belTer das weifz got criil 

Denn das ander de von rat ich 

Min concience leret das mich (lUIIa) 

540 Das belTer Ift das wir Aerben 

Denn das wir laffent den knaben rerderben 

Der do lA aller tugent.genofz 

Do mit wirt er Ton dem tode lofz 

Vnd als die meiAer trurig waren • 
545 Do kam der knabe mit hthbfchem gebarn 

Vnd fach die meiAer trnren 

In anet Ton natnren 

Das fy warent vnm&tes to! 

Er fprach ich billichen fragen fol 
550 Was briAet üch myn lieben frdnde- 

Des gebent mir ein Trkünde 

Ich fihe das ir fint fere betrübet 

Üwer hertze iA mit Tnmfit gef bt • 

Darnmmb fo fagent mir den gmnt 
555 Das bitte ich üch in difer Annt 

Die meiAer jm z& antwart gaben t 

Vnd fprachent z&demfelben knaben 

Min lieber herre woi getonn 

Uwer vatter wil yns nit erlan 
560 Wir muITent üch heym bringen 

So forchten wir milTelingen (Xlllfr) 

Wand wir hant daz firmament 

Von Orient gem Ocident 

All ymb vnd vmb gefehowet 
565 Vnd fehent nit das och froowet 

In difer zyt hat es nit fftg 

Uerre wir wlillnt üch fagen gndg 

Wir hant das geAtrne befehen 

Das wollen t wir üch Teriehen 
5T0 Do ktnnent wir nit anders verAonii » 

Wie licht das wir üch heym lan 

Z& üwerm vatter in difer zyt 
« So fagent wir üch waz daran lyt 

Als balde ir zft nwerm Tatter koment 
576 Das haben wir an dem geAirne vemomen 



N^ 



14 Van 4en ß9b9n tpegfen m^9tm* 

Da« erfte vof t ias jr denb fpi^chent 
So werdent jr cA dem tode i^reohenl 
Vnd fchemlicheii verteilet gar 
II Der knabe fprach ich wil ieh war 

590 Nemen des geftirnes loafF 

Das ich mjnen lip nit fo Terkouff 

Des nachte« fach er den hi^mel ah 

Do Tach er ein ßernen ßan (XIV a) 

Der gar klerliefa fchein 

IM Vnd waz doch ein üernlin dein 
AU in der Aern anlachte 
Do fach er das in wol bedachte 
Mocfat er mit kauften liftea 
Sich fiben tage gefrißen 

&90 Das er da sviircheB rett kein wort 
So mocht er beliben Tngemort 
Wie wol er alle tage 
Ifach der anenture fage 
Wart yfz gefuret an hencken 

595 Er beg>unde fich felbo bedeneken 
Vnd r&fft nnen meiftern sä jm dar 
Er fpraeh na neraent des Aemen war 
B«r jnne ßat gar offenlich 
Möge ich fiben tage mich 

600 Behdten das ich nit enrede 

Do mit ich mieh des todes enttede 
II Na fint ir fiben meißer klag 
Ir kunent die gefchrifft Tnd allen fug 
Vnd habent an üch grofa Terafifft 

605 Üwer ieglicher der ovge fine känft 

Mit Tinen klagen lißen (XIV 6) 

Mich einen tag au friÜen 
, Vnd Terfprech mich fo er befte kan 

Mag ich min leben fo behan 

610 Von awer iegliehem einen tag 

Na merckent eben was ich ach fag 
An dem aehteßen tage fo wil ich 
Reden vnd behalten üch vad mich 
Vnd do die meißer den ßernen gefahenl 

615 Z& ein ander ij da jahent 
Gebenediet fy der liebe oriß 
Vnfer junger herre werlich iß 
Wifer denn wir alle fint 
Er feit war das liebe kint 

620 Er hat es bafa denn wir gefehea 



Fan den fielen wegfen mmfßem. 16 

Des m^sen wir jm der warfaett jekea 

Bacillos z& dem kaaben fprach 

Do er die wifzheit von ym fach 

Er fprach tu lieber herre myn 
625 Min leben lufirz in angßen fia 

Doch trüwe ich uch wol vff enthaUen 

Mit mynen fünften manigftilten 

Daa ir den erßen tag nit ßerbeat (^Vo) 

Vnd fo ellentklichen nit Yerderbeat 
630 Vnd alfo was ir aller halle 

Die meifter fprachent alle 

Si woltent alle des glich ton 

Ir ieglicher wolt jm machen f8n 

Einen tag do das berehach 
695 Darnach man her bringen fach 

Dem jungen herren fin gewant 

Das er folt riten heym xfi haut 

Die meißer bereitent jn mit witaen 

Darnach wurdent fy tIF iitaen 
640 Der junger ynd die meißer fin 

Vnd rytent x& dem keifer hin 

Vnd als der keif er das Temam 

Das fin lieber f&n kam 

Do fafz er Tff vnd reid 
64& Synem fdn engegen mit herlichkeit 

Vnd do die meißer das yernamen 

Das der keifer Tnd die finen kamen 

Do fprachent fy afi dem k nahen 

Herre wir wulieat für traben 
6S0 Vnd wellent ßndieren Tnfer liß 

Das Tnfer jeglicher üch gefriß (^V6) 

Einen tag des bedürffent ir 

Hie mit fo wolient ryten wir 

Difen harfch fSllent jr by üch behaben 
655 Wir wolient tnfer ßrafz traben 

Der knabe der fprach mi farent hin 

Min lieben fründe nT Tergeffent nit myn 

Vnd helifent mir jn myner not 

So man mich faret in den tod 
660 Die meißer Trloop Ton jm nament 

Zft einer ßatt fy do kamen! 

Vnd lieifent dem jungen ein hdbfche fehnr 

Das fy fin wolten ntmen war 

Dar nach der keifer dort her reit 
665 Gein Hnem ffin mit herlichkeyt 



16 Von den fieben weg/an megftem. 

Er enipileng den Nln herlich vnd fchon 
Weao er was finii hertzen krön 
Er helfet in Tnd kfiße in 
Er fpjrach vi! lieber f&n mjrn 
670 Ich han in vil jaren dich 
Ndt g^efehen das jamert mich 
Der f&n zAchtenklich jm neiget (XVI a) 

Kein wort er jm nit ertzouget 
Des nam den keifer wonder do 
675 Vnd wart jm hertzen gar vnfro 
II Vnd alt fy in den paiaß kamen 
By den henden fy fich namen 
Der keifer der fürt den fän mit jm . 
Er fprach myn f&n mich wol vemym 
680 Sage mir wie gefallen t dir 
Dine meifter das fag da mir 
Ich han üch alle jn manigen jarn 
Nut gefehen gar für war 
Der ffin dem Tatter antwurt nicht 
685 Er neigt jm adchtenklich mit gefleht 
Der keifer erfchracke aber fere 

Er fprach f&n durch all din erc 

Wilt& nit reden mit mir 
Wie iH dem das fag mir fchier 
690 II Vnd do die keiferin das erhörte 

Das der fSn ret kein worte 

Vnd er yff dem palaft was 

Vnd by finem Tatter fas 

Do wart fy fro in hertzen grünt (WI6) 

695 Vnd lieff z& derfelben A&nC 

Vnd leit fich koßlichen an 

Vnd fprach ich wil otich dar gann 

Gefehen gern des keifers f&n 

Ich ho£P ich wolle in reden l&n 
700 Vnd do fy fchon gezieret was 

Sy gieng vff den palaß 

Zwo juncfrowen fy mit ir nam 

Z& dem keifer fy hin kam 

Den f&n entpfieng fy herlich 
705 Der knabe gen ir neigte floh 

Der keifer des onch nit enliefz 

Z& dem fun er fy fitzen hiefs 

II Die keiferin z& dem keifer fprach 

Do fy den knaben by jm fach 
710 Herre ill das üwer kint 



Fan den fieben werfen mej/ftern, lY 

By dem die fiben meiiler flnt * 

II Der keif er fprach er iß myii f&n 

Ich kan in aber nit über kon 

Das er ein wort rede mit mir 
715 Das iH wider myns hertzen gir (XVII a) 

II Do fprach die fchone keyferin 

Herre nu gebent mir in 

Vnd hett er nie kein wort geret 

Ich mach in reden an der ftett 
720 II Der keif er tugenlichen fprach 

Frowe fürent in jn üwer gemach 

Tunt ir in reden das gefeilet mir wol 

Min lip es Tmmh üoh befchnlden fol 

Die keyferin den knaben tIF zoch ^ 

725 Der knabe wider hinder fich floeh 

Vnd do der vatter das erfach 

Z& dem fun er do fprach 

Staat vff Tnd gang mit jr hin 

Der fun neigt dem vatter fin 
730 Als ob er fprech lieber vatter myn 

Ich bin gehorfam dem willen din 

Gantz vnd gar in allen dingen 

Got behutte mich vor miflelingen 

II Alfe der fun mit der keiferin gieng 
735 In ir kamern na horent wie 

Ir fürbas me foUent verfton 

Sy hies alles jr gefinde vfz gan (XVIU) 

Vnd f atzte in zu ir tIF ir bette 

Z& ym fprach fy an der ßette 
740 Dv aller liebfter Diocletian 

Von diner hubfcheit ynd fchon ich han 

Vil geh5ret g&tes iehen 

Nu han ich felber wol gefehen 

An difen lieben Mnden 
745 Das ich hie han funden ^ 

Nach dem myn hertze hat lang geweint 

Vnd dich myn trüwe für menglich meint 

Du mynneclicher Diocletian 

Du folt das von mir verHonn 
750 Ich tett dinen vatter nach dir fenden 

Des mocht mich nieman wenden 

Vmmb das din gefellfchafiPt mir würde knnt 

Wenn du mich froweß in hertzen grfint 
Darnmmb fo verkünden ich dir 
755 Das foltft wol gelooben mir 

2 



18 Van dm ßebm werfen megftern. 

üas ich durch dine liebe mich 
Gehalten han fo kürcheUich 
Das ich noch ein juncfrSw bin 
Nu iß daruff geneiget myn fin (XVIII o) 
760 Das dir werde min reiner bl&m 
Ich meynen myn küfchen magtftm 
Des din Tatter vnd alle die weit 
Vnts her an mir doch hant gefeit 
Nu gange her nach dins hertcen gir 

765 Vnd lege dich hie her z& ze mir 

ll Der jangeling fweig Tnd antwnrt nicht 
Vnd fo die keiferin das erficht 
Z& dem knaben fy do fprach 
Gar früntlichen fy in ane fach 

770 O da lieber Diocletian 
Ich bin aller fronden an 
Du halbes teil myner feie 
Sit ich dich ns aUer weite wele 
Vnd myn troß gants an dir lit 

775 Warummb redefift mit mir nicht 

Da ertzougeß mir kein frAntfchaffl niht 
Weder mit wortien noch mit geficht 
II Sage mir was fol ich t&n durch dich 
Dartz& fo bin willig ich 

780 Allen dinen willen z& t&nd 
Ich gib dir minen magtüm 
Teileft& din liebe lut mit mir (XVnift) 

So mftfz ich ßerben Tagen ich dir 
Do dife wort alfo gefchahen 

785 Sy beg&nde in frdntltch Tmfahen 
Vnd wolt in ouch geknlTet han 
Der knabe wart hinder fich gann 
Vnd wolt ir verhengen nicht 
Als tns dife anentdre Torgicht 

790 Die keyferin Torfucht in bafz 
Sy fprach warnmmb tftß da das 
Min liebes kint das frag ich dich 
Vns Hebt doch niemant fioherlich 
Laz tns by ein ander ligen 

795 Es fol wol beliben yerfwigen 

So Tindeßä wol das ich bin magt 
Vnd ich dir yngern ichtes verfagt 
Darch din liebe ich han verh&t 
Minen magtftm dir mit gätem mnt 

800 Der jangeling ein wort nii fprach 



Fon den ßeben wejifen mejfßem. 19 

Mit E4cliteii er fich Ton iv- Iwach 
^ Sy z5gt jrme ir DrHißeliii 

>^tA fprach r&n das ift euch din 
Min lieUb» l^ioclecian C^A«) 

805 Lüg wie eineir^u» ich han 
Der iß mit willen dir iM^reit 
Ich Tagen dir das vfiP myneik^ eit 
Wirt mir TerhengnülTe nit von dk 
So gefchicht tbelichen mir 
810 Der jangeling aber ßille fweig 
Mit finera hopt er Ton ir neigt 
Vnd weit aber von jr gann 
Sy fprach lieber Dioclecian 
Was mag es gehelffen dich 
815 Das du nit redeft wider mich 
Du biß TÜ licht x& mal myn fint 
Dyoclecian mjn liebes kint 
So wil ich eins raten dir 
Du folt es fchriben mir 
820 Wie din wille gen mir ße 
Ja das dich das gliicke ange 
Ob ich mich foUe troßen din 
Diner Übe t& mir ein wenig fchia 
Oder myn leben iß aergangen 
825 Schribe balde wende min yerlangen 
II Der knabe fich überreden lie 
Einen fchribgezüg er entpfie (XIX 6) 

Vnd fchreib als hie nach gefchriben ßat 
II Ob fy frowe üwer rät 
830 Als ir tÜ s& mir hant gefprochen 

Ich hette myn zncht vnd ere gebrochen 
An dem tu lieben Tatter myn 
Das ich den bamgarten fin 
Als recht tppenklich zerßoren folt 
895 Was gewinnes jch dar an haben woU 
Der gewin dacht mich dein 
Das weis got der rein 
So fandet ich onch fwerlich hie an 
Kein gfites ich hie merken kan 
840 Mins Tatters fläch ich gar entpfieng 
Niht nutzes mir darofz engieng 
Danen fo notige frowe nit mich 
Z& mynem fchaden fo tbenlich 
Do die keiferin den brief gelafz 
845 Do zerbeis fy den brief in grofzem halk 



20 Von den flehen weyfen megfiern, 

Vnd zerzarte jre. cleide tnd zSreilc 
Ir antlit das es wart TOn fweife 
Blutes rok all über al 
Ir kleinot warff fy hin zö tJ>^ 

850 Vnd fchrei mit luter Wiöme (XX o) 

Ilerre hilff md <emyme 
Mir armen durch den zarten got 
Das ich nit werde des tnfels fpot 
Hilff mir myne ere behaben 

855 Vor dinem Tun dem bofen knaben 

Als der keifer in dem fal was % 

Vnd er eigen liehen horte das 
Die keiferin fo ellencklichen rieff 
Gar fnel er zd der kamern lieiF 

860 Siner ritter einen ec mit ym nam 
Vnd do er in die kamern kam 
11 Er fprach frowe fag balde mir 
Was iß hie befchehen dir 
Sy fprach herre ir f&llent üch erbarmen 

865 Vber mich gar vil armen 
Wan der nie üwer ffin wart 
Lugent wie hat er mich zerzart 
Wie hat er mich zerkrumen 
Er iß von dem tüfel kernen 

870 Ilerre als ir wol wiflent ' 
Ich hett mich gern gefliflen 
Das ich in reden hett gemacht 
Vnd do ich in jn min kamern bracht (XX 6) 
Do notiget er zu fänden mich 

875 Do wolt es nit Ycrhengen ich 
Vch vnd mich er nit en erC 
Ich han mich fin g^r körn erwerl 
Das fehent ir an roynem antlit wol 
Das do iß blätes vol 

880 Min geziorde vnd rock iß als zutrent 
Er hat mynen lip gar nach gefchent 
Vnd werent ir nit gar balde komen 
Er hett myn ere mir benomen 
Ich wer werden gar zu fchanden 

885 Hett ich yme nit widerßanden 
Als der keif er er fach das 
Das die frowe fo fweilTig was 
Vnd ir cleider warent ze zart 
Vnd ir clage verhört wart 
890 Do wart der keifer ' zornes toI 



Von den fieben weyfen m€t(ßern. 21 

Er fprach frÖw gehabo dich wol 
Ich fol dir dis gar fnel rechen * 

II Der keifer der wart fprecheii 
Furent difen boren gaß 
895 Bälde vff den palaß 

Er müfz erhencket werden (XXI o) 

Er foi yff difer erden 

Dekein vile beliben 

Vnd foliche b«fzheit triben 
900 II Do das des keifers rite horten 

Do fprachent fy mit gemeinen Worten 

Herre ir foilent nit fo glhelich tan 

Ir habent nit den einen fun 

Der iß nit gut fo lichüich ze totten 
905 Vnd in zu Aerbende noten 

Es lint doch gefetzte vnd reeht hie 

Do weis menglich wol wie 

Man die lüte halten fol 

Mit dem gefetzte ßat uch wol 
910 Als er denn verfi^nldet hat 

Denn tot man in das iß vnfer rat 

Nach dem gefetzt als recht iß 

Das nieman fprech in difer friß 

Der keifer hat in fynem zorn 
915 Sinen einigen f&n hochgeborn 

Ertottet one allez gerichte 

Das gezem keinem keif er nichte 

II Do der keifer das erhorte^ 

Er fprach mit grymmen Worten (\XIfr) 

920 Furent den bofe wicht vff den erker 

Vnd nielTent in jn den kerker 

Vntz mvrn fo tat man jm fin recht 

Nach dem als er mich hat gefraeht 

II Do man den fän in geflofz 
925 Die keiferin es gar fere vertrofz 

Das man in liefz die nacht leben 

Sy wart fich gar übel geheben 

Vnd weinte gar bitterlichen 

Sy fprach gar innecliehen 
930 Owe iemer ach vnd och 

Der bofewicht der lebet doch noch 

Wie fol ez armen mir ergaon 

Das ich von niemant troß hie han 

II Vnd do der tag ein ende genam 
935 Der keyfer des nachtes kam . 



Van den Sieben weyfen meyßern. 

In 4ie kammer zä der frSwen 

B» wart fy Tnder ongen fchSweit 

Tnd er fy «Ifo weinent fant 

Er fpraeh z& jr fnel z& hant 
940 O du aller liebfte fr5we zart 

Warunib weineM fo hart 

li Die keiferin weinende fpraeh (XXII a) 

Ich mag wol fchrien iemer ach 

Das ir für war das wiiTent wol 
945 Das üwer ffin iH bofzheit vol 

Na wollen! ir in genielTon lan 

Das er mich gefchent wolt han 

Tnd fprachent jr er müil Herben 

Nu lafzent ir mich yerderben 
950 Vnd lebet üwer fun noch 

Der mir myn kleinot ab zart vnd zoch 

II Der keifer antwnrt jr alfo 

Morn fo wirt er gar ynfro 

So mfifz er mit gerichte Herben 
955 Vnd an eym galgen verderben 

Das Hat dem rieh vnd fns beiden wol ' 

Da mit dich frowe benugen fol 

II Die keiferin fpraeh fol er fo lange 

Leben das tfit mir grofz getrange 
960 So lagen ich üch gentzlichen für war 

Das üch wirt befchehen zwar 

Mit jm als eins mals eym befchach 

Als mir ein gfiter monfche veriach 

Der hat gar ein edeln b5m 
965 Nit gedenckent das ez fy ein trom (XXII 6) 

Vnd Tnder dem felben b5me fin 

St&nt eins junges bonmelin 

Des felben adels es ouch was 

II Der keifer fpraeh nu fag mir das 
9T0 Min liebe frSwe wie was dem. 

Wand ich es ficher gern vernem 

Die keiferin jm das verlach 

Gar züchtenklichen fy z& ym fpraeh 

Do was ze Rome ein bnrger cl&g 
975 Der hat richtfims genftg 

Derfelbe burger ein garten hat 

Der was gelegen in der ßat 

Ouch ßfint ein grofzer b5me dar jnne 

Der was dem bnrger wol in dem fynne 
980 Vnd vnder dem felben b5rae clar 



Von den fieien wej/fen megfiem. 2S 

Stfint ein jange« boamlin das i& -vor 

Der alte bome trag fö edele IrAcht 

Wer gewinnen wolt die f&cht ^ 

Vfzetzig z& lin wer ir denn afs 
986 Der felbe zä ßont des fiechtagens gena« 
' So edele krafffc hat die frnclit 

II Einet tage» fugt es ßch alfo (XXIII«) 

Das der barger gieng do 

In linen lieben garten 
990 Vnd er wolt zfi den bSmen warten 

Vnd als er das junge bonmelin fach 

Zft dem gartener er do fprach 

Des jangen bonmelins du war nym 

Vnd luge fünderliohen wol z& ym 
995 Ich hoffen er foUe beJTer werden 

Denn der alte ie wart vff erden 

Wie tiel er 16te erneret hat 

Darammb fo tä yme g^ten rat 

II Der gartener fprach ich t&n ez gern 
1000 Was üwer gnade nit wil enbem 

II Dar nach ynlange kam es darzA 

Das der barger eins morgens frfi 

Wolt aber in linen garten gan 

Er fach den gartener Tor jm ßan 
1005 Z& Afint er dem gartener rieff 

Gar fnelle er zfi dem bnrger lieff 

Der burger fprach mich dnncket das 

Das daz boumlin nit enwa* 

Als es mfiglich were (XXIII fr) 

1010 Do fprach der gartenere 

Herre lieber herre min 

Dis fot üch nit Ynbillichen fin 

Der alt bom iß hoch ynd breit 

Das tfit dem jangen groffes leit 
1015 Das der Iflfft nit zfi ym mag 

Das fchadet dem jangen nacht Tnd tag 

Der barger fprach mich dancket das hefte 

H5we herab des alten efte 

Das der junge Ififft mige han 
1020 Der gartener fprach das fy getan 

II Zfi dem dritten mal es kam 

Das der barger zfi ym kam 

Aber finen gartenere 

Er fprach na fage mir die mere 
1025 Das bSamlin das enwachfet nit 



24 Van den flehen weyfen meyjtern. 

Daran mir fafte leide befchicIiC 

II Der gurtener antwnrt jme alfo 
» Herre der grofz bSine iß alfo lio 

Das er dem jungen die fänne verlialt 
1030 Do Ton des jungen kraift erkalt 

Do mag kein füone noch regen e3 

Ich bedarif gutes rates wie ich t& (XXlVa) 

Der bnrger fprach fit das fo iß 

So han ich gedacht einen liß 
1035 H5we den alten gar herabe 

Durch das der junge finen llifft habe 

Ich hoife der jnngc foUe denn geraten wol 

Das er manig arme monfehe troßen fol 

II Der gartener tett das man in hies 
1040 Den bome er nit lange ßon lies 

Mit einer ax er in zerßorte 

Vnlange darnach der junge euch dorte 

Vnd vergieng das er kein nütze nie wart 

Das lag den armen flachen hart 
1045 Den der frächt nit rae mocht werden 

Sy fchrnwen mort Tif difer erden 

Vnd fprachent verflucht fint alle die 

Die rat oder tatt habent hie 

Das der bome iß zerßort 
1050 £s iß ein mort über alle mort 

Die frucht was vnfer fichen genefen ' 

Nu mufzent wir des todes wefen 

Vnd do die clage aldo gefchach 

Die keiferin zS dem keifer fprach ! 

1055 Herre habent jr dis Terftanden wol (XXIV 6) 

Noch fürbas me ich fagen fol 

II Er fprach ja liebe fr5we min 

Nu rede nach dem willen din 

Sy fprach herre der edele bSme betüt | 

1060 Üwer perfone von dem üwer armen lüt 

Hilff Tnd rat lang hant gehept 

Vnd jr manig arme monfehe hant gelabt 

Das junge boumclin das jr habent 

Betütet üwern fnn den bofen knaben 
1065 Der in bothfzheit wafset alle tag 

Vnd fich flifzet als Y^re er mag' 

Vwer eße des gewaltes abzähSwen 

Vmmb das er fich mSge gefrouwen 

Vnd das er lob Tnd räme gewinne 
1070 Vch zfi ß&ren iß ym in dem fynne 



Fora den fielen wetffen megßern. 85 

Vwera l!p Tnd twer herfchaift • > 

Das Mf denn mit gewaltes craflt 

Nach finem willen regniere 

Vnd tppentliclien hofiere 
1075 Als er mir woU han getaiin 

Herre wo ir das lalTent dar gann 

Wer wil fleh denn hie erbarmen 

Vber die krancken ?nd über die armen (XWa) 

Die werdent erß verMchen die 
1080 Die üwem f&n laÜent leben hie 

Vnd in wol mochtent'getottet han 

Vber die wirt das flfiehen gann 

Darnmmb vil lieber herre min 

So fal ich üch biilich ratende fin 
1065 Sit ir noch fint in üwerm gewalt 

Das ir üch denn dar nach halt 

Das ir nit koment in die TerflSchnnge hin 

Es iß noch weger jr tottent in 

Der keifer fprach by mynem leben 
1090 Dn haß mir gäten rat gegeben 

Frowe er mufz morn Terderben 

Vnd eins fchemlichen tedes ßerben 

II Des morgens do der tag kam- > 

Der keifer die richter zu ym aam 
1095 Vnd fatzte fich zS gerichte 

Ev fprach für har den bofewichte 

Das gefchach er wart zem tode vertoiit' 

Er wart gebunden Tnd gefeilt 

Der keif er dem hencker den fvn entpfalch 
1100 Vnd gebot den andern über al 

Furent ts den bofewicht hin (XXV 6) 

Der galge fol fin kilchoft fin 

Alfo der keifer zornlichen rielF 

Aller menglich hin ns mit ym lieff 
1105 Aller mengliche kleglichen fchrey 

Owe lieber got heya hey • 

Die ift ein not ob allen ndtten 

Man wil des keyfers fnn totten 

Vnd als er kam für die ßatt 
1110 Allermenglich weinende mit ym trat 

Vnd was daran kein bitten 

So kompt gen ym her ryten 

II Der erße meißer Bacillas genant 

Der knabe erfach in gar zä hant 
1115 Vnd do er kam in die n(he 



tt Fan den fieben wej/fen meyftem. 

Do neigt »t ficb aU ob er iehe 
II Da nheß wol lieber meißer njn 
Mail füret mich s& dem tode liia 
Den ich doch nit han Terfchult 
IISM) Schaff da« myn matter gewinne gednlt 
Sit ich doch fin kint bin 
Vnd ich nie getttt wider in 
II Bacillus sfi dem Toike fprach 
Durch got t&nt ein wenig gemach (XXVI a) 
1125 Vntz das ich sfi dem keirer komen 
Er ift To feiig Tud fo frome 
Er erhSret Tillicht min gekofe 
Das ich in hütte Ton dem tode erlofe 
Do rieffent fy alle gemeine 
1130 Ylent balde meißer rein 
£ das der knabe verderbe 
Vnd als fchemliohen ßerbe 
II Bacillus rftrte Hn rofs bafz 
Vnd ylte sä dem palaft 
1135 Ab ßünt er gar fnelle s& haut 
Sin rofz er Tor dem palafz baut 
Zfi dem palaflB er in gie 
Vnd viel nider yff die kniee 
Für den keyfer als man tAt 
1140 II Der keyfer fprach dir gefchicht nyHner gftt 
Der meißer fprach herre ich fagen mftfz 
Ich han Tordient ein belTem gras 
II Der keif er fprach du lugeß sware 
Es iß ettwe manig jare 
1145 Das ich dir Tnd den gefeilen din 
Entpfalch se leren den f&n myn 
Vnd was fin gefpredi g&t ynd fromme (XXVI6) 
Nu iß er b5fe Tnd iß ein ßvmme 
Vnd noch eins das boße daran 
1150 Er wolt myn wip gefchejidet han 
Dammmb mfis er Tnd ir ßerben 
Vnd nach einander fchentlich Terderben 
II Der meißer sä dem keif er fprach 
Herre ich antwurt üch der erßen fach 
1155 Als ir fprechent er rede nicht 
Got der weifz wol die gefchicht 
Den do nieman mag betriegen 
So wil ich werlich üch nit liegen 
Er hat in Tufer gefellfchafft 
1100 Von gotte gehebt foliche craffk 



Fon den ßehen werfen megftem. 8V 

Das er rette Teniu£Flfc<»iklich 

Gar Til bafz Til denn ich 

Warumf» aber er es na lafze 

Do weis got euch die recht maflen 
1165 II AU ir euch fprechent das er awerm wip 

WoU gefchendet han jren lip 

Do fage ich üch gar für wäre 

Das er wol fechtzehen jare 

By tns züchtenklichen gewefen iß (XXVII a) 
1170 Vnd zühe das an den werden krift 

Das wir zä Iceinen Mnden 

Kein foliohes nie habent entpfänden 

II Vnd darnmbe gnädiger herre min 

So wil ich üch eins ratent fin 
1175 Mit vrlSp fo Tagen ich üch für war 

Tottent ir hütte üwem fün zwar 

Vmbe üwers wibes rede willen 

So mag ach nieman das geßillen 

Vch gefchicht argers denn eym ritter gefchaeh 
1180 Es wirt gar ein herte fach 

Noch übeler wirt es üch ergan 

Den er dem ritter hat getann 

Der finen bellen wind erflfig 

Darch fines wibes rede klug 
1185 Vnd doch der felbe getrüwe wint 

Dem ritter erloß fin liebes kint 

Vom dem tode getrnwelich 

Darnmb herre ger gnade ich 

Ir f^llent ouch barmhertzig fin 
1190 Das bitt ich ach lieber herre min 

Der keif er zn dem meifter fprach (XXVII 6) 

Sage wie dem ritter mit dem winde gefchah 

II Der meißer fprach ich dz nit tfin 

Üwer kint habe denn hütt fSlichen fyn 
1195 Das ym hüte gefchech kein leit 

£ das ich dia bifpil gefeit 

Die wil mScht üwer fän ßerben 

So were Terfämpt als min werben 

Wellen t jr aber eins mich gewem 
1200 Vnd boren das m&rtlich byfpil gern 

So heilTent den ffin wider in flieffen - 

So fagen ich es üch &ne yertrieifen 

Vnd wenn ich herre üch das gefage 

Was denn üwem gnaden behage 
1205 In zfi totten oder nicht 



28 Von den ßeben weyfm^ meyßem. 

Das mSgent ir t&n an alle gericht 
Der keifer nach dem ffine fant 
Man nofz in wider in cS haut 
Zä ßftnd an derfelben ßette 

1210 Vnta das der meißer ns gerette 
Der hob fin rede alfo an 
Als jr hie findent gefchriben ßonn 
Es was ein ritter ßreng Tsd feß (XX Villa) 
Der was ritterlich vff das beß 

1215 Der hat ein einigen fun 
Als ir euch habent nvn 
Das kint noch denn in der wagen lag 
Dry ammen pflagent fin nacht vnd tag 
Die eine folt es feygen 

1220 Die ander folt es fweigen 

Die dritte folte ym gen zfi elTen 
Es was gar yngemelTen 
Die liebe die der ritter hat 
Zft finem kinde frug ynd fpat 

1225 Noch denn fo hat der ritter gut 
Zwey ding die ym gabent müt 
Fdr ander ding befander 
Nu horent hie dis wonder 
Das eine das was gar ein getrawer wint 

1230 Ovne fin wip Tnd Sne fin kint 
Was ym zwar liebers nicht 
Das ander myn mfint ouch vergicht 
Das was ein Talk getrüw ynd zart 
Wenn der ritter beiiTende wart (XXVIII 6) 

1235 Was Tff ß&nt das was yerlom 
So fnelle was der Talk yfzerkorn 
II Nu h&rent f&r bafz ydn dem winde 
Der was als recht gef winde 
Was er erlieff das h&b er 

1240 Vntz das Hu herre kam zfi ym her 
Vnd er es ym yfz dem munde nam 
Vnd wen es euch alfo kam 
Das fin herre reifen weite 
Mit andern herren als er folte 

1245 Vnd wenn er yff fin pHrt gefafz 
Der wint des nit vergafz 
Solt es dem herren wol ergan 
So fprang der wint yfi dem plan 
Vff ?nd nyder her vnd dar 

1250 Des nam der ritter eben war 



Fon denrßeben werfen megftern. 29 

Solt ym aber Abel befohefaeif 

So mufz ich dch ouoh das Teriohen 

So tett der wint vüt finen giel 

Dtm pferde er in den IVantz yiel 
laft Vnd hület vnd zoch hinder fich 

Vnd bat kein fr^ude lieherlich (XXIX a) 

IL Der ritter by den zweia zeichen Yernam 

Wenn ym fin reyfen wol oder übel kam 

Wenn er fich alczyt dar nach rieht 
1260 Onch liefz der ritter des mit niht 

Er fär zä h^fen ▼nmalTen gern 

II Er wolt eins tag«s 5ch nit enbern 

Er tStt einen hoff verkünden 

Sinen henren vnd ßnen f runden 
1265 Das menglich kerne in fin ßatt 

Darummb er aller menglich batt 

Vnd do der faofiP wart verkante 

In die Aatt da der ritter. wonte 

Do kament herren ritter vnd knecht 
1270 Ein michel fehar mit grofzem gebrecht' 

Vnd wart ein grofzes tnrney d6 

Des wart der ritter in hertten fro ' 

II Er wapnot (ich als in gehört an 

Vnd trabt hin vs vff die ban 
12T5 Des gritters wip das gefinde alles nam 

Gar balde fy Seh hin nach kam 

Z& den andern fr5wen 

Den torney onch befchSwen (XXIX 6) 

Nv horent wie ez damaoh gieng 
1280 Als man den turner anfieng 

Die ammen vnd das gefind heras lieffen 

Das kindelin log vnd fiiefie 

In der wagen vff deluf fal 

Do by was niemant über al 
1285 Wenn der wint der lag Seh da 

Onch jftfint der falk vff einr ßangen ho 

Vnd was daraff gebunden 

Der wint flieff zä den Mnden 

Fast hin dan by einer want 
1290 II Dar nach gar balde zfi hant 

Ein flange gein dem kinde herkroch 

Der was gelegen in eyme loch 

Vnd als der nieman horte 

Der ym fin bofzheit zerßorte 
1295 Darummb er harfür kam 



so Von i§n flebeu werfen fnegjtenu 

Des kindot er war genam 
Dem woU er an t&o den tot 
II Do der falk fach die not 
Den wint er dort flaffen fach 
1300 Er fwange ynd fwange mit grymvnd ach (UXa) 
Recht glich als ob er fpreche alfa 
Wache wint hilff dem kinde do 
Das es der flange icht ertStte 
Hilflf ym Ton des todes nStte 
1905 In difen felben dingen 

Erwachte der wint von dem fwingen 
By der wagen fach er den flangen 
Der geriet gein dem kinde langen 
Vff fprang der wint Tnmairen fnelle 
1310 Der falke der rftrt Seh fere fin fchelle 
Der wint yff den flangen fprang 
Des feit ym der flange keinen dang 
Wenn der flange den wint beifz 
Das er wart ytel fweifz 
1315 Vramb ynd Tmmb rmmb das kint 

So ernlllichen facht der flang Tnd wint 
Es wart alles von bifite rot 
Der (lange raret des kindes tot 
II Do der wint der wenden entpfant 
13SM> Sin trüwe in aber f^rbafz mant 

Vnd mfit in 5ch fin fmertz Til fere 
Er nam einen Witten kere (XXX 6) 

Vnd was ym fo not über den flangen 
Er wolt in über die wagen erlangen 
1325 Mit einem fprnng er dar über fprang 
Das der wagen milFelang 
Vnd fie der wint Tmmb ßielTe 
Ye doch der wint nit enlielTe 
Der fiange der mfiß Ton ym ßerben 
^ 1330 Nn mocht das kint nit verderben 
Als ich üch wil fagen fehler 
Die wagen hatt hoher Hollen vier 
Die behAbent dem kinde fin leben 
Sin antlet was gekert eben 
1335 Vnder fich doch rfirt es nit 
Als üch myn mfint hie vergicht 
Der felbe hübfche knabe klng 
Hatt in der wagen loffes genüg 
Das ym zA mal nit enwar 
1340 Der wint der hfib fich wider dar 



Vm dmfieheu wegfem megfirnrn* Si 

Vnd leit Hch wider c& der want ' 

VdÜ leckte fin Vfinden alii hant 

Wan et gar übel was wfiot 

II Darnach in kurtzer ß&nft 
1345 Daz tamyereo nani ein ende (XXXIa) 

Die ammen kament i^ffen bdltende 

Zft dem kinde yff den M 

Do was es fweifzig über al 

Vmmb die wage vnd Vmmb das kint « 

1360 Sy fahent dort ligen den wint 

Der was gar Ton blAte rot 

Die ammen fcbmwen owe der not 

Das wir ie wurden gebom 

Das kint hat fin leben Terlorn 
1355 Die wage iß Yiqmb gekert 

Es lit f ns armen diernen hert 

Owe Ttfd ach das liebe kint 

Hat ertStt myns herren wint 

Die ammen wurden Ton leide fo trmme 
1360 Das £j die wagen nit kerten Tounbe 

Vnd £j wurden fnelle ze rate 

Sy woltent fliehen trat 

£ das man in den tott an litte ^ 

Zu der Telben ßette 
1305 Flfihent ty alle dry do hin 

Die fr5we bekam Tuder wegen in 

Do die fr5we die ammen fach 

Gar züchtenklichen fi zÄ in fprach (XXXI 6) 

Wo wellent ir hin fo gefwinde 
13T0 Warnmmb blibent ir nit by dem kinde 

II Sy fprachent mit eynem grofzen gefchrey 

Ach liebe fr5we heya hey 

Vch Tud tns iß übel befchehen 

Das mnlTent wir üch hie TerielAn 
13T5 Mins herren aller liebß^r wint 

Hat erwürget tns das kint 

Vnd iß die erde blites Tol 

Man ficht es an dem winde 5ch wol 

Wan er iß blutig über al 
1380 Die frSwe wolt louifen in den fal - 

Do Tiel fy nider vnd wart gar fwach 

Wider fich felbe fy do fprach 

Owe das ich beroubet bin 

Des lieben eynigen ffins myn 
1385 Owe das ich ie geborn waft 



Fm dm Jkkm-w^§/m imgßmn. 

^ ' II M Aer MbM fiuC 

Kam 4er nt^rjimt bcf« 
, Er boite klegUchen nere 

*Die frowe fchrey rm4 4ie aaiacii • • 

1990 Er fprach m s«tte« BaiBeii 

W«z fbhrftMit ir myn lieben bint (XXXIIft) 
fl Die frowe fprftcb berre «wer wial 
Den ir fo recbt liep baben 
« Der bat ertoUet tnfem knabea 

1995 Owe acb Yod iener acb 

Das icb den wiat ie geCacb 
Was Iiaa icb i^fkes leides tob yn 
II Der ritter ^ieag in aeraes gryss 
In den fal da da laf^ das binl 

1409 Zu fi&nt erfacb ia do der wint 
Er ricbte fieb yff aut grofaer not 
Als ym fin frAirflieb trawe gebat 
Er geriet x& fiaeoi berrea gaa 
Vad wolt fieb ym geliebet baa 

1405 Nacb fiaer altea gewobabeyt 
Der ritter da nit leager h&U 
■ Er sackt fin fweii TaMalTea laag 
Dem winde er das boapt daanea fvaag 
So zomes toI was der ritter 

1410 Er gieng ia reebtem leides sitter 
Z& der wagen vad bert fy ¥aunb 
Do lag das liebe biat ftomaM 

Vhd btaft ym aat vad was gefaat (XXXHfr) 
II Do wart dem ritter erAe knat 
^ 1415 Das der flange tatt da lag 
. By der wagen er erfcbiak 
Do by fo bekaat er w(A 
Das der wiat waa truwea toI 
Vnd er 4aa kiat befcbirmet batt 

1490 Ei fcbrey lai an der fiatt 
O berre durch das liden dia 
Wie bon icb dea lieben wiat myn 
So gar moffilichea ermort 
leb gloabte myns wibes wart 

i495 Acb beya bey wad iemer acb 

SUn «leider er Yor leide zerbracb 
Vnd fläg lieb felbe yad rofil ocb awar 
Vs finem bonp^ ein mlcbelteil bar 
Er fpracb owe der getruwe wlnt 

1490 Hat mir bebfit min liebes kint 



Vüu den ßehm wegfen m&gftmm. 

Er hat den fliiiig«B gebüTeo tot 
Owe not über alle not 
Was han ich «rnaa \n geziegea 
Ich fy in dort Terwondet ligen 
1435 Als in der Hange gebiiTen.hat (\XX11I«) 
Ich wtl für myne milEetat 
Gen Jemfalem hin keren 
Vnd barfna mieh generen 
Wie daz got an mich begert 
1440 Er brach in drü Back fin fwert 
Vnd gieng hin barfüfs dber mer 
Vnd nam her wider keine ker 
Er beleip da xntsL in finen tod 
AI» JM fln getrawe« hertae gebot 
1445 II Do Tprach der neißer fdrbafc 
Herre haat ir gehöret das 
Was ich uch hie gefaget han 
KAnuet jr es wol verftan 
II Der keyfer fpraeh ia ficherlich 
1460 Es iß fremde vnd erhlrraklich 
* Der meißer aber fdrbafz rett 

Er fpraeh au der felben ßett 
Herre tottent jr üwer einigea kint 
So wilTent das jr des gewifz fint 
14&5 Vmmb üwem wibes rede alfo 
Jr werdent niemer me f ro 
Vnd das nch gefchicht gar vil wirfz (XXXIII 6) 
Denn dem ritter glonbent mirs 
Der do ertott fin heften wint 
1460 Der im behüt l|att fin kint 

Der keifer fpraeh mit gutem fftg . 
Dis bifpil daz ift hubfch vnd klftg 
Vnd gefeilet mir fo iennenklichen wol 
Min f&n aoeh hat Bit Aerben fol 
1465 II Der meifter fpraeh fo tfint ir roeht 
Got fol es noch wol machen flecht ' 
Vnd fol dch daacken das jr n^ich 
Hut habent geeret demätiklich 
Got pflege üwer Iteber herre min 
1470 Alfo fchiett der meißer hin 
Do die keiferin das Ternam 
Z& dem keifer ty do kam 
Vnd weinte gar grawelich fere 
Sy fchrey hüt Tad iemer mere 
1475 Lebet üwer btfea kint noch 

8 



Ich wait4l^ er ^to* eiimrtkel t»d 

Dem keifer fy ir lidM clsgt 

Aber eia lii^ril ßf jrai fiigt 

Si f pracli IvArf« ▼•nraneM InMi (ULXI V n) 
Mül CA ^ac eifl keifor gätet vkh 

Der hat einen wält der w«e ]A% 

Vnd lieff dar jime VUdtes «guAy 

Doch fdnderlioh «in «btr was 

Dar jnne der aliea das fräs 
1485 Das jnte g<Morße ^ahen 

Das wart de« keifer t«l*fBah«n 

Das der eber ^ie lüie fa toi 

In flnem rifche •t do gehet 

V nd htefa das fohmn wm vnd Tamh 
1490 Er wer abn*e H«h wife «der tum 

Wer den eher ilidiBhte «rtditea 

Dem weite «Ir lielffea ns lallea aottaa 

Vnd weit ym fSa einig torchier gehen 

Vnd daHiteh nach Übem leb«n 
1495 Seit er an Hner kkM kctfer lia 

II Nu was liiemaat imder ih 

Der es gettefte Tnfler ialiB 

Denn ein g e h&rlf cher armer wam 

Der was fein ifchiflhirte 
1500 Er gedacht eh dir die techtor wiifte 

So wirßa ynd>4fai gefileeiile tkh. 

Ksh *vrU es wvgen Ticherlich (UXIV b) 

Der fchaeffhiite fieh des hegeh 

Er nam z^ ym Iln bitten ftab 
1505 In den walt er hie fia hiim 

Der eher dae gar haldte iwettiaiü 

Er Ireif iiea gehn^n gar f rülhUeb aa 

Ffiehende wart der atme man 

Vff einen biaie >er fai «ntweicii 
1510 Der eher iM ^il maalgeü itofiloh 

In ^den ^fitne >nnt dea eeaea 

Das der »gehnre lwg§nfAe -^edea 

Der hSme weite Mien aider 

Er Toieht ^«riiehrea Oih vad gettdhr 
1515 II Nu hat der hime ehee 'eil 

De brach der gebar ia dem ini 

Vnd warff es dem lehbr "her Idi« 

Dem eher et vil fripade gehe 

Wenn er «ik des ohea ü» faft . 
1520 Das yme der :vftwe ^ia 4ail %eh«aift 



*A 



Er leit fibh «ider sn »Inf Ürtt 

Wenn «r An «toi was Jb fiiM 
AU der geboM <iM befdtat * 

Er fieig herabe iNiynlidM* dfitebl 
1525 Neben den eb«r «r Itf« AiCi ^ttXf ^ 

'Stoor igoMkiMAeit «r sll TWgtTs^ 
Er kraawet di« «bw ^r fAnOMHIcli' 
Der eber dar 'W%H9 v/U fkk 
Er lag Tuta «r «liilK(«tfe kftrt 
1590 Do dia 4e« )g<i4iiii« jMMl ^i«rt 
Das dfea »abMr eUllaffsii irte * 
Sia fetba air du tflft vwisaa 
Er zoch 11« «haflslr «Ab iittyttiU«h 
Vnd gabikM tsbüT «itiMi MlAi 
1535 An- die Male «his hMt laipb 

Alfo der ^abtr ^^ to«lileiP eMTwA 
Darnach ünrto attirä ttninlg Jaift 
Sagen ich üdi flohetlliAaia iKtt 
Der k«i0Mr da fl» «nda *»iA 
1540 Der gebov«« fla ßa(l kam 
Vnd war» g«Mi>tig ln»i(ar vidi 
II Hefba ^tfnt ir %il Vrt'Aailian Mltüi 
Airo fprai^h 4lia keSfbrfoe 
So nimenttfdis In a#etii FfAnift 
1545 So vil ich Adi lüs bii>ll MtodM 
Vnd den rdchiki gfflnt e i ' gt i ii iail 
II Der kelfef l^attk kh iMto «lOi ^MtaN 
Sicherlichen gar geim geMIrl (iL^KlVd) 

Itk hjBii «s avski -MW&mAm inti 
1550 Üwer m&nt fAtbaii #ad«n <bl 
Die keiferin gar iHAiKfii t^MA 
Uerre nH Mettkaut 4ife tWdi 
Der ober bet6tt ü^sv perCbd« ' 

Der gSiräMiiikliah die k«Me 
1555 Solte iragan dds flat jr 

Herre nv fottsat jr glaabStt luir 
Der hirta batdiet üwar btftw hin« 
Dem alle bofzheyt afl cUfai fM 
Der mit kftdl mä mitUbm ffak^t an 
15eo Wo er itdi alle tage balfiegMl la* 
Vnd als der hirta dam aber kralfe^ 
In glidiir irife hat «r. ftch g^lHiel 
f ch z& akardail vad «ft tteati • 
Vch iA l&Bht #d1 mit difoa n^tah 
1565 Dar zA nwers kiodaa aiaiAair ISat 



90 .V0f^ dmßM^n wt^fm fimgßem. 

m 

\ 

Gar nabe ali hiSe, al« uirer kiiit 
Sj kraawent üch in difer aitt«» 
Bift üch uwer kiiit getotto 
Mit jjren faUchen m«ren 
l^tV^BS^an fy nit ändert garen 

Würden ikww fAn herre dae kern im wol (XXXVI a) 
S« Idtleat Ty ir feclüB vol 
Herre ir hant midi wdl .Temomen 
Nit lafsent ee hie üft komen 
157Ö Behaltent da« heffte in üwer hant 
Da« üch belibe Übe lüte .vad lant 
II Der keifer fprach da fageß) mir recht 
Ich folties mom machen^ fjecht 
Er fol nit lenger haben gemach 
1580 E mir befchech das dem eher befchaeh 
Er mM% morn d^ todes wefen 
Nit lenger lafz ich in genefcn 
AU der tag nu vaa koiaen 
Der fon wart aber hf ruf a genamea 
1585 Vnd wart gefüret fÜridmi kdfior 
Des keifera Bijm^ iTaa riit heifer 
Er rprach für. nfa dcfa ^ofen fchatk 
An den galgen htad^ den. balk 
Das hat ec ?erfchnldet wol 
1590 Darummb man. in henckoft fol 
Er fpracjii heacker nym din teil 
D^i^.hencker pam in an ein feil 
; Vfld fürt in va für die ßatt 
Manig m5nfche jm hin nach tsatt (XXXTI fr) 
1595 Mit weinendem hertzen fera 
Na horent fnrbas mere 
Do kam aber ein meiüer gerant 
Loculus was er genant 
II Der knabe fach in vnd füi&ate tieff 
1000 Dem meifter die oogen tber lieffen 
Der knabe fach in weynende an 
Als ob er fpreche zwar ich han 
Nüt verfchaldet difen tot 
Hilff lieber maifter mir ts nei 
](H)5 Vnd hilff mir gen dem Tatter myn 
Das er vergeife dea aamet fin 
II Der maÜler afl.der gemeinde fpnieh 
Do er den knabm weinende fach 
Durch ieftts ChriAus. wenden rot 
1610 Lafsent üeh Ait fhi ala not 



Von den fMen wegfen fMgftem. Vt 

Ich wU «B den kelffer fftchen 
Ob er WkjwMt bette wftlle geracben 
Ich beffe ich uroUe findeD einen llft 
Das ich ym h^te fin leben frift 
1615 II Die gemeinde fcbrey nu b&wenl drin 

Nüt f&ment ^ch lieber herre min 

Alfo der meißer kam geränt ' (1^X11 VII a) 

Do er den keifer litiende fabt 

Oben in dem paläfs 
ld90 Er kniewet fdr in al« biliich was ' ' 

Vnd wartet grfiJTes do Voln ym 

Der keifer fpraeh da mich vemym ' 

Du b^lewicht Tnd ir alle fiben 

Was greisen morfläs ;hant ir getriben 
1625 Mit mynem kinde'das ietx mäf» Aerben ' >■ ^ 

Zwar ir mulzent onch dänimmb Terdeibea 

[| Der keif er dem meißer ondi fdr leH 

Als er dem er&en hatt gefeit 

Wie das fin fän fin liebes wip 
1630 Gefchendet. weit han jren lip 

Vnd feit ime die ftuoke alle gar * 

Als yme die keiferin hat geleit'd«^ 

Do fint jr fiben fchi^dHg an 

Darnmmb jrfoUent den tot ondi-han 
1635 II Der meifter forsch nir helff fns got 

Dnrch lia barmhertzig gebot 

Wenn wir ■& mal Tnfchaldig lint 

Vnd onch vnfer herre. das fromme kiot 

Doch gntdiger lieber herre min 
1610 Ich wil lach fagen minen fin (XnVII^) 

Hett Tnfer fr2>we ein Idnt getragen 

Sy hett in diefen tagen 

Vwerm fftn fSliche fchande nie uff geleit 

Das wiffent für die warheii 
1645 Herre ich rat üch in gäten tfvwen - 

Das fol och niemer gerüwen 

WÜTeot t&ttent jr dwern fan 

Vch koupt ein fSlioh liden danoa 

Das jr niemer mere. 
1660 Gewinaent mit no<^ ere 

WSllent jr dnrch «weres wibee.wort- 

HAt Tcrheogen fSlichen grofsea mort 

So gefchicht 4eh wirfer tu 

Als ich üfih fagen wil . 
1655 Wenn einem alten littar gefchaeh 



Der hett gm* ||DlieU;fin genweli./ . 
Po gfJIbte y 4ma» fite ^y jt m maH 
Er Mnd«.M ir<^.1r»r wfift'e# Hiti . 
Von jreit* >Moffto* alt. tor fibft 
1600 Wtit M' M den praoger gcleife 

Gentzlidlt gaa^o «Ha fbhntAo 
; K^Otoe keife» ^b«|c1i b^ mjtiier haUe 

Meißer foi fag mir di* gäfiofaioli« (ILXSnilo) 

II Der meißer rprach ddt .tira Ick nllitf ' 
1665 £ das icli gefeit cBii. wort 

So wer üfwer fän dort ofx etstovt 

Vnd .«llQBtticIlen «lOoilMin 

Was hetfe teil dBHi bie gewtiiiieai < 

WiMiiD tir db« bü^iblidven g«r« 
1670 fiot feillciife ir faeiro mieh «itae goififrii 

SA ßänr n «Cell dingen 

Sa lleifilettt nwer fcint her wider b»i*g«B j 

So tSn ich.teh d«fr bifpil kdn* 

Als balde lieli. 4tt gef^t^ nin m^ 
1675 So mogent j« in dUen ndtten 

Dar naeh, leben lan odcn.CotAen ' 

Der iMdfer ^3 AAnt aift enliei^ 

Sinem ffin mWäm^tiffm hieS% 

DoiiAiab in irideü ftdO* In 
1680 Vnti e» iMsitriUBiii des taneiten. fin 

Das gefchadi iwdi faeScoklicIi 

Der melAer fprach nr hJareat mieli 

Blüe. mal« in elanr ftotd Aiü 

Ein alter ritter a^ merftenidat 
M9m Dttt hut ein ftoltees. jaN^M irip (l&XXflil») 

Die wa» jm iiiebei denn Sm U^ 

Als üch euch AaA ^w«r> mfit 
>ün pflag eins llttlstf der «itter gH 

Das in des nit tetftrofn 
1690 Alle «cokft er fctbet flu eäffo bellet 

Vnd wenn er Mt äba# bvttei icala 

Die näfzel cv Vader Tin Umip« taltt» 

II Na waa ein gefelktB in der fall ' 

Das niemant nachtes «ifiir weipifl tcal 
1695 Vnd wenn ein gtocbe^ gelittet wait 

So Jag es allen den* liaH 

Die damaeü wundaiä I9ltaa. 

In den galTett al» fte woMen 

Wenn die fcharwteiiteV' fingen 
1700 Alle dia dm^ natlU«Mi fWngen 



Wer in warfr den f laftenl iy iyi 

Vnts das die aa^t kttn kia 

De« morgeni^ Sm Bfi «art tag 

ZA ßflnd er in den praugwr lag 
1T06 0«ffenlicheii «n d«r SLimStm 

Hie Ton ioh diCi rode laffe 

Icli fagen «ia ea den ritter gieng 

Wie er Xin leben ane gefing (ILIXIX«) 

So waz er ale deai wIfcA aft all 
1710 Vnd hat oach ait dea übe« geWalt 

Da« er nach finea «ibca gir 

Mdcht nach laß gahelff»n ir 

Als fy oottddrfftig waa 

Dammmb fo (tdiaff fy ir Mhw Am 
1715 Da« fy nü langadatan boi^l 

Mit einem hittea l> Hch befolgt 

Den hat fy lieft ia bert*cA gar 

Na nam ty dea ieU ab«R war 

War der man die flülTel tett 
1720 Vnd wenn f> kaBieat an da« bett 

Vnd fo der maa eslflaff«« waa 

Der £Mrel fy d» ait «evgaa 

Sy nam die fl4ffel md gteng hin ^ 

Z& yreu b&ien in fln hne 
1T25 Vnd wem fy by j« «ia wifo waa eloA 

So gieng fy b^ tlieh wide« lMy«aa 

Vnd leit fich b& jrem man widet 

Als wer fy da gelegen lyder 

II Eins nachtea nach jce gewoahell 
1730 Stftnd abar a9 die frowe gemeü (i:XlIXi^) 

fiy dem aUaa fy T^rirafz 

Die tdre fy abar vff flafz 

ZA jrem bftlen fy hin fleioh 

Dem ritter do (in Oaff eaiwaiiih 
1795 Da« e« «wacht alcnhuat 

Vnd do er ISaa «ibes aii anlaat 

Do A&Bt er wS mU vageliaba 

Vnd gieng s& der Hegen, abe 

Die hufztiv fani er offea Bann 
1740 Do nam der ritter wol getonn 

Einen reitel Jaag vad grofa 

Die tdre tt horte wider beflo& 

Vnd gieng wider oben in 4fM hut% 

Vnd l&gel afi aym iwaftet «fs 
1745 Gein der gaibtt oh der tdr. 



40 Von den fid^m ufm/fim mmjftem. 

Ob fin wip icht Itcm da fi&r , 

So fy TOD jrem b&len gi«ii|^ 

Da« er fy oben off eotpfieng 

II Darnach über lang ea wart 
1760 Do kam die ßoltxe frowe sarl 

' Vnd fand die türe hert benofzen • 

Sy wart grüwelich daran bofzeln 

Der ritter fprach an der ßette • (^I^a) 

FrSwe TerfmaheßA myn bette 
1755 Dn boTe hut nn fich ich wol 

Das ich dir nit me getmwen Fol 

Do halt din e gebrochen 

Zwar e« wirt gerochen 

Dn noAft vor der türe Ilann 
17(i0 Vntz da« die fcharwaehter koment gao 

Vnd dich 5ne alle« TertrielTen 

Morn in den pranger flielTen 

II Die frowe die antwurt jm alfo 

Zu jrem man fprach fy fo 
1765 Min lieber herre wie reden t ir 

Ir follent wol getrnwen mir 

Ich wil üch felb die warheit fagea 

Danen fo lafzent üwer dagen 

Herre ich fagen üch. an difer ßette 
1770 AU ich by üch lag an dem bette 

Do kam nyner m&ter maget . 

An dem ifenfier fy mir iagt 

Min mftter die hett mir Terknnt 

Da« ich zft jr kerne zä Aftnt 
1775 AI« fy grofz gat mit eynem kind« 

Da wnß ich nff gar gef winde (XL fr) 

Vnd weit heymlichen gan zA ir 

Herre ir follent glonben mir 

Ich han üch ficher war gefeit 
1780 Ich weckt nch nit gern irf mjnen eld 

Ich han min m&ter onch gefehen 

In grofzer krangheit m&fz ich iehen 

Vnd han z& üch geylet her 

Vnd iß noch min« hertzen ger 
1785 Da« ir die tür wöUent vff t&n 

Vnd lalTent e« fin ein fna 

E da« man die glucken lüte 

Da« ich nit gefchant werde hüte 

II Der ritter fprach du feit gewifz fi» 
1790 Da« du de« naohte« nit kftmß herin 



Fon dm ßehm toegjbn megßem. 41 

Si baU Tod fledit tÜ md me 

Der ritter Terfeil ir imdi als e 

Vnd er tett dai Tnmb das 

Da« fy gewitugel wurde deft brnfs 
1795 II Do rprach die friwe erbermfaertifclieii 

So wil ich gan ertreneken Hncb 

Die frSwe eA eiaem brönnen kaai 

Einen grofsen ßefai fy do nam 
' Vnd warff den in den br&inea clar (XLIa) 
1800 No neich die fr$we ich fagen 4eh war 

Heymlichen an des hnfe« ort 

1^1 Do der ritter das. erhört 

Das grofx gerümel in dem bronnen^ 

Er lielf herabe TnnerfTnnen 
1805 Z& dem brennen liefP er 

Vnd rftcht fin wip hin ynd her 

Vnd do er fy nit eafuit ' 

Er n&g Tnd roafll fich zft haut 

Er fchrey fceya hey ich armer man 
1810 Wie grolTenmort han ich getonn 

II Die wil der ritter clagte ly« ' 

Die frSwe lA dem hnfe in gie 

Die türe feftenUich fy lü fpart 

Obenne an dem yefter fy laohen wart > 
1815 Do ly hört jren man 

So l[|eglicben fleh gehan 

Sy fprach fag an du alter tor 

Warommb ftaftft dife zyt danor 

Benüget dich nit mit mynem libe 
1830 Dn nrftß anderfVo gann zA wibe : 

Gaßfi nachtes m difer ftette (XLIfr) 

:KA dinen fnüren ynd lafzeA royn bette 

II Do er ir ßimme hört all» 

Do wart er Jnneelichen fro 
1895 Das fy ir leben noch denn bette 

Zft Jr fprach er an der ftette 

Gelobet fy der werde criß 

Das do noch fr5we leben t bift 

Wenn ich Abel erfdiroAen bin 
1830 II Nd fag mir liebe frSwe myn 

Warommb fbliAIdigeft du mich 

Des zwar nie gedacht ich 

Ich weit dich witzigen Tnd' anders hihi* 

Sy fprach da lAgeft al« ein btfewicht -^ 
18B5 Es ift ein ge^prochtti wort 



Dai han idir yft Tni i« gpdiftii 

Wer do geUieadk* td 

Der woU gern sä feller ftü 

Das itdMnifeii gofckenl wfira 
1840 Dm lA «iitli dUia li«0izea geee 

Da legoft- Mip Tmlettfk s& 

Die da kagaft fpat T«d fH^ 

Daaoo fo Aant di» ttad»! aide 

11 9er ri(ktef fpMuih wie redeftS ib (Uli«) 
1845 Sgr fpmdi in gätem redea ^ch 

Macht da vol gehSren mieh 

Gedenck waz d«r ▼!£» man gkhl 

Arme und iw»fEiirl iß g&l aiht 

Riche ynd ei» l A gi aai e 
1850 Die werdent z& jangft va aer a 

Alt ynd eis nar da ky 

Die gebreßen hafti rile drj 

II Da biß UM lAgenat tlid biß m^ 

Waa 4« t&ft das kdßft vff m»c1i 
1855 So biß du* Iwraoht vad bUk aife 

Vnd laß ntyieM Upt welgaßall 

Vnd gaß at diaea fnäaen fbiffeai 

Got der fei dick btHicbeia Araffaa 

Damminl» fa lide dich top dev tAm 
1860 Efll kernet diner feleii wol %f^ Mite 

Wenn da haß t» «al Taireboldfli 

Darammb fo Udo ea mit gaduU 

Es iß din gHMska iah faga ür wi« 

Das da tti pia lldaft alliie 
1865 II Der ritlaji i^raah trat frS«o fl^A 

Da folt gen mi« baimhfvtzlg ßa 

Weißt alt daa got UrkeniHlft haA (XtlU) 

Vber des moaJTthen «littaM 

Er nymet beiTaaaaag «oa y|n 
1870 Min lieba. Mira Toa avv iak ayip 

Beferanng daa t&a ich genn 

Waz da an mich kaaft. begarn 

II Die from fpmak av ndaeal achi 

Weliche ftdiel hat didU »^ afmplradigtr gemaeht 
1875 Es iß gottaa wttla «ol 

Das man dkh hia piaiftMi M 

Ich fagep dir tiSt dia toswe aiya 

9ta fcaaNA dia aaaht rH hat fiaa 

Vad da Isi aUb rali jm» reMa 
1880 Do lat maa die glaalERa. m 4er ßette 



Er fprach fdi^ nu&flnftft Tm 
Liebe frSw« |alk micit >A M» kl» in 
08« ich nift tff 4ifto m4«i 
So laA«Bl|cli8n gieridunitet wevde 
1886 Pie frSwe die fpracii tein Tintit h«b 
Das lüten «lympt dte finde di> «h 
Daraiiit«> fo KAe ee gednltenklielv 
So kmeft^ ia daahiennlfericli 
y^i fh» dia red« slfo gvfellMh («tili a) 
1890 za Mäk «Mft dott har lilTifeiB Iboh 
Die fcharwa eklet alt» gemein 
Den ritte» alter» ein 
Sy in der giaVe» lAndent gon ' 
II Sy fpraidwM' ift «Ue reclit gelMMi 
1895 Da« ir der Jlatt gekett nll kalten« 

VmA f&lidie» gtnge de«, nathten wallenl 
E« iß 9lfm b£bn neMi«» gUeh 
II Da« wip rüfffee her ai» elegliak 
Do fy die leharwaeli^r faor^ 
1900 Durch gnt rnfnemcn^ nkk «In wntt 
Vnd ntnent aiyn redn^ in 
Ir wülTent wal we« tocktiit fck bin 
Na mag j4l üok nit lengev iFeilWlge» 
Min man der gat alle mmlU^ UgM 
1905 Zfi Hnen fünaren andetfif« 

Wie mScht iah {flner weipdnii fr# 
E« iß wwt dpe^ Ich fbah Alg» 
Ich han gnneartet ille tega 
Ob er fich hkM^Mk vAlte 
1910 Von reckt nU nr lolltt 

Ich ü^elt e« nü gevti irfs Dsgen 
> JIii mAü« Ich ««^ leidet olagon (ILHII) 

Wenn er fin bnAikeli tah enlat 
Durch nieaia» weder M noeh fpnl * 
1915 Darnmmb fla koment h& h^lÜ^ mir 
Da« iß an Ach min« heM^en gir 
Ich bitt dah- durch do* «tiften gel 
Da« ir nanh dem g e fol D t twil gebot 
In wollend |u«vtkliah ftraifen 
1920 Vmmb da« er ad sndam gut fftafMi 
Do nament fy 4«ft ritter alt " ^ 

Vn« IftHen in mit g«w»ll 
Vnd flnrzeni in da«. nAehHea In 
Vnd do fdr kam dea tage* Dtkla 
1925 Do bittent fy d« nf«l#ng«^ 



\ 



44 Von den ßebmi weyfm mm^ßern. 

Sy leiten t ia jn ien pcanger 
Da« m8& der ritter liden gar 
Jong Tnd alt gafft Tff in dar 
II Der meißer ift dem keifer fpraeii 
1930 Hftn» hant^ir dife (aefa 

Verßanden al« idi üeh han gefeit 
Das volt ich gern Tff mynen eyt 
II Der kejfer fprachia vff mjn ere 
Der ritter erbarmet mich harte fere (XLlVa) 
19S5 Dae jm die fmacheit ie befchach ' 
Es waz wol ein feige fach . 
II Do fprach der meiüer aber do 
Herre ir werdest niemer fro 
^ Zfi pfände wü ich myn lip 4i$h geben 

1940 Lafzent ir Awern tSm nit leben i 

Tnd wollent; in djtreh 6were wibes redettten 
Daz Wirt ein net über alle noten . 
Gnädiger lieber herre myn 
So foUent ir de« gewifse. (in 
1945 Das üeh vil wir« wirt befchehen 

Denn dem ritter da« wil idi teheu' ■ • 
Den do fin wip alfo verleg • 
Vnd in fo Talfchlichen betrog 
Der keifer fpraeh der felben ß«nt. 
1950 Nie bofer wibe« wart mir kunt 
Ibh han gehört die bifpil gern 
Nn wil ich dich onch eins gewem . ^ 
Min f&n fol noch hiit nit ßerben . 
Noch an finem übe yerderben 
1956 II Der meißer danckt dem keifer de :- ' 

Er fprach herre ez knmpt noch alfo 
Deswil ich dch myn tr6we geben. (XLIV6) 
LalTent jr 4wem fün leben 
Es k&mpt uch hie nach zu gnt 
1960 Hie mit hab got in finer h&t 
Üwerii lip. gar willenklich 
Vmmb das ir haut geeret mich 
Das 6wer kint hat blibet leben 
Hie mit wil ich 4ch got ergeben 
1906 Die keiferin alle dife werte 
Von in beiden hat gehorte 
Vnd das der jnngling noch denn lepA ' 
Vdd nit an dem galgen.fwebt / 

In ir kamera fy do gieng 
1970^ Ein weinen fy da une fing 



Von den ßebenwegfen megftern. 45 

Vnd zerzenel Tnd Mg Reh. 
Vnd Tchrey dartz& fo gTymlich 
Mit later Stymme ach Tod we 
Na ift mim lidcfts aber me 
1975 Das myns yatter tochtee ie geboro wart 
Ach der ellentktichen fort 
So ich in dis laal her fdre' 
Da« ich nit ertranck in dem m&re 
So were ich difer T«rfäiehe abe 
1980 Die ich in difer Fr&mde hab (XLVa> 

>Owe des weynen ich die helffen irehen 
Mir mag kein beferolig befchehen 
AU der fr5wen gefinde das horten 
Sy kuntent ez dem keifer dorte 
1985 Vnd feilen ym di« kleglichen not 
Der keyfer wart ▼ov fdireckeä rot 
' 2% ir lieff er gefwindo 
Hie ni lies er daz gefinde 
Er fprach o liebe frowe myn 
1990 Wiei macht da fo Tnm&ig gefin 
Du nit alfo das* ift diu ere 
Dlis bit ich dith Tön hertzen feto 
II Die frowe fprach gar zfichtiklich 
Herre die grofze liebe die ich 
1995 Mit gantzer tr4wen z& nch han 
Dag ynd nacht 5ne abelan 
Das ich des nit mag genielFen 
Vi|d mir -fmacheit ynd yertmffen 
Yß befchehen ja tafentfolt 
2000 Das mir myn hertze nit fpalt 
Das iß wol ein wonder grofz 
So gar bin ich an frodden blofz 
' 'Doch weis ich da« in hertzen wol (ILLVfr) 
So ich die warheit Hagen fol 
S005 Würde es üch iooh übel gaa 

Min Tatter wnrde» mich doch nit tan 
Er iß fo gewaltig vnd fo rieh 
Das er wol mag erziehen mich 
II Der keif er fprach das w&Ue got niht 
aOlO Das iemor befchehe die befefaiht: 
Das din Tatter dich ziehende werde 
Die wil ich han fo Til rft erde 
Du folt onch kein gedonckeii han 
Das ich dich leiiier me wSlle lan 
2015 Die wil mir got myn leben lat 



So foltd haltoil fülln :,nit 
Do Ton £b ias ^«itriraa fin • 
Das bit ick dich lisb Inivo .iDfK 
|] Die frSwe di« {adh dmi keyiffar ati 

20SE0 Alllsr ff dp v^ioAii >bogaii 
Sy fchrej aber swe Mdk 
Z& dem keiCnr fy «d^ Ifirlidi 
Herr« ir nu&iptet noidi l«»boii lan^e 
Wie es «ter ifadb da« gal gkng9 

lM(»<Bo han ich ^ir JchunIe inieffichl 

ich ifem iM du ifcch h«l«hkfat .(XLVIa) 
Als ejnn «dfcter mit fytn fea hefkduich 
Dem moa groCaer omb lach 
Iß es mir iron fach eiioiipi 

2030 Der fall w olt nit finii matter haa^ 
Vff e|«B IdldMiff be^aaben 
Dem felben glicbdn Seh i|wer'a httän Ittiaben 
Vnd was fin matter donifa in ^cßoDbah 
Vnd ellentküdieii dardi in veiAarben > 

2035 II Der keirev fpHwh hefdieid odoh bfllh 
Hertve liebe irSwe wie wak 4ai 
Die keiferia l^radh i&ch M myn al&iiti 
Dife Ikcim hilUchea t&a kftnl 
Wenn ich faoffisa es if «di gfil 

2040 Do Ton Tavaenent m^Boa m&l 
Zy Rome ein g^tet ritter Anfo 
Der wolgebam tva M wafs 
Der hatt *wa tfehter tnimnfiA 
Na waz der ritter idea gomon 

2045 Das er TnmaiCen gema 

Tamiert rad ^ch mit dais fpare 

Das er den rchytmpff fo jA\ trtfih 

Dbs y«i «w ^!^ «Qte ^^^^ )(UiVI5) 

Wand er YOrlaart was er hat 

2050 In der felbes ^aftt 

Ze Rome aush aia kaifa» Cafa 
Der Taft rieh vad mächtig wt«a 
Er hat tU goldaa Tnd wito Jaot 
Er was OctanianiM gatoftüt 

2055 Einen tatfn TOn gioUea atf iMita 
Ze Rame ßaa tn der Mte 
Darüber fatale ar eine» «Uter gul 
Der des tnraaa hfO; ia hat 
II Na kaaa der «nder rittai? Wart 

2060 Beide ymii^ hamefah Tnd tnttmb |p|e«t 



Der do fo gwn dHMMEerte 

Vnd das Qn vevliefiei^te 

Den eren nach -«ff der ban . 

Sin erbe wblt er TtBckoilftl han 
2065 Wan er troe 4be*ptet gar 

Sinen f?n rAffll «r dar 

Er fpmoh A ym mfm liebUr fla 

Wie foi ich myner lariD&t iAa 

VerkSff ich nln «ifte Wa« ibh hau 
!B070 So mäM vad dia Cwafierea helftdti Igaa 

II Der rvn a& dem i^ter fpMoh (UVIIa) 

Tatior «U» wer «ia «iiel fach 

Soltent wir vAt ven <diff erfata 

Vnd wolteA rna aW iga^ verderben 
2075 Das düehl tnkh iCa gi^fafde s 

Gedenck fuA «dae ^ir etttpae weadet 

Dae d« di^ea f^tribea ^es tbl^«i|ff 

De« haß& gar vü beffin* glimpff 

II Der Tatftea ffaaoh gaiellet «e dar 
9060 Vnd wilti 4aa Jialflea our 

Der keyfer dea int «Hldas f»! 

Ale tch «dh berolHMlea wil 

Der torn llecki goldt» vol 

Darin Jb f^rahealc wir ein hol 
9065 Vnd grabent umäßt des tom ein 'Weh 

Got DMig TB« gehialffein aech 

Vnd nement deir ufk ala ifü wir Willeill 

Vnd turnicmat doM aber nit daa .f el^llea 

Der fftn fpaaeh dar rat 16 g<l 
9090 Vnd ift mir wnoh wol b& auk 

Ich wil mich dei vil anjinva fchauiea 

Von foliehen «roffetti Atelae ai «tmea 

Wenn dae wir «volbr iMb# Mtkoattea 

Vnd wir alle beltain daofeai i()U«Vnfr) 

2«» flKt An der keifer daah gnftg hat 

Vatter dis iß det befte trat 

II Sy ßftndeo bekle iM M^ aterhlac 

Vnd machlent Itoel |[^abaaehlee 

Vnd giengent ;a& deai teiae «hin 
9100 Vttd gaAbent etn loch «darm 

Vnd nameni dae IgoUee *f&l hMufa 

Vnd tf ngenl «s hesyin in it ta». 

Der ritter besalt IIa ictaUe .^nta 

Er machte lUh ahar <ai ideaa 4a«ibi 
9105 Vnd ßach Tud 4nMiaeat «Iber »te « 



48 Fon dmi flehen wegfen meyftern. 

Nn hSrent wie es f&rlNii ge 
II Der ritter der des tornes liftte . 
Der gedacht in finem mät 
Von recht ich billldien folde 
2110 Ooch eineß lügen sS dem golde 
Der ritter den turn vff flofz 
Der fchatz Aer dnt^l in nit als grofz 
AU er Tor waz gefin 
Mit dem felben faefa «er hin 
8115 Vnd fach das loch das do was 
Vor fchrecken er kum genas 
Wand er yorcht des keifers zom (XLVIIIii) 
. Zd dem keifer hochgeborn 
Gieng er vnd feit ym die mere 
2120 Wie ein loch in dem turne were 
Der felben nacht gebrochen 
Vnd wie 16te werent dar in gekrochen v 
Vnd wer des fchatzes vil dahin 
Da ratent zd lieber herre min 
2125 Der keif er zomeclichen fprach 

Mich gat nit an dife fach > 

Ich han minen fchatze befolhen dir 
Den folt& wider antworten mir 
II Der ritter erfchrack ▼nmaffen Cer 
2130 Hin wider nam er fin kere 

Zd dem turn vnd befchSwete in bafs 
Der ritter der was nit lafz 
Ein keffel disr was beches vol 
Den nam der ritter na merekent wol 
2135 Bj dem loche er in verbarg 
Das beeh was fo fere ßarg 
Vnd was fo meifterlich gemacht 
Vnd mit hübfchkeit verdacht 
Das fin nieman war nam 
2140 Wer aber darin kam (XLVIIId) 

Der kam in nie leider hafz 
Er mocht nit komen wider hemfs 
Als er nu das hat bereit 
Nut lenger er darnach beit 
2145 Er beflofz den t&rn vnd gieng von dan 
Nu kftm ich wider an den man 
An den ritter der do tomiert 
Vnd das fin verhoffiert 
Der hat vertan aber fin gut 
2150 Vnd was in grofser armfit 



Von den ßehnn weyfen meiern. 40 

ZA fiaem Ftd er aber ftem 

An ein ende er in do nam 

Er fprach myn fän du weift wol 

Da« ich bin arm&tes toI 

* •' 

2155 Vn4^ alles da« han yertann 

Do mit wir fn% folten'began ^ ** 

Ich rat da« wir x& difen lyten 

Nit lenger follent bitten 

Wir gangent lA dem turne dar 
ÜlfO Vnd ntraent de« golde« war 

Vnd tragent de« ein teil her heym 

Wand ynfer fchuld« iil nit clein 

Da« wir dl« mit dem golde biftellen (9[LIXa) 

So vyte ich aber zä den gefellen 
1165 Vad beübet dfnen fweßern Tnd dir 

Ir erbe da« gefcllet mir 

Des nachte« fj fich Tff machten < 

ZA dem tarne 11 aber gacbten 

Der Tatter floff in da« loch 
2170 Do yiel er al« ein gr^Aie« bloch 

In den kelTel Tnd In da» beeh 

Do war<^nit ein grofs gelech 

Wan er bi« an den hals dar jnne 

StAnt in tmrekllchem fjnne 
2175 Er rfifft mit lüter ßymme 

Min lieber fän mich Temjm 

KAm nit her zA da« rat ich dir 

Dir gefchicht ander« als mir 

Wand nieman mag her wider ufs • • 

2180 DaTon to\A beliben dnfz 

Der fTn fprach Tatter daz wolle got nit 

Dir zA failff man mich hie licht 

Wand wo da würdoß fanden * ' . • 

In den felben finndrä 
2185 Mäßen wir alle fterben 

Vnd ellentklich Terderben (XLIX6) 

Mag ich nit gehelffen dir 

So foltA doeh raten mir 

Wo mit dir zA helfende fy 
2190 Do mit ßand ich dir billichen by 

Der Tatter fprach min li<dier Ain 

Du macht mir kein helff getAn 

So welle oaeh got nit da« mich 

Yeman bekenne ficherlioh 
2195 Njm din fwert min lieher kaahe 

4 



M Van dmk ßeben we^fm megß^m. 

Vnd hSwe mir §aB hoopt abe 
Das iß an dieli mins faertsea girde 
Ob ich denn wol fanden wird« 
On honpt da lit nit an 
2iMK> Jedoch mich nieman bekennen Ican 
Vn4 aUo behabeßS lieber f^n 
IHn fweßein Tnd da weltlich räa 
Vnd belibent weitlichen fchandefi ffy 
Nn häwe abe durch die namen dtf 
2205 Got gefegen i&eh ir lieben kint • 

Wenn ir mir liep gewefen fint 
II Der fon der fprach yatter myn 
Dii mag gar wol da« beße iln 
Da maeht doch faß niht genefen (L a) 

2210 Danen fo ntag es das hefte wefen 
Wand wo man dich bekanfte 
So weren wir alle gefcbant 
Vnd maßen onch dariS ßerben 
Vnd fchentlich mit dem llbe Teederben 
2215 Dammmb Ib habe din feie in hut 
Der almeehtig gob til g&t 
Der pflege dIn derk in iener weit 
Hie mit der ffn nit enfelt 
Er flfig dem ratter ab den kopiF 
2220 Vnd nam das honpt hj dem Tchopff 
Vnd warff ea in ein gr&b nider 
Vnd gieng er heym n& hn£e wider 
Vnd Taget rinea fwcßern beiden 
Von difem hwtzenliche leide 
2225 Vnd wie fin vatter tot wer« 
Dev engßttffchen mere 
Erfchracken da die gefwifiern gSt 
Ir hertze das fwebt in t nm&t 
Als onch werlich bilHch was 
2230 Der ritter aber nit -recgars. 
In den t6rn er aber kam 
Des loches er war nam (I^^) 

Do Tant er jnne ein menlch 5n heapt 
De9 honptes was es ber&pt 
2235 Das wonderft do den rilter feve 
Zu ßfint nam er fin kere 
Zä dem keifer er hin gieng 
Ein gefprech er mit ym anfleng 
Vnd fagt ym an der felben ftette 
2240 Wie er eiaea kitf^r fanden kette 



Fm den fwben werfen me^ßem. &% 

In dini bed« oa boiqpt eiaeh «an 
II Der keifer fpracft da Ht qü an 

Nym denfelben tolii6a man 

Mercke was ieb dir Cagen kan 
2245 Vnd binde in an «ms {»forde» Cweiffe 

Das man in dnrch die gaffen llaiife 

Sä Rame darcfa alle gaffen gar 

Da by fo nym din Seh «Mi war 

In weÜchent Imfe du liareft weine» 
2250 Do by foltft wifaen ynd raeynen 

Das der teirper des IraCea lierre ift 

Die nynk den alle der fellien friß. 

An ^nen galgen tu fy hencken 

Do wider £oUa ntt gedcncken 
2255 Vnd Qb du da» alt ent&ft (IIa) 

%war dn feCber hangd» ml^ 

Jh^ ritter z& ßfint daa dette 

Als in der ketfer gebeiffen lifttte 

Der koffp«r wart gefleyffet fo ' 

2260 In all^n gaffea bie Tad do 

Vnd do man fdr da« Itof» kttw geiaren . . 

Do tin tochter jnae waren 

Do fahent fine taehter dar 

Vnd nameati ikos llebei» rattera war 
2265 Sy rchrnwen »H l«ier ftywB^ owe 

Ach Waffen hiate Tod lemer me 

Vnd als der fvn das esfaorta 

Kr errchvaek ^«4 forcbt grolaea mart. 

Er zockt herns ein meffer lang 
2270 Vnd ßaoik fidb- Mber da» ey waift. kräng 

Ein tieffe gcvfxo woftilen ■ 

In der felbe fiaad» 

Kamen t die pergantea dar 

Des gefehreies faattem £i genoman war 
2275 Si lüffent zu dem hnfe. bin in 

Do fpracb einer ir junsfrow^ta fia 

Mogent ir des fduriens nit eabara 

Warammb ie £i:hrienl daz willen wir g^ern 

Der fvn der fpraeb g^R fnell aft Aftat 
2280 Ir lieben gaiStUe» Mi bin 4bel woni 

Das haa kb mir Mber nlk gern gelann 

Doch mufa ieli mir felk dOn Cohadea haa 

Als daz mya Iwafter» baoX geloben 

So weineal'fy dia haiffen trabien 
2285 Vnd rchnanft vadk gefaNftoat «bat lUk 



52 Von den fieben weyfen meyjtern. 

Käment ker b^fcliowenl mich • 

Vnd ratent -mir oach hie sfi 
Wie ich myner grolTen wonden du 
Do das die preganten fahent 

2290 Zft ein ander fy do jahent 

Wir folknt gan hin wider iis 
Der korper fa5rt nit in die hus 
Sy giengent 4em k^rper nach 
Zä dem galgen waz in gach 

2295 Daran man den korper hieng 

Ich Tagen üch als es üch ergieng 
Der korper hieng do manigen tag 
Der f&n nie zä gedenekent pflag 
Z& begraben Hnen ratter als man tAt 

2300 Er liefz in hangen vnd nam daz g^ 

II Die keyferin rprack herre hat üwer raät 
Verbanden wol dis bifpil g&t (Lila) 

Waz ich üch hie han gefaget 
Er l^rach ja zwar ez mir behaget 

2906 Di« keirerin aber fürbaTz rett 
Sü dem kaifer an der ßett 
Herre alfo Torcht Ich fere 
Wie ir vmb gftt vnd ere 
Vnd YiUicht Tmb den lip koment 

2310 Als ir Wol hant hie vernomen 
Do ßellet uwer fvn 5ch nach 
Vch zfi Terdirben iß ym gach 
Den ritter durch fines Tyns willen 
Niemant mocht geßillen 

2315 Er tett für ander ritter vnd fcnecht 
Vmmb das er den ffin sfi ereii brecht 
Vnd vertet darumb grofzes gfit 
Den tarn der do was bohdt 
Den brach er yfi dar os er ßal 

2320 Vmmb das der Ftd tber al 
lischt mit eren leben 
Herre merken! mich eben 
Das h$pt er ym hiefz abflahen 
Vmb daz der ffin nit entpfahen 

2325 Wordo laßer Tnd fcbaade alhie (LUd) 

Der fan wart oach fo fromme nie 
Das er in Ton dem galgen nam 
Darch finen willea er daraa kam 
Er mScht doch wol eins Aadites 
2330 Gemacht haben lützel gebnichtes 



Von den ßeben wegfem meiern. 58 

Vnd mScht in han genomev her ab 

Vnd hette in getragen zA grab 

Wer icht Felde in jm gefin 

Er hett fin hoapt euch nit hin 
2335 In ein Tngewicht grübe gefencket 

Sinen vatter liefz er erhenckt 

An dem galgen hangen 

Alfo ift e« ergangen 

Herre alfo.hant ir arbeit 
2340 Nacht vnd tag das wirt üch leit 

Wie it tfcwern fän zä eren bringent 

Nu veis ich wol in difen dingen 

Das fag ich üch ^e zwifel gar 

Ich Torcht ir werdent ez gewar 
2345 Das er oucfa arbeit nacht vnd tag 

Wie er üch betriegen mag 

Daz er üch fprech fchach ynd matt 

Vnd daz er kome an üwer ßatt (Llllo) 

Vnd das er daz lant regniere 
2350 Vnd fppenelichen hoffiere ^ 

Darnmmb lieber herre min 

So wil ich üeh ratende Hn 

Das ir tSttent den bSfen knaben 

E ir bdrers tob ym verdent haben 
2355 Der keifer fprach liebe frowe zart 

Du haß mir hie vff difer fart 

Ein hübfches b^fpU gefeit 

Des ritters fän yff mynen eit 

Was ein rechter bdfewicht 
2360 Daz er finen Tatter niht 

Noch fIn h^pt begraben wolt 

Im folt nieman wefen holt 

Froowe hne swifel fol min ff n 

Mir nit alfo tfin 
2365 Der keifer aber do gebott 

Daz man den fan in den tot 

Hin Tfz zft dem galgen fürte 

Der hencker in do fnürte 

An ein feil er |n do bant 
2370 Der hencker nam in an die hant 

Er zogt gen dem. galgen hin (LIII6) 

Die gemeinde lief alle gar mit ym 

Vnd weinten . ynd clagten f ere 

Heyn hey hüt vnd iemer mere , 
2375 Dis ift ein not ob allen netten 



M Fm den ßeien wegßm migfiern. 

Des Iceifei^itai wil man titten 
AU fy kämet Hr die port 
Do kompt der dritte ineUler dort 
Gar fnel Jcam er gvcant 

2380 Er was Katho genant 

Vnd do er kam alfo nach 

Das in der jnngling erfach 

Do neiget er ym mit weinnendem mdt 

Als ob er fprech raeißer g&t 

2386 Tu das beße gen dem ratter min 

Du weift wol das i«h TnrchoMig bin 
Der meifter tj mit fiilTe bat 
Das fj zu des galg^ ftatt 
Nit ilten alfe fere 

2390 Er wolt zfi dem kejfer liere 
Verfuchen ob es moiAte fin 
Das er dem knaben wante fin pin 
Das Tolke gemeinlich rieff int 
O lieber meifter funder tmt (LlVa) 

2395 Büren t das pfert mit krymeu und kfamea 
Dunt das belle in gottes namen 
Der meiller fdr den palaft reit 
Gar fneile er zä dem keifar fdirett 
Für in er kniete deamteklich 

2400 Der loeyfer entpfieng in tbelich 

Als den andern trSwete er ym Cere 
Vnd rett yme fafie an fin ere 
Vnd clagt als vorgefdiriben ßat 
Alle fines f&aes müTeftat 

2405 Darummb fo mnft fin ffin lleriben 
Vnd fy euch mit yngte T^rderben 
Der meißer f^rach gntdiger horre min 
Vwer gnade fol vns gnedig fin 
Als ir fprechent er rede niht 

2410 Jhefus Crillus hat die gefchikt 

Z& TerTrieilen das ¥nd niemant »e 
Der do kan machen wol ynd we 
Vnd die blinden kan machen fehen 
Vnd die ßfmen machen jehen 
2415 Herre als ir ouch gefprochen hast 
Er wolt üwer wip han gefchant 
Do fehe ich gern an difer Bette (UV fr) 

Das monfche das das gefehea hette 
Das weis wol der werde criß 
2420 Das er noch Inter maget ift 



Fm 4l9M fieAm w99fm megßmn. Sft 

Oach fagen idh üeh Tf rnjUAa eyft 
Das keyaaiiey li^TalMit 
Yber eiii« bSfen wibes borzh«lt ill 
Das wolt ioh üoh in difer frift 
2425 Mit einem bifpil bewifon wol 

Wie die wip filit gef^teeü irnd lügen toI 

Vnd darammb lieber h«rire min 

So follent Jr des ficher fin 

Tottent j^ noch hüt das kfnt 
2430 Darammb WweV ir ip ift fint 

Vnd kerent üoh an dir fwetzen , 

So kan ich andeirs nit gerohetcen 

Wenn das üch befchioht 2Ä ü^ena tib« 

Als eynem bnrger mit finem wibe 
2435 Vnd mit fiaer atzein befbhath 

Die atzel des todes Tngemach 

MÜH; liden ymb das tf fbyt 

Irem herren die rechte imrheit 

Der keifer fprach ieh bitten dteh (LVo) 
2440 Der rede der beCdieide mich 

Der meißer fprach das tda ieh nteht 

Was mir Joch hie vmmb befehieht 

Ir tänt den üwer kint wider in komen 

Im mochte doY lip irerden gonamea 
2445 £ ich ifreh myn rede gefeit 

So tette ich Ttrlora arbeit 

Vnd wenn jr erhSrtent mynen fin 

So laat in leben oder tottent in 

Der keifer do-^äne ^rerdrielllBn 
2450 Tett den fSa w!d«r jn flieffen 

Do yieng der ineiller an alfe 

Vnd feit dem keiAftr ein byfj^il do 

Es faAs ein bntger in aiaer ßatt 

Ein atzel er gar llep hat 
2455 Die hat er gieret wel 

Rede« ah ein Togel fol 

Hebrais die fpfach rett ly recht 

£s gieng herofz Ir gar Hecht 

Die fprach^ der borger oach wol ktnde 
2460 In der felben alt md ft&ide 

Was die atzet IVich yad hört (LV&) 

Des Terfweig fy ym nil ein wort 

Der bnrger hat ein jaagee wip 

Die hat er liep als Unen lip 
2465 Sy hett aber Hn gar wol enbom 



so Van den ßeben tdejffßn mejjfiern. 

In maoeB .alte t^lt ir zom 
Wand er ir nit gewarten kwide 
Nach liebes laß zä maniger 'ßunde 
Darommb £y einen b&len nam 

2470 Der ir do zu eben kam 

Vnd wenn der burger yfz der Aatt 
Fär als er gewonet hat 
Vnd fin kouffman fchatz treib 
Vnlange der ander hie as beleib 

2475 Wenn fy fchickt nach ym fnelle 
Vnd fürt in jn ir kamer zelle 
Vnd leitent Heb zS famen flaffen 
Damramb getorß fy niemant ßraffen 
Denn die atzel nam fln war 

2480 Vnd fo der hnfzwirt wider dar 
Kam in fin felbes hufz 
So h&b Heb ein hürlebufz 
Die atzel des nit irergafz 
Sy reit waz do befchehen was (LVIo) 

2485 Vnd feit des als tu vnd genug 
Das Ton der frowen cläg 
Ein grofz rede wart in dem lande 
Das ir waz laßer Tnd Ichande 
Es berett der wife ynd der t&me 

2490 Der barger ßrafft Ty dick darunmbe 
Es mocht aber gehelffisn nicht 
Als yns die auenture vergicht . 
II Die fr&we die fprach zu irem man 
Dife rede ich von diner atzein han 

2495 Der gloubß du älzyt bafz denn mir 
Die atzel macht das beide wir 
Niemer me fronde gewinnen 
Du totteß denn fy das fy kome von hynen 
Wan ir claffen vns beide verirret 

2500 Mit liegen fy fns beide verwirret 

II Der bnrger fprach frSw fander wan 
Min atzel nit liegen kan 
Wenn was fy boret vnd Hebt 
Das feit fy vnd lüget nicht 

2505 Darummb fo glonb ich ir bafz denn dir 
Sy feit zwar nie kein lügen mir 
Eins mals fügt es Heb alfo (LVI6) 

Das der bnrger anderfwo 
In fromde laut faren wolte 

2510 Nach kouffman fchatz als er folt 



Von den fiebm wejffm me^ßem. ÖT 

AU balde er ie ein weg lam 
Z& Aänt die fr5we ir maget'nam 
Vnd feit ir das fy nh enliefx 
Iren balen fy Icomen hiefz 
2515 Alt balde es irinßer würde vnd nacht 
Das er denn macht keinen bracht 
Das fin iemant würde gewar 
Sy tett alfo er kam oneh dar 
Do ez irinßer nacht wart 
2520 Vif Hfint die frowe zart 

Die türe fy heymlichen vff entflofz 
Wie wenig fy das Tertrofiz 
Die fr$we die fpracli gant fr^lich in 
Ir follent gar ^ne angü lin 
2525 Wenn tns nieman mag gefehen 
II Ir büle der wart a& ir iehen 
Fr$we ich horchte üwer atsel l^ns höre 
Vnd das fy irnfer frönde zerftofre 
Der tüfel hat fy her gefiant (LVIIa) 

2530 Ich vorchten wir werden von ir geCchant 
Wenn fy Inßert nacht vnd tag 
Das fy irem herren ettwaz fag 
Mit iren clalF w&rten 
Wir Hnt wol mit ir geforten 
2535 II Sy fprach nv gant frolichen her in 
Ir follent des gewilFe fin 
Ich wil fns an der atseln rechen 
Ir hertze mooht ir danon brechen 
Vnd als er durch .den fal.in gieng 
2540 Zu der frSwen er an vieng 
Vor der kamern es do was 
Er fprach. aller tugent ein adamafz 
Ich vorchte die atzein harte fere 
Vnd tun das dnrch üwer ere 
2545 II Als balde als er ie gefprach das wort 
Zä ßünt die atzel das erhört 
Sy fprach o da ireiger wicht 
Wie wol ich dich enfiche niht 
Von der vinfternülTe der nacht 
2550 So bore ich doch dinen bracht 

Ich han geboret üwer beider kallen 
Soi daz mynem herren wol gefallen (LVIIfr) 
Das min frSwe dir hat gezilt 
Vnd da by ir fla£Fen wilt 
2555 Für gantze warheit ich dir fage 



&6 Fo» den ft^bM t^fin mnjßmn. 

Das ich es luynem Iveirreii «iftg 
Als baMe «r j^mtet koMf t li^r heyn 
Das du mit ym haft geni^ia 
II Do fprach er e^S der fr5wen 

2560 Fr5ire fr mÄgent ht wiol fdianweii 
Das ich üch recht han gefeit 
Die atzol bringet tns hertz^eid 
Sy fprach du folt nit forgen 
Da erferß ander mere bis morgen 

2565 Hie mit fy in die kam«r gieng 
Ir ra<A« fy fffüntüch an fieng 
Vnd leitent fioh zu fameii nid«r 
Damach die fr5w« yff ft&nt wid«r 
Sy rSift fnelle ir »agd« dar 

2570 Lafz f ns filmea der atz^n war 
Sprach die frowe zd der milgt 
Sy hat als vil geklafft md clagt 
Darnmmb mSfz fy haben irngeiiiiMih 
Bring her ein leiter fy do fprach (LVlIIo) 

2575 Wir Klient vif das tach ßigeil 
Ir fwatze» müfie ir zwar geligeti 
II Sy ßiegent vf da« tfteh hooh 
Vnd brachen t da durch ein l«eh 
Vnd nament «kiiie klefellnge 

2580 Vnd fant FOd irafzer tltd ander dinge 
Durch das loch w&rffSent fy das 
Vff die atzet do fy fafz 
Das fy ril nahe va« tot 
Die gontze nacht l«i« fy ili« not 
2585 Vnd als der ate^eli da^ b^fchaeh 
Die frowe fteig wid«r ftb deia laeh 
Vnd früg wart an 4iwa morgen 
Ir büle gieng yfz mit fbrgen 
II Darnach der bürger kam hav h«ym 
2590 Zem erßen et finr atz6ln erföh«iti 
Deifelben er «it YetgaAs 
Wenn es fin gewonhelt waz 
Er fprach Tff die trüwe dta 
Sag mir rayn liebes itz«titt 
2595 So ich rar ifi ftr5mde laut 

Wie denn myn ding fy gewaat 
Mit mynem wib<s tnd andern diagen (li^II6) 
Des foltfi ratiih yaaen bringen 
II Die atzel zä irem herren i^rttch 
2600 Herre lidea vnd vngefliaoh 



Han ieh'^g<«lit(«n Tnd grof^e not 
Ich was Til utile |^efl«rbeti tot 
Ich wil dir «s iiit vm^gen 
Ich wil dir «8 alles f^ar fingwi 
2605 Was ich gefehea han vnd geli&fi 
Ich Tagen dir mit einem wort 
Die wil da bift gefla yf der ftrofien 
So hat din vip in gelafien 
Iren b&len alle nacht 
2610 Vmmb daz mich das verfmacht 
Vnd ich in wart darommh ftr&£fon 
Noch denn ^eag er mit Ir iUfhn 
Ich fprach ad 3«n ich wolt dirs lagen 
Nu mäfz ich die erß re<dit clagen 
2615 Wie ick dife nacht han geKtten net 
Das mir fo «ahe kam der tot 
Hagel sogen md der ihe 
Hat onr gelean difo nadit fo we 
Dife lange nacht tiel e« vif mkh 
2620 Ich wa« nahe toU Hcherlieh (LIXn) 

II Do die frowe daa erhört 
Sy fpradi b& ym mit einen wert 
Herre ny mei^eM wol ' 

Das din atael lAgenheyt i& toI 
2625 So f y Ten hagel Tnd fnee feit 
Ich Tprich by myner warheit 
Das in einem halben jar 
Nie hübfjcher wetter wart tat war 
Deni^ es hlnnaeht lA gefin 
2630 Nn glonbeftft bafa der atzeln din 
Denn mir biderben wibe 
II Der bncger Xprach ^nem übe ' 
YH nit zfi glonbeade das da feift 
Da bift nit Icbaff ah dn wollen treiß 
2635 Da darfft mit mir nit bagen 
loh wil die nachgehnrea fragen 
Als er ottch tett er gieng hin 
Vnd fraget fiiell Tnder in 
Ob es des nachtee gehagelet hatte 
2640 Sy antwnrten ym an der Jlette 

Vnd fprachent vnfer ein teil gewaohet faant 
Vnd das wir tbs nit anders Torfiaat 
Das in eins gantxen jares frift (LIX6) 

Mut Tchoner naeht gewefen ift 
2645 Als der burger das iFernam 



eO yon den ßeben tvegfen memßern. 



Heym k& dem wibe er do 

Er fprach ioh hau yemomett 

Vnd bin des zu eym ende komen 

Das mir die atzel hat gelogen 
26Ö0 Vnd fns beide hat betrogen 

Vnd was du mir haft gefeit 

Das ift war vf mynen eit 

Die frSwe fprach herre vnd lieber man 

Hie by macht du wol verftan 
2655 Das die atzel gelogett hat 

Vnd bin doch dareh die gantze ßatt 

Durch fy jn ein wort k^moii 

Das mich dbel mag gelromen 

So hat fy zw^ung gemacht 
26<M> Zwüfchent vns beiden tag Tnd nacht 

Wie wol ich Tnfchuldig hi» 

Doch m&fz ich in dem wocto On 

Das t&t mynem hertzen jnBetdichen we 

Das clag ich got vnd niemant me 
9665 II Der bnrger zÄ der atzelen gfeng 

Ein rede er mit ire anvieng (LXa) 

Er fprach das dich got fchende 

Das ich mit myner hende 

Dich yil vnd dick gefpifet hau 
2670 Vnd do min wip Tnd mich armen man 

Haft Torworren vnd verlogen 

Vnd tns beide haft betrogen 

Vnd das myn libes wib tU wert 

Ir hertze ift fo fere befwert 
2675 Das hat fy alles von dir gar 

II Die atzel fprach es ift war 

Das zühe ieh an den werden got 

Der alle ding weis oone fpott 

Das ich dir nie kein lügen feit 
2680 Ich kan nit liegen t£F min eyt 

Was ich gehöret Tnd gefehen hau 

Das han ich dich euch wiffen lan 

II Der burger fprach du lügeß zwar 

Es ift fohin vnd offenbar 
2685 Das du mir haft gefeit 

Da habeft gehebt hertzeleit 

Von hagel regen irnd fne 

Vnd dir fy fere befchehen we (LX6) 

Da lugeftu ficherliohen an 
2690 Die nachgebnren ich gefraget han 



Von deti ßeben weyßm megftern. Ol 

Die dir iich alle fere holt ßnt 

Sy l^irechent dife nacht hint 

Sy gewefen fo wonnenklich 

In einem jare würde nie ir glich 
2695 Sit du na mir haß gelegen 

So hafiü dich felber betrogen 

Vnd din felbs gar TorgelTen 

Die katzen mäfzett din hopt offen 

It Die atze] fprack heree yW, mynen eit 
2700 So ftirbe ich Tmqib die gereebtekeit 

Wenn ich den tot «it han TerfchnU 

Lieber herv» h»he gen mir 'gednlt 

Bis das du erfarß die rechten m%t 

II Hiemit der bnrger 
2705 Die atsel by dem kopffe nam 

Vnd tett da# in zorne« gram 

Er zoch da« houpt ir von dem Übe 

Das gefiri wol finem bofen wibe 

Do fie die atzel» tötten fach 
2710 Zu jrem man fy do fpracl» 

Uerre du haß zw«r recht getonn (L%Ia) 

Wir- füllent nit g&ten friden han 

II Vnd do die alles was beftiiiehe» « 

Der barger wart über fich fehen 
2715 Er fach das loch durch das tach 

Vnd fant vnd kiereling vnd alle fach 

Vant er als im die «tzel feit 

Nu hörent wie fin hertze leit 

Erße z& recht angieng 
2720 Mit luter ßyme er an vieng 

Er fchrey wa£Fen mporda jo . <> . 

Niemer me fo wird ich fro 

Die wil mir got mins lebens g^nn . 

Das ich myne atzel ertÖttet han 
2725 Die do alle myn fr^ade was 

Das ich ie gelonbte das 

Das mir myn wip von ir (eit 

Das iß mir jenekUchen leit 

O herre got ich armer* man 
2730 Was grofzen mordes han ich getann 

Vmmb das fy mir die warheyt 

Gantz vnd gar hat gefeyt . 

Vnd fy das tett in grofzer trüwe 

Der barger gew«n fo groffen rüw (LXlfr) 
2795 Das er Tovkonfft was er hatt 



tti Fan den fiehm^ wtgfm m^ißwn* 

Vff dem Telde vad in der Aaiti 
Vnd f&r 6DW6g Uli «laä harnft 
Vber mere ia das heili|^ kuit 
Vod kAm ii)|t liiMiD Übe 
2T40 Miemer me s& llfc t a wibe 
AU der meißer das gwteit 
Er Tpffach an der lUlt 
Zä dem keifcr herre aua 
Hant ir Terßanden difeti fian 
2r45 Als üch gefeit hat. miji lip 
Wie gefiel üah das felbe wip 
Die do mit kern valfek«ii mM 
SahSff trtott die atzelen 9&t 
II Der keifer fprach pfy der fdianden 
2750 Ich han din b^fpil wel vevßaiiden 
Ich rpricfa das vff myae« lip 
Es was eia bofe vif fetaig wip 
Vnd dis bifpil geleilet mir wol 
Darammb mjn £yn h«t ait Berben foi 
2755 MeiAer er Fol din genielTen 
• Er hiefz in wider ia üüeiTen 

Der meifier fprach herre mki (LXIIa) 

Vnfer herre get der Fol üch fla 
Gnidig dordi Hn mfiler aart 
2760 Das jr mich hant geeret dife Tart 
Vnd das ir ilwern fun last leben . 
Das wirt üch g&t ynd kampt üeh eben 
Do habent keiaen avifel a» 
Do mit fchiet der meiAer Teik dan 
2765 II Als die keifertn horte daa 
Vor leide fy ßch Xettm* fraa 
Das der lAn des tages niht 
Solt Herben als ein bifewidit 
Sy lieiF abar in die kamac 
2770 Vnd fchrey Int mit gnifzem jamer 
Heya hey jch armes vip 
Das ie berürie raynen lip 
Der keyfer daa erbaraM: gat 
Wie bin ich hie fo gac in fpot 
2775 Das mir kein gliches amg befebehen 
Des weynen ick hie die heiir«n trehen 
Vnd m&fz myn hertae lidan noii 
Warummb nam mich nife dar tat 
E das mich der keyfer aam 
2780 Vnd ich jme in Hb km* kerkaw Cl^lUI»:); 



II De* fc^er iMri ir g«fcrt 

Z& ß&ide er in die kamem kert 
Er rprach g^r sdehtenklickcn 
Min iMrtEe Hebe frSire tugetilüclten 
2785 WamiDMl» piii%eß& MA fo 
Vnd hlA tA» recht Tnfro 
Werliek du erbarmeß nick 
Da« da £0 Abel gehabcft iKck 
II Die keifcrin fprach kerr» kettent ir 

2790 Recki; tr6we vnd lieke au mir 
Alt ir zu mir fpreohen 
Ir hülffent mich rechen 
An uwern^ kinde, den bofen fehalk 
An dem galgen foh ßn balk 

^795 Biliich hangen fo^ iept er neck 
Der mir myn ere doch 
Schentlich woH han genomen 
Nu ift ec aber z& fride komen 
II Der keifer fprach mit kübfchee «weht 

2800 Min liebe» wtp da aerilick fruckt 

Ich wolt dir gern fin willig gewefen. 
So tfit mynen fyn difen tag genefen 
Das bilpil da« der meißer feit. (IiSlIIa) 
Wenn ich gern i^ppte die gerechtikeit' 

2805 Darumb fo baa ich den meißer geeret 
Difen tag hat er mynen fon generet 
II Die keyferin jm ein antwurt bot 
Sy fprach kerre iß die die not 
Vmb des meißers bifpiis wtlLen 

2810 So völlent ir die fache ßille» 
Vnd das vrteil irertziekeB 
Vnd das reckte fliehen 
Nu fint ir dock ein fromnrev man 
Das recht ir fAr fick fönt lan gan 

2815 Das ßat wol uwem eren 

Vnd tch nit an die kla£Ebr keren' 
II Herre ick m^fs i&ck eins \»erieheB 
Ich weis wol ^ch wirt befckdien 
Mit üwern mefßern die jr kant 

2820 Das ir werdest dorck tj gerekaat 
Als eynem keyfer hie yor befchack 
II Der keif er züchtenkliekea fpitach 
Hertze liebe frSwe min 
Das foltS mir fogent ftn 

2825 In rechter Inftwe bht ich e» dich 



M Von den fiebm u^/eü me^flmrn» 

Sy fprach warammb fol ich ari^iten micb (LXIII6) 

Do nit natzes an lit 

WAft aber ieh in difer zyt 

Das üch antze Tod ere modht bringen 
2830 Das feit ich Ach gern vor allen dingen 

II Der keirer Tprach ich wii nit enbern 

Du fageß mir das ich h5re es gern 

Ich rieht mich onch darnach deft bafz 

Nu fage lieb« frSwe vaz iü das 
2835 II Die Iteiferhi fprach ich fag es gern 

Der liebe got wolle mich gewern . 

Das myne wort die ich kallen- 

Vch in üwerm hertzen gefallen 

Nu merckent lieber herre min 
2840 Was ich üch hie fagent bin 

Zv Rome fiben wifen waren 

Wol gelert vnd wo! gebarn 

Durch die das rieh wart gertgieret 

Sy warent gefchide vnd gefieret 
2845 Als uwer wifen onch wol kiinen 

Dem fy g&tes wollent gönnen 

Der keifer tett anne fy niht (LXIVc) 

Als euch hie by üch befchicht 

II Als die wifen fahent das 
2850 Das der keifer irff He geneigt was ^ 

Do ordeniertent fy Tnder in 

Vnd erdachtent einen bofen fin 

Mit der fwartzen kSnß vnd hofzheit 

Das dem keifer hertzeleit 
2855 Füget in den felben tagen 

Herre nv wll ich uch fagen 

Wie ez dem g&ten keifer gieng 

Wenn er in dem palaft gieog 

So warent jm fm Sgen klar 
^ 2860 Was ich üch fagen das ifl: war 

So was fin gefleht fchon Tnd gut . ,», 

Vnd fach als ein ander m&nfche tftt 

Als balde er aber kam hernfz 

Vnd ritten wolt für fin h«fz 
2865 So gefach er einen ßiek niht 

Das tatten ym die bofewicht 

Alfo der keifer manig jare 

Beleib in dem palaft das ift war 

Vnd mÄft fin ein blinder man 
28ro Das jm fin moißec hntten g#tan (L%IVfr> 



Vinmb 49». Ijr ja5c)it«n ,4fi6er. bafss 

Ir fecke gefiiUen: iB i^^MTent das 

Vn^ iß» r|chf g«reygieren 

Vnd ir killen d<K mit siier^en 
2875 Vml aU ly d^B T«rlüScl^tea Tnd rowshtta 

Do kundently.oieiiuur ipe beM^aohten 

Wie fy e^ ym widei litten 

Wie wql fy ep jai g«tano hatten * ^ - . 

Vnd ala die .übien u^ißer,k|Ag . 
2880 Dife bofaliey^ ^nd Tjpffig. 

Dem guten Jt^yfar hatten! gatonn 

Do wurdent fy aä rat gan 

Ein peae fatatent Ty Tüder.in 

Vnd t^itent daa dar«h iqreo se.vloü 
2886 Den tüten fy hielTept fag^n . i .:,; 

Vmmb vnd vapi in den t^g«m.. •;, ! 

Welirliam ge^rSmet ettwaav 

Das der nil^ Xolte v^f^n. las . 

Es folt zu in können dar 
2890 So inroJtfuit fy im fagen ,gar , 

Den trSm vnd ym b^ltüttea v|ol 

Herre es .ijfc^war vnd iSt keip.gol 

Vnd Tor allen . difen dingep 

Sölt eins einipfunt goldes bringen (LXVo) 
289^ Sy wiltan ym.:«nder« fagen.niht 

Jlilla die Xiben bofewicht . 

Gewonoent .dep goldes.alfo vil 

Für wßK ich üch das fagen wil 
• Ich getorJi ofich 4as wpl wetten 
2900 Des goldes fy mß betten / : . 

Denn der keil*er ia wüflS^nt daa 

Eins mala iler keifer ob tiffhe faf^ 

By yme fafz die keiferin; 

Herre vemiBmeiit mypen Hn 
9905 DerfelbekeKer der. riengan . 

Vnd weynte das ym das waJFer rap 

Vber Hne lieben wangen 

So fere was er Tmmb fangen . ; 

Mit hertzen lieber fwSre . ,j 

2910 Owe der leiden mere 

II Sprach die keiferin lieber herre '. 

Sagent mir was üch WArre 

Durch üwer hohe wirdekeyt 

Wenn üwer betrübde iß mir leit 
2915 II Der keifer tagentlichen fprach 



0» v^n^^j&k Jp^b^ "ufifgf^ fM^ 

Frowe iliynlWeto WÄ Vfffe<*fciÄ*l» ' ' 
Krencket «iell lA'fellfep «^t 
Wenn ich hin Yft' trifte«* »tts Wit (^iVft) 
So fihe ich e«* ftifeft» htefct 
2920 Vild {« dem ptHAÜk him i(%'kDtil fef«ri(Bllll 
Vnd fini? üntt mib Irtigöii cUr 
Das han ich gin^UHIeA maiii^ ittv- 
Das ich vfÄWenlg^'Wllit fcaii gi^ehtti 

Des wein ieh W%^^ «Ute halfen tvehto 

2925 Die Iteiferin zä dem Mfer l^Mch 
Herre Toljgi^nt hl5t niyn* filfeli 
Das rat ich n^ In iiiyti«itt nikit 
Ich hoff es fülle •'Äch werten gÄl 
Vnd dllfr Vfe*% wr#Bif 1^«d* ^«r ^fieht 

2930 II Ich rat üch d*4 laReent nih^ 
Ir habent rifcf^'ih«ilNjrk% 
Die kunnent h^fthcfifr ^nd wlTfllieit f^n^k 
So regierent fy' ouoh da« t«ÄJÄ 
Mit gewalt das dto^ök^t miöh ^ 

2935 Vnd wöllent ii> üW<b*^ di^l^ icil!en*ön '' 
So roUent rr tthth ih Ibiiaen 
Vnd wo «z «i«li dfeA» 'alft ^i^il 
Das fy in deil fkshald>eM ViMf 
^ fo* iMiü \n *at Ir *efeit 

2940 Sy TchMltch«» »orteh ««tinWkt »l^ ffecM 
Vnd darummb W^tt hen-e mift (l#^VIa) 
So follentii- ftliidc^n fb^ hatii «* 
Vnd tunt in ÄWi* kVahAlMBi* iöh* 
Vnd fprfefeh^rtit A«i !> AcH UMneheiit gÄftHit 

2945 Vnd wo fy das t^d'tiitellt 

Das üch «rft' ^teir#e 'ft^r gfe^ft^ht ' 

So rt*ften*'ff da^timti* VertferÄeh- • - 

Vnd eins fchemltfclrtA tödfes ikkMf^ 

Tfint ir das fb #^4-u#e Wh "*W>I ' "" 
2950 Üwer gefilmte.- üch' wlier Wöi««A= W ^ 

Dem t«rci» dfeYn gi^fl(rt ir «fr 

Frowe als ir gefVV<*<*«n hfct 

Das wil ich WIgen flteWertlch 

Ir habent recht g^terit wfe* ' 
2955 II Der keif er zÄ der feTbeh »ÄÄt^t ' 

Dett d^mflb^ nfiuiftcrtt kSnt 

Das Ty fnelle k^en 

Vnd fine woH VcrniE^'en 

II Die mefftfer taanrcnt/alHeWbeh 

2960 Do wart hft irnder'wegcfn htMfjfen 



Der keifer zA ftftnt li m f^Hsch 
Ich wil Mb filffoii «yae ftteh 
Wammnil^ kk MMh <!(ioh gefiehlekt han 
Das Tel ich itek i^ilTen litti 

29e5 Es weis wol Aver viüieyft (IiXVIA) 

Das idh ha« grofses hurtaeleit 
Das ieh irtoregi<sg den iNdaft 
Minev foficht Mi «in 1^ 
Vnd ynnevtialhe geifts seh wel 

29T0 Na ßeckent ir wtfchejt vol 

DftMiiiiinb Ib «dl ich «oa ich haben 
Das BT te^er hfinft deft haf« hfiohßahea 
Das ich «foirendig oadi wbrd geMie« 
Dftnt ir des mt i&eh müfie beübbehea 

2975 Ein föliche fdioitlsebe n^C 
Das ir alle gali§eal 4ott 
Die meillei« J^nachitnt fed deir frfft 
Gnediger herre <di« gMsbott tns gor heit iß 
Das ir an tns gefsvdett hant 

2980 Wenn wis tna niioh nit dasttmaih Tevflttni 
Geheut tnm »shiSB lag« fni 
Ob wir fiadan mogeal Üft 
Das dwer geiieht laige «ider hotaen 
Vnd tas der lip nil werde henomea 

2986 Denn isdllent wkt üdb «a aalwart geben 
Vnd aber aaeh «wen« wiUe« leben 
II Der keif er fprteh das f;^ getann 
Ir verßant wol «os ich gofbU han 
Die fibea meißer gieBgent hia 

2990 Sy rettcttt 1^ Tada« in 

Vnd ßndierten grAwcdieh tee (LKVDo) 
Sy knndent nit kiiaß vnd lere 
In beiaea weg ünde« 
Das tj neahtemt «nbiad«« 

2995 Den keifer das ym wurde fia gelidit 
Alle k k&iß 4&^ halff fy niht 
Darnmarik fy wardea letfe beträbt 
II Es müfi bafs werden gatpt 
Sprach ir eiaer vnder in 

3000 Ich haa evdaabd eiaea fi« 

Das wir fuUent «»der «rteat fftchea 
Ob ir keiner taa wdlle gmrQchea 
Vnd tns rat wütUe gebea 
Das wir behalten vnler leben 

3005 Das gefchach fy fftieat hia 



es Vm dm fhben weg^ me^wn. 

Zh. einer grofceri ßatt in 
Vnd do fy iif den markt kamtiit ' 
Nu korent vas fy -do Temanieiit 
Do giengent kleine kindelin 
3010. Spielen vnd tribent iren fin 

Ij Do kam einer l5ffen binden nacli 
Z& den meißem ^as im gsch 
Er bracht ein pfilnd goides mit jm 
Er fpra«^ bÜ in mit Inter ftym 
3015 O ir lieben ineißer rieh 

Befcheident eins tr^mes mich (LXVII6) 

Der ifi mir getromet by difer nacht 
Vnd miment hie des goldes acht 
Des ntment nach Awer gewonheit 
3020 Mit dem golde bin ich bereit 
Das erfach der kinder eins 
Es Tprach höre irff gib in keins 
Du folt das goU geben mir 
Ich wil bafz erfcheinen dir 
3025 D«n trome den die raeifter alle 

11 Nu horent was ift der burger b Alien 
Er fprach ich Tagen dir liebes kint 
Mir getrampt in difer nackt hint 
Wie in mynem bämgarten emytten 
3030 Sifint ein btvnne mit küllem fitten 
Darus fo flüffen flÄlTe fö tU 
Das in einer knrtzen vil 
Das myn lieber bovmgart 
Ytel vol waffers wart' 
3035 II Das kint lÄ dem bnvger fprach 
Wn nerck gar eben dlTe fach 
WiltfL grofs gät haben 
So foltÄ vnder den broTuncn graben 
Do Tindeft du fchats Tnd goldes vü 
3040 Nit me ich Ar Pagen wil 

Din genecht vnd du werdent rieh (LXVIII a) 
II Der bäargcr volgt ym fieherlirfi 
Er grub dar in er 'vant ea alfo 
Des wart er gar geil vnd fro ■ 
3045 Z& dem kinde lieff er zÄ ft«nt 
Vnd tett ym do ffelbs kunt 
Das er den fchatz fänden hmtt 
Als es ym feit an der ßatt 
Er bott ym d^ zÄ lone 
3050 Zwey pfünt goldes fchooe 



Von den ßebm toey/en menßßrn. W 

Das kint fprach ich vtl flii niht < 
Min fynne fint sä got gericbt 
Den foltft bitten fär mich Cere 
Nit anders ich von dir begere 
3056 Als nu die fiiien meißer harten 

Das kint reden mit fo wifen wfirten 
Zft ym fprachent fy mit fytten 
Min Kdftes kint wir wolient dich bitten 
Das du dich nii volleß fchamen 
9000 Dn wollcß tns fagen dinen Aamen 
II Das kint das fprach der naine min 
Iß genant Msxkelin 
II Die meißer fprachent s§ dem knaben 
Wi£a das vir gefehen habent 
3005 Vnd gehört ron dir grofxe iriiheit 

Min liebes kint tns ems befcheit (LH VIII 6) 
Ein fache wellen t wir dir Tagen 
Darummb wöllent wir dich fragen 
II Das kint fprach na fagent dar 
3070 Üwer rede nym ich ril gern war 
tl Die meißer fprachent ku jm do 
Wir Hnt alle gar vnfro 
Vnfer herre der keif er nicht ' 
Hie yfs vor dem palaß ficht 
3075 Vnd innerthalp gefleht er wol 
Was ein monfche f^en fol 
KAndeßll tns geleren das wider tun 
So wolient wir dir lieber fön 
Geben glich mit fns den teil 
3060 Das du wnrdeß rieh vnd frolioh gell 

II Das kint fprach ich getruwe in wel 
Generen ficher 5n alle dol 

II Die meißer fprachent gefiel cz dir 

So fehent alle gern wir 
3065 Das du wSlteß mit ms gann 

Zft dem keifer wol getan 

II Das kint fprach ich tftn es gern 

Ich wil üch der bett gewem > 

Alfo fy das kindelin 
3090 Färtent sA dem keifer hin 

Die meißer aft dem keiCar ^tefegen (LXIX o) 

Ein rede fy mit yme anfiengen 

Si fprachent herre wir hant har bracht 

Ein kint das iß fo wol bedacht 
3095 Was jr tns gefiraget haot 



70 ViM dm /Mm W9§fm mmfßmm. 

Das fU dM liiat «ch «An lleliait 
Das feit Mi die teclitott neve 
Nach üiMM hertzen geve 
II Der keifier fprach vf twem eil 

3100 Venieiiieal •• wol waa e» feil 

Die. msifter l);iiacbeat cä 4eB Made» 
Sin wifaliell lia» wir wet eatpfiaile» 
11 Amt Icelfer mü dem kiade i^mtA 
Liebes kint macht du aiyi» Ikeh 

3105 Der hUntheqt mir geaoagen 
Vadi dia fc&nft aa bhv geiogsen 
Das mir bar wider kam min> gefixt 
Das. A>1 ich gen dia mtisgeiEiD aiiit 
II Das kiül fpMch «rit hübMiar aiobt 

3110 Henre Awer biiadea f&ahl 
Wil ieb 4ch heaamea irol 
Blit gottea hilff moe^ia 4(d 
Das i&eh niemer gafehkhl me 
Das da daa dich ginbh aa ge 

3115 Spradk 4er keifer da aü Hfial 

Wie vSII& fiadea des gfttea ^^^ (LXIX 6) 
II Das kint fprach Mebar herre mia 
LalTent tns gaa zft der kamera in 
Do ir flaffbnl üa der na«bt 

3iao Do werdetot ar wol nlmea acbl 
Was myner kimAa tj 
Dia kaaMier ftihsnl :fii« wenaa by . 
II Der keifer in die kamam gtang 
Das kint afi B&nl ane iieag 

3125 Als baUe es erfaoh das hell 
Dia fprach es aä deiMb^n ftctt 
Zfi den kaaMTÜngea 
D&at hin ^n •Iktm diagen 
Das bett hin aa gaata md g»r 

3130 Herre fa ataieol denn war 

Was ir Tindant imAav deai beM 
Sy -tal^a ea av an dar fttott 
Do fant maa einaa htfnnan klar 
Vnder dem bett das Ift mwx > 

3135 Der hat fiben qwel^dar.ifpianipBa 
' Sehest harre ad dtfian dingen 

II Spradi aS dem kelfea das jaage kint 
Irimüfeent afaiaendig blinl 
Ewenfclich iemer me wefen 

3140 Vnd mSchteal Bkm«r genefan 



AU lang 4f VI ImfSBf M# M W^^ o) 

II Der l|(4r#ir ((MTfi^l mi gib m r#t 

Min liebes kii^ f^lnafm 

Wae w<in4evii«^f\a woni^n H ^f 

Liebes kint »Mli btsriM^V . 

Wie roll mini i^m. befietleF. .' 

Das iiiaii.4i^ ^»crwiiw ^qpoie 

Alle iib»» laoge (aiiea f»4 bfei^h^n , . 

31&0 II Das kint ym^ «ber f^fl«*en 

Herre mit #bief (f|c|ie Tnii i|n4«M nib$ 
T&nt ir ile#> iifl i^^^r gefiofit . 
Wirt olemer m Yi#Q<^vlflg . 
Min kint iah l^m ili^b val ypitut^tafw 

3155 Wie fol aber ieh y«^ $&# 
Dp» lag. mir ^jn lie||ev fnn 
II Da# kint (Bisf^ h^'P Tfniemei^ ifiMsh 
Do fifit V\kß^ pmlßf IT in i^irw^ 4cb 
Die mioli 9(ü ^cl^ br^clit hpnt 

3160 Die hant üch ^w^r P^geii gi^rchfkn^ 
Vnd «^e|E^ HF9F »!«♦ MPcl^f WÄcl^ 
Herre d<|s wiiTqnt (idi^rd^h 
Vmmb d^ ir fentlieil wer4^>ll T^l • ' 
Herre ny merket ^|c)i g^^ wo| ' 

3165 Ir mnlTent alfo blfift beliben i . 

Wenn^ fy )(4nei)^ ez nit widf^f ^t\p^^ (LXXfr) 
Die fiben meißw b^ icb fi^r W(|r . 
Pas Hnt die CJ^en l^rnnp^p ^w^lieii k^ar 
II Darnmi|ib ffg. ifih ach m|rfien D|üt 

31T0 Volgent mir pt^ w^t uph gut 

Wie vol tch Up ef n junger Icpfib 
Dem erftan mf i^a? (li^heiili a)i . 
Sin honi^ To irer^eoi ir gewi|r 
Das die er^f Jle^ud ^weU^ g|r 

3175 Gelit Yud flülTet iiiemer mer 
Vnd w^^^ M dean alfo erge^ 
So nemept ^ber ^inen ber 
Der andern 5|weUep gefcbiodt aI* der 
Vnd fo dep i^eiilem allep fiben 

3180 Ir kopffe toji de» übe w^rdeiit gi^trib^ 
Vnd fy alle ligen^ tott 
So nympt ein ende d^er not, , 
Die brf^i^en 9.wellen verflgeqt »Uq , 
Vnil wi3f)r4ent.geCeliep mit CpbpUo 

3185 Vfirarandig: ^.w^X »Is hie ypnj^ 



92 Van den fkbwn wegfm nkgßem. 

II Der keirer nam by^eni' kytin« ' • • 
Den knfl^eii ynd grüß in frAatlich' 
Als du haß geleret mich* " 
Spradi der keifer mtfi lieber knab • 
3190 Na milreetil alle it kopffbemb (E9£fl1a) 
Zä ß&nt das alfo ^efdkseh 
Der knabe fy alle toHen 'fach 
II Dar nach das kint aber rettä 
Herre IttlTent fns gan an derßetfte - 
3195 Hin as zä velde fdr den Tal 

Ich hoffe ir fehent berg Tfid tal 
II Der keifer l^nrach es tf getan 
Ich wil gern mit dir hin ns gann 
Vnd do fy kament für die' port 
3200 Der keifer her Tnd dert 

Vnd gefach als wol als er fe' g^fVi^ ' 
ZA merekelin dem knaben er Tpraeh 
Ich fprich das wol Tlf myneir mt 
Du haß mir gantz die i^ai'heit ' 
3205 Gefeft Tnd bewifet ebcfn ' 

Er hiefz dem felben' knahen geben 
Sins gätes vi! ein' taichel teil 
Das er mit eren vnd mit heil 
Wol lebet wirdekifche 
3210 Der keifer macht in riche . ' 

'Das hat der knabe verdienet wol 
Der kdfer-wart frouden toi 
Herre fprach die keyferin (LXX16) 

Hant ir verßanden minen fyri 
3215 Als ich üch hie han gefeit 
II Er fjprach ia vff mynen eit 
Des bifpit das gefellet mir Wol 
Die meißer warent bofi^eit röl 
II Die keiferin aber fürbaTz l^rach' 
3120 Herre nu merkent dife fach 

Uwern flben meißeirn glonbdntf fr 
Die fetzent dar nft alle ir gir > 
Wie fy mit rede äch blenden •- * 
Vmmb das fy ir fache Töllendf^ti 
3225 Vnd üw^r fäti gewaltig iTterd* » — 

Vnd das ir wff difer erde 
Vnder in muifent fin ' ' 

Nu inerckent lieber herre min 

II Der brenne betnttet üwel"l»5fes kiiit 
3230 Von dem Oben qwellan gefl^^lfen fiht ' 



FoH 4iw ß0ti0nvfeg^ MBgßerü. iS 



Die fiben flAffe bvdir/beMMeii * » 
Die HMi oMiftbv OHl-iMiii t«lfl:beD littten 
Der'brVaftB mag nit «erMrt wcffiei^ 
Die wil die flbev ütti wff'erimiL . 

38S5 So virC der bpmiM thper Skm gar nilii 
Herre Ynd wen da« -gefdiiliC ^ 
Daraa follmC it gedeneloeä 't 
Uad lafzent den fnavoK kepclDea ,> 
Vod die fib«B<ftlie.g«rliinina«diP. <iiXXIIa) 

3240 Dar ad fol ^«kürefen gack: ^. (V u^ 
Dara«ißli''da8 rieh ir feif|iiB cegidrentn. 
J . . rliotnit fr iMito vadl ilant .mlÄiereBt * •. 
II Der kMW't^gtmdkTif^^ lin^'f^ewifa ' 
Mias böfea foB«/ioh-nit mrgifk .; 

3a«5 Er mfira dew ke^dDev WADdeftofä/tait: = 
Er rfifft bring, IMde k^r eRi.)fiBiI'>>^ 'li 
Vnd lAreat den bdfawidit hui:<zeBai::g«lgen 
Vnd hanakaiit ia' si den liefen ^balgieii . 
II Die knechft!tett«iit idaa-^inao lyfteai 

3S50 Das ^i»lfr;aber<nit^eBltett> r. • . •< ..ti 
Sy lieffciil: aber- gar .mit: ymeV u;. i:> ' 
Vnd ruifent mit latet : %miiie » > i *. 
O herre.got ^fmwh'jdiäeniol ' .! . ': 
Was lidet d4s keitea JTna not : • 

32S5 £r näfa neck' liüte AdimiiiickeB •Aerkea ' 
' Viid an dem galg'en wetdei^ii . <. ^i/ 
Vnd do> fy- kameai fir #6 povi: / ■«•;< 
Da kam .'der ^ieiide .amiftei; datt : ^ . - 
AU ick ea an demr bfidk» ftaat 

3900 Der>iras-AlalqiildrBck.geildn^ :. : ( / : . . 
Do indea'keiCerf fim erJGaek . < < 

iv. .iiWi» wvli'das«ev:nifc' enü^raek. : . /i 

Deck feoeigC erfiekjdili$ii&.sa:7iiJ(LXXII6) 
Ala*eb>)0r. ^reek meißaBi.Tenijnii( ., 

3265 Da fibfi; wol m;^. eUi^nden gang.' 

Vnd ich dock «lie. neek 'bofakflä* mag 
■Da gein mym TBtter nur mjn Mort < 
E das ich fa leliendliiDk werde eraar ft 
Der meiAer a^^deii federn J)[Nlte«k : 
3270 Donekgat nit. ilentdiatigemdch; .i ..{. 

:. * I .iVoU 'däa ick a& dem Jcefffir-koibi': . 
Er ißiiö liefig vnd f from.t:)h i J: 
Er kivtTiUiokt min gekofa > v r.'-i 

i >>' 'Daa^ich ia nook h^teieridfe . . 
3275 II Do rieffdie gemeinde alle : . 



Mit einem gUMfa fcsUe 

Bitten« bftMe lifibnr nwiiiM tniM i.' 

VdA Mkenii «eh )eriift a^ä bitteaiei Cm 

Der moiiter.liififiFfii dri« «ft ktfnt ii( 
3280 F4r den faloft «r de; uml; 

Für den keiTor er d* ^\m > 

Vnd Yiel nidee vS fi^ knim 

Er fpmob-^HBd kenie ■»!! 

II#)ern aMHm den IpfTeM fib 
3285 Gein üvern kjnde 9er '«tettdit> < 

II Der k«$fior 4HKh. da iböCefjirMil 

Ir htmt Bttraiinfin !«■ ^eedirpt (fi^XUld) 

Danmppb ei hit witä.gp&^lä. 

Vnd ir «llv nndi jnt gn * 
3290 Dmj mrdM6 iv mri jgeiTiw 

Ir habent.» aM gtiH?^' 

9^8 et miin wi)p weit haa beiragiin 

.Weil ieb ir nik zi heltts kemen 

BrSette JB ir. ene geneaaen 
3295 Darnmmb ir alle mülTent fterbt» 

Vnd an dam galgen Terderben 

II Der meiflvB i^raeh vie im fy 

Der knabe i& aller landen Iry 

Wann er getelt kieki itbel ni» , 
3300 Der keifiit SjpmOi ir tfint »ir hi* 

Als onch e^ten keifet Im« '«^ befdiAch 

Der vravepdijg) dte faiea nit enfiick ' 

Das tatten jm iaasb Im Udüdn witom . 

Mit zoidbev tnft niik i)*pBi£eB ' 

3305 Vnd als bald» ^r ia ait ItM das ioii 

Do kam dea keÜB^ Tfs;i»Uet iwft 

II Der meifterf^eb«iM.iidBa-Bwiei^bofiheit 

S9I ant) mcoglishedi) IriageB ieÜ ' 

VITand'rifnr nan. revt diin^^ aUe laat 
3310 So vi^ti man bSfe: vnd g^ bekMdi 

H Oo taifltaDt liebev heire klAg 

Begaat in iliftn TsfQg • (IiXXmfr) 

Da* ie «ver kintiliüli&ttenft 

Uvea Ible vnd Bf intnpk in wA m&tCan 
3315 Ir gewIaMcat-ewensikh vngeüaak 

Vnd befbbidkt üohb ala ejiai »ÜteK'gtfcbach 

Mit Tynem wibe diie er Bep hat 

Die was die fe||&nfte ha dte Aatt 

Herre ücb befeliiehi anoh wiria: in grofkem hara 
3320 Mit einem hif^l bawffe ibb das 



Fwn dbn ß^te» wm^fln nmgßwn. IIb 

Denn dem riNer do befehwab 

Der kcAf^r c^ dem meifter Israeli 

Sag an ioli wlf de« nil oakess 

Ich wU ^s Mfyai liGMn efesi 
3395 II Der meiAer fjpradi daa iMi^ all fia 

Bf an bring dea da« Uni iv$dor ia 

Vntz das ich ^ahi 4aa Ufpil gefage 

Waz den» -i«reni gnaden Ibehag^ 

Das mSgent llr 4eav fSrbafa ttn. 
3390 Do hiella der IceiTar vidbn den CTa * 

Vnd hiea in wide» in fHellte 

Do Yieng dar m^lflter 4>Bne ««evdrfefsea 

Sia red» ao sA de» fe^l^«» *&at 

Vnd feil aU* Aeh hie naoh iMf« %Ani 
3335 Es wi« ein adtev »iMev fttemoie ^«ad gat fhWVia) 

Der Höh tH iaie hett IvsMt 

Das er feeia vip aemea wölte 

Eir iiat aaeb feinde alkt als er feüe 

Sin fründe das %adaeiulent wol 
3340 Als ein ittott dem aadern. fo| 

Ratten 4a« beft» als wir iA«h 4dnt 

Vnlange ea #aniaeb Mat 

Das nn früade zft ins giengen 

Ein reda ty ^^ 7™® ^^ Giengen 
3345 Sy rpracboMl li4be» fMm myn 

Das wir 4w!b aattent da« (bl fia 

Valbni vat*es UiUmt iv üeh ali AAewen 

ir Iblieiit ein wip alnvea 

Vmmb das ir aach gewinneat feint 
3860 Das ratteat wir alle die feie fint 

Sy rietteal aa yai A> f U <viid ma 

Das er efo wIp nam iA'4er # 

Dia waa a£ Rone eiaa aiaptmaa« toehter 

In aller Aalt A> eamoehl «r 
3355 lf4| MiAnet jnnerrlwea finden cwar 

Sy waa auch }a»g-4ev javea 

Die färtent #y dem rktev «A 

Si Uebet jm feaa Xpat vnd ArA (LXXIV6) 

ZA ßfint er fy nam an wifea 
3360 Er hat fy üeb ale 11 n^ übe 

4l8 dife aoeatdre ftsit tkt war 

Sy wärest by efaiaadea 4rli jaa 

Das tf ale feeta kiat gewaa 

II Blas tages AiU ly aakilehan gana 
3365 Do l^egenel Ip jr tadler aatt 



76 Von den fieben wegßm niegftem. 

la der gaffen ^fP der fait 
Die m&er zli der toohter fprach 
6ot n mit dir do fye fy fach 
Sy fpraeh Til- Hebe locliter min 

3370 Wie gefallet dir der man dia 
D&t er dir joch g&ttlicliea 
Daa foltä hie hewifen mich 
II Die tochter antwnrt ir alfa 
M&tter ich wird niemer Iro *^ 

3375 Von ym ich Iahet loß nit enhnti 
Ich wolt do er w.art min man 
J)as er doTor ertrenckt were 
Ich lege naehtea recht als mere 
By eym dnnren holte ol« hy jm > 

3380 Mfttter do ipoA mich recht vernym 

Ich wil zA yw einen 'faUen han (LXXVa) 

Mit dem ich mich ergetcen Iran 

II Die mnter fpraeh liebe tOchter min 

Ich vnd der Tatter din . 

3385 Sint lang by einander gewefen 
Doch han ich mir nie ts gelefen 
Daz ich folt t&n wider min ere 
Nüt tfi es Tolg miner lere 
II Die toohter zä' der muter fpraeh 

3390 Matter ez iß ni^ ein frdmde fach 
Das ir zwey lebent früntllch . 
Ir warent beide jnng Tnd mynneeUell 
Vnd möchtent frtnde'mit ein ander han 
Das iß mir nit mit mynein man 

3305 Wand er iß alt ynd iß kalt 
Sin runtMln die fint manigfalt 
Vnd mag dar .afi leider nicht 
Darommb mich niemant frölich Cicht 
Ich vil zwar ein bAlen han 

3400 Vnd folt ich darnmmb nach bnot gann 
II Die mAter fpraeh tochter min 
Sit es nit anders mag fin 
So folt& mir dooh Jagen an 
Wen du zfi.b&len wölleß han 

3405 II Die tochter fpraeh daa Dag ieh dilf 

Der phaff der gefellet.mir (LXXV6) 

Der in der ßatt iß gefelfen 

De» kan ich niemer zyt Torgeifen 

II Die mnter fpraeh got in hiemelrich 

3410 Ein anders dnehl fere beller mich 



Vm den ßab^n wegfeti mmfßeni, Vtl 

Mich ddckt es. wer öneh mjnt fÜMe 

Ob din lip einen find« ' 

Der ein hene oder zitterwE 

Oder fßßr ein edel ircppener 
3415 Denn das da einen phsflen nymft 

Do mit da in die lielle Ufmfk 

Die toditer- antirurt der maier do 

Nein müter ez gat nit'olfo 

Nem ich einen weltliche» geMIen 
3490 Der würde fin ding älfo beftcilea 

So er fleh min- geniette 

Xik Aäat er 'fieh Ton mir fchiette - 

Vnd feit es andern finen gefeilen * ' 

Vnd Hefa mich gann fneggen fnelleli. 
3485 Das mir ein pfaaif doch vngern tette 

Der wer do^ fo ftelte 

Das er mir Tagem gelirelten lies 

So ich tfttt das er mieh hiec 

So tar ez oiieh gefagen nicht 
3430 Da Ton min mSt dir hie vergieht (LILX/Vla) 

Das ich hebaben wil deni:pluiffen 

Nüt belfovi weis ich nv zS fchaffen - 
- Die mfiter fpvac^ nü merek mich eben 

Einen rat den wil ich ür geben: < 
3435 Der wirt dir g&t Tnd iß dir erlidu 

Alte lüte die Fmt |par mngelich 

Dn £(At in vor Terf&chen gan 

Mag er das geliden Tnd ban . • • 

Das er es nit zome gein dir 
3440 So behabe din ere Tnd Tolge mir 

Mag er es aber nit Tortvagen 

So wil ich dir nit Til fagen. 

So macht 4a ti» das dir gefeliefe . 

Ob din hertse fidh denn igefelM' • / 
3445 ZA eym andern heymKch - ' ' 

Des wil nit zöraen ich 

tl Die tochter fprach liebe matter min 

Wie fol ich Terf&ehen in 

Das fag mir wann ich mag nit betten 
3450 So wil ich mich dar- zA bereiten 

Durch dinen willen ich gar tU tä 

DaTon fo rat lielle hie zu 

II Die mfiter Tieng ir rede alfo an 

Tochter er hat in finemgarten ßa» (LXXVI 6) 
3455 Einen bom der ^m ferelip iß 



7& Vnm dm fiti(m wmfi» nmjjfiem. 

Na Hit ich «r ift difev frift 
Sit rin froade danai lÜ 
AI« balde dia mBn Hz jiiffCMi. tsyt 
So hSwe deo fa&ni Irar 'abizft ftdat 
3460 Vnd da« er "VPmrAa entaSaft' 
In dem füte fa er iritt lüNa^o 
Vnd das er -btjniBe dar .jane aft fromen 
AU balde er 4aa all gafickfr 
Yft es da» er dar da« TaraUht 
3465 So madkt 4« irol da by Terßaa 

Da« du den pfaffien liap madif ilaa ^ 
II Die todUor fprach iah wSl dich «reft 
Vnd wil aü iiafa «arider kenn 
AI« beide fy kam zfi bafa hajrn . 
3470 Do fprach d«r gftt rStter rein 
Zu ir ynd fragt fy der mene 
Wo fy £m lang« gewelea mre 
Sy fprach lieber beare min 
Zu der kilchen hia icib gdGua 
34Tft Oo hgn ieh nielEB gelwrfc 

Ich berpraeh mfta «n&ter «eh «In *«lDft 
Der litter Fpraah daa ift Hmü giaOlMl 

Moa iol dca arfte« afi kfluiMA gM (IiX^VII o) 

Kurtz damaioli ila «eit 
3480 Der rilter aaoh flner gewaoheit 

Jagen hin in 4eii yraH 

E« wa« onch 4aan «äI «ttaw« kalt . 

Vnd do der ntter ontreg kim 

II Die fr5we.dea getaner zA ir iiaai 
3485 Sy fprasliTa^ Um der Mbeoi frift 

Der vint ieia #ar CshAiyff Ift 

So fruret myate» hoffen an da» geita 

Wir rdUaiit ii| dilti gavteA kein 

Vnd rölleat liftlta dar jnae gewinaea 
3490 Da« wir ein für -lateahent lwy«aea 

Min herre der vitt fchiev kooNlik - 

Vnd Hat ym da bände b^ktaiM» . 

Da« er mich ncheirUwe adbantel; 

By dcai faer er den etafttamcit 
3495 II Der garteaer eia ax mit fm totm 

Mit der friv«ii er do kffa» 

In den garten <ar do gliwg 

HoUz vff ArCen Cy an viaag 

Vk»tz da« Ty aä den lim ^t 
3500 Den ir maa. fi» Ue^ hfitl 



Vm^ ^^ifm ßdm^ vHtgfm' nm/ftmn* , W 



Die f rov« * lüfa gllrtlifedP d« hiifk t > 
Das ep'mlt tiiht «utiBfi^ tl'XXVIIfr) 

II Er hVismm 4e* MuM i|itti ''dinider - ' 
Das tfin ich «iM 4a MI nlhi irider 

3506 Min hefv» dst hat den bStttf fo Ikrp • 
Er MMlMe «nlfch «Is eitt«« diop ' 
' ' 4)i(ft Mwe Sil» Mb«r die «< Iw 
Vnd hiew d«r ia aasli 4m liertesA ger 
Vats das d«r>$iiiie be^ abe kauft 

3510 Des b5nis <rbd aw^t boltae fy "^^i*^ 
Att daz fü» Tie es l«it 
Zfi rerper aH det i^ter rett 
Her heym «ll; CIimbii li«n4«A 
In den feigen Aunden 

3515 Lieff ym^die frdre en^egen 
Er möcht flc|i kflm j^e^eg«» 
So Abel fröre in isi dfto ÜTzie • • 
Sy fprach got üoli bebihlsiii niufte 
Vi! lieber herM geblüre > 

3580 Gant balde sfi den füre • 
Einen ftäi faitt fy.^Hi d)ir 
Do er erwarnurfy il» anai oq wato 
Vnd fach «e» liSiiies 'efti»n 
In dem füre> giellen 

3525 Et biefe dfena ^aitttev tfiffenfiiella. 
Er rpMeh das dir der Uls «fefarelie 
Ich fmaeh hie in difee Csift (LUfllla) 

Das das hellp nuts fieimt hSme ift 
Den iob nüwellis^ hai» gefolzet 

3530 Vnd mich 4Ml da nhit ergi«z«C 
Dev gtrtaret Ijpraick das iA «mr 
'' H^k«e ir iageiit tH »echt airav' 
41^ li(n|.den ha» icb abi giAioweii 
Von geheie IngihMr'lriwieD 

3585 Der ritter fpaabh. dte warnt fy ab 
Den bome Mi «>i^<gev» «pe«lorett> halb 
Die fr&w die I^Mich an defÜBtte 
Mit mynea licinlea ieh 'eefUh telte 
So ir her h te ^ Ifornek whVkemt: 

3540 Das irdch i^a hy -waleaip Efiitent' 

Doeeh g&t ha« lob «s Aeh getan • : 
Der ritter fach fy Aeiaa 9* ' 
II Er rpMidh>ideii Mdk gfsliee hübe di¥ 
Haßä abgelio#eii mtr 

3545 Den b5me den ieh 0(» lüef lltitte 



Die frowift häb.an an der Mtt ' :.: 
C& weynende vnd f|»l»«h klegliAh* > 
henre ir £&llfiii| begaadoft »ioli 
Ich wi>nd'ick:lietfM itekCgetoii . ) 

3550 Üwer» zoTn C«M ir gein' mir Imi ' 

Wan hetMfib gai^iß da« cfii-iioli.ltttte i 
VerfmalMiedatieh ee.dietta (l,^X.VIIIfr) 
Ich holt fl« getoa aiamer'.iMlp 'm « 

Das fprieh ioh .yff J&IU iniD «i^. < > 

3565 II Der riHtor fpcach Mwe mia » 
Lafz DU zfimal din weinen fia 

Ich wil den aarn lafsea ligen 
Da« erHemal fy dir Tertaigea 
II Vnd do dife rede alfo ergieag < * • . 
3580 Des morgeas fy den weg gefleng- 
Vnd wart aber au kilehen gaon 
AU fy danor liat getaa 
Ir mäler ir aber bekam 
By dem mantel fy fie nam 

3566 II Sy fpraoh liebe mfiter min i : • 
Du folt es recht gfit laa fia 

Ich wil dea- phaffen »knen •: > . ' 

Vnd wil mich dea nit fchemea • ' ' . 
Ich han verfächt mynen man '> t ^ 

3570 Als du mieh lerteß« das han ieh gettfna 
Als balde als ich ein wenig weinte 
" Zft ßänt fin trnwe mich meinte 
So we tett es fiaa beHaan gr&at 
Er Terzeoh mls alle diag xSißfiat • ^> 

3575 II Die mäter lip«ch liebes Idttt 

Die alten amn.daa. nif genatöret fint. «. 
Das fy TeraUient dM arlle male (L^XIXa) 
Z& dem 'Andefttt'mal fcnachent fy. dfe .qvwale 
Zwifalt als yil da« gloabe du nur * 

3580 Ich wil noeli ein«, raten dir . 
Das dB i» verfncheß. noch eina 
Die tochter fpirach ich t&a £» keiaa 
Ich han wol anders && fcbaffaa > : « 
Ich wil gann au dem |lhaffea 

3585 Nach dem ichgrafa^verliaaged haa - " 
II Die müter fpnUsb inioh bals verftaan * 
Ein mal haUfi geeret mich .. 
Da« dancken Ich dir getmlrellGh 
Das du dinen man verlAekeft 

3590 Vnd mynr bette gerochaß 



Van den fieten we^en meyjtem. 81 

Na rolt& dine fache alfo Iceren 

Dioen matter foltfi oach eren 

Dez haßfi gegen got rfie 

Vnd belibeft in dina Tattere fvn 
3595 Vnd Terf&ch noch einea dinen man 

Oncli aU ich dich leren kan 

II Die tochter fprach da« tdt mir ange 

Das ich mürx beuten fo lange 

Doch wil ich minen vatter eren 
3d00 Mfiter dn fölt mich förbafz leren 

Wie ich in rae Terfnchen fol 

Da« getruwe ich diner liebe wol 

II Die mfiter fprach tochter min (LXXIX6) 

Er hat ein cleiaee hdndelin 
3«» Das ift ym liep das weift da wol 

Er hat mit ym fchympff Tnd gol 

Vff fin bette fpringet e« dicke 
Do Yon da nit erfchricke 
Totte den hfint daz er ez fehe 
3610 Vnd höre zfi waz er denn iehe 

Verzicht er da« vnd wü mit dir nit gramen 
So nym den phaffen de« tüfeb aamen 
II Sy fprach mfiter ich wU ee tfin 
Solt ich gewinnen niemer fyn 
3615 Gein mynem alten man 
Ich wil wider heym gann 
Min liebe mfiter got gefegen dich 
Hiemit fchiedeat fy fich 
II Die frowe gieng heim in ir hnfz 
3620 Mit froaden lept fy in dem fufz 
Den gantzen tag fy fröUch was 
Dee nachtes fy onch nit yerga« 
Sy ziert jr bette mit Hden wol 
Vnd fang vnd was frdnden vol 
3625 Der ritter ir man gehöre 
Der fafz by dem füre 
Nach finer alter gewonheit 
Als fns dife anentüre feit 
So kam der hant an der ftette (LXXXo) 
3630 Vnd fprang oben vff das bette 
Als onch Hn gewonheit was 
Die frSwe des hfindes nit vergas 
Sy nam in by eym hindern bein 
Vnd nfig in vmmb die ftein 
3635 Mit dem kopff vmb die wende 

6 



82 Fön den fieben ttegfan megftern. 

Vntz da« der h&nt nam ffn ende 
AU der ritter daa erfaeh 
Zu dem wip er do fpraeh 
O du reeht b^fes wip 
3640 Warummb haßa dem Mnde finen lip 
Benomen fo mit TntzAelit 
Da Mß zwar ein bSfe frficht 
Vnd haß mich z& lafzen fehen 
Wie getarftfi mieh gefmehen 
3645 II Sy fpraeh hin wider rnell zfi hant 
Sehent ir nit daz koftiich gewant 
Das do lit Tff dem bette 
Do fprang der hfint Tff an der Rette 
Vnd hat es entreinet gar 
3650 Herre Tehent felber dar 

So fehent ir daa ich war faan 
Darnmmb fo han ich et getann 
II Der ritter fpraeh an der ßette 
Der hänt was mir lieber denn das bette (LXXX6) 
3655 Die frowe fpraeh erbarmhertzeklich 
Waz ich durch das beße flilTen mich 
Vch zu tftade öwern nutz vnd ere 
Darnmmb halTent ir mich fere 
Wie wol ichs in g&tem meine 
3660 Sy hüb aber an zu weinen 

Vnd flug fich felbe ynd rSifte Heb 
Das erbarmt den ritter ficherlich 
II Er fpraeh hör vff din weinen lafze 
Halt hie nach recht maffe 
3665 G&ter züeht foltä walten 
Wiltä mine hnide behalten 
So lafze foliche Tntz&cht ligen 
Vnd fy dir dis euch verzigen 
II Die fr5we fpraeh in fneller gir 
3670 Got gebe dwer tröwe zä erkennen mir 
Das ich üch werde geuelUg fin 
Das wfinfche ich lieber herre min 
II Des morgens fy aber einen liß vant 
Das fy zfi ir mäter kern zä hant 
3675 Der fagt fy die mere 
Wie es ir gangen were 

II Sy fpraeh mftter es mf&s fin I 

Der phaffe fei nu wefen min i 

Ich han mich geflagen rnd gerS£ft I 

3680 Vnd han fin liebe gar tür keuffl (LXXUa) 



Fe» dmi fietm taegfent nufißem» 8t 

Ich han doroh didi vad d«B Tmttmr mi« 

Gar TÜ zfi lange gemangelt fin 

So wifz das idi inyoen man 

Zem andern mal Yerf^ht hau 
86d5 Das bat er mb ala gar Yemiegen 

Vnd belibet die. fache gav ▼eifwigcn 

Ale balde als er inieh veioen Aich 

Sinem hertzen de fo we hefohach 

Er vergab mir alle mine fchalde 
3690 Vnd gevaa wider fln holde 

II Die mäter Tpraoh zu derfelben friß 

Min liebes kind do enift 

Kein grofzer grymekeit 

Das fy dir liebes kint gefeit 
3695 Den grymekeit der alten 

Mins rates folt& walten 

Vnd Tolge zem dritten male mir 

Ich hoffe es fdlle g&t wefen dir 

VerMch noeh eineil dinen man 
3700 Als ich dich wo| wifsn kan 

Ich getrüwe din bcke werde geflieht 

II Die tochte» fprach das iim idi mSht 

Ich weis wel was mich bafz gelaß 

Do arbeiteß awar Tmnb f«ß 
3705 Wißeß dn w?e liep mir ilXMIh) 

Der phaff ift naoh mins hertzen gir 

Dn hAlfibft mir mit diner tftgent 

Vnd bedeehtell mine blAwende jngent 

II Die mfiter fpraeh liebe lechter min 
8710 Ich wil ^eh nit me biUende fia 

Das fagen ich dir ▼ngelogen 

Da haft min brüße gefogen 

Dez erman ich dich min liebes |cint 

Dammmb durch mich du nit erwini 
3715 Du Yerfficheß in zem dritten mal 

Vnd engeft da jm denn oune qwal 

So glebe ich gotte das ich Mrbas 

Dich nit me hinder wifzeA das 

II Die tOiditer fpraeh wie wel die fach 
3720 Mir bringet veirlangen rnd Tngemach 

Sit das du haß 4io gldbde getonn 

So fage wie fol ich es vahen an 

Das ich das hinderß verfidMn d& 

Do rat liejbe mfiter zä 
3725 II Die mfiter fprach vernyme mich 



84 Fon den fieben wegfen mmjßem. 

Din Tfttter ynd dine früade Ynd 5ch ich 
Vod die elteften in dem rat 
Din man an ain fnntag hat 
Geladen das fy by ym elTen 

3730 So Toltfi denn nit TergeiTen (LXXXII a) 

AU ich dir hie wil Tagen 
So die fpire irirt daf getragen 
So Wirt din vatter gen dir fitaen 
So yar hin vnd har blitzen 

3735 Vnd r^clie von dir hin die rchnlTel 

Vnd binde den heymlich an den flülTel 
Das tif eh lachen an eym ende 
Vnd fprich dartzS behende 
So menglich wirt elTen 

3740 Ach ich han TergeiTen 

Des melTers in der kamem min 
WuTche Tnell vif vnd louff dahin 
Vnd zücke her abe tiTchlachen 
Mit TpiTe mit Tilber mit allen Tachen 

3745 Lat es din man denn g&t Tin 
So wilTeß vff die truwe min 
So hall& zwar Tagen ich dir 
Kein hinderniTz me von mir 
Du macht denn nemen leien oder phaffen 

3750 Vnd waz dich dunckt wol geTchaffen 
Hiemit giengent Ty von ein ander dan 
Die frSwe gieng heym zu irem man 
II Als nn der fnntag waz komen 
Vnd als ir vor hant vemomen 

3755 Mit dem tifehe das alles beTefaach(LXXUIfr) 
Waz rates man darnff fatzt 
Von TpiTe vnd von Hlber gefchire 
Das lag alles gar jrre 
Vnder dem tiTche in der eTchen 

3760 Kopff kannen vnd fleTche 

Der ntter Tchamte fleh des gar fere 
Er gedacht dis ift nit klfig huTz ere 
Er hieTz ander tiTchlachen bringen 
Vnd ander koß vnd hieTz in lingeh 

3765 Mit lachendem münde gar frolich 
Bat er Tin fr6nde alle glich 
Das Ty nit verberen 
Vnd alle frolichen weren 
VITenu Ty werent die liebßen geße 
3770 Die er in aller weite wiJle 



Fo» den ßeben wegfen mejfiem. 85 

I) Sy tatten als die wiTen tSnC 

Do mui Tff TOD tifche geMnt 

Sy lrand(«D eint md gefegneten fleh 

Vnd giengent heym froiich 
3775 Yederman in Hn hufz , 

Na b&rent wai wirt hie nfs 

II Des morgens früg der ritter g&t 

Gieog sfi kilchen als man t&t 

Vnd do die melTe kam ▼■ (LXXXIIIo) 

3780 Do gieng er in des fcherert hiu 

II Er fprach meifter biß& bereit 

ZftlalTende als min m&nt dir feit 

An welicher ädern ich dich heifi 

Das foltft mir Terfagen keyfs . 
3785 |i Der meifter fpraoh ia herre wenn ir wolt 

Vnd wo es ach aller baft gefeit 

Der ritter fprach fo gang mit mir 

Vnd nym dinen gesug mit dir 

II Der ritter heym s& hofe kam 
3790 Den fcherer er mit ym nam 

Er fftrt in jn die kämet fin 

Do lag die fr&w fchon Ynd fin 

Noch denn an dem bette 

Er fprach an der ßette 
3795 Wol vff frSwe wol getann 

Ir foUent an beiden armen lan 

II Sy fprach herre ich bin doch gef&nt 

Kein lalTen wart mir nie me künt 

II Der ritter fprach da feift vil war 
3800 HetteftÄ Tor einem jar 

Gelaflen das wer dir g&t 

Saft fo biftfi d6recht von dem blfit 

VITnrden das donokt mich wol 

Als ich die hie befcheiden lol (LXXXIII6) 
3805 Weiftü nit was da mir haft getann 

Dammmb fo müft& hie lan 

Vmb das din Hnne dir wider koment 

Din t^cke han ich wol Tomomen 

II Zu dem erften haftfi den bome abgehowen 
3810 Das vergab ich dir oane alles triwea 

So weiftft wol die ander not 

Das da mynen h&nt fluge tot 

Das liefi ich oach g&t Hn 

Zem dritten mal die fründe min 
3815 Hatt ich geladen vad oach die dinen 



66 Von im fiAm w^gfen m^fietn. 

Do liefz dti An tat&g<ilit fdilneli 
Vnd warffll die keft all an dl« #Mla 
Däa lleflB Iah bU Mt gawenNn 
Alfo ]iaß& mich geTdittat 
3820 Die drü ßück hao ieh dif genait 
Das Tierde wil ich aft toetinen dir 
Wer dai talieadet naeh diaer glr 
So weren trir aweablieiiatt g^efehaal 
De ^a da die faahe reaht verftaat 
3825 Des äbrigen gehlste« gioaba mir 
Haßfi ga^ aA tII by dir 
Do Ton wil ieh dir laten 
Vmmb daa da dich feit »affba 
Vad dich al ffbmkayt vead^ (LXmVo) 
3800 Vad tiM beide uiC f\shaadeft 

Die fr5we AinI tfiP ireineade ly tftik^ 
Den hiettiAl fy da an Tach 
Sy Tprach o herre eitaraia dich 
GnedenkH^h dber ttich 
3836 Der ritter i)^Hich fir5we aiiin 
Da darffß alfe alt bHteade ißa 
Vmmb keiaeH«y harmhertalkelt 
6ot hat die fach felbe angelelt 
Fr5we hab balde Ttf d«n aMne 
3840 Gein dem fdr mach ta "wmrai 
Ich Tagen dir gar oaae fohertaen 
Dea bl&tes ten dlnam hettten 
Des wil Iah fewar ^a dir haa 
BedeiMske Was da mir ha# gathan 
3845 Die fr5we die ßriieht dea attte dar 
Der ritter fprach meiner nym war 
Vnd nahe tiefl genig ^atln 
Vmmb daa das bdfe bM I5ffe hia 
DaAft das «It (idierlich 
3850 So yMk dis ^dk «War nahen dich 
II Der meißer «ett daa er ia hiefii 
Grofisas geblAte er ir tCa liefe 
Vad er geHMTll es Mt verbhiden (LlXXIV 6) 
Der ritter wolt alt arwinden 
3855 Ir Wftfte üle farwe i^er evgaaa 
Das was gar bald« do getatt 
Wann fy wart kräng vnd Maiah 
Ir Tchi^ne fatwe \s gar enCwaieh 
Do der ritter das galkdl 
3860 Zft #em meiner er do Tpraeh 



Van den ßeben toeyfen meufl^m. 8V 

Binde sA d«ii fall»«ii arm 

Fr5we mache dem aadera oacfa waffm . 

Die ffiwe sä dem ritter fprach 

O herre ich bin vfirden fwach 
38d5 Erbarm dich lieber herre mia 

Vnd überhebe mich der j^\m 

Oder ich bin werlichen tat 

Der ritter fprach diCe not 

Sölteüfi Tor betrachtet ban 
3870 E du mir die bofaheit hetteft getann 

Dammmb Xo hab den axme enbar 

Der fcherer fläg drin als Ter 

Vatz daa ij gar vil braag wart 

Si wae nach tott der felben farl 
3875 Eint über daa ander, wact Ir gefwiadea 

Er biet ir ouch den arme a& binden 

II Er fprach aa ir an der Hetten (I<ZXXVa) 

Nu gang wider an din bette 

Vnd bedeack dich frowe fiiiliafa 
3880 Das du nit gewianeß gottes liafz 

Vnd oi|eh 4ea mynen dartaä 

BelTer didi Ipat ynd fr& 

In trüwen rat ich das dir 

Min liebe firowe na folge mir 
3885 II Hie mit der rittev enweg fchreit 

Die frowe Heb wider nider leit 

Vnd wart Tffer malTeB Irrang 

Sy fprach zu der sMigde gang 

Heifz min muter Jkomea hw 
3890 Vnd fag ir dlfe gmwelichea mer 

II Die maget zfi der mäter gicng 

Ir rede fy an vieng 

Vnd feit ir aU es gangen waa 

Die mfiter gedacht dis gefielt lair bafz 
3895 Denn keinerley feitenfpil 

Wolan sjä miner tocbter ich wll 

Vnd als fy zu der tachter kam 

Vnd ir tochter daa vernam 

Do hfib die tochtef an Tad (iprach 
3900 Owie m&t^ ich bin Xere fwaoh 

Das Mit m alles Ton mt gelan (LXXXV h) 

Ich weis wie ez mir fol ergan 

Ich Törcbt ich mfifo Hn ßeiAien 

Vnd ellentUioh Terderben 
3905 II Die m&ter fp«««h min liebes kint 






88 Van den Sieben lüegfen mejßern. 

Ich feit dir vor dac alte lAte (int 
Zornes vi^d grymes toI- 
Nu macht da ea felbe mercken -wok 
11 Die tochter fprach liebe mAter min 

3910 Ich wil den phaffen lalTen fin 

Mit ym wil ich niht zfi Tchaffen han 
Alles Tngloclce dac gang in an 
Minem herren wil ich t&n das beß 
Dac wirt mir gfit %u left 

3915 Das han ich mich bedacht vil eben 
Nach Hnern willen wil ich leben 
Do fprach der meiHer f&rbafz 
Herre der keifer wie gefeilet üeh das ^ 

Der keifer antwärt jm tnd fprach 

3920 Entmwen das was ein wilde fach 
Ich han es recht gern gehl^rt 
Wenn es warent frdmde wort 
Sy tett irem man drij grofz bofsheit 
Das Tirde als da haß gefeit 

3925 Das was gSt daz es erwant 

Sy werent anders beide gefehant(LXXXVIo) 
II Do hab der meißer an vnd fprach 
Herre na merkent dife fach 
Das rat ich üch by mynem Übe 

3930 Volgent ir nwerm wibe 

Vnd tottent üwer liebes kint 
6ot der wirt 6ch Tor ab fint 
Vnd alle die weit gemmne 
Vnd darummb lieber herre reine 

3935 Nüt kerent Ach an awers wibes klaffen 
l^wer kint fol noch vil gfttes fchaffen 
TSttent ir in aber noch hütte 
Es mfifz engelten lant vnd lüte 
Als ir hie nach befindent 

3940 Wenn ir es niemer tberwindent 
II Der keifer antwnrt im zfi hant 
Er fprach ich t&n dir bekant 
Ich wil dich noch hüte oach eren 
Din bifpil mfifz min kint hüt neren 

3945 II Der ipeifier danckt dem keifer rieh 
Er fprach herre tfint im gnedenklich 
Zfi ßfint man nach dem knaben reit 
Der wart zfi ßfint wider in geleit 
II Do das die keiferin Temam 

3950 Zfi ßfint fy in die kamern kam 



Vwi den fieben wegfen megjtern. 80 

Si geh£b fich tbel Tnd roafflt ßoh 

Vil me den vor fiGherlich 

Vnd weint vnd leit fich koßlich an 

Vnd hiefs nach iren pferden gaan (L\XXVI6) 
3956 Vnd fprach Ij wolt heym ryten 

Zfi den felben syten 

Wordent es des keifere dienet gewar 

Sy lüffent zä dem keifer dar 

Vnd feiten ym die mere 
3M0 II Dis ift mir fwtre 

Sprach der keifer Tnd gieng zA ir 

Er fprach frow fagent mir 

Wo ir hin vollent ryten 

Als fnelle zft difen ziten 
3965 II Die frSwe weinen t z& ym fpradi 

Herre mir gefeilet nit die fach 

Zfi minem yatter ich mich rieht 

Der lat mir keinen gebreßen niht 

Er halt mich fchon Tnd herlich 
3970 Zu dem wU ryten ich 

II Der keif er fprach sA ßant s& ir 

FrSwe das gefellet nie wol mir \ 

Ich wand Ach nieman lieber wer 

Den ich in üwers herren ger 
'3975 II Die frSwe fprach das iß euch war 

Ich genüfa fin als wenig awar 

Des wil ich üch die warheit iehen 

Ich mag nit gehören noch gefehen 

Vwem Til b(^fen fftn 
3960 D^rummb fo wil ich dar von (LXXXVÜa) 

Üwer meiAer claffen t&t 6oh fo wol 

Das ich es nit me liden fol 

Es mag licht anders wefen nicht 

Ich weis wol üch befchicht 
3985 Als einem keifer do befchacli 

Octaoianos man im fprach 

Der was fo gittig nach dem gnt 

Das es die landes herren mfit 

Er wart lebendig begraben 
3990 Von gntikeit mftft er das haben 

Sin hals wart im geßolfen toI 

Goldes als ich fagen fol 

II Der keif er fprach liebe frSwe min 

Dis bifpil folta mir fagent fin 
3995 Sy fprach das t&n ich ficher niht 



M Von den fieben wegfen^ meyftem. 

Ee weg ritea man mich (icht 
II Der beifer fprach bab geholt 
Man fprech ee wer min fcbalt 
Darummb hertee liebe frowe min 

4000 Du folt hie by mir blibenC On 
Die frowe antwart im sü ßüat 
Sy fprach ee feit war üwer munt 
Nit vil anders ee euch iß 
Ir Yindent ie einen lift 

4005 So ir ietz fprechent elf« (LXXXVU^) 

Uwer fan m&fz an den galgen ho 
Zfi Aunt nicht hie ufz wirt 
Do mit fo bin ich verirt 
Wie mag ich denn uwer rede geimwea 

4010 Ich han fin manigen trehen gefcbmven 
Vnd lept uwer fan doch noch 
Er hieng billich an dem galgen hoch 
II Der keifer atichtenkUehea fprach 
Frow mir fol nit wefen gaeh 

4015 Ein keifer fol verhören vil 
E das er sü einer faehe ile 
Er mocht wol Terfnorren fich 
Das in raiiA zowen ewenclieh 
Darammb wil ich nicht eabera 

4020 Din bifpit wil ich hören g<oni 
Das fag min liepiich frSwe mir 
So t&Aft nach mine bertsen gir 
II Die keifertn 4uitw«fft im zft haoi 
Dis bifpil tun ich 4ch bekaat 

4025 Vmfo das ir nit fo gi«rig Fuit 

Die m«iAer zfi faoreat vramb «wer ktnt 
Vnd fy üch betrtegent alle tage 
Hiemit Ib hörent was ioh üch fage 
Octauianus an hdrent mich (LXXJKVIIIa) 

4030 Der was gewalÜg vnd rieh 

Der felbe keifer hoch gemefljeii 
Was z& Borne gefelfen 
Er was gittig tff geÜ TJid g(4t 
Vnd hat noch denn wie vil er weit 

4035 II In den felben «te» do 

Warent die barger zu Borne alfe 
Vol bofzheyt vad hatteat fo ?il meahte 
Das fy wider aader gefleehte 
Sich fatztea in dem lande 

4040 Vnd tatton In fo ande 



Von den fieben wegfen nwsftem. Ol 

Da« ettve manig küngrich 
Zfi verre müßant fetzan ficb 
Wider die bürgere 
Das was der Aatt z& fwire 
4045 II In der nt geleffen waz 

Als ich es an dem bftche lafs 
Meiüer Virgilins der soiiberere 
Der aller kfinß wss gewere 
Vod fünderlichen mit zenberliften 
4050 Mocht fich nlt Tor jm gsfrtßeii 
II Na hörent was die barger talten 
Meißer Virgilins ty battea 

Das er mit Tmer k&nß in ettwasmeehte(LXXXVIII6) 
Das fy wMer die küag* vad gefiecbte 
MM Sish mSohten deß bafs gefieteea 
Sy weiten es in wol ergetaen 
II Virgilins fpinch ich tän es gern 
üwer bette wil ich üch gewem\ 
Alfo derMbe meifter klAg 
4060 Büt finer kAnil Tnd ffig 
Einen t&ni nachea liefk 
Nach finem willen als er es hinCls 
Nu h&rent ci man Tnd frSwen 
Obnen vf dem tftm fii^nt gehonwen 
4065 Als Yil bilde mit Magern liß 
Als manig lant Tff ertridi iß 
Vnd Tff dem t4m glich emytten 
Stfint ein bilde mit ktngem litten 
Das hat ein npfM in der hant 
4070 Onch tftn kh nch hie beloant 
Aller der bilden gelert 
Yeglichs wart gefcmrl 
Gein fym lande Tnd ftftnt da by 
Gerchriben wie es genant ij ' 
4075 II Nn h5rent aber Mtbafo 
Weliches lant es denn waa 
Das der ßatt weit wefian hert 
Das reibe bUde fleh hin Tmmb kert (liXXXIXa) 
Crein eyns andern bilde 
4000 Es int ein ginek als wer es wildn 
Die andern bilde lA ftint an Tieng 
Ir glocken oneh alle angiengnn 
H Vnd wenn die barger hortent das 
Zfi ßnnde ir keiner des Tergafs 
4065 Sy wapnolen lli^ alle sli hant 



92 Von den fieben wegfen meiern. 

Vnd zfigcnt üwer dalTelbe laut 
Vnd tettent dem lande we 
Alfo mocht da nit me 
Kein lant fo heymlich geworben fich 
4090 Sy wurden es gewar ficherlicli 

II Als meiner Virgilius das yolbracht 
Aber ein Icfinft er erdacbt 
Den armen lüten z& ßüre 
Er macht in ein grofz färe 
4095 ZS Elome mitten in die ßatt 
Ouch einen brennen er dar fat 
Darnfz ein fiedent wafzer ran 
Das hat er darnmmb getann 
Das fy hettent balt ynd warm 
4100 Vnd traneben vnd fleh w&fchent die 16te arm 
II Vnd in dem wafzer macht er 
Ein ßande bilde nach finer ger 
An des ßiern ßfint gefchriben (LXXXIX6) 
Der meißer hatt fin knnß getriben . 
4105 Die b&chßaben alfo fprachen 

Wer mich flacht fo boment räche 
Das man ez wirt gewar 
II Vber manig jare do bam aldar 
Ein phaff der fo m&ttwillig was 
4110 Die bfichßaben er do lafz 

Er gedacht ich wil mich nit fchemen 

Was räch folt ich hieven nemen 

Das bilde ich zwar flahen wil 

Er flfig es das ez nider viel 
4115 An den backen flog er ez hart 

Zu ßund do man fehent wart 

Das das für vnd waffer vergieng 

Vnd das ez nit me verfieng 

II Als die armen vernamen das 
4120 Das das bilde gefallen was 

Sy wurdent trarig ynd ynfro 

Sy fprachen t gemeinlich alfo 

Der die bilde hat zerbrochen 

Das lafz got niemer yngerochen 
4125 Vnd müfze an libe ynd g&t verderben 

Vnd eins fchemlichen todez ßerben 

II Darnach vnlang ez wart 

Do kament zu der felben fart (XCo) 

Dry kdnge hochgebom 
4130 Die trngent gein Römern zorn 



Von den fieben weyfen meiern, 9S 



Sy worden zu ein ander fprechen 

Wie mögent wir tos gerechen 

An den Teigen Romern 

Die Tns yÜ Tutrawen wem 
4135 II Ir einer vnder jnen do fprach 

Zfi dem künge er do jach 

Wir arbeiten alle gar Ymmbruß 

Vnd mögent gewinnen wol Terlnft 

Wenn alle die wil der ttm ßat 
4140 Der fo Wl bilde hat 

So Icünent wir gefchaffen niht 

Der ttm iß tm ein böte geficht 

II Do dife rede alfo gefchach 

Dry ritter man do ßan fach 
4145 Die gabent in ein antwnrt fo 

Wir dry woUent 6ch machen fro 

Wellen t ir tns geben darmnmb gftt 

So fagent wir üch vnfern mftt 

Wir wellen t Äch das Terfprechen 
4150 Das wir den turn wellent brechen 

Vnd wöllent üch des nit liegen 

So mSgent ir die Romer kriegen 

II Die künge fprachent ir lieben f runde 

Üwer tägent tns verkünt 
4155 Was ir Ton tns wellent nemen (XC6) 

Das fagent Tns one alles fchemen 

II Die ritter fprachent merkent Tns wol 

Vier züber goldes toI 

Die wöllent wir Ton üch nimen 
4100 Nit mynr mag tns gesemen 

II Die kunge fprachent wir gebent üch gern 

Wir wöllent üch des geltes wern 

Zfi Afint die ritter dar giengent _ 

Das golt fy Ton in entpfiengent 
4165 Vnd fatztent do Iren fin 

Zu der Jlatt zA Rome hin 

Vnd do fy kament in die üatt 

In der nacht do wart gefatt 

Die vier züber an Tier ende 
4170 Vergraben in der üatt behende 

Dieff in der erden grfint 

Darnach fy giengent z& ßSnt 

In der ßatt hin Tnd har 

Do bekam in der keyfer 
4175 Jl Der keifer fprach ir lieben gefelien 



M VoH den Sieben werfen mejiftern. 

Sagent mir urax Ir w Klient 
Oder wo ir kSment her 
Das iß an üch min« herteen ger 
II Si rprachent o lieber herre 

4180 Wir fiDt ivn friaden landen Yerre 
Vnfz münt üoh des Yev^ehl 
Das Tns mag getrSk^em niht (\CIa) 

Den wo golt rerborgen lit 
Das kdnent wir finden zä aller zit 

4185 Wir hant euch das dick bewert 
Ob nwer gnade vnfer begert 
Wir woltent ^ch zu dienße Aann 
II Der keifer Israeli das iiit wol g«tan 
Ich wil eins gen üch gevoclien 

4190 Ich wil üch gern verfachen 

Vnd yinde Ich üch denn gerecht 
Ich mache üch üwer fache flecht 
tl Sy fprachent lieber herre min 
Niht anders wir begerende fln 

4195 Dezhalb das wir finden künen 
Das ir tns das wßUent günen 
II Der keifer fprach ir redent recht 
Ich tfin das gern das fy onch flecht 
Wolan ir föllent gan mit mir 

4M) By mir fSlIent elTen ir 

II Als ty des nachtes geaffent 
Vnd ein wil dar nach gefaffent 
Sy fprachent lieber herre min 
Wölt es üch gefeilig fin 

4205 Vnd das yns nieraan wolt ilraffen 
So giengen wir gern flaffen 
Der keffer fpraeh got mit üeh fy 
Noch hine( vnd das üch wone by 
Dis nacht Tf 1 gSter trome (KCl b) 

4210 Das wir taden grofz föme 

II Die ritter giengent an fr gemaeh 
Vil gutes rates in befchaeh - 
Doch hattent fy es heymlieh 
Für ein gefpütte ficherlich 

4215 Vnd do die nacht nam ein ende 
Des morgens giengent fy behende 
Für den keifer frölieh Jlan 
II Der keifer fprach na fahent an 
Yß üch getr5met iht gntes 

4220 Machent mich frolichs mfites 



> 



Von den fieben teegfen mejiß$rn. Mi 

II Der erfte ritter antwnrt alfo 

Er fpraeli idi hoff ich mach üch fro 

Gar naeh üwers hertsea gir 

Es iß hfaiet getrSmet mir 
4235 Wie das yfzweadig det ßatt 

Sande ein süber toI goldes fatt 

Begrahen in einer tieffen grthen 

Herre na folleat wir vns f ften 

Vwer gnade fo gan nit vns dar 
4290 II Der keifer fprach gern fo iiyin ich war 

Ob es fy war oder golog^i 

Oder dich der trSme habe betrogen 

Vnd do fy kaokent an die Aatt 

Do der zfiber was gefatt 
4235 Sy grSbent ynder die erden bin 

« Do fandent ly das gi^lt fln (\CIIa) 

II Als der keif^^r das erfach 

Mit grofzen froaden er do fpiv^ 

Haben t danck ir lieben g^fellen min 
4240 Dis golt Fol nwer halbs An 

II Zu dem andern mal es wasch befchach 

Denn keifer mann noch froiicher fach 

II Zfi dem dritten giong ez euch älfo 

Do wart der keifer erft reeht fro 
4245 II Z& dem yierden waz ez aUez fteoht 

Dea keifer dachtent die ritter gerecht 

Dar nach hubent fy alle dry an 

Herre ktnnent ir recht Terßon 

Das wir üch die' warheit 
4250 Hant in g&ten tnftwen gefek 

II Der keifer fprach fleherlliA 

Ir hant wo! gewerei mich 

Sy fprachent herre nemenl Tevg&l 

6ot licht me durch tns tftt 
4255 Man bot es in wol den tag 

Vnd do man ir wol gepflag 

Vnd ty des naohtes aider gicngen 

Ir gefpAtle fy aber an yiengen 

Vnd do es aber lag wart 
4260 Sy hübent fleh vff die fart 

II Sy fprachent zfi dem keifer ri^ 

Herre wir habent lichertich 

Ettwaz rede vndMr tns dryen 

Von f^Soden nrtdhten wir wol fchrien(XCn6) 
4265 WSllent ir werdent fo rieh 



96 Von den ßeben wegfm tnegßern. 

Dac nie beifer wart awer glich 

Der k-eifer fprach wie mag das fia 

Das follent ir mir bafz tun fcliin 

II Si fprachent herre das Fol befchehen 
4270 Wir hant alle in dem trSm gefehen 

Vnd iß tns allen getrSmet glich 

Das ir ynd wir follent werden fo rieh 

Das ez wirt über alle mallen fin 

II Nu mercbent lieber herre min 
4275 Der t^m do die bilde Tff ßant 

Die do fo vil glücklin hant 

Dar ynder lit goldes als vil 

Für war ich das wol fprechen wil 

Zfi Rome die pferde alle 
4280 Ich fügen das one fchalle 

Die mSchtent geziehen das golt niht 

II Der keif er fprach das gefchicht 

By mynen zyten niemer 

Das ich den tvrn iemer 
4285 Durch goldes willen breche 

Got ez billichen reche 

Das wir den zerßörten 

Der tns hilfllfc an allen orten 

Vnd die bilde die daran lint 
4290 Das tns gefchaden mag kein fint 

II Die ritter fprachent alle dry (XCIlIa) 

Herre als lieb üoh got fy 

So follent ir ims fagen 

Ob wir by tnfern tagen 
4295 "V^ch ie kein lügen hant gefeit 

II Der keifer fprach Tf mynen eit 

Ich zihen üch nit denn gutes 

Vnd früntliches mfites 

Ir hant mir gantz die warheit 
4800 Nach mynem willen gefeit 

Sy fprachent lieber herre min 

Ir follent des gewifz fin 

Wir wöllent Tnfer ding beHellen 
' Das fülment wir graben wellen 

4305 Das es dem tarn nit enfchadet 

Es belfert üch vnd die ßatt . 

Vnd wirt der tum ouch gut dauon 

Vil belTer denn er iß na 

Vnd müfz das golt tns noch den werden 
4310 Nach allem mfers hertaen gerden 



Von den ßeben wegfm mei/Jlern. 9T 

Ooch mäfcent wir Aek «ios T«rMie&. 

Dis fol by der nttchl befdidben 

II Der keiCer Tprach got gdbe Ach heil 

Wir mögend noch wol werden geil . 
4315 T&nt dem tum - ttoch hint dae beß 

So ßnt ir mir liebe geA 

Vnd dae fns oach werde das golt 

So bin ich d«h in heiisen hdt (XCni6) 

Morn frfi fo ieh den tag han irwitomen . 
4320 So wil ich ooch ■& n<^ k«Rien 

II Die dry ritter giengent hhi 

Sy hatten einen fröluchen Ün 

Vnd als balde es do naiiht wart 

Do wart es lenger nit gefpart 
4023 Sy groben t mder den tum. faß 

Mit holtase waH er Tnderfatzt 

Das der tarn begunde wagen 

Sy hatten ondi dargetragen 

Einen fuergecSg verbeißen 
4330 Vnd lang fr& Ter tag mit forgen 

Stieffent fy den tmrn Yiiden aH - 

Vnd e daa er recht enbran 

Do warent fy ein mile knmeti 

Darnach za Aänt bn» er sA Aromen 
4335 Das der turn Ttel nider zA tal 

Des erfchrack menglich tberal 

II Do das die foldener befanden 

Sy lieffent zft den Moden 

Dem keif er feiten fy die mere ^ 
4340 Das der tarn gefiailen were 

Vnd fprachent afi ym alfo 

Wir mogent nT niemer woffdon iro: . 

Vnfer aller kindes kint. 

Den fchaden niener tbfecvint .-. (.Xf^Vo) 
4345 II Der keifer fprach zft in oft ßfint 

Nie falfcher mi^nfchen « wnrdent mir kuvt 

Wenn die dry ritter warent 

Sy kandea hMBohen. gdbnnen 

Vnd fmten mir die Idge mere 
4350 Das ein grofz fehatze were 

Vnder dem tarn den grftbeni fy 
' «Na.hant fy mieh.betrftgen lii0; , . 

Sy üb(». rettent .oa^' mibh ' - •• .' 

Es fchatfe dem thm nitliah^rlioh 
4355 Sy fprachel^ ir VvA fo gittig.«ewe|ea 

1 



98 Ftm dm fhibm ufegßm megftern. 

I Nach d«n golde 4m jr nife genefbn 

I Mögen t jr mäffmil liwrben 

I Was- hiUn üch ynCer verderben 

I Das ir die bilde hmt serftirt 

4360 Es iß ein mort über olle mort 
Vwer grofze gittekeit 
Sol üchlonen Tff tn^rn eid 
Z§ ß&nde iy des aber kämeii 
GefmelCst goit tj do namen 
4365 Dem keirer üb merckent wol 
GülTent fy den hf^Tol 
Darnach fy in vff hfibent 
Lebendig ff in begrAbeni 
Zu ßunt darnach z& hant 
4dT0 Zfigent die vinde in dac l«nt (XeiVft> 

Vnd branten vtah Bome warn da; waa 
Die keiferin fj^rach herre hant ir daa 
Verßanden das ich han gefeit 
Er fprach ja vol viF minen eyd 
4375 Min liebe frSwe nu, fag mir juee.- 
Das dich das glücke an gee 
II Die keiferin fprach herre min 
Ir follent dis^Y«cht:merckend fin- 
Der tTrn betüttet üwer perfbn 
4380 Mit den bilden fehon 

Das fint üwer f ünff fymie 
Nu follent ir -ir^rdeB JBiiea 
Als lang als tm^w K^ üät 
So befchicht^1&nd^▼nd lüto rat 
4385 Vnd mag kein !d«nt üch nit getan 
Das hat bekant uwer fvn • 
Vnd ift aberkismen 
Mit finen meiAern ntt fromen 
VRe er üch mit faifche« nieren 
4390 MSge ^efell^n Tnd' behrAran 
Vnd foh gar betören 
Vnd üwern lip zetfkotBm 
Vnd fy Tnd6rgrabiBnl-ü:di:Biit h&tn. 
Das ir üch nit menogent.fi^&illell ' 
4395 Ir muITent ach- neigen' gein jmi 
Die bilde bätüitent nwern^nn 
Das Wirt allez gar zerAdrt (XCV6) 

Damff üwer meißer gant mit nort 
Vnd nwer fra wie fy üeh «Sttent 
4400 Vnd üch fA allem yvSbmil niUent 



V0n dm fiämm ii mg j fim m^ern. W 

II Der keifor rpnob>^aäi#e< Biiv- 

Das iß eim^uiie-redkf geCln • 

W[^ f&n wir^idaritnnli Aoflibnf 

Im mag,iiieniiiii>«gMidfe exmeiken 
4405 II AU balde n«tn<ikff iagdite 

Den fvn man hevi ufk: nattv 

Der keifer des aU cnlidrz ' 

Z& dem giilgeit er w'fialrea htefa 

Als er vor öuch hmä: getaan 
4410 Vnd als der fanibe hta ▼£« kam 

II Do kam der fünffle -meilifcev g^raa* 

Der knabe erfiieh ia z&hsnC 

Weinende- er ^dO'gella«h4 • ■ 

Meifter nym dis gaages »atdit: 
4415 Den ich zfi de« galgeir idak 

Mach mir geiirrmyaei» ▼alter fira- 

Der meißer fprach loh bitt ducoii got 

LalTent 6ch fin nit'fonot 

Mag ich fdr de» k4i£etf' keneä 
4420 Ich hoff es föUeileB'knaben freitaco 

Die gemeinde fpracheBt'lneifiet'iiii«! - 

Mit gfilem wiUen hWent drini 

II Der meißer s^ dem palaft ormMr . (ICVfr) 

Fdr den keifer* nawi er a&'haaiik) -: 
4425 II Der keifer entpfieeg' in hertnoiiklicliv 

Noch wirfer denn iA6 andern. fiqVefifibki 

II Der meiAer erfbfarack Ttmlaffien fere 

II Er fprach herre ddrok üw^r-ew' 

Ir hant Tor yier meißer "vterbSeH''* 
4430 Nu horent mich oilchiein'eliiiitia'iiiioft • • 

Ich Fol üeh' OBeb ein* btfptl fajferit 

Wil ücb denn 4a» ml behage*»: 

So hat gewait noch« dem lawer* lip^ 

Üwer kint zfi töden dardi i^^ev ^irlp 
4435 Wie wo! das es nift- geratet 'wol 

Da man irahes «ed»<taig^ fol: 

II Der keifer fpraehtichihfre ex* gern"* 

Do woU'der'>meiße*'tait enbcüti . . ■ .' 

Man m&ß des •knaben" wider bviegeR' 
4440 Er feit anders nit-^feraÜBn- dingen) ' : 

II Der keiCerdpiMi im ßf g^tw "•• 

Do TieDg^er fli«ißfir'dibhifpsiiaal> 

Vnd feit ez jde« kesfec de>^ ' 

Vnd Tahot das :h|tfpil'>aaiatfor . 
4445 Es was ein meißto Iriefhs lYpoerav' 



100 Von dmi ßeben wegfen megflem. 



In natdrlidieii ]i4ofiefii er w«z 
Der beße meißer deh man fant 
In den kdnßan über alle lauft (XCVIa) 

Derfelbe nieiAer euicn nefen hat : < > 
4450 Der linen künften nach tratt 
Der was genant Galienns, 
Nu feit fns dia bSeh alfus- 
Das Galienos hohen finnes was 
Vnd in meißer Ypocras > 

4455 Hatt liep in hertzen gmnde 
Zä der £elben ßände 
Galienus fich dartzn leerte - 
Wie er fios ohems Iränß gelerte 
Die do heilTet medicin 
4460 Do kert er £inen fleifz hin 
Do Ypocras de« wart gewar 
Do verbar er lin künß gar 
Vor jm fo er meiß kSnde 
Er gedacht an der ßfinde 
4465 Er iß £q gar fynnenrich 
Er raöchft überkomen mich 
II Do Galienos Uns öhems fin-Ternrnni 
. Gar balde ez dartzfi kam 
Das er ein groJTer meißer wart ') 
4470 Der artzeny derfelben fait« 
Ij Do Ypocras das beffant 
Er wart in haifon balde zu hant 
II Darnach fchiere fSgt es^Hch 
Als dis bScb bewifet mieh. ' (XGVI6) 

4475 Das.Ten- VngiBrn ein knng here ' 
Schickt her lis mit ricker zere 
Sin bottfchaft z& Ypocras 
Das er wer nit zu lafie 
Das er zä jm kerte 
4480 Vnd finen fün ernerte 

II Do entfchaldiget fich Ypocriu • •'' 
mit finen brieffen wüTent das . i > t 
Vnd fant Galienus finen ohen dar •• 
Daser nSme des kindes war' t ^ 

4485 Vnd er hat wol iremomen .. i ' 

Das er an knnß was Tolkemen 
II Als Galienns zfi dem kdnge kam 
Vnd das der küng do Temam 
Er wart enftpfangen' erlich 
4490 Do fragt in der k^iig rieh i . : 



Von den^fieh^wegfen mi^0r^, . IM 






Das er in. beCBheihde ^ 'g«j' 

Was Ypocra»iBiiiad«. -^ 

Das et zi ym Ait lipmen iTa»' .' 

Galieoaa veraatmurt das * 
4495 Zu dem kdnge eff. do %rach. i 

Herre es 've&det gtofie.Xädt « .. 

Die min oheym vader handili hit - 

Nu hat er mich im Cine %Mt 

Zö awern gnadeo her gefiint . ... 
4500 Man liefz in Tehen das hint zä hanft<lUSVII6) 

II Als es GaiienoB fach • 

Z& dem künge er'do fpräch ü > 

Herre mit der gattes helffe ( . 

Wil ich daz reine ireüfe •' 
4505 Üwer kinl:wol^g«tt«ren; . 

GoUtmk mirdas-.heii %ofcham / 

II Do er de» ]ciikn|;es^ wäffer fiMsh 
« . Z& der knngin er do fprach .. 

Gnedige liebe frifir&tein. 
4510 Noch ein ding daz, m&fz fin < vi../ <'.... 

Ich müfz aaeh uWer vaffer jjshaa ;/ • •} 

Vnd;;Oiasb.'mia»>lienren getar icha ioheik 

Das ich defterfaafz.daby befinde.. . i .. 

Wie zu lielfifaada Tj dem kSnde 
4515 II Die rede gefiel in beiden ;1rol < Mr 

Er befachtr. walTeralsmian fei. a : ' : 

Do er das > waffes .hat ibefehen \ .-.<> 

Z& der k^gin.fltart er ii&ea 

Vnd ffirte fy .heynilicheii an ein. ende < 
4520 II Er Tprach au ir gar behende . . ' ^ 

Gnedige fr5ve höchgebom. 

Lident gedaltcusklidir ene zon .. 

Mine wott die ich j&ch £iigMi m&fz^: 

So vflti dem l^ade iSa fMi tttge hUt - 
4525 II Vnd fageoffc mir üebe frowje liie Jby \ >- \ 

Wer des Ikiades' vaMertfy ! 

Die koagkii'iVzaclk»wie..klimel ir* 

Mit fölicbea' wfitten.'har zfi- mir , 

Wer folt andlers lin vatter Xia, . !>< . . 
4530 Wan. des :kdng der harre -mia. 

II GalieniM ein dntiwmrfe ir h4t. 

Er Cpradbi leb fag tff mynen, tot 

Der küng wart ün' iratter. nie . 

Die küngin £praoh. wie redeal ir hie 
469fi WiUI ich daa «oh- emft wSre 



• • 



MS Von ^4f^ fiebMi ufmfJSm fmogftmrn. 

Ich fairen Ach ^azcfilc Ic^iaihwre 
•AU \x mir JÜe ]|iüiwiii;flB|;«i 
Vch wArdeidtfrihoupt iabgefSlagan 
II Er fprach für .^w«e ich. wA- fage 

4540 Wie übel ei>üc|b heha^ 
Der küng ift. £hi >va«ter »iht 
Ich wilüch üi^^eDJiiia geCehihl 
Ich bin her. kamen, gfelt.v&entplaa 
Nüt mir daa hipt ah a& -flan 

4646'8ii eaiaher ai£o. iß 

So befehent in difer frift 

Vmb einen tfndecn «rtiat i 

Der üwerm l&a töire.val 

Ich wil üch got bafehlanile nIib - 

4S60 Got gefegen üch«dfila hfingia 

II Die kungin i&AeBi maißer« Iplttoh 
Nein da larwde'ain wilde. £ich 
Kement ir ttaaJiynnen (XCtFIHa) 

WöUent ir üch ^belNfmian 

4555 Vnd woltent ea Taatogp« 

Ich waltiach ^Ua.'warheit'lliigea 
Bev maifter .Cpvach >daa -ealMgaiii- iiiahl 
Min mmit>ea nif^man.vire^giohft 
Die küngin l^rach z^chieaiilioh 

4560 Von vngeCSBhiehfe>N%t ei 11«^ , >: .. 
Ein herteog..von:'0tßct1iDb kam • 
Den ich afteiöeriii ibftlen-iiam 
Der hat gemacht 'miv:das> leint 
Na lageat daa ir»it-c8fwigan':fiai 

45d5 Das bitt kh iwk Ikber maüiea.nihi • 
Er fprach frowa<daa foi fin 
Die fache iah wal T«af#fga».M 
Üwer hiat Ich wil ^amereniwal ' 
Sit 4^% iah weU dkii aachte» i^rAnt. 

4570 So iKI i4di eeowol machaa |paftii(t • . 
II Der artzat naiki daa kiat sA hmit 
Mit artxeny>«r fiah ea itn^efanmt 
Vnd gab dem kiade nitaadaaa «fi «flSea 
Wenn rintllaifch yngemaffea. • :• • 

4575 Vnd wafzer <& triaakea fpaivnd'ifrii 
Das trank 4as kiotaiioh 4ar wk 
Vnd wart daa Mnt frifdi vad ^efmit 
Vnd darnach z& fi&it 
Gab ^m dar küng geltea vil 

4580 Die küngin ow;h in fneller yl (l€Vni6) 



Von den ßeheu werfen mßsJhm> IM 



Die ßiefi ym hejnwlieb 9»$h m^ 4«t 

Das er Qa wol. w vt ge-war . \ 

Alfo der neißer Trloub aaiii> 

Hin wieder beym.er do kain 
4585 II Als bal4e in Ypeera». efffooh. 

Zä Gallen«« er- do fpracli 

Ohem du.folt lag^n mir 

Wie ift es ^ßBgen dir 
. Baftü das ktnt geniachet golvot 
4590 GaliettM. ipraeh ia w& BSaU 

Ipocras tragt in fdvlmfa 

Was waz.iSii tffRifik was wasr fin niars 

II Galienas fpriich «& im hia. wider 

Ohem er hat ie fider 
4595 WaiTer getrnmsked md «intABifqli gf^en. 

Des gab ich ym Tageai^fl«!! . 

Vnd ift domit wurden ge&at 

\\ Do fpraoh Ypocaras an der ftünt 

Das iß eim boDsA , seichen glkh^ 
4600 So hat die ml^er. ver^^fit^en ßch 

Vnd hat gdialtea ait i» e 

öhfiia ich vfqgea deh ait me 

Ir rietent eym ßa Isefe aUe nbe 

Jedoch geaafiea Ift der hnab« 
4005 II Do Yposras das merckte .. . 

Das lieh Galienus ßerokte 

Vnd an künften (o Ter« sü nam (XCIXa) 

Do wart er ym alfo giTom 

Das er ym f o fere nach gedacht 
4610 Das er in jn den tott bracht 

II Gar TBlange es darnach be(cbach 

Ypecras s& Gulianaa fprachr 

Wol an da m&& mit «dr ga« 

Ich m^s ettwas kfiites. han 
4615 Das han ich;gelefen an den bScIfea 

Die wollen t wir in dem. garten fä«l|eB 

II Galienas fpraich. i^h tiän es g^p 

Was ir nit wölUnt enbern 

Vnd do fy in den. gartep gieagen . , 
4620 Ir fachen fy anvieiigiBn 

Ypocras fpsach s& &^t , 

Da ßat ein kriltelia ^dM iß gefjbt; . 

Neige • dich <Tnd sähe lea her os 

Gern fpvaeh Galiläas 
4625 Er zoch es nv fiurbafz er gieog 



IM Fon den fteben voegfen mmißern. 

II YpocrM älra» aaiTveng ' 
Ich fich ein krötelin f^rach er - 
Das iß wol mlns hertzen ger 
Im mag glichen swar kein gelt 

4d30 Ich bin ym felber vel fo holt 
Zühe ez mit der wnrtsen yfi 
Vnd trag mirs heym in myn hns 
II Galienns neiget llefa'danider 
Vnd grSb fere da was nit wider (XCIX() 

4635 Er hett die wartzeln gern gegrahen 
Gants herofi ale er ff weit haben 
Vnd do es an dem heften waz 
Bo noch h^rnfz Ypocras 
Sioen tegen heymlich 

4640 'Vtid gab y«i heymlich einen ftich 
Das es ym dae-hertie rfirte 
Vnd ym fin leben hin fdrte 
Darnach in knrtzer ftAnt 
Wart Ypocras fo vngefont 

4646 Er gewan den dnrchgancfc 

Vnd wart jemerlichen krandc * 
Vnd mocht ym felben geheifllon nihi 
Als vns dife aaentiire vergieht - 
II Do das lin fchäler erhörten '• 

4650 Si kamcDt her zA ron allen orten ' 
Sy Tcrf achten waz fy wiften 
Vnd mochtent in nit gefrißen 
||. Als Ypocras das er fach 
Zu linen fchftlem er do fprach 

4655 Ich wil üch ein krötlin niraen ' ' 
Das fdllent ir Wol erkennen 
Das legent vnder den zflber d^rt 
Vil iScher oneh dft dnroh bort 
Vnd das der^'zöber fi walTers toI 

4660 So werdent ir gefehen wol 
Ein fi«pff nit helfufz ran 
II Do httb aber Ypocras an (G6) 

II Er fprach ich weis wol was mir brift 
Die räch gottes die iß 

4665 Mich gefallen biHich an • .• > ' 
Wenn ich fere gefändet han 
Als ir hie alle fehent wol 
Difer zftber Iß hnnderi löcher v«ol 
Vnd die kraft des krntes Tfweifdig • 

4670 Hat die krafit ynd den lig 



Vm den ßeben werfen megßem. 105 

Das ein Iropff heiftffz iiit gut 

Na kan awet aller rat 

Vnd ich mir felber ^ehelffen nfchl 

Wie vil külift man vmb mich Heht 
4675 ¥edoch iefa TnTerfiopffet belibo 

Das wirde ich gewar in myn^m übe 

II £r fprach owe der grefzen not 

Hett ich Galienus nit'ert&tt 

Den lieben getrnwen nefen min • 

4680 So hnlff er mir Ton difer pin 

Er hett mich generet zd hant 

Hie mit kert er fich gen der want 

Als gottes rateh in an kam 

Sin ende er z& ftfint do nam • 
4685 Vnd ßarb alfo ellentklich 

Herre htmt' ir wol yerßanden miefa 

Sprach di^r meiiler zem keifer dort 

Ya gantz Tiid gar by einem irort 

Han ich el Yerßanden eben (C 6) 

4690 Was fchatt ym Galieni» leben 

II Der meiller z& detai keifer fprudi ' 

Es was gar ein kleg^lich fach 

Das fy alfo Terdttrbent 

Vnd do ellentkliehen fturbent 
46d5 Vnd fünderlieh'Tmb Vpocras 

Der aller meißer meißer was 

Doch kein knnß ym niht endocht 

Wenn ym nieman gehelffen m«cht 

Das tett gottes yrteil vnd räch 
4700 Das ym fin hertze in fym Übe brach 

Der meißer aber fürbafz rette 

Zu dem keifer an der ßetie 

Er fprach herre merckent mich - 

Tottent ir nwern fnn ficherlich ' 
4705 Durch uwers wibes rede willen 

So mag das nieman geßillen 

Vch befehicht leides alfo vil 

Das ich nit halbs' fagen wil 

Üwer kint fol üeh zu helffe kommen 
4710 Vnd üch an eren ynd an gät frommen 

II Der keif er antwurt im alfo 

Meißer ir foUenl wefen fro 

Ir hant mit üwer rede erworben 

Das er hat blibet imgeßorben 
4715 II Der meißer dancket dem keifer rieh (Gla) 



190 Fan dm fiebm w^fm m^nß^rn. 

Herre das ir hant .geer«t mich 
Des mftfz üch goUe dUuipkea wol 
Der «0 4racb.bUUeh t&n £»1 
II Der keif er Xpr«ch nit bitte. iUs fere 

4720 Ich han es. getann 4iireh myii felbs eie 
Wenn. TOjn yernäffl bekennet wol 
Das wip, Xintü^jeFw^es yoU 
Got fy mit dir f ar bin 
^ Gern gnade lieber berre min 

4725 II Als balde. der ,niieißef dfinen kam 
Die keiferin das z& ftnnt vemam 
Das der Tun erlafet were 
Das lag ir injrem he^rtaen fwSre 
Sy hub aber an ivnd fcbre 

4730 Gar dick Tnd lUi Q!ve owe 

Sy zervterret ynd wurkmme Hßb 
Sy rafft tot.knmi vnd tStte mieh 
Owe das ich iein iiis:lant Uam 
Vnd das ich difenkeifeMia™ 

4735 Die frondAtio my^nes tattev n|>h. . . 
Vnd myne f«oi4e bie^ die^ iftiiViigiiliph 
Ich liden aUiie.fa pinUeh npt 
Herre got ich woltgßm wefen tot 
II Do der kf9i(eri4as imnm^ 

4740 Zu ßunt er .In Jr.kamevn.r.kABi -l^M) 

Er fprach min Uebe frime min 
Larz dpr«li.imifh din, weJynen ßn 
II Sy rpK«eh ♦ lieber .hs|Pfe wrt 
Nie wip YnMiier n^art , 

4745 Daz jr^den Ich. sH? ^ie tr^nreffHAn 

Eins groHien; k^ncriNi, toobtfBr ich bin. 
Das mag micü^'UlU« gehelflbn ni^bt "^ 
Dife grolTe rmasheit mir- b^fchiebt . 
Dar zfi binJoh iwer wip 

4750 Wie mag ,^nn fwig^n ^liie mift.Hp 
So gelobtentjü.mir f^rWl^ doch . 
Üwem fftn zä tdtten der lnbet noch 
Vnd mag mii^ kein, i^iehß« b^fcbehen 
Daiwmmb f« iif«iiien iäk dj«: heUfee» drehen 

4755 II Der keifer fprach frSiw«gftt 
Mir iß wunderlichen; »&!m^ 
Ich weiz nit.woz leh foil^il 
Du rateß zfi totteuimynen frn 
Vnd arbeiteß darummb nacht. Tnd »tag 

4790 Das iß der fiJlMn mnißer clag 



JTo» «fan ßeben wegfen megjtßrn. lOT 

Wan fy hani ouch nJieit 

Wer «r tot < ilas . wer in leit 

Da wider iedevt> ij. alle><Byt 

Darummb es 'mir fwerlichen lit 
4765 Ich weis ult wem ich Tolgen fdl 

leb 'bedarff .gntea nittee wel (dla) 

II Die keiferin Cjpradiidas.jß das ich iolagen 

Ir gloubent üwer me^er fage 

Vnd wolleD^ mir gloubeo aklit 
4770 Ich weis wo! daa üch befchiclit 

Als einem ktmge mit fym hoffmeiEer 
* 'If Do fprach 4& ir der keyfer . 

Nu Tag mir liehe irSwe^min 

Din bifpil wil loh hörent fin . 
4775 Vmmb das ich deßor. hafa.wege finde. 

Das ich gBtötten.m^ga ndiiMkint 

II Sy fpraoh.herre icfafkigen ea ik%Ak gern 

Der. liehe ;0ot walle mich. gewern 

Das üch min lede.wbL. behage 
4780 Vnd mir benomeh werde, min iclage 

Hie mit fo wil lagen. Seh 

Dis bil^iL.hevre nn Borekant mioh 

Es was ein ki&ng hoffartig Tnd Hrii 

Er meint es. wer nit fin. glich 
4785 In aller weite junge noch alt . 

Sin hofliurt was £b manigfall . . 

Ob ym erfchraobent. alle wiba 
'.Syfohnchtent alle ob Tym libe 

II Der reibe .küngßch deSu.T4lrmars 
4790 Als er in grof aer hoffiirt ifala 

Er weite a& Reme fnelle halt .(C1I6) 

Vfz der ßatt furea sut gawalt 

Sant Peter md Caiit.PanluB :libo. •'. 

Hie mit dianUb beÜll^e 
4795 II Vnd als <9jr.vff<dem wege waa ' ' •> ' 

In einer ßatt-nn- merkentdaa 

Do rieff er.flnemmauCohalk.dar 
' MDer waz ym liep Tnmaffen gar 

Vnd geteuwet ym wol Ton. gronde 
4800 II Er fpradi «ft ym ift dar Annde . ^ 

Lieber marfchalk Ich^Xageh dir 

Du folt ein hübfiAe ffrSwe fftdhen mir 

Die by^mir ligo dife.naoht' 

Du das hefte didi betracht 
4805 II Detmarrehalk'fjpraoh lierre min 



108 Von den Sieben weyfen meyflern. 

Das mag werliclien nit wol fin 
Die fr5wen wüTent lower h«flFart wol 
Sy wollent haben rieben sei t 

Z& ücb enkTUiniet ir keine 

4810 Ir werde denn golt vnd edelgeßeine .' 

' .:: II Der büng b& dem marfchalk f|»ffacb * 
> . Yß üis nit ein wilde fach 
Bin ich nit rieh gen&g 
Das ich einer gebe iren füg . . % . 

4815 Tufent gülden gib ich ir , 
Die rafgent nit gefchaden.mir 
II Do der marfchalk erborte- •. (GlIIo) 

Des künges früntlieh wfirte : . ! : 
Do begreiff hi idie gittekeyt 

4820 AU'¥ns difv aoeatiire feit ■ <{^. 

Er gienjg zA ßnem eigen wibe: i <- * ' 
Die was mit mftt vnd mit libe< • 
Kürche Tnd fchöne tnd fronte dar z& '. 
II Er fprach liebe hnfsfrSwe tu.' 

4825 So wol md Verhöre mich - ' -^ . 

Es mag wol belfern dich 
Du macht ein g^te gab gewinni^- ^ 
Des wtl loh dich bringen jnncn : •• ' 
II Sy fprach lieber herremin 

4830 Wie mag aber das fin < . . . " 

Was ich mit eren gewinnen mag ;: 
Do enfume ich mich, niemer tag ; . . ' 
II Der marfchaÜE ffinich. do fagen ichtdir 
Fräwe doTolt ea violgen mir . 

4835 Hiemit fo nym feDynet rede acht- . > • >>•:;. 
Min herre begert eins wibes dtfe nachC 
Na iß min faerrean hofferlig man .. 
Pas ich k&m ein finden kan 
Die ich mSge zu ym bringen' 

4840 Er gebott mir vor allen dingen . 

Das ich dar nach gedeohte i*.: 

Vnd ymetne noch hint breehte > 
Fr5we nu mereke ez. tII eben - (CHI 6) 
Er woU.aoer tnfent galdin geben • 

4845 II Vod dammmb liebe, friwe min 
So wil ich. dich bittent fin 
Das da dich iafzeft fdren mich - 
Do wider ein wort da nit'fpridi .- 
Zä mynem herren fo es ▼inßef' wift • 
4850 Min trüwe gein die (^nch jiii Yoribiifc . • <* 



Fofi den fi^en toe^eu megßern. MO 

Ich för dich für tage het wüor us 

Wider her beym in ▼nfer h» 

Alfo geiriabeA& tds g&t 

Das diii vnd mir gar iroL tfit 
46&Ö II Die ffroirr'errdiraok Tsorairen fe#e 

Sy fp räch Colt ich wider min ere: 

So grofzlich ^tibi daa wolle get nichl ." 

Das iß ein diag das nit belbhkht - 

Das idi ymb gät min Jele if^rliere 
4860 II Der marrchalk fpnich ab^r fehlere 

loh wil got gelobende fin > 

VolbringießA ait den willen min 

Für war idi dir denn fagaa mag 

Das da meiner Uebenitog ' • 
4865 Von mir foU gewinnen nienasv ner. '; 

Wol oder übel es dirge . : . 'i . 

II Do die fr5we das ▼eniam •• 

Von reehfter voitehle £y dar a& kam - 

Das £y fich gab in den willen! IIa : (CiVd) 
4870 Wenn £j getorft nit rede»; wider ih . 

II Vnd do der matfohalk daarbefaaf 

Zu dem kdnge lief er zu haiit . > 

Er fprach zu denfeUben iiontten - ^ i . t 

Herre ich haa em f&nden' 
4875 Die hübfche vnd lügentlich ift 

In keinen fachea fr gebriß 

Doch müiTent ir ly begaben ^ \ i.\ 

Tufent gnldin wil ly haben '.< > !! 

Nit myner wH fy eidileni 
4880 II Per küng fpvadi ich wi^ iy wer^n 

Der marfcbalk fprach* herre vor allen .ün gen 

Wil ich fy in der nacht bringen 

Vnd Tor tage fftren hema > ' ' * 

Das kein rede werde dmfe'f 
4885 II Vnd als die nacht her «i kam 

Der marfchalk fin wip do 'nmn 

Vnd f&rt fy dem* künge hin 

Vnd ßies fy aü :der kamern in . 

Vnd beleih er hieus darf&re . 
4890 Vnd wart baflolFendoidfe Idre 

II Vnd do nach miitteniablit es 

Den marfehalk-terlaBf|^t'*grdlick'luirt '< 
Vnd do er hört den hauen Irratt -; 
Do meinte er ez weregarfpat - - <GIVfr) 
4805 Er lief z& dem kdnge hin < 



et" 



110 Fon den Siekm wegfim mesßern. 

II Er fpnMsli vil lieber: harre iitfin 
II Es iß nil verre voa den: tage • 
In rechten trüwea ich. da» Inge 
Lafzeot die frowe to« üoh fidieiikn 
4900 Das fy nit kraue z& hertBemleideii 
Lant ty.ia der TinftevnülTe us 
Das fy ']5ne rede krne zä hat 
Das ir niemanti irterd« gewar . ... 
Ir follefit ^wergelübde halten' gan 
4905 II Der köng fpiflcb ich iagen.dir 
Sy gefellet fo recht iwol mir 
Das ich £y noch nit von «ir ia» 
II Der matfchftlh. gieog> trure»- tob 'idan 
Vnd kam her vider Ti^ng^' daraäch .. 
4910 Zä dem kdnge was ym gaoh:' 
II Z& dem künge er aber reite 
Herre der tag krmpt an de« &eUt 
Vmmb gotles villeti laut fy gaini- . 
II Ich vril fy 'mich nit Ton jnir lan' » 
4915 Sprach der- kuAg gaag^ hin Ton mi« 

Vnd fliffl die ture sä naeh dir 

Der marfchalk gieng aber hin 

Gar fere befiarert.iraflB finfin 

Er gieng beide her Tnd jdar (€Va) 

4920 Bis er dea tages.wmrt gewar 

Aber er zu dem klinge lieff 

In die kamem do er ilieff ii - 

Er fprach lieber henfe •■ min 

Ir fehent wol des Inges fdiui 
4995 Das gätwip wi»t gerehant- 
Ob irfy nit Ton i&ch lant' 

II Der k^ng fprach ez nag: nit fiH :- . 

Darummb fo lafx die, »ede 4la 

Do das der mairf^alki<irernara 
4930 Er wart fo iaaterig^ Tadio gtam 

Er mocht .gefwigeo do nitme. 

Wenn es tett fynem herlsea we» : • 

Er fprach o lieber benle 4aitt 

Ich wil üch eins t«neheiide fin^ 
4935 Ich fagen üch war tff mynea lip . 

Die frow« iß min eliciiea ^ip. 

Darnmmb fo gebeatJy mir bor a«: 

So für ich fy wider i» vom haa 

jl Der küng zfi dem oHH'fohalk l^aeli « .i 
4040 Das wer gar ein. fröm^ifaeh '( > 



Fm den ßeien w0gfen me^ftern. 111 

Da yff das yenAor lafk iiii«h< ty fehen- 

Ob es fy als da häflr geiehen 

Das Triller gieng rff do was ^e« tag 

Nebent dem kdnge dia fr^wie lag (CV6) 

4945 Er fach zä &&■*• das fy es vas 

II Zem marfoKalfc rett ev i« grofzeiii hils 

O du recM böfev man 

Warammb ]iaft& dia g^iann* 

Das da dia btderb' feUg wip' 
4950 Haß geleit an mjaen lip 

Vnd haft dich des gemiTen 

Vmmb gelt vad 5ne rata wilfon 

Vnd haß din eigien wip gefchant 

Wol nfz balde rvra mir min lant 
4955 Wenn affeterdis tages zwar' 

Wo man. dich findet, für war 

So m^& eins fefaemliohen todesfiecben 

Vnd eilen tklich darammb Torderben • 

II Der marfchalk travenlinchen llaeh 
4960 Her wider heym er* nit m« aoch 

II Der küng als lang er iepte 

Die frowen er by ym befaeple. 

Mit grofzea f runden ▼■d'oAt ere« 

Ir glücke wart > floh maren. 
4965 Darnaoh j^nlaag ez wart 

Der küng fSamet ein herfart 

Vnd zog gen Rorae* geWaltenklieh 

Vnd befafe die ^tt ritteriioh^ 

So lang bis er fy macht fo matt (DVI a) 
4970 Bis fy ymibattent ¥on. deriftatt 

Sy weiten ymr gern geben 

Die zwen zwolff botlNs o»e widerßrabMi 

Als do TOFgefcfaitbeB ßat 

Diis er Ton danen «Ige getrat» 
4975 II Na waeent oudi do. flbeavwifon • 

Als ir onch haat die ir prifent: 

Die rengnierten die gaatze.ftatt > 

Die künaent manlge redb glatt 

Zä den die barger giengnn . 
4980 Ir rede fy anvieiigeil 

II Vnd fpffaehentiv lieben «neifter gif- . - 

Ir foUen^ tns üigen.üwerB' mäi> 

Wie wir hie föllent waerben ' 

Die ßatt die m&fz yerderlieii. 
4986 Oder wir mülTent Ton- Tna gebe» 



118 Von dei^ fieben werfen nwsftern. 

Das tos komet gar vneben 
Sant Peter Tod fant Paalns lichnam . . 
Des haben wir Cchade vnd fekani 
II Der erße meiAe« allo fpradi 

4990 Ir herren habent gut gemach 

loh wil die heiligen Tnd die ftatt wal 

Einen tag befchirmen Sne allen dol '■ 

Die andern fpvaehent ouch alfo 

Dez wnrdent die bnrger harte fro (GVIfr) 

4995 Glich als üwer meiOer £int 

Die onch gelobt hant nwerm kint 
Vnd üch effent tag vnd nacht 
Hie mit fo ntment fürbas acht 
II Der kdng einen ftnrm anVieng 

5000 Der erfie meiHer her fdr gieng 

Vnd rette fo fftfceclich z& der ß&nt 
Mit dem k4nge mit fynem mdnd 
Das der küng zfi ßünt hiefze 
Das man den Unna ablielTe 

5006 Vnd den tag mit friden lepte 
Vnd nieraan dairider ßrebte 
Alfo ir ieglicher pflag 
Die ßatt zS fdiirment einen tag 
Bis das es an den hinderten kam 

5010 Die burger warent leidig ynd gram 
II Sy giengent zfi den meißern bin 
Vnd fpradient o lieben meiJfter min 
Der küng hat gar türe gefwom 
Das er des tages mom < 

5015 Dife ßatt wdUe han oder Terdirben. 
Oder wir mülFent alle ßerben 
Darnmrab lieber meißer gät 
ErtzSugent an ms getmwen müt 
Als awer gefeilen hant getitnn (OVIIo) 

5020 Wir wöUent yns gentzlidi an neh lan 
II Der meißer wifzlichen rette 
Er fprach mom an der ßette 
So wil ich^n gefcfaicht machen 
Das ir alle werdent lachen 

5025 Das der küng wirt fliehen 

Vnd mit fynem Tolk enweg ziehen 
Vnd als ez des morgens tag wart 
Der küng aber gmwelichen hart 
Sinen zorn an die ßatt leit 

5030 II Der meißer fich do bsUreit 



. Von den fieben wegfen mmiftem. IIS 

Ein wündeflich kleit UM er an 

Als ich üch wol fagen kan 

Et was ein rocke fere wunderlich 

Der wae beßeckeft ficherlich 
5035 Mit pfawen Tedem Tramb vnd ▼ramh 

Vnd kleine fchellin warenl daminnb 

Vnd euch ander vogel farwe 

II Ich kan es nit geCftgen garwe 

Verlin fwentie warenft oaeh dar an 
5040 Den rock lett der meißer an 

II Vnd als der meifter was bereit 

Als tns dife aaentdre feit 

Vff einen hohen torn er do kam 

Zwey fchone fwert er mit ym nam (CVII 6) 
5045 Vnd in der felben ßünde 

Hielt er die fwert in dem mAnde 

Vnd wart fich regen ym vnd ymb 

Beide die lenge vnd die krfm 

Vnd die fwert die glilTent fere 
5060 II Das erfahent fy in dem her 

Sy begfinden aft dem künge iehen 

Uerre was wil alhie befchehen 

Sehent lieber herre min 

Was mag das vf dem turne fin 
5055 Der k^g fprach ich weis fin niht 

Es iß ein wunderlich gefchicht 

II Vnder in fprach ein wife man 

Ich kan mich anders nit verßann 

Den das es fy der krißen got 
5080 Der wil tns bringen in not 

Er iß Ton hiemel her abe kamen 

Vns alhie zfi keinem frommen > 

Er wil tns bringen gar aft ndttea 

Vns alle mit den fVerten totten 
5005 Blibent wir ichtes lenger hie 

In grofser leit wir kament nie 

II Do der küng das erhörte 

Er fprach mit Torehtes werten 

Was iß tns an tnnde alhie (CVIIIa) 

5070 Alle enweg fprachent fy 

Alhie eniß kein beliben 

WoUeat wir lebendig beliben 

Der got mit den awein fwerten 

Der wil tns alle aerferten 
6076 II Der küng Tieng an md floch 

8 



Alles fin Tott MWlig litt mA 

Wie wol es nii ■ ■ Wtolftig #m 

II Do fli« RMer efAbeM das 

Daa in sfi lliAlnM« Inüi «M gtch 
5060 De 1^^ fjr mit nmüt hin nadi 

Vad erfln^ei« den kdlig lo« 

Vnd alles Ifti h^r iHm in net 

Sy wuident e iftutfceu thä ^An^eli 

Alfo wnn di)r ftr^ engangen 
5085 Das fch&ff des illeiften gttfiifliileireit 

mit linem iraadeiüäkeB kMl 

Do fpiach dl« UeyCeiine 

Henre lumt i# nqrn £ynne 

TerAanden bIs ich tam {feMt 
5090 Der keifer fpiabh Vf mpKäa ek 

Ich hall es unsl Ter&andck 

Es wi» eih flAefat mit fchanrdtn 

II Die kejrObrih mft dem keiftr ^pratoh 

Henre m 'ikeMMft Tociit dtfie fiteh (CVIII6) 
5095 Ir haut v& dem erßen gtofaöMI wol 

Wie dcihr nmrftlhtilh ^ürnwek vol 

Voimb gitfik^ fin digett wif 

Verlor vnd oneh m%& flnen Up 

Rinnen eüweg ^fn #Bd landen 
5100 Vnd lin wl^ itanefat isfi fehdiiden 

II Glicht w«n) {y «eh tefeü 

Üwer l>in mit fino^ glMekdii 

Die er mtush dlNB riehe hdft 

Wie ym tins wdMd kaMe geftrat 
5105 Wenn ym Ift «Ulsit fnaoh 

Vnd AsHot radh dadnkoli 

Wie er deh üdh^nde fnd ¥erl#i&e 

Das jmle daü riehe heiiike 

II Herre ntt Wefenft dks genlant 
5110 Die wil ir dww mkofat hdnt 

So tun# dwevm itA dn diCtfr Adtt 

Als der küng dein mii^rehaik ^hftt 
Wollen t aber «r in nt «Süen 
8o follent ir Ik diMsh noMen 
5115 Das er werde y^rr Tte ^itii ffotann 
Des follent ir in Hit <erilMi 
Das er ntt tkh tnlf^ si li A komth 
Des gewitaoent i# ^len wwhk Vad fromell 
II Herre darnach horent ir oath das ^IXa) 
5120 Wie der hteg HoaM he(hfs 



Fsm dm fiiokm um^fm mßstß^m. 116 

Vnd wie «r fflwwUiBh Am^m WßA 
Mit yme ftn ^jui faw » ber lla«h 
Vnd vart erl3«is«p «« dfr Afiiit 
Die nben wifen fftn^Diil dflQ fSot 
5125 Herre na mei^enl mioh Til «Imhi 

Glioher wife i^v^r flbe« uifliA«« leben 
, Yß wie f»e icli botri^gen 

Vnd üch mi^ Idigw f «Ai anlieg^nt 
Vnd alle tage fSeh dvta& nottent 
5130 Wie He fftcli Md« «rtfitteiit 
Das Qwen« fw» w«rde 4af rieh 
Befitzen feJfte md gmnaUenklieli 
II Der keif er fpradb i^ wil dir ielken 
Frowe mir fol nit alfe beCeheben 
5135 Wenn min fm der mAf« mem l^evben 
Vnd fchentlicliea verAaibeii 
11 Vnd do ez aber wai»^ «eni 
Do bib Hell de« ketfex» soi« 
Er gebott line« fMenem 
5140 Das fy die mt fferb^w 

Sy f ifttAn^ ci 4#«i g»lfl^ bin 
SiiHMi f?» fad lii««gent In 
Zu g&Nfc man in n% Anm fftch 
Do hob neb «bar vngem«^ (CIX6) 

5145 Von der gemeind« als &»b vormals befcbacb 
Des wart do gar nl me gegeben 
Vad abi fy kaoient iAg die |>ort 
Do bekam in 4Mr CMbft iM<«Jfter 4i>f ( 
Der kaaba fafib ia mit iamer an 
5^150 AU er den Aadasa awA bat getan 
Die gemeiade ruIQlea mfß lere 
O lieber fimSmt dWfsb «wer ere 
Renant sfl 4em beyler bebende 
E das der kaabt »eia 0a ende 
5155 II Wie wal daa d^r kaabe fweig 

Docb er dem Melfter frantUob neigt 
Als ob er fpreoiie meiller min 
Gedeneke a« w^b gpofze pin 
II Der melJQber lÄr 4«ii pldaft reit 
5160 Für den keifer er do fcbreit 
Der keyfer faeb i« 4b«l an 
Als er den andam aaeb bat getann 
Vnd entf iiu^ in gar bartanklieb 
II Der meißer (paaeb aa dflPMket micb 
5165 leb bett belTera verdkaiet wnl 



116 Fan den fieben wegfen megßern. 

Da l^geß dn bift bofsheit ▼ol 

Vnd dio gefelleii alle gar 

Ir muffent es werden gewar 

Ir alle fiben wo ir fint (CXa) 

5170 leb anftwort üeb min bint 

Wol redende vnd fromme 

Nu ift er bofe vnd ift ein ßdme 

Darammb fo m&fc er fterben 

Vnd ir mit yme Terderben 
5175 Der meißer zft dem keifer rett 

Er fpracb cft yme an der Jftett 

Herre er kan reden wol 

So die mjt komen Fol 

Sin fwigen iß ym gfit albie 
5180 Ich wil Ach wol tagen wie 

Yß das er beliben mag 

Bis an den dritten tag 

Das er daiwöfchent nit ßerbeat wirt 

Sin reden er denn nit ^erbirt 
5185 Herre als ir denn onch fpreehent 

Do mit ir nwer wiTzheit brechent 

Das er 6wer wip weit gefchant han 

Da han ich vor abe kein glonben an 

Tnd es iß üwer wifsheit z& vile 
5190 Das ir in fo fneller ile 

Der keirertn glonbent das £y Teit 
Gedenckent an mich ec wirt üch leit 
Töttent ir Awem lieben fyn (CX6) 

Vch gefchicht niemer gAtes danon 
5195 Vch befehieht wirs denn eym rittef befchach 
Der glonbt fyme wibe alle fach 
Vnd was fy rette des folget er jr 
Vnd treibe das fo lange glonbent mir 
Bis es zft leße dartzA kam 
5200 Das man in an eins pferdes fwants nam 
Vnd fliffle in von fym hnfe 
Hin zft dem galgen tITo 

II Der keifer zA dem meißer fpraeh i 

Dnrch got fo fag mir die fach 
5205 Wie dem ritter fy befohehen 
II Do wart der meißer iehen 

Herre des entün ich niht l 

Ich fehe denn Tor ein gefchiht ^ 

Das der knabe her wider in 
5210 Werde gefärt herre min 



Van den fieben wegfen megfiern. 117 

Das befchach ane yertiieiren 

Man hies in wider in flielTen 

Do vieng der meifier fin rede an 

Als ir hie nach Tindent Jftan 
5215 Vor Kyten was ein keifer rieh (GXIa) 

Der hatt dry ritter nu merckenft mich 

Die warent jni liep vnmaiTen fere 

Er getrdwet in onch mere 

Denn andern dienern die er hat 
5220 Nn wat ein ander ritter in der AaU 

Z& Rome der hati ein junges wip 

Vnd was aber gar alt fin lip 

Doch was er ir Tnmafzen holt 

Vnd tett alles das fy wolt 
5225 Die feibe frSwe fang fo wol 

Das es y\\ 16te macht fröndenvol 

Vnd was jr gefanck fo füffelicfa 

Das vi! Idte fich 

Zft ir machtent in ir fans 
5290 II Nn f&gt es fich eins tages alfos 

Das fy fafz Tnd fich betracht 

Vnd der lüten nam acht 

Sy fafs hie ns ^or der thüre 

Vnd fchowet wer do gieng hin Tnd f6re 
5285 Gar f&fse fy iren gefang an vieng 

Zft Jftfint* von Tn'gefchicht h^er gieng 

Ein ritter der hört fy fingen 

Vnd in den felben dingen 

Der gefang jrae fo wol tette (CXI 6) 

5240 Das er an der ftette 

Die frowe lieplich anblickt 

Sin hertie wart mit liebe verßrickt 

Das er in ir hnfz gieng 

Vnd fin rede an vieng 
5245 Er feit ir wie er ir wer holt 

Vnd was fy Ton jm haben wolt 

Vmmb das fy nit wer trege 

Vnd ein nacht by jm lege 

II Sy fprach hundert gnldin wil ioh han 
5250 So wirt üwer wille getan 

II Die wil ich üch gern geben 

Sprach der ritter fchön vnd eben 

Wenn fol aber komen ioh 

FrSwe das befcheident mich 
5255 II Sy fprach wenn die recht ait kvmpt 



118 Vmt dm /tftM W0gf$n mm^ßem. 

So fol es rflgw Ml Ute üAct 
Deo ritter btttigl dkr rti« wol 
Vnd waft füi lierUe firMle* vol 
Er gefegnot fy fttatlleh 

9SM0 Ih de« keiCWe M^ »iMkt «r fleh 
II De 4ee tiideni tij^ee iNF«rt 
Die fe#>ire ftmg «be» £0 liej^kli ttwrt 
Vor der tare ao derTellpeii ficti (OKIIa) 

Do £j ßdtk tfomMB hat geOitt 

5965 Vfa dM tMlTefe iHrfT de kam 
Der attleir HM» der t^iwiai 
Iren g^efangf vnd gl#D|^ kldar 
Er oam oadi der fr^en war 
Vnd blickt tj an vad idier aa 

5270 Bis ym fin beirtae taa lieb« enbmn 
Zft Aüo« aa der felbea aette 
Mit der Itoirea er de tatle 
II Er fprach liebe frSwe aln 
Waa fol ich D(di gebeut na 

5275 Da« ir atyn voUeal aeaMa acht 
Vnd by mir flaIRnt va aio aaoht 
II Sy Tprach ich ayn handeH g«ldia 
Vnd wil ein aaelil Ych by nrir da ld t a 
Mt inyner fo enaym i^ 

5280 Er fpraeb die gib idi wütenkUiii ' 

Nn n^^eal mir liebe Mnre aiia 
Wenn fol ieh kemeat fin 
II Sy fprach ich wdSm ate heyvlicii latl 
Da TOS nietaan ait eatcliait 

5285 Vnd venn die recht ayl kftat 
Ich lac e« 4eh wUfen a8 Afint 
II De» Htter fpiaelt da mit bendgal anch 
Er gefegnot fy oaeh ftiHiiUidh 
$inen weg er geflag (CXII6) 

5290 Ouch in de« keifet« hoff «r gleag 
II Vnd do d«» dritte tag taan 
Die frSwe tett aber alAnn 
Vnd fatzt fich do tf ▼«r Mb 
Ire galäng«« fy idt irei^a 

5295 Der wa« fchoü md geaielt 

II Der dritte tItter dof« lier tdkmH 
Von Qttg^rdhiefat da« befchach 
AU balde er die friwen aa fach 
Do wart yai fin heMee «atadat 

5300 Voll ipedhte» Hebe an der Oanft 



Er meynt vod Mt is m ailit 
Er v^e aft dam tode goricht 
II AlTo er z& der frflwen gfeag 
Sin rede ec allb eovieng 

5905 Za der frfiven er alfo fpffioli 

Kein mSnfche iek nie lielu» geffich 
Denn üdi KdbAe frdwe min 
Nn laffent mich Awk bfll lin 
Sy tjfitmtlk dM geffelii^l mir wol 

5810 Doch ich «ttfru haben M 
Vergeben §at ee mit dar 
Er fj^raeli fraüra nn nemant var 
Was fol leh Aeh gaben ein naobl 
Vad madwnt davofii lilael bmchft (C&UIo) 

5315 Sy Tprach hwi^eil galdia vil idi haa 
SU mimmi idh dch gfhei£chen kan 
II Er fprach Mwa iah ni) doh wmnm 
Iah angaJb me gelt Ib geaa 
Onch fagiai mir Ij^be twpfwm min 

53S0 Wo fol ich fithfiar haaMa hin 

II Sy fpraoh iah wü aaeh dee aietlea 
Vnd wil ea Ach fautaliehea anhittaa 
H Dar littar «ach do frloap nam 
Onch m dea htfBun haff er Mm 

5825 AUa dia drie rittar gAt 
Yeglicher linan aiit 
Seit der Ifiivea Tnil nrall doch nilit 
Ir keiner von das findam gefvbiht 
II Die frSwe was btish^it vel 

5830 Nn foUent ir mich iaerekea vol 
Zu irem eUchaft oaa fy da gieag 
Ein nede ff mi ime anklang 
Der ritter vaa alt Tnd grifa 
Sy fprach zA j^a mit vArten «rifa 

5335 Herre iah wU Mi hayi|iUcli Cftgaa 
Dae follent ir gar vartogen 
Vnd volgant ir «faem rai 
So wuffeat daa es fna vol gat (CXIII6) 
Ir lieber haiera wüEsmt aach «rol 

584(0 Dm vir flat «rmut toI 

Na megeiil vir wal wider IcanMn 
An Mra aa cpat mU grofaem framea 
II Dflir fittor fp aadb vh harfaea gir 
frSwe ich wU gern volgea dir 

5345 Wenn es f as ia difer Irift 



jT 



120 Von den fMmi wegfm megftern. 

Ein recht nottduJB ill 

Sj fprach hem oa meMkcat micli 

Es faat gefi6geft fich 

Da« T« de« keyfen hoif koaeal 

5360 Tod myneo geTaog ▼emaoieiit 
Dry junge ritter em fist 
Sy fint mir alle dry nit fial 
Doch weit ir keyaer Toa dem aadera aiht 
E« hat fich gefnget Toa TageTchidit 

&355 Da« ir ieglicher mir wil gehen 
Hundert gnldin da« merck eben 
Hettenfc wir die dra hnndert galdia 
Wir kement ▼• allen fchnlden 
Vnd da« ich doch gehelfet wnrde oiht 

5300 Wer da« nit ein cldge gefdiicht 

II Der ritter an fynem wibe fprach (CXlVa) 
Frowe an ^^^ mir die fach 
Die frowe fprach herre merckeat drat 
Ich wil 4ch geben gftten rat 

5366 Herre nn Temement mich 

Dem erften ritter dem wil ich 
Tagea da« er krme an nacht 
II Dem andern fag ich oach min bracht 
Der knm sl& mittemacht zA Annde 

5370 II Dem dritten wil ich onch tun knnt 
Da« er kvmen fol gen tage 
Vnd ir ieglicher by ym trage 
Da« Torgefdiriben gelt 
Oder er habe geff^t 

5375 Sy fprach herre na follent ir 
Z& dem erften de« volgen mir * 
Ir follent mit blofiem IWerte ftan 
Do der ritter her in wirt gan 
Nebent der t6ren heymilch 

5380 Ir ieglidiem gebent euen ftich 
Ye einem dem andern nach 
Da« in werde xfi fterbent gach 
Vnd alfo werdent fn« die gnldin 
Vnd koment t« allen fchnlden (C&IV6) 

5385 II Der ritter fprach ich verebt gotte« com 
Vnd libe imd feie im« werde Toriora 
Vnd da« wir onoh f ehentlich darammb ßerbea 
Vnd ellentkiich dammmb Torderiiea 
II Die frSwe fpradi herre min 

5300 Ir follent gar Sne angft fin 



Von den fleben wegfen megßern. 121 

In allen difen dingen 
Ich wilt Eem gftten ende bringen 
II Die fr5we iren man nber rette 
Da« er ir Yolgete an der ßette 
5395 Die fr5we fprach herre lieber man 
Die fache wil ich Tahen an 
II Die frSwe darnach zfl hant 
Nach dem erßen ritter fleint 
Der kam zft ir behendeklich 
5400 Sy fprach zft ym wolient ir mich 
So mfilTent ir noch hinet komen 
So der tag Cin ende hat genomen 
Die hundert gnldin follent ir bringen 
So mag üch nit myffelingen 
5405 Er fprach gnade fwhwe ich bin bereit 

Wider enweg er do fchreit 

ZA ß&nt fy nach dem andern fant 

Dem tett fy onch bekant (GXVo) 

Das er kerne zfi mittemacht 
5410 Vnd hmidert gnldin mit ym bricht 

II Er fprach gern liebe frSwe git 

Onch fchiede er hin mit gAttem m&t 

II Dem dritten ritter fy onch knnt 

Da« er zft ir keme sft ßint 
5415 Als er onch tett er kam dar 

Sy fprach ifi ym nn nement irar * 

Ir follent komen legen tage 

Nn merkent was ich Ach fage 

Der hundert gnldin vergeffen niht 
5^0 So wirt 6wer fache geflicht 

Er fprach mir gefiel nie ding bafi 

Hinwider er finen weg mala 

Do er her was komen 

Vnd do der tag hatt ein ende genomen 
5425 II Do kam der erße ritter klfig 

Er klopfft an die «Are mit f&g 

Die frSwe au ßünt was bereit 

Hie mit fy zft ym feit 

Bringent ir die gnldin nit mit 
5430 So lafa ich dch her in niht 

Er fprach fr&we nach Äwer gir 

Bringen ich fy alle mit mir 

II Die frowe die ti&re vf flofi (CXV6) 

Ir man Ünnt mit dem fwerte blofz 
5435 Inwendig darrff er wart 



in y^9t cfM fish» u)t§fim m^aftmn. 

£r fläg den ritter dvcii AuS fmrfc 
Darch fl«n k*pfl vnd dsfck itie ftkra 
Das ym kerufo viel da« Idesm 
Alfo der sittflr otm fm wde 
5440 Sy miBi d«i kSippM bellende 
In ein kamen fy in kwhft 
Vnd do es vnrt nitter Bftelil 
Der ander ritter bÜ enfelte 
Er kam vnd braebi «idh fin gell 
5445 Der wmi o«ch aU» ennort 

Gein tage kam dar dritte littoff dart 
Vnd Teilov mtfik do limen lip 
Do Irig daa hii% Toreine wi|^ 
Die dry dotte» kSrpper in dii kpmer 
5450 Daa irms dock ein gtofaMi jsmec 
II Darnach der alte riltov Q^raeh 
FrowB ick fSmkt nbel ei» fisck 
Werdent die toiton lichMm fftaden 
Binder l^ne «ft difian ßiwden 
5455 Ich fSrekt vir nmOuA fflhaiiaid» 
Sterben darmamk bororg« u& •M'^^ 
Wand OB nwg «t* wefe» n« 
In des beifora hoff «am »t Int W^VIo) 
Man werde «aoh In fragen zl IrsnNMP 
5460 War die riiter Gni fconen 

llDie Mwo 4mck ftoshlnat ^ aiM 
Ich han ang«Cangoit diCo ^MiM 
^ Ich wil ya» ow* el« gSi endo gefee» 

Ir vallent aoeb «U der friVAR Ub«i» 
5465 Da« fy künont g«r "M^ Wft 
Me donn laman Tff ovd«» tß 
II Nu horenft aber Idrbafo 
Als ich in eym b&die ta& 
Dio fraire otaeR br&der jbitl 
5470 Der was Cchanrachter in der IMt 

Vnd als fy dos nacktes gifiPgen^ vvmd» 
Beide die flioehi md die krfm 
Vnd kament fdr dies rÜtois $&t» 
II Die frowo sfi Mnt Irott luirf^ 
5475 Do fy iren brAdar faidi 
za ßfint fy aÄ ymo fpta^ 
O lieber brnder mitt 
4ihing ein cleia «ril karin 
Vnd iBire «in wüe bis ich Mk Gig 
5480 Min heymlich lidon ^lai lek WßS 



Fm dm fkhm wmffim Wdgßmn. ISS 

II ix britor im iatt Imf» %wk% 
Der ritter im gar Iciioii «at^ag (CXVI6) 
By den f6re fy fiaffeBt 
Irs br&ier fy üft ve^galTeiit 
5485 Si fatstea io ad iaaa ^r 

Die frSwe hab aa vnd fpnush ojm war 
Min lieber brfider aa diefar Jfaut 
MiD heymlicbk«it tftn ich dir kiat 
Wena iah ia grofacni fnaillt bin 
5490 iDaramaib ich 4tr rfifll har in 
II Ich wil dir Tagen waa mir biift 
Die nacht die 4o ewirag I& 
Do Icam ein ritte» haria 
Vnd rette' mit dem henraa nan . 
5495 Von aller haadnfachea 

Es wart fich aä laße maehea 
Daa tj ai kriege kaaMa 
Vnd Ire fwert Itemfananif« 
Vnd min man fo aaraig waH 
5500 Das er derrelboa fort 
Den ritter hatt erfl^gea 
Den korper ha« ich gatiageat 
In l^nfer kaner da lÜ «r aoeh 
Wenn ich ia feUier «dar ia zach 
5505 II Vnd daramnl) ttebar brider ml« 
Laz dir Min iid«n hSA fin 
Wenn wir nkaiwat feaat 4aHi ^cfa (CKVna) 
Dem wir gatr«wea fiaheillcSi « 
Wand wünia «r by täs Cuadan 
55ia Wir fiiärbeDt in sden Maien 

Eins ffdMaaUdifln tedea wk bald« 

Das wer üci^ fdiea aia Jiertaa leide 

Dammmli lieber bnUer aaia 
Hilff tns darch ilia tr6w« din 
5515 Das wir dea ilodea werdaa fait 

Der da Ja dv kamera Jit 

Von ayaaai ritter Ja Cut fy 

Der andern der gedacht üy ale 

II Der brfider Ipraeh fwafter myn 
5520 Ich wil dir gern heiUBBade ün 

II Er 4«aah gib när ilen tattea in «iivn Tack 

So wis daa iah in fiMdla tnag 

In das Üe£EB wafaar haa 

Do wil ich Ia wtssfkm in 
5525 II Zu ßant oaah da« gfafehaiBh 



124 Vm den fteben wegfen megßern. 

Er warff den totten in den baeh 

Vnd kam wider zft der fweßer fin 

II Er fprach Tchenck in mir g&ten win 

Wenn ich han ücii geholffen gar 
5S30 Die fifche die nfiment fin nn war 

II Sy fprachent beide got dancke ei dir (CXXVII6) 

Nach dines hertzen gir 

Sy ft&nt Tff Tnd gieng hin 

Als ob fy weit bringen den win 
5585 II Vnd do fy in die kamem kam 

Do die totten lichnam 

Inno lagent do fcfarey fy Int 

Owe brftder mins hertaen tmi 

By dem lebendigen got ^ 
5540 Her wider komen iß der tot 

Ich bin fo fere erfchrocken 

Bfan Idte mir wo! mit allen glogken 

II Do ir brnder das vemam 

Zfi ßfint er sft ir kam 
5545 Gein jme fy hernfz gieng 

Der brftder anTieng 

II Er fpraeh liebe fweßer min 

Dis iß wol ein wfinder gefln 

Gib mir in wider in den fack 
5550 Er kompt nit wider ob ich mag 

II Alfo er den andern ritter nam 

Z& dem wafzer er hin kam 

Einen grofzen ßein er do fftnt 

An den hals er ym den bant 
5555 Vnd warflf in jn das walTer grof» (CXVIIIo) 

Das walTer durch die ßatt hinflofi 

Vnd als balde er das getett 

Do kam er zft Mnt an der ßett 

Wider in finer fwefter hnfe 
55eO Er näg zft ßftnt mit rede nfz 

Vnd reit wie es ym was ergangen 

Vnd hiez ym den win her langen 

Zft der fweßer er do fprach 

Er tftt dir kein Ungemach 
5565 Des bifz ficher one zwifel 

In trage denn her wider der täfel 

II Sy fprach lieber brftder min 

Got dancken dir der trviwe din 

Die dtt Tns beiden haft getan 
5570 i| Hiemit fo wart fy gann 



Vmi den peben wegfen meußern. 125 

Aber zS der kamern in 

AU wolt fy aber bringen win 

Mit lotor ßyroe fy aber rclir0 

We mir Mte vnd iemer me 
5575 Was liden« han ich faie Temomen 

Der rittor ift herwider kernen 

II Do das der brüder erhört 

Do fprach er wunderlich wort 

II Er fprach vff die träwe min (CXTIIIfr) 
5Ö80 Der ritter mag toI tüfel lln 

Des erßen warff ich in jn den bach 

Z& dem andern mal darnach 

Ich ym an den halfi bant 

Als TÜ jftein als ich fant 
5585 Vnd als ich nu hau Temomen 

So ift er aber herwider komen 

Gib mir in wider ich wil dir jehen 

Du folt in niemer me gefehen 

Der tAfel trag in denn herwider 
5580 Ich fol ym brechen alle fin gelider 

Aifo den dritten ritter er nam 

Nit anders in ßn hertie kam 

Denn das es der erße ritter w&re 

Den trftg er als l^ns feit dis mere 
5595 Hin vs verre fdr die Hat 

Do was ein altes hnfz gefat 

Do warff er in in Tnd ftiez ez an 

Der ritter zu ß&it anfieng vnd braa 

II Do gieng er ettwe yerre daiion 
5600 Vnd wolt ettwaz fines gemaches tfin 

Von dem füer hin dan 

II Hie mit ein ritter ryten kam 

Der waz mäde vnd waz heilig (CXIXo) 

Das füer das was jm gefellig 
5605 Wenn er was fere erkalt 

Zft dem füer macht er ßch bald 

Vnd wolt aldo wermen fich 

Ein tnrney wolt onch ücherlich 

l^e% morgens fin in der Hatt 
5610 II Do mit der frowen bmder her trat 

Vnd fant den ritter by dem füre 

Er fprach wer biJftä bißA gehüre 

II Der ritter antwnrt ym täg/ontlich 

Ich bin ein ritter für war ich fprich 
5615 II Von eynem gAten geflechte 



126 Von dm ßeieu wegfen mqj/lerii. 

Da biß des tAfela kamHaU 

Des bin ich ine Bwif«! 

Oder biß Ufllii feibo der tifel 

II Sprach der frvunm brftder do 
5620 Ich mekii in veraß aaderfiro 

Zfi dem erAes mal warff ich dKoh 

Zwar in das walEer ficherlieh 

Des andern mals dir engieng 

Das ich diiMo givften ßetn dir hieng 
5625 An dinen hals Tnd eitranekl dich 

Des dittten nnls fleis idi mich 

Das ich Teihrant dich in difism fui« 

Da biß der tüfdL TBgehAre 

Vnd halteß na aä rofi alliie 
5630 Vnd kerne in grofsev lidca nie 

II By dem aSm er in begresff 

Er zagt in mit oym rmiwmifi 

Das in das l&ra iriel pfsvt vnd man 

Das pfeii ^«id rittav aldo ▼arbtan 
5635 II Vnd a& ßAnt dasnaeh 

Wart ym ai der fw«ßer gach 

In ir has er irider gieag 

ZA ßfnt «r «ae vtei^ 

Vnd «r feit der fweßer ftn 
5640 II Er fprach läge liebe fweßer min 

Do ich den rilter hatt irerbrant 

Vber ein dein wile z& liant 

Do Mit vider der frngflhiim 
/ Vff eineaa ^eitt by dem ffAre 
5645 Vnd ich vaitf in ander warbe 

In das für das er verdarbe 

Vnd ftn pieiit ench do Teihvan 

AlCo iß tott pferU vnd man 

II Vnd do er dlCe wort gerette 
5650 Sin fweßer gedacht an der Aette 

Hat dev ritter ein pferit gehabt 

So iß ein tonieyer her getvnbt 

Der wolt m dem tnniey Hin (CXX o) 

Hie mit ß&il n Tf vnd bnudit den wie 
5655 Des heftmi fo fy iigant Umt 

II Darnach vnlang zi& hont 

Gefegnot nr fin Cwefter do 

Die hatt ec gemacht geil vad ho 

Do mit er enweg gie 
5660 II Na hörent aber fdibHB lae 



Fm Jm jfMm wegfim mtg/tsrn, 12t 

Wie es deü Mbtat vtd liaem iilbe gtoog 

Einen soni f jr Mii 7m tuiflettg 

So hert dM ta den naui Tettirofc 

Er gab den irfbe efitaen Aofz 
5665 Mit der li«fit an das nnl 

II Sy fpiMh ad A&it in «Her gal 

Daz hortent otfcli tII Mte 

Wihü mich erllahMi liftio 

Als da dm iMifeM dviti tilteini kaiff gi»tann 
56ro Htt bdTer vnfeiiger naft 

11 AU balde di% blte dfta «rlMPleiit 

dy norden akihallif wH imtUn 

Den rittet rad die Mw^ €f vieligen 

F6r den iwttte Cy fleftge« 
5675 Gefangen fit« uiM fy da« 

Wie ez iß «fgMgefe (CXX 6) 

Darnatfli haa iaii veriUflgea 

E daz dav Iceilbr tAi g«i«t«a 
5680 Die frSwe TerM^cii ttti der lletia 

II Oas it Mbi ty gatöltal hmtt 

Der keifer tagt ly an dar Abtt 

Waz tattent ym myn vittev gvt 

Herre ich ftige äch mjman iiidt 
5685 Dra hnnderl gttIdiH UM mi niardan 

Darnmmb dett kh die vltter Meiden 

II Als der ireOar die wartieit befant 

Do hiez er fy b^da tf& iiaut 

Binden aa «i*8 «pfierdes IHv«lf 
5690 Hin zu datn iglilgea aiaa fy Üeiffik 

Sprach der k^fer irnd ^eneloent fy daran 

Sy faanl ertnoMlat dty fvema mAn 

Zu Mnt «adh ilas iMfelnicIi 

Der meiAar wk dttn keifer i|)praoh 
5695 Henw 3iant ir Miah TOritenden eben 

Er tpnkik ja «woi tff «nyn lebaa 

Vnd vß mjstu» Mp 

Das wa« 4as «llir I4fta Ttmp 

Von der iaii ie g^kott fagea 
5700 By allen mylnaa tagvii 

Sy ift waviMi wirdig )#al 

Daz man II ^heiaüch lötlea ^fbl (OXXIa) 

Ir man hett >ta ;aio .gadttaht 

Hett fy in ^H dwitti «aadiC 
5li5 K^ch denn fi ea tfbfeit 



128 Von den fieben wegßm meußern. 

Dbm macbt ir hiU fchallceift 
II Der meiller aber fükrbafs feit 
F6r war hene €• wirt üch leit 
Lafzent ir aweni Ün tötten 

5710 Es bringet ach zft grolTen BotteB 
An feie an gnt Tod an dem übe 
Vnd gloabent üwenn vibe 
Was Ty rett Tnd was fy tfit 
Das kTmpt 6cb verlieh nit aA gut 

5715 Vch wirt wirs denn dem ritter befchehen 
Als ir danor bortent iehen 
II Der keifer fpracb f6r war icb fprich 
Icb^ wil difen tag oncb eren dich 
Din bifpil das iß g&t gowefen 

5720 Min fän fol hdtte euch genefen 

II Hie mit dancbet ym der melBer fere 
Er fprach herre got üch ere 
Nach nwerm willen wes er gert 
Ir hant mit träwen mich gewert 

5725 VrlSp nam der meiBer do 

Vnd Tchiet enweg mit fronden fro (CXXIfr) 

II Do die beiferin das be£ant 

Do lief fy zft hant 

Zä dem keifer an der ßfint 

5730 Wnttende als ein zornig hfint 
II Si fprach o herre wie bin ich 
Verfmecht fo recht jemerlich 
M&fz Ich difen fmertzen 
Altzit tragen an mynem hertzen 

5735 Ich wil mir felber tfin den tott 
So k&m ich von difer not 
II Der keifer fprach fr5we da tft niht 
Das wer gar ein bSfe gefchiht 
Mach ein crdtze an din hertze 

5740 Got liehiitte dich vor folichem fmertz 
FrSwe noch ein knrtze zyt da beit 
Dir wirt fin fehler ein ende gefeit 
II Die keiferin fprach herre min 
Das ende mag vns nit gfit gefin 

5745 Vch Tnd mir es bSfe wirt 

Die meißer hant tns gar Tcrirt 
II Min liebe frSwe nit rede alfo 
Sprach der keifer zfi ir do 
Die keiferin fprach herre min 

5750 Ir follent dez ficher fin (CXXIIo) 



Van den fieben werfen megftem. 129 



Das ein reie Ton üch befehicht 

Vnd TOn uverm fro des lat man' niht • '^ 

AU ez eyni känge Tnd fym marfohalk gieng ! 

II Der keif er zfi ftfint auTteng | 

5755 Er fprach ' durch alle din gute J 

Sag mirs das dich' got behite | 

II ^7 fprach herre ich tfin es gern i 

Wöltent ir Ha nit enbeni | 

Doch fo TÖrcht ich ficherltch 
5760 Das ir f&rbaz mich 

Niemer me Terhorenl 

Wenn mörn wirt üch betftren 

Der übende meißer mit finer rede - 

Wie er üwom fTn entlede 
5765 Als euch (in gefeiten hant getan 

Herre ir follent mieh wol verßan 

Was ich üeh hie wil fagen 

In difen drin tagen 

Wirt uwer fnn felber kallen 
5770 Das wirt üch denn fo volgefoUea 

Die liebe die ir ietz aft mir habeait 

Die legent ir denn an den kaaben 

Vnd verdent ir mir denn gram 

Er fprach frowe da gloubent nit an 
5775 Ich gloub es nit befchehen fol (CXXII6) 

II Si fprach d herre gefiel ea üch wol 

So wil ich üch ein byfpil fagen 

Das ir in allen üwem tagen 

Vch behilttent deBer bafz 
5780 Vor künfftigem Tuglnck vilfoat das 

Vnd funderlichen yor nveim fm 

Der üch doch' willen' hat zA tftn 

Vnd mit finen meiJftem üch zA betören 

Vnd wie fy mich gen üch yerßSren 
5785 II Der keifer fprach frSwe nü fitig an • 

Wie das byfpil fy getann 

Sy fprach na h5rent mynen mfit 

Es wirt uch fidierlichen gut 

Ein küng hie Tor in zyten waz 
5790 Der in hohen eren fafz 

Der hat ein wunderlich fchSnes wip 

Die was ym lieber denn fin lip 

Vnd waz die liebe alfo grofz 

Das er fy altzyt in beflofz 
5795 In der vefien do er fafz 

9 



Dia ithm gW leÄ mitim M« 
Der Mng fli« HMpI Mter iiAg 
Di« Amsbft 4«i froire üb «ia vnfig 
Si wart d&4iw«9i fcetis«bet few (CXXIH a) 
5800 II Nu hJrwt »bo» fifatafs m«? 
Ein ritter m «pätb^ WwifiB iu 

In evmm tiSii«e dacht ia iat 
Wie er ein fcliSiia lu&ngina 
Sehe die wa« fm wol «ä Tynae 
&805 Er begert Tor allen ^ngea 

Das ym möcht fo wol f«lingoa 

Das er fy nachenda mocht gefahea 

Das yiae raftcht da« heU bardiciMa 

Er meint fy kerne an dev Aatt 
5810 AI« ym AeaR getid^met hat 

II Der baflolsea fcünginne 

Kam euch ein tii&n ia wt fynae 

AU dem ritter wag befefce*»«" 

Si hette auch gern gefohan 
5815 Einen »itter lies fy begerl 

Vmb «kM fi »ea tsonn baweit 

Vnd nit ^om liebe bafaadar 

Nu durch äeß tnioMs «ündev 

Vnd als dw nUea erwachte 
58M SK^b felber «r hetaaah«e 

Er ftarhias gat si ^ew ft&ade 

Vfi rinea i|tn)taBi| gauade 

Er wolt niemac aAwa gawianan -,„,.. 

Btit hertsen naah mit fyanaa (CXXni6) 
5825 Er fMa im Me hdagia aar 

Die er ia deat flaff aAaa 

II Der nttm da ait laagav bdH 

Ef Wa ii^ ^niA >^^tt 

Laag i^t ia vi! kikng^ch 
5830 Vnd tet heia dia ir waaa glicfc 

Iiaage darnach das w^tV ^f^f^ 

Zu einer ftatt da pr Tavaam 

Do wer ein fc^g gaisÄBa dA 

Do was die icüngl« mynaanaßah 
5835 Do beleihe der rittas ettwie laag 

In Tef tffofa vad was ym hang 

II Eins ta^as ar fipaUieaaa tratt 

Vmb die vete« |>y der Äatt 

Vad wuft nit das dia h4ng|a Ikff 
5840 Vff der Teften tob im yn wafs 



I 

Vim 4m ßM9» vf^ifm muqißem. ISi | 

GetrSmet toü 1fUig«M sytoii 

Er begimde förbafs fehfitem 

Er wart lugen i&bar lieh \ 

Do fafz di« kingiaae mjaBeaUich 
5845 Allein w eyw TeaAw d«et 

Vmmb da« fy Mhe voi hurt j 

Die Idte von der bwrg gan ; 

Wan fi vas alks tMßaa an I 

II JPaf MiUm dia kaagSnia «rfack (GXXIVa) 
5850 Zä ß&it er SM jpw lUber fpftteh 

Ich wil dia reden ine wan 

Die kdnginne ich liie fänden han 

II Er hfib an Tnd fang rtl fehone j 

Der küaginne gefiel wol der tone I 

5855 Sy fach euch den littor an 

Zft luHil fy fidi Terfkn 

Dm «r der rftter was 

Den Sy vt% «rlalk 

II In dam trSme als daoar Bat 
5860 Als ir wel gshkret hant 

Der ritter fpaftsicnie nlle tage 

Vmmb die barg mit grafser elagie 

Er lägt vmmb ynd Tmndi aü iranen 

Wie er mocbt at der künginna kanten 
5805 Das er mit ir garette 

II Sy merkt an der Aette 

Das er gern mit ir reden walte 

ZA il&nt A bappier Tnd dienten fi holte 

Vmä fiofareib ein dehws briafelin 
5870 Hin ab warff fy aa den rittaa hin 

Der ritter da den briafl nmvi 

In fin herberge er 4e kam 

Der f r5wen willa verAfait er wal 

Do wart Rm herisn fronden toI (€KXIV6) 
5875 II Za ßnnt er do an Tieng 

Er reitt er fas er ßint er gieng 

So was er aliait wol gemüt 

Er tnrnyert vnd Aach das dnoht gflt 

Dm kunga Tnd alle fin rittecfichalll 
5880 Er was mit endallcher krafll 

Vofliomen Tnd wol bereit 

Das hoffgefinde ias Ton ym (elt 
II Vnd do dar king das Temam 
Er rfifft ym das er sft ym kam 
5885 Er fjpmch liabar ritte« gftt 



1S2 Von den ßeben wegfen mmjftem. 

Ich wil dir Tagen myneii mfit 

Ich höre yil gfites von dir fagen 

Ich wil dich gern fragen 

Ob da myn diener wöileß fin 
6890 II Er antwnrt im gnade herre min 

WöUent ir mich eins gewern 

So wirde ich üwer diener gern 

Na merken t mich in difen fachen 

Da« ir mir heiffenft ein wonnng machen 
5895 An der barg .by der ranren 

Lanft üch fo tu koßen nit tnren 

Ob es ueh not befchehe 

Das ich üch were in der nehe 

Der käng fprach das fei fin (CXXVa) 

5900 Z& hant fchickt er hin 

Nach murern Tnd nach simerlüten 

Er fprach zem ritter ir foUent in täten 

Selber wie fie ez follent machen 

Das es üch gefalle in nwern fachen 
Ö905 II Das befchach He Tiengent an 

Die mnrer and der aimerman 

Vnd buweten das hafs behende 

Das es an einem ende 

Ein ort vff die maren ßiefs 
5910 Als fy der ritter machen hiefs 

II Vnd als das befchehen was 

Der ritter noch eins nit-Tergafs 

Er rette mit eym mnrer süchteklieh 

Das er die maere an der lenge ftberlich 
5915 Ein loch' dar durch brechen folte 

Vil wol er ym des Ionen weite 

Das er durch das loch in 

Mocht kommen sä der küngin 
Der mnrer det das Tmmb das gelt 
5920 Der ritter Torcht das er in Termelt 

Do das hus gebuwen was I 

Z& ßunt darnach er nit rergafs I 

Den mnrer er heymlichen tot ' 

Vmb das er in nit brecht in not (CXXV6) | 

5925 Damach der ritter in das hafs zoch i 

Zfi ßönt macht er fich durch daa loch 
Zä der küngin macht er Hch i 

Vnd er gr&ll fy gar tugentlieh ' 

Do in die knogin erfach 
5930 Es wanderte fle fere sä yine fy fprach 



Von den fieben weyfen meyftem. ISS 

Wie bißfi herin komen 

Das wolt ich gern han yernomen 

II Er fprach gnedige liebe frowe min 

Üwer liebe die hat mich bracht herin 
5935 Wenn ich hiefz mir mit kluger fachen 

Ein loch durch die mure machen 

Vmmb das ich zfi üch kom herin 

Wenn ir (int das liebfte min 

Das ich in mjnem trSme fach 
5940 Noch me er do zu fprach 

Darummb fol mich nieman ßraffen 

Ich mfifz ein wilen by üch flaifen 

Gnedige frowe hochgeborn 

Das haben t für keinen zorn 
5945 II Die küngin fprach dem ritter zu 

Got wolle nit das ich fo übel tu 

An mynem lieben herren 

Wie fere er mich t&t verfperen 

II Der ritter fprach an der ßunt 
5950 Frowe ob ir mjnen willen nit tünt 

So mögent ir woi fin erfert 

Vnd m&fz üeh totten hie min fwert 

II Die kungin Torcht fo lere den tot 

In finen willen fy fich bot 
5955 Vnd do fy Hnen willen getette 

Do gieng er enweg an der ftette 

II Die küngin in ir felbe gedacht 

Wirt dis für mynen herren bracht 

Das ich es yra felbe tun kfint 
5960 So mag fprechen wol min munt 

Drei bofe ding da von komen 

Das han ich wol Ternomen 

Ich gefchende mynen heren vnd mich 

Minen herren ouch ertzorne ich 
5965 Ouch muß der ritter darummb Herben 

Vnd ich müfie licht ouch verderben 

Darumb fo wil ich mich malTen 

Vnd wil min clagen lafzen 

II Den ritter wol hie mit ben&gte 
5970 Vnd wenn es ym ouch f&gte 

Z& der küngin er wol kam ' 

Des lochs nieman war nam . . 

II Eins mals kam er zu ir hin in ' 

Do gab fy ym einguldin vingerlin(CXXVI6) 
5975 Das was gemacht mit grofzer zier 



iSi Von den fieben wegfm fnejfiern. 

Der ki&ng hatt es gcgdke» ir 

Id rechtoff iMbo mit willen 

{| DcB ritter ttiodit nkmum AiHeii 

An kumytttn ftritrai WM or det tefto 
5980 Er mm fo rtttorüaieD Tnd 1» T^e 

Das in icv king fi» lief gewann 

Das er in lü eyni onirCidiaili nom 

Yber alles fia licbe ' 

Lebt er gewalteidklicli 
5966 No f&gt es fich eina tage» alfa 

Das dar bteg was geU rmi ff o 

Vnd wali r^ted jagen 

Vnd hieri dem maHelialk Agea 

Das er fieh bereit b& hanl 
d990 Vnd mit ym In daa balta «aal 

II Der maifehalk bereit fish do 

Vnd was des rytena Ira 

Vnd als ty geiagtan den gaataen tag 

Ein kldgef brrnne in dem walde lag 
5995 Do wolt de« lufciig rüwea hy 

Der ritter der was /arge» fry 

Der BafM fick neben de» kaag «Msr 

Im warenl muda ftm gelider 

Vnd als er ein wil geTafs (^X VlI d) 

6000 Z& ß&nt er eatllaffBft was 

Ein hant #• laÜ er nabent fleh 

Dar an w«a das tiagerlin ridh 

Das ym die kdagi» hat gegeben 

Das befchowet der kiaig vll ebei» 
0005 Er gedacht ia dma liartae» fia 

Zwar das ift daa idagevMn 

Das ich der kdagiB geben haa 

Hia mit der vitter waaiiaa bcxgaa 

Vnd docbd in an des kdages geberda ^ 
0010 Daa %w mM gafeaie 

Das ftagarüi» gefehea bette j 

za Mnt a» der ftaüe 

Sprach er gnedig hems tthi 

Alle die geHder dia IIa 
6015 Mir alle gar eaillyffaa 

Mich hat ein fiehtage begvfArt» 

Das ich sA ßAa« hejm fit 

Der kdng fptach a* gaffetlel »If wai 

||. Der warrdMib db» Mt^ kager beJd 
6020 Vf fln pfert Mr da IdireCt 



Vmi dm fiiAm weaßBü m/gß^fk 149 

Er reit hüi' «Is Wer er l^rm^ 

Aber über vaUng 

Do man Tm ail ütö noclkft gefebi» 

Do hiewe er drin' da» uMv ieh leli4tr (CKXVII6) 
6025 Zu ßnnt mdeht tk lioli heymlieh* 

Zu der küngiil myiweiislick 

Er fprach frave^ ndment hin 

Wider ^er* Tingerlin 

Tcrn ^ag^ebiM il^ ew befch^n 
6030 Das es der kdn«^ ka« gereUev 

Darnmmb fo biii i^k bonieD boMe 

£ das der IcäDg kdn* vfo den waide 

Vmb das ir nii werdent^ ne feiiandeii> 

Ich wein ea wol er wM erf änden 
6035 Darnmmb lieb«^ firoWe min- 

Ywer rede fottelifr ü Mhfit fiitf 

Vnd alfo er Trloap Dan 

Wider er in* lld g^miKk kam 

Gar Tnladg^ ditaaick 
6040 Kaw der kasg vad^ ^aa ini gaeh 

Z& AiM dr x«r der ktogia gien^ 

Gar KOMailldi er an^ien^ 

Er fprach frofro aof fage inii' 

Das Tingeriin dds k& gib dir 
6046 Das soage mir das wil iek f ekeo 

Die küngine^ die Wa^t z& y*i j^^ 

Min heHbe lidMr kerre inin 

Was fol 4ob Ms diris iint^erKn 

II Der kung fprtck vtf di* Wuw* Äia^XXVIIIn) 
6050 Zönge fneir«^ mir das vingi^inn' 

Oder du m&ft ddrnmaib Ae^beb 

Vnd lailerlichen Terdl^ifb^ 

Die künghi fp^ack* o kerre gern 

WiK2 üwer gndde^ orit in\ eairanv 
6055 Vff flofz ly eiaen feMn 

Vnd sock ketafs' das» Tivgerliw 

Vnd bot es dem kMlge* dar 

Des nam der kimg eben war 

II Vnd'do er ez gaftr w<li befiifek 
6060 Zi der küngin ev A6 fpittck 

O got in kieAsekrick 

Wie iß das irAsgerliä Co gßdk 

Ick gefack ir' awär nie keins 

Denn myn marMnlk der kat ir eins 
6065 Do ick das av fynie langer failk 



180 Von den. flehen wegfen megfiern. 

Von leide mir fo we befchach 
Wan ich wände das es das were 
Das ick dir gab in lieber gare 
Vnd ich was zornig über dich 

6070 Vnd bofen argwan Hcherlich 
Das Tergich ich dir Tngelogen 
Der tüfel hat mich betrogen . 
Die kungln zft dem kunge Tpradi 
Herre es iB nit ein fromde fach (GXXVIII6) 

6075 Das ein guldin vingerlin 

Eym andern mag gelioh fin 
Aber uwem argwan den ir 
Hant getragen gegen mir . . . 
Das mag äch got Tergeben wol 

6060 Darnmmb ich in bitten fol 
Nt hörenft aber fürbaz fagen 
Damach in knrtzen tagen 
Macht der ritter ein koßllch mal 
Er gieng zem küng in den fal 

6065 II Er fprach herre hant ir nüt Temomen 
Mir iß myn bfile Ton mynem lande komen 
Ein wirtfchafft ich gemacht han 
Cwer gnade bitt ich voran 
Das ir myn gafi wollent Hn 

6090 Das knmpt wol den eren min 
II Der kdng fprach ficherlich 
Ich eret in gröfzem fachen dich 
Des fronwete fich des rittefs ßn . . 
Durch das loch zft der küngin 

6095 Macht er fich vnd fprach alfo 
FrSwe ir follent wefen fro 
Vnd tünt Ach ko£lichen an 
Wenn ir muITent in min hos gan 
Der küng euch als wol als ir (GXlIX a) 

6100 Ir mnJTent beide eifen mit. mir 
II Sy fprach was din wille fy 
Dem wonet min wille gern by 
Do es zyt zS elTende wart ' 
Der küng der felben fart 

6105 In des ritters hufe kam 

Der ritter die kungln herab nam 
Do fy der küng erJß erfach 
Z& dem ritter er do fprach 
Sag mir durch die trüwe din 

6110 Wer ift die hübfche fronwe fin 



Van den ßeben werfen, meiern. 187 



Herre es ift myn bille 

Sit das ich fpeng sü fchäle 

Sit ift fy mir liep gefin 

Mit dem fatzt er fy nebent in 
6115 II Alfo der küng in fmem hertseo 

Trig yerborgenlichen fniertzen . 

Er gedacht o got in hiemelrich 

Wie iß die frowe fo gar glich 

Der küngin der lieben frSwen myn 
6120 Das dunckt' mich ein wonder fln ^ 

Doch als fyberiofsen was 

Das macht das er fin felbs rergafz 

Vnd er glonbte dez ritters rede bara 

Denn finen ongcn wilTent das (CXITIXd) 
6125 II Die küngin hnb an vnd rette 

Mit dem künge an der Aette 

Sy fpraeh herre ir foUent elTen 

Vnd follent tiwers leitz rergejOTen ' 

Von tns armen, nement rergnt 
6130 Vnd habent ein guten mut > 

. II Vnd als der knng die felben wort > 

Von der kiingin erhört 

In ym felbe gedacht er da 

O hiemelifche Maria 
6195 Dis wip iß mynr hnfzfrowen fo glich • 

Grofzen zwifel han ich ^ 

Mit geberde mit rede mit allen dingen 
II Do hiefz der ritter die küngin fingen- 
Dem künge das er' gewünne mftt 
6140 Sy fpraeh min hertze das gern tSt 
Sie hüb an gar fnfze fy fang 
Dem künge kam in finen gedanek 
Er gedacht herre got in hiemelrich 
Dife ßyme iß myns wibes ßymme' glich 
6145 loh glonbe das ez die küngin fy 
Doch wonent mir hie die flülTel by 
Do mit fy J>efloiren iß 
Do kam er aber in zwifels liß « 
Vnd getorß niht da Ton fagen 
6150 Er m&ß fin liden heymlich tragen (CXXXa) 
Doch zu ß&nt an der ßat 
Den ritter er do batt 
Das er den tifch baldo danen n(me 
Er gedacht in ym felbe das er kSme 
6155 Snelleklich ■& der bnrg in 



1S8 Fon dm /Mm wegf^H m/^fietn. 

Ob noch da were did kiogi*. 
II Der ritter Tpvich lierve ^ft 
Ir Mient haben gftten ririfil 
Der küng fpiluski abm^ dar 

6160 Lieber oMlBfohaliB n^BV wav 

In der barg ieh eMwIw soft timAe hal« 
HeU tna dMI tildh MnleB ab« 
Die k6ngilt tet^ aacltt dar hl 
Sy fprMh Uebei httfi« mi* 

6165 Blibent fiiv i^nd wefrat frfadeii ?fA 
Der küngin dev ift anidi wol 
In ir Wanvg dtf |jr ift 
II Da fpfadk dm kdag der Mbea friA 
Mi»r4halk gib yafr dn «ade 

6170 Hab den Ufohe vff hehlwde 
Des künges gdlott 6r do totto 
Der kdng «an« Tiloiip an def JUIte 
Vnd gievg; gegen: tfe# barg hin 
Da iwüTohevl deti dev rUter in 

6175 Die küngin AMfen Mrch da» Ideh 

Die kioidev f^ do Ab larfi (a&XX6) 

Vnd tett do andei" Meidev aw 
Hie mit der king ^i iBf kam 
Vnd alsbalde er fy erfaoh 

6180 Er ▼übfirig; fiv nM fj^racb 
O liebe küngin vtyümMUSIä 
Ich hi* •b«fe> gifandet in dich 
Zorn itodanv mal hanr kh dds gei*i« 
Dm foltf mhr irWe ftnre» hur 

6185 II Sy fi^faah UehMr herrO mhi 
Sagent mir ii4e teag' dhv fin 
II Er r^vaeh do ha» ich hM gaMfew 
Vnd hn by den» rititr gioIfcA 
Vif* by draft hübrchM bAlen ffai 

6190 Vnd fpvich da# tff die trÜA^e riiia 
Das kh bU kb» tefftynaan ttM» 
Das dir ie kein wink f» glieh 
Als dir do* rittekP» b&le lA 
An ßimme «i gebärde ai» radf gvlvia 

6(IOi Nütl ziHMwifi ddh^ s^dat «in fM 
Sy fprach herrO^ iß dksi wilr 
So hant ir fwerlichiMv wldet mWi 
GeTüadel das* T«rgitt ichi 
Sprad^ der hüligi #oi0 ivh bk kale 

6200 Ich fcfUid ▼£> de« alrikl taniMi Ate 



Vtm den /Mm unf§fm m&gßem* IM 

BU ich dieii fihe uHrf« tiA 

Ich bekenne dw kh iMiii ftiÜM» (CXSXIa) 

|[Di6 küngi« tpradhi ift d«r frift 

Ir yMtmt W0l te dl* ftn^ ßwk lll 
<£906 Vnd niemant mg k^iMB dMr ihK" 

Er mfis ▼■ »ft den r«elrtea idr 

Dmr foft Clir Mn fdl fdftdMiM» 

BeflolTen Tefte Tdd bertcttltlitfa 

Die Ternfinm Tnd diu gtffohflil dM fWft 
6210 Oach Mr dl# fante« ITMhfyi 

Das dick ein ulhircliei d«k Ond^f li g«llch 

Yß das wülSMt lldierfiA 

Sott denn ein Tingeritli 

Dem andern ftk 011A: glltfb flu 
0215 Als ir onch dWOllA gwlpidalan faiM * 

Ich weit «b hr «■ w*l turtevt 

Er fprach i«h 1m» g»rtiud«t tH 

Ich bfifse « 4b gttt: Wil 

II Nu hSrent aber ala w«dig b«ii» 
6220 Qmt TBlinig« davuaisii m wftfk 

Der ritter hiH ftüiig mit Iftl^ 

Dnrch Ihmi iMibai pvܫ 

Das er in liefs gMidCitf 

Das er t« tetf tisiNlrlei<Ml 
6225 Hett lanir f edleuMt fstmtriDlIidl 

Vnd ü lil dIM idh «iA 

Heym macto ia «lio» tadet lauft (CQl^\I ft) 

Darnmmb hem ftf fiai gedMUI^ 

Aller der dieaB« Td l«l» Ach i« g«leftt 
6230 Gewerent ntSdh Mch eiiper b«ti 

II Der kong fpradi WkM Ih die 

Kft USrent ab«f MriRtAi 

Der rittiv tC den» kiag# fytWlUk 

Minen bfiira di» *«%f gMNiir fiMll 
6235 Die han idit «1 det • geiMiiitftf 

Na bt« Iah hev td Mk- ionHiie» 

Vnd wil üch blttcNtf h«»!« tnfk 

Das ir myneitt'bile« in 

za der küeheft IdMtt wMm« 
6240 Das et* fohtfilft M» ttiilNI g«A>ll«a 

Vnd aü« HMMgIkl» wib» viii Miaiv 

Deß me eren ich ftn lütt 

Ir hende vnd m^ Mkirt^ Ir wmtm 

Vnd lafzent ff Ach tai^ lci««Mn 
6245 Vnd (TibMkt fiM «ftflUIMItf IffMidl 



140 Von den fieben we^en meiern. 

Vor der kilcben das beger ich 

Das wer mir ein grofz ere 

Herre ich biU üch nit. inere 

Der hüng fprach ich wil dich weren 
6250 Ich t&n es ficherUchen gern 

Der ritter der wart ym Teriehen 

Vff welicben tag das folt hefchehen (CXXXHa) 

II Darnach als die hochzyt wart 

Z& Mut der felben fart 
6256 Vnd ftünt der phaffe an getann 

Vnd hiefa fy her für gan 

Das er nach der kilchen recht 

Die e machte flecht 

II Als fy na alle kament dar 
6260 Do nam ir der priefter war 

Er fprach wer gyt hie dem ritter gut 

Die fchone frSwe hochgemftt 

II Zu ß&nt an der felben ßatt 

Der künge her für trat 
6265 Er fprach ich bin fy dem ritter gende 

Vnd er nam fy by der hende 

Vnd fprach da liebe frowe myn < 

Da gelicheß der küngin 

Darnmmb ich dich deß lieber han 
6270 Na wifs von mir 5ne argen wan 

Das da folt wefen mins ritters wip 

Lieb Tnd leit mit ym vertrib 

Vnd tünd ein ander gütlich 

Nit bafa kan; geraten ich 
6275 Vnd als balde er. das gerette 

Do gab er an der ßette 

Ir hant in des ritters hant (GXXXII6) 

Der prießer fich fin do Tnderwant 

Der gab fy do zu famen recht' 
6280 Vnd macht die fach gar fledit 

II Damach sä Bunt der ritter fprach 

Herre nn ift flecht myn fach 

Na iß min fchiff ouch bereit 

Do bitt ich üwer farßeUchkeit 
6285 Das ir tns zu, dem fchiffe geleiten 

VITenn ich mag lenger nit gebeiten 

Vnd fagent do Sffenlich 

Vor in allen das ir.mich 

Habent recht liep vnd wert 
6290 Von üch nit me myn hertze begert 



Fon den ßeben werfen meiern. 141 

Der käng fprach das tun g^em ich 

Gin gröfzers tett ich och durch dich 

II Hie mit was in z& fchilfe gach 

Dem küng gieng vil löte nach 
6295 Den was es allen gar leit 

Das iich der ritter Ton in fcheyt 

Wenn fy waren t jm alle gar holt 

II Vnd als fy zu fchiffe gan fölt 

Do fprach der küng tfigenlich 
6300 Z& der küngin mynneklich 

Mercke mich frowe zu difer friß 

Sit daz ez gottes wille ift (GXXXIIIa) 

Das ich dir den ritter geben han 

So foltü ym wefen rndertun 
6305 Das ratt ich dir mit trüwen 

Vnd laz dich es nit ruwen 
^ Sit er ift din eliche man 

So foltS jn OBch liep han 

Vnd bis ym gehorfam in allen dingen 
6310 Das mag üch beiden fronde bringen 

Vnd do dife rede ergieng 

Die frSwen er by der hende fing 

Vnd gab fy dem ritter an ßn hant 

Er fprach in gottes fegen nu gant 
6315 In uwer fchiffe ir beida 

6ot in hiemel üch geleide 

II Der ritter vnd die küngin 

Neigten floh fere wider in 

Vnd danckten ym finer tugent fere 
6320 Hiemit das fchilf nam ßn kere 

Vnd fy färent do von lande 

Der knng beleih alfo ßande 

Als lang als er fy mocht gefehen 

Sy förent hindis was gefchehen 
6325 II Vnd als dei" küng kam wider in 

Vnd wolt g^nzü der küngin 

Vnd er fy do nit enfant (GXXXIII&) 

Do erfchrack er alzü hant 

Allenthalben äkr ßch fachte 
6330 £r hatt ich felbef nach verflächte 

Yedoch fant er zfi leite 

Ein loch dez er nit enwiße 

Do waz die küngin geßoffen vs 

AUtzyt in des ritters hns 
6335 Vnd als der küng das erfach 



Wo «lir «llmidUHi AiwB« 
Hern 9*1 Ulk 4tck cf fc am i m 
Mm grofM« liita 4iui Ml toi 
6310 Owe ich tQ «npor Wß9m 

Du icii id wwrt c^^nm 

Ich h«« mkl Iclioiie« wip TBfloftii 

Ich wu 4f m fittar vol getwww 

Das lafs Aifili honre g«! iww 
€946 Siaer rede Imw M getollt 

BU idi üiM wlbee l^in llefwiM 

lek gknbl niyne« ongtii idl «I» w«l 

AU fiiMr tv4m TehfOk^yt ▼«! 

Vnd do das ülleit itm M^halieii 
6350 Do begunde dlp keUVradn jelum 

Zu dem keife? fy do ^mA 

Hern haut ir dUI» IMk (C](UIVa) 

Verllaadeii ala iah gofSeil iMkn 

Wk d«r ritter iHitt gftam 
0366 |l Der keifiir «atmifl ir «dlo 

Ja fo werde ich niome? ftr^ 

Der ritttr WM oi» re^likr AJmiIIc 

Sih imgoteiiwor Mk 

Hing an dem g^M billick 
6300 II Die keiferio ff loiofei kenre merekeiil ndck 

Wie wol der kdwg dem riltor getmwol 

Vad ym dnrck liokf «lp liiil> kfiwal 

Nock denn kaMT oo lUleo «fckl 

Der Mko «nfolmw« korawjkkl 
0306 Betrog dio kii^ TOd fiM Fy kla 

Herre au meMkoot myaoa 0o 

II Glich als doi Mbo ki&og do^ 

AlTo gimiktoot ir OH der (olkfo Holt 

Onek dw4ffo Okon npoi^m fere 
0370 Bis da« fy wMbl kringe«ft nupk pin fre 

Ir glonbent oock IT rodo küT» 

Dea« owom ongep ia wiffe«! dM 

Das ir dock fiektopkück getekoo koat 

Wie mick nwor im woU k»l g^fdioot 
0376 Vnd er pMi «ofkiwnpt vnd moryori 

Uett ick da wider nM gefparft ^ , 

So wer ick kowao nnk oiia ore 

II Na iß oiack «ft köreado mo 

Vch gefchicht aock aia gröflipr leU 
0380 Daaa dem kteg« Ton dcw kk ick kaa goC»it 



Vom 4m fitkp^ vMigfm megJUm. t4S 

II Der kaifm anliviiri ir aUlo 

Er Ipipch fnj^e nit rsde «Ifb 

loh fa^Mi dir ndterliciieii Hu w«r 

Ich l^diMdi myiun «agen f «rav 
6385 BaAi äenn der Btei&w W0|^ 

Ich han diu ntde 9^1« gehört 

II Fiiiwa «ofB des tage« fol min fim 

Recht frag aa den galgen iiiui 

Vnd ale die nacht «aweg kam 
6300 Den jßvn Man ah#r her f Ar nam 

Der keifer hiea !■ aher fMni 

Vnd TS sfi dem galgea f(km 

Das Tolk fchrey aber als « 

Owe hAt vnd iemer me 
6395 Des keltes efpiges kint 

Man fehler an ^en galgea biat 

II Mit dem felbea kaip cfi hant 

Der fibeade meifter hev gerant 

Der was der elteß ^nd de« |eft 
6400 Vnd was auch an dejv kftnft der beft 

Vnd ala hald^ er da« kiat erAmh 

Sin engen traffen ala ei^ taeh 

Von groirem jamer Tad fmertsen (OXILXVa) 

So we tett es finevi h^iteea 
6405 II Der knabe fach den meiftev an 

Weinen er fsre began 

Vnd neiget de^p meifter dendtiklich 

Als ob er fprech «eifter fleh 

Wie es fo veeht heito niv lit 
6410 Byte balde weaa es ift syt 

Vad rede mit d^pn matter min 

Das er galdig mi* w^le fin 

II Der meiAet ai den knechte fppaob 

Durch got ait yient tftnt gemach 
6415 Die gottes gaade mlv helffea Ibl 

Das ich dem knaben hllff woi 

Das er des tages ntt ftifhet 

Vnd Tillioht fins rattev iialde erwirket 

Vnd alfo rant er balde hia 
6490 Vnd kam sA dem palaft hia 

F6r dea keifer er dp initt 

Er kniet nidev vnd batt 

Für dea knabea wol getan 

II Der keibr fpnich d« feit euch g«in 
6425 Hia ts zft yn an den galgen 



144 Fan den Sieben toegfen megßem. 

Da foUd hangen by b&fen lialgen 

Der meifter den keifer fragen begaa 

lieber lierre waz han.ich getan 

II Der keifer fprach du bofer fchalk (CXXXV6) 
6430 Dn Tnd din gefeilen üwer aller balk 

MulFent an den galgen komen 

Man fol üch bein vnd arme sertr^men 

Ir hant es Terfchnldeft wol 

Als ich dir hie fagen fol 
6435 II Ich gab dir Tnd den gefeilen din 

Wol redend den fun min 

So was er feiig vnd fromen 

Nu iß er wurden ein ßüme 

Vnd ouch da by ein bofer fchalk 
6440 Er hat zerzerret der kungln balk • 

Vnd ir kleinot alles abgerilTen 

Vnd hat ficb dez geflilTen 

Er wolt ir genomen han ir ere 

Iß das die guten lere 
6445 Die ir mynen f&n geleset hant 

Das er myn wip folt han gefchaat 

Ir hant es nit gefchaffet wol 

Darnmmb er hüte ßerben fol 

Vnd ir alle nach ym gar 
6450 Du wirß es euch wol gewar 

II Des antwurt ym der meißer do 

Herre als ir zetn - erßen fprachent alfo 

Uwer kint das rede niht 

Ich fagen üch was morn gefchiht (CXXXVIa) 
6455 Vor tertien zyt na merckent eben 

Im wirt fin rede wider gegeben 

By mynem leben ich das fprich 

Gefchioht es nit fo tottent mich 

II Der keifer fprach ficherlich 
6460 Wirt das war fo begnügt mich 

Aber fprach der meißer rein 

Ir werdent in nit boren reden allein 

Sünderlich die warheit 

Sol von ym werden gefeit 
6465 Von der fchande vnd müTetatt 

So die keiferin Ton ym gefeit hat 

Herre ich fprich dis für wäre 

Ich zwifel daran nit ein hare 

II Mag üch hüt nieman geßillen 
6470 Das ir durch nwera wibes willen 



Fan den ßeben wegfen megßem. 145 



TSttenl noch hAtto awer kinC 

So w^ent dao ir rerloren finl i 

Gegen goft Tnd gegen der weite ' \ 

Noch eine üch nU enfelte 
6475 Vch mag noch wtra befchehen 

Eine mftfi ich 6ch yeriehelk 

Denn eineß eym ritter befchach 

Der do ein wenig blAtea lach 

Sinem wibe ▼■ eym Tinger gan 
64a0 II Der keifer fprach nn fag an (CXXXVIfr) 

Lieber meifter wie wai das 

Herre dae liani ftt keinen liaa 

Heiflent nwem f An herwider bringen 

Saß fag iche nicht Tor allen dingen 
6485 Vnd als balde herwider kompt der knabe 

Z& Mnt min rede ich anhabe 

11 Der keifer dem Un raffen hiefs 

Z& ßftnt man daa onch nit enliefs 

Wenn der keifer woit onch iMfehen 
6490 Was do mom löite befohehen 

II Der knabe kam Tnnerdrofsen 

Vnd wart nit wider in geflofaea 

Er wart fftft behAt wo er gieng 

Hie mit der meifter fin rede anrieng 
64fM^ Es waa hieror ein ritter gfit 

Der hatt ein junges wip wol gemüt 

Sy waa onch fchöne Tnd Tnmaffen dar 

Er hat fy fo liep fag ich für war 

Das er ir geficht nit moefit enbem 
6500 So ynnenclich fach er fy gern 

II Die frSwe Tnd der ritter g&t 

Eins tagea in kam in den mftt 

Das fy fpilten in dem brett 

Ich weis nit wie der ritter dett (CXUVna) 
6505 One geverde hat er in der haut fin 

Ein deines fcheidmefferlin 

Si fifig einen Tinger Tngenerlich 

In das melfer ficherlich 

Das es gar ein wenig blftte 
6510 II herre got der gute 

Sprach der ritter do er das fach 
Zfi ß&nt wart er fo fwach • 
Das yme gefwant Tnd yiel nider 
Vnd macht nit Tff komen wider 
6515 Das wip ficfa fere übel gehabt 

10 



140 Von den ßeien toegfin nwjfiarn. 

Mit waffet fy im Wde lab» 
Er tett ßn oug«n yff vad %taoh 
Ylent fnelle w«i i«h Inn Cwack 
Bringent mir eitt pneftw hortA 
6520 Vnfers heweit^otte» i«* beg«r . 
Wenn hie ia keib »ff entMiMo 
Ich ßirbe fneUeynd haldo 
Nieman mitr geMIfcii ka« 

Sit das ich gefehen han 
65a& DUs n^n lifibea Unt 

Der fmertze «dn fa^rtae Herben t«t 

II Do ßn knecki dai edSaken 

Sy wwrdfliit «lle gahen 

Einen peiefter; fy de rieffisn 
6530 Wie balde fy . Uu . lie&a (^CXXXVII *) 

Des enhalff leider niht 

i^ns feit dia gefchsebt 

Das jm Co we teJrt ßae wibee fmerta 

Das ym braek ßn getruwee hertz 
6535 E dqf der ptießer kam d«r 

Do was er tott aller gar 

Die mere in die ft»tt eilehal 

Er wart geelaget »ber ai 

In klaget ame Tadricke 
6540 Die frowe gekfik ßek fo jemecliehe 

Das fy au der ftäade 

Kleman getroßen^käsdife . 

Sy fchrey Tnd weinte alltags tegtfek 

Sy fprack-kerre got.ia kieaiehdch ^ 
6545 Ack ick vil e|lleadea Irtp 

Ick vil keOigen iBTsen lip 

Mir iß von leide kefohehen fe ifw 

Das ick fürkafi niemer me. 

Keinen man. wil genemMi 
6550 Phy iek mü& »ick ßn dock fdiemen 

Ick vil ein taxteUfthe f^^ \ 

Nack dem biderben man« min 

II Darnaek mit grober virdikeyti 

Wart der ritter in daa gnO^ geleit » 
6555 Die frawe gehub fo übel ßdi 

Vff daz grabe fickeidlck (CXXXVIU o) 

Viel fy aller ding dae nider 

Vnd volt mi vS üanvider 

II Ir fründe woltent ir vff gehoiffen. kan 
6560 Sy 4prackü. feilt mich ligealao - • 



Fanden /Mm werfen mejfiem. 147 

Wenn ich gelle veiiMieren iiabe 

EA 'btolibendü liib vf dtfem ^be 
II Die frdtfde fpraehenl flrJhre min 

Das hilft et kil di« feie din 
6565 Das ir hie Ughnit vff denk i^tabe 

Mit folich gtoO^ viigehiabe 

Es iü boflfer iv gani fae^ 

Vnd gdbenl aütüfon gnü vmi klein 

Dardi lin feie ya iviffenl das 
6570 Das t&t ftner Men gar vil baft 

Wenn das ir üoh alfb «etteni 

II Vnd üch alhie IMenl 

Sy fprach dwfers rat«s ettf<4gen ich 

Niemer «e llcherticSi 
6575 Ich wil «a «Ter flati llei«en 

Vnd Tnimb fine liebe Terderben 

Vmb nine IMe ehr imch ii^ toi . 

Dammmb ich bilUchto lit dtfe ael 

II De die frdade horten if^n fin 
6580 Do maohtent fy ir ein cleia hü^lki 

Allemeclift hj denn grabe 

Dar in mma ir t#dg vnd gäbe (GXXXVlUfr) 

Ires libes notdwfil wol 

Das man elTen näd trinckeir Ibl 
6585 II Die fründe von Ir fchiedent fleh 

Die frSwe beieib do ficherlieh 

II Nn waz do feibs onch ein Mcht 

Er Mkt ein iltter odbr ein kaeeht 

Wenn ein morder g^fttngeü wart 
6590 So mftft fich der dem der ftirt 

Der herre daz laut befolhbn hat 

Zä ßünl iräpfen an^ der ßätt 

Vnd mfifie die gatttae aacbt traehen 

Wer ea das mit k)eiaen« fAtbetk 
6595 Der tiep würde ron dem goig^n genommen 

so wer der hooptmän kernen 

Vmmb allmi IIa gfit iDraa 

DartzA fo feit fin lip otitth ftanil 

Vff gnade in des kAnges faaait 
6600 Darammb mM einer fin geilant 

Das er des galgen wol htte 

Das er behübe übe riid gfite 

II Damtoih f Aget 'fleh abisr das ' 
Do der rltter bt^raben was 
6605 Des felben tafes vnd der f art 



* y 

148 Von den fiehefi ufegfm m^jftem. 

Oach ein tieb gefangen wtel 

Vnd wart erhangen an der ftetto (CnLXXTKa) 

Der hodptnian fich wapen teto 

Wenn er mit finem libe v^i 

6610 Des tiebei hatten ab er Tolt 
Der kilchoif Aftn« tot der ßatt 
Do man den ritter begraben halt 
Alfo der honptman ron finem hnfe > 
Beyt des nachte» z6 dem galgen Mn Tfse 

6615 II Nn merqkent aber fnrbas- 
Des nachtes es fo kalt was 
Das der ritter erfrieren weit ■ 
Der do des tiebes* bitten folt 
Er geriet fere vmnb fich Ashea 

6620 Ob ym kein heyl mö^ht befohehen 
Das er Heb wermet ettwo 
II Er flach ein liecht do vfawt er Ira 
Das bran In dem hAttelin 
Do die frSwe waz komen. in . 

6625 Der if man geßorbto was'' . 
II Der ritter Tf fln pferit dp Xaa 
Er rannt hin zA vnd kldpflSet a» • 

Die frSwe do fragen began 
Wer do an geklopfflbt hatte 

6630 AlTo redit fpette 

Er fpvach.o liebe frSlre nin' 

Üwer aachgebnre ich bfai . / .. 

Der hoaptmaai des landes hie ' ' (€9L\XIXfr) 

Mich gefror 0» dbel -nie 

6635 By allen minea alten 

Ich mag gar kflm etbitten 
KTme ich nit blilde aä eym f&re 
Minen lip ich Ton froß veridre 
II Sy fprach ich lief« ^ch gern in 

6640 Wolteßü a6ehtig fin 

Vnd wolteß aber hidien aucli . 
Rede die inir nit were zimelich . 
II Er fpraeh frSwe das geloben ich . 
Niemer vntBimlieh wort f^ridien ieh 

6645 Wenn ich mdk wol htfn TemoAmen 
Wie ir her Hat kommen 
Das ir ein heilige friwalmt 
Dax man onch hie merckt Tad fint 
Da« ir alfo hie woUent beliben < 

6650 Vnd üwer alt alhib vertriben . 



Fm dm fidtm umgfm fn^iJhfn. 14tt 

Darch iie liebto Ate ^mm vina 

AUteil Jmi« «a ÜC& t^hva 

II Die frSwe Uefz den ritter jo' 

Er fatstfidi sft dem fuer hin : 
6665 Vnd do er erwärmet was 

II Nu liorent aber tebos 

Wie ee do ergieng 

Der ritter anvieng (CXLa) 

Er fprach o.hertae liebe ff6Wtf min 
6660 Weit es i&i^ gefellfg fin • ^ 

So rett ich gern s& ueh ein wert 

II Sy Tpraoh' gern ich, dos hört 

Der ritter IJprach aä der ünnt 

Mit Trl5p rett »ft dch min mftnt 
6665 ^ad mag da* ine nom fin. 

So fag ich üch liebe frewe min 

II Ir Hnt h^bfch jnng mA wolgebofn > 

Vnd rieh ▼nddarafl Tfzef kon . 
* Vnd ddcht mieh werliph hefte >ßn, 
6670 Das ir giengimt w)de< tn 

Vnd belibflit in nwerm hnfe fitaen 

Vnd gebent alraftfen mit vitaen ' 

Durch üwers inanes feie willen 

Da mit ir m^nig aime mSnfdie. fiUlmk 
6675 Das ddcht mich got genemer fia ; 

Wenn das }r hie weinent vnd lident pIn 

II Die frSwe i& dem ritter fprach 

O rUter hett ich gewiß dife t^fih . 

Als ich Ton ,dir han vemomea * 
6680 Du werft nit her in kommen 

Ich fag dir auc^ a|s andern lt(|ten/ 

Den ich es Tos.oacli.Jcände hetü^en. 

Den ich es vor onch gefaget han 

Du weift wpl das min hiderman (OP^I«^) 
6685 Vmmb myner liebe willen geftorbe^ ii^ 

Dammmb idb onch in difer frift 

Wil yme ^ü liebe hie fterben 

Vnd ellentkUch alhie verderben 

II AU der ritter vernimm di^B . ' 

6690 Vff fin pferit er wider fe» ' 

E» mnt wider .zft dpm galgev^ h^ ; < 

II Die wil. er ufii ^aa gefin . 

Do was der tiep heir ah gefiomea 

Nu bin ich vmmb min gät kopen 
6695 Sprach der xitter do.gar fnelle. 



150 Fmk dm ßUken wegfi^ megfiem. 

Owo ich yriik' amer f^elie 

Vnd ßatt min.Mp ^ 4m küiig«t Imiit 

Des zoTu ymtmi3.%w& reolil bdianfr 

II In im falber gedacht er d» 
6700 Wie wilta oder w<k 

Suchen rat Ymmh üfe Aieha- 

Er gedacht ich mich wider nsche 

Z( der heiligen frSirfla hi» 

Die d» ift in düWm hdttelin 
6705 In dem hilchotfda kik Ttr was 

Die wil i«h frages namh da» 

Das fy ilk h^il^f vmä fromme 

Ich hoif i«. rat afl^ holilb mi» kome 

Et rant Tnello ^der dav 
6710 Do das die Mwo wart gewar (CILLIa) 

Sy fraget wer dö wer« 

Er IJ^räck^leh hin 4«r rittere 
' Der vor oaoh hy ücÜ w«m 

Mit dem Mben er sft ir fiifii 
6715 Er fprach frSwe kt heymlUheit 

Wirt' üoh ettwtts Ton mi» gefoit 

Do gebent mir «wem gethkwen rat 

An libe an git e» mir gat 

II Vnd ich wil üch fbge» «I» wie 
6790 Es iß i^eoht aihi« 

Wfina ein diep Wirt ge^Dgeti* 

Vnd fo er wirt erhangen 

Wirt er rerAoln des aaehte« herabe 

So hat der honptman Itd^ habe 
6725 Verlorn vnd' was er geftiiften mag 

Das vterfeflet dtem herroi vf den tag 

Dar tfk fo Wirt flu U^n 

In des Mnges huit' gegeben 

leh Tage ia^ lidie Jf^Swe myn 
6730 Ais leh vor was hie by dch gefln 

Vnd ich mich wermt by deh ein wile 

In dem felben kartzen eile 

Yü der diep herabe genomen 

Vnd ich bin vmb üb vnd- gSfr komen 
6735 Des diebs folt Uh gehufite^ han 

Ich weis irfa ea mir fol ergan ' (€tLI 6) 

Wenn ich na ein arme man bin * 

II Dammmb lieb6 frSwe min 

So rattent mir terch gdfr 
6740 Wenn rattes dett ndr nit» fö not 



¥m A« /Mm W9gßm naisftnn. tSl 

Die friwo *•»* ▼« HgrM» eü 

Es ia ink dsreh dinoiv wille«' ieit 
. Doch folt& volgen mynem Ȁi 

So veriüreß du w«der lip nöcli gfi* 
6745 II Er fprach tthm^ h* ▼olg« ^*» 15«"* 

Was inrw giiaiie nifr wil enber» 

Ich bin ouch komen >z&' i&oli her 

Das ith TvIgC' üw^vs hertae^ get 

II Sy fpracb e& dem: ijttev gfii 
erSO Gefiele dir eins^ in dinew milt ' 

Das du mich nemll s& de» • • 

II Er fpnKh o fiÄwe ich gert ni* n»e 

Es ift B» Ätb ein gtofie demÄHfceyt 

Ab ir ^A mir hie hmt gefeit 
6TÖ5 Vnd das ir über ein«» ritter armen 

Vch als demtltiicliehen etbormen 

Vnd ück des nit earchemen 

Vnd in z& der e wollen* nemen- ■ 

II Sy fprach nu awifel mi damn* 
6T60 Wenn ich nym keteen «rdeni min« 

Zu der e wenn^ dich ^ 

II Der ritter Fpndk. das Al oqch ich (€lLIIa) 

Die wfl ir lel^ent Jo löl min üp 
Niemer geaemmi kent ander vip 
6X65 II Die frowe zu de« rHter fjprach 
Nn Temym wol die lach 
Vnd lafz :*»« das heymlich ÄlUen- 
Min herre der dlireh myne» Hebe wilUsn 

GeAorben Tnd begraben ift ^ 
erro AI« da ^el weift in dif^« «rift 

G^ftern er erß begraben wart 
Den noch hera^ «&. difer fart. 
Vnd henehe in äii' de* diebe« ßatt 
An den galgen dac iß myn- i»t 
6TT5 II Der ritter fpraeh • ffSwe gfit 
Vch fol volgen gern myw mÄt ^ 
Der ritter vnd die frowe 
Gar mit fnetlei« zowe 
Zfigen herus den iottcn man 

6T80 II Der liltev der Vleng an 

Zä der frSwen er' db llpraeh 

Owe fr&we ich fiSreht^ eln> faeb 

Als der tl»p' gefangen in^art^ 

Do wurdent kil dttpftÄieii ftnrb 
6T85 Zwen zene t^^nan* tfe gutlftgeh 



152 Von den fiebm wegfm megfimi. 

Die er in den nAiide folt tragen 

W6rde difer mit den zenen fnnden 

So fprech man an den Bfinden 1CUII6) 

Das es nit der diep were 

6T90 So lege es mir aber fwere 

S7 fprach da folt dich nit fchemen 
£inen ßein foltü nemen 
Vnd nach yme die felben zene vfs 
Vnd hab da vor keinen iprofs 

6TÖ5 |l Der ritter ein antwnrt bot 
Das tftn ich nit durch den tot 
Wenn do er lebt der fromme man 
Gfit geTelirohafft hat er mir getan 
Dar zä wer es eym ritter ein fchande 

^800 Das ich mit myner hande 
Eym totten ritter das dette 
II Die froire fprach an der Aette 
So fol mich des nieman Aillen 
Durch diner liebe willen 

6805 Wil Ichs tfin vnd nam ein flein 
Der was grofz Tnd nit sfi dein 
Die aene fy ym hernfo treib 
In dem obern Irfffel ym keiner beleib 
Vnd do das do gefchehen waz 

6810 ZS ym fprach fy f&rbafs 

Nu henck in an den galgen hin 

II £r fprach o Hebe fr5we min 

Aber noch eins ich entfitze 

Von rechter forgen ich hie fwitze (CXLII16) 

6815 Wan als der tieb gefangen wart 

Do wart yme ein w6nde in die fwart 
Einer mit eym fwerte ym die gab 
Auch wurdent ym gefnitten abe 
Beide oren onoh ficherlich 

6820 Zarte liebe frSwe mynneklich 
Wdrde difer nn fftnden 
Mit oren rnd Sne wänden 
So hette ich laßer erwarben 
Vnd wer dartzS verdürben 

^^^ II Sy fpraoh z& yme zücfa nfz din fwezi 
Nit bifz fo gar erfert 
Slahe yme in das honpt ein wanden 
Vnd fnelle in derfelben Bünden 
Snide ym onch die oren abe 
6830 Hiemit da denn frieden habe 



Vcn den ßeben werfen me^ßem. liA 

II Er fprach o liaplich frSwe sart 
Nie liebor gefelle mir wurt 
Denn er was do er lepte 
Do Ton min liertse ilo wider 0rebte 
6885 Icli nahen in nit fidierlick 
Ich weit zwar fchemen mich 
Sott ein lebendigper ein totten llahen 
Do würde ich nit vil eren entpiahen 
II Sy fprach lieber ritter min (CXLUIfr) 

6840 Gib her mir da« fwert din 

Durch dinen willen ich et felb tfi 
Do bringet mich din liebe z& 
II Sy nam das fwert an der ftünt : 
Vnd flfige ym ein gtofze wund 
6846 In fin honpt do 4a« befchach 
Die oren man do ab fniden. lach 
Mit ir felb» hant die frowe 
II Sy fprach nn dar dich aowe 
Vnd hencke in fnelle fr&lidi 
6860 Er fprach o frSwe mynnenkHch 
Ein grolTe S^ifg'^ iß noch dahindea 
Wölleaft ir nit erwjfiden 
So wil ich üch mit yrlonp fagea, 

Die swene aU die Icnaben tragen 
6866 Zwüfchent Iren beinen 

Der hat der diep oach keinen 

Do er gefangen wart 

Do wurden- fy jm ▼fsgezart . 

II Henck ich nn difen an fm ßatt 
6860 Vnd fint man da« er die zwene n<^ch hat 

So fpricht man erß er fy fin niht 

So wirde ich dbel vfa gerlcht 

II Die frSwe zn dem ritter fprach 

Vertzagter monfch ich nie gefadi 
6866 So mir fiint Helene (CXLIVo) 

Snide im hernfz die zwene 

Mit einem meifer frölich 

Vnd hencke in denn gefwindelich . 

II Er fprach frSwe das nit befchiht 
6870 Dnrch got heilfent mich« niht 

Ir wüffent wol in difer friß 

Das ein man wenig nütze iß 

One fin gefchirre 

Wee gieng ich des irre 
6876 Das ich es ym vXz fniette 



154 y^ denßebm wegßm megßetn. 

Ich b^«get l^tTOl er^ii da miHte 

II Die froawe 4» ^ n^lSer ndtti 

Vn4 Tneide heriib. dem- nitin- tfie fbbftin 

Vnd irttvff ty ejnem lifiade Mr - 
6880 Sy fprach ^ ym «» fpAr 

Das da mir \ie^ i^ herteen biß 

Dai^h dttb 41« befbbdken lll 

II Nil hettcke iH ttn d^n galgen 

Zft den andern ttaren bälgen 
6885 II Er fprach fr<we nn yntl dbn 

WöUent wir iii griffen an 

Den korper vtid giengen 

An den gafgen fy in hietigeit 

Alfo der ritter erlÄll wart 
6890 Dem ex waz gellsgen hart 

Er behob fin gAt^ Ylid fin lip (€?XLIV6) 

Do fprach lA ym dlrff^be wip ' 

Min lieber trnt gefelie tn^ 

Nu biftÄ erl*ft Von allier pin 
6895 II Nu fdg ieHt dir mytten mftt ■ . 

Das mich ;fnneBkliich dtandcel g^B^ 

Das du fns laf^fi i^akileüen g^ 

Zu der e wilt ich di<^ han 

II Der rifler arit^irnrt ilr aldb 
6900 Fr5ve ich han verlobt gar ho 

Dem almechtig«n lieben krift 

Die wil min hertze lebent ill 

Das ich kein e wip nit mo- njtne 

Dauon fo [)^ffrent nwvr Byrne ' 
6905 Die ftoire erfchrak vnd fprach alfo 

ritler gAt bis frSiid'en firo 

Ich wil dir wöl getrawcn 

Du laßBeß es dich nit rüwea 

Der rftter die frSwe anfach 
6910 Gar fmehlichen er zA ir fprach 

O da fchemHehe frSwe 

Von mir dich ftielh9 zonwe - 

Da bift die bSße ob- alfeti Wtben 

Wer fbh fln zyt mit diV vertriben 
6915 Oder dich z& der e nemen 

Phy der muß fich fchvm^h 

Die wil du dinem e man (CXLVa) 

So fchemlich haß getmin - 

Der durch liebe geßorben iß 
6920 Durch dinen willen in dif6r-frill ' 



Vm «feil ßeien weyfm megßem. 1&5 

Do er dir dinea flnger blAfont nich 

Vor leidfi Ite flii hertio brach 

II De« kftt* er genolfeii kleine 

Nn bitß 7111 mit eiliem ßeiite 
$926 Sin zene Tfs geÜBgelt 

Die oren die er hat getragen 

Mit ritterlfelieni fitten 

Die liaßft ym abgeAiitten 

So haßft an derfelben iHltiden 
6930 Im genagen ein grofoe wfinden 

In fin rittöifiehe« hoopt 

€rot hat dir es nie erlooht 

II Oach haM im jn difer frift 

Vrs gefnitlen da« TehemKeh ift 
0936 Vor den Mwen zft fogen 

Wer folt denn in diren tagen 

Dich neme» bö der e 

II Ich ghmbe du getdß e« niemer me 

Zwar din bofkheit Jbl dir leiden 
6940 Er snckt fin fwert ▼« der fclieiden 

Vnd Mg *dO dem bSfen wfl^e 

Das hSpt her ab Ton Jrm übe 

II Vnd ah da« gefchehen was (€XLV») 

Nn horent aber furbafs 
6945 Der meifier aft dem keifer ^rach 

Herre hant ir dife fach 

Verßanden als ieh han eitzalt' 

Wenn ich der jaren bin aAt 

Min gefeilen die ver&at man baTz 
6950 Von dem fibenden meißer haben! da« 

Ber keifer fprach yß die tr#«ce min 

Di« iß ein fbhilne« bifjpil gefln 

Ich han es euch wol Terßanden 

Pfy des laßers yn# der Schanden 
6955 Ich fprieh dis rü mynen lip 

Das was das aller b^ße wip . 

Von der ich ie gehoit^ftigen 

Von mynen kinttichen tagen 

II Der ritter hat ir onch nit gefehont 
6960 Er hat ir werUchen redil gelont 

Als ir onch zft gehSrt 

Vnd alfo gefehahen dife'wort' 

II Der keifer den meifier an f^eh 

FArlNifz er xfl ym l^rach 
6965 Were es das idi reden hört ' 



158 Van den fiaien wegfim mtgß9m* 

Minen f?n ein ejnig wort 

So acht ich nihft das ich den gebe 

Got mynen lip vnd nit lang lebe 

Vnd morn wil ich in des richten man (ClLVIa) 
e970 Ein gAt teil by mif han 

So fol man mich nit yerßoren . 

Ich wil ein warheit TerhSren 

ZwüTchent mynem f&n Tod der kegrrQvin 

Der meißer fprach ir habent fin 
6975 Der meißer do Trlonp vam 

Zft finen gefellen er do kam 

Sj alle üben nit enlieffea 

Sj kamen a& famenSnoTertrielTen 

Vnd hatteii rat in welicher ßunt 
6980 Der knabe folt reden mit li|iepi nuud 

Alfo nach der meiBer fag 

So was morn der achteß tag 

So n^ocht er reden waz er wolt^^ 

Do mit fiealle wpl henpgt 
6985 Do nn fru der nyorgen kam 

Der knab die .meißer x& ymnam 

Do er fy alle fiben aafach 

Recht frintlieh er z& In fjpracli , 

Yß ez zyt das ich hüt rede: 
6990 Vnd vch vnd mich noch hüte entlede 

Vndzwifeln onch nit daran 

Wenn ich wol reden kan 

Ich weis onch wol was ynd wie - . 

II Vor ym zwen meißer gie 
6995 Vnd einer zfi ie der fiten ; 

Die dry ym nach fchritten (CXLVU) 

Vnd vier Tnd swentzig trftmeter 

Vnd pfiffer vnd feiten fpiler 

Giengent Tor dem knaben hin < . 
TOGO Im zä eren md dem vatter ßn 

Als der keif er horte die mere 

Er fragte waz das were . 

Han feit dem keifer do 

Herre ir foUent wefen frp 
7005 Vwer fvn kvmpt daher gan. 

Vnd wil noch hdt Tor üch ßan . .: 

Vnd vor üwern dienern allen 

Wil ez üch gefallen 

So wil er reden das ir foU^nt fehen 
7010 Das er fprechen kan md iehen 



Von den fieben wegfen megßern. 157 

Der Iceifer fjprach 4as Hut g&t mer 

HeUTeDt in können ber 

AU der fSn in den palaß gieng 

Dm erße Wort da» er an üng 
7015 Do fprach er aft- dem vatter lln 

Herre ratler der Ibhopffsr min 

Der grufzet&ch iemer ewenldlch 

Vnd fia mflter mynneklieb 

Do der vatter da« erfcoirte 
7090 Das der ffin rett die wort 

Von frSnden er viel nid er 

Vnd kam yil k&m vff wider (CXLVIIa) 

II Vnd do er wider Tff kam 

Der vatter daa kint nam 
7025 Vnd wolt das er gerett hette 

II Do fprach der fnn an der Aette 

Herre vatter ich reden hie niht 

Die wil man fSliehen lAff hie Übt 

Es mag doch nieman gehören mich 
7030 Do Ton wil fwigen ich 

II Der keif er finen knechten gebot 

Er fprach nement gelt dnrcb got 

Werffent es in die galfea hin 

Was menglieb werde daa fy fin 
7095 Vnd beilTent fy lonffen ^fa dem fale 

Das wir geborent über ale 

Was min fän fage noch hüte 

Aber awar die tüte 

Ir keines lieff dem golde aisch ■ 
7040 In was allen aü hörende gach 

II Der keifer wart t«n zome rot • 

By lib Tnd leben er gebot 

Das fy fwigen ynd geftillen • 

Bis das fin fSn nach lym- willen . 
7045 Bett vnd fprech was er wi^ 

Darammb wolt er in wefim holt 

Sy fwigen alle fiille do 

Der knab hnb an vnd fprach alfo (GXLVIIfr) 

Herre der kelfbr herre Tnd vatter. min« 
7050 Uwern gnaden wil ich geberfilm fia ■ 

Doeb e ich iemer wort ertaale 

So m&fc die keyferin in. den fal» 

Vnd ir joncfrowea al miiir 

Vmb das aft famen koawn wk 
7065 Der keifev Ihelto nach iv fant 



198 Von dm ßeben ufejfßan megfimm. 

Sy ksment dar alle si lia«t 
Die keiferin sitter I md waa vnfro^ 
Der knabe ßalt fjr «11« d# 
Nach ein ander di« jancfooireii 

T060 II Er fpraoh herre m» foUeal it fohiwea 
Sehent ir dorl ein jimcfrow«. ftaa . 
Die hat dbt gi«ae geiv^int ^n. 
II Der keifer fjpi«ßh ieh (ihe ty Wfd 
Sy iß klftg Tnd iriodea wel 

T065 Ich fag dir an dUier ftat 

Die keyferin fy «Her üeM hatt 
.Der Eon fpraeh- heire valter mia 
Gebiettent Tnd i^reeheilt ez mfifie Cin 
Das fy ßch yfz sieihen vor raa allen 

7070 Vnd da tä ane vider kaUen 
So werdeBl ir tterckeii eben 
Der keirei^ leben 
II Den keSrer et irilnder nam 
Er rpilieh f&n e» wer ein Cdiam (CXLVIIIa) 

7075 Das eitf juncfrSwe >irol getan 
Vor tna allen folt nackent geOL 
II Der fon fjpraeh lieber henre min 
Die ein fache die do ukAfa fi» 
Sy mag mir ßn nit en^fliehm . 

7060 Ich wolt fie e felfoer vfziehen 

II Der keifer ine» daa man ee dette 
Sy wart naeket an der Aette. 
F6r den keifer fy kam 
Vnd ftSnde aldo in giofiier fcham 

7085 Aller menglidh fbeh in an 
Do was ea ein gerader man 
Der fän zä dem keifer fprach 
Herre nn merckenl dife fach 
Der fchalk rnd der rifflan 

7090 Den ir hie fbhent ßan 

Der ift altait hy ir geleg<m 

Er hat ir in der kamerii gepflegfte 

Ea ift onch nit ein wnnder 

Das fy in liep hat befnnder 

7095 Wenn fi ift nie by ym.gewefen 
Denn by üeh £ol cor genefen 
Das wundert mich in hertzen feto : 
Der keifer fprach ^ff all min e<e 
Waz han ich wnsders hie Teffpomen 

7100 Ich mochtwolTon finBeakommatt(CXLyillfr) 



Fan den fiebnn fDegfm megftem. Ifi9 



II Der kdfer «ebott CMlkUeh 

Dm man die keifetiB fiiHearlich 

Verbrant t»4 flik it der biUe 

Des keifen An aher MhSb 
7105 II Er fprach herre aft yleat baUe 

JIKt. Trteil maa fy ?ff enthaMe 

Bis das maa erlare die ^Mcbtikeyt 

Was fchaade fy ndr ImiI tIT «eleil 

II Der iMifer fprach ein« gefchicht 
7110 Sfin ich ^b dir dis igeriabi; 

Wemt es fteda me wiCsbek in dir 

Denn in den andern vnd in mir 

Der f&ne sä dem vatter Iprach 

Herre es fol dil« facb 
7115 An ück maich an mir ait Aan 

Dem gefetzt Tnd dvm gertcht fol maa lan 

Die beiferln Tod iven bnlen zwar 

Bewer idi Xja deiin fte waire 

Das fye t£P mich gelegen bat 
7120 So fi Tor geriebt ilat 

Vnd das fy felbe die vairlmit Tergiht 

Zu ßfbide man dchm ob ir riebt 

Der fftn aber Mfbaik Ipiacb 

Herre ratter meaekent dife üacb 
7125 Als ir fchicktent aach. mir 

Mit der keifortn gebaifz Tnd gir <GXLIXa) 

Vnd oucb nach den meißem min 

Do fahent wir aa der Herne fcbin 

Wer ez das icb ein wiort rette 
7130 In difen fibea laglsn a&il&it an. fiette 

Wer ich an dem llbb Teedoiben 

Ich mW fchemlioh fin geßoüien 

Vad darammb fb bab ich ge£wigen 

Bis es hie zft iß gediegen 
7195 Als ich aa ouoh ^eftngen Inn 

Wie ich folt die kefiferia { 

"Vber Iren willon ffoU han gefcbant i 

Vor abe gelogen ift daa si baat 

By mynen eren Ich das fprich 
7140 Sy reifzet mieli Ahiderlioh 

Daa Ich iren willen tette 

Do TerAaaeht mich ir. bette 1 

Das Ich im nit wiolt-verlieBgea. j 

Herre ich wil esüeh nit lengen 
7145 II Dp fy miae wife Ternam 



100 Van den fieben taegßm megßmn. 

Z& ßflnt fi fich senert tmd knin 
Ir antlit Tnd Ir deider rieh 
Vnd macht das man finge mich 
Da« wilTenfc ir wol Tatter min 

7160 Vnd alle tage tmet man hin 

Mich hinnt sft dem galgen (CXLIK) 

Zft andern türren diep balgen 
Der keifer faeh die heiferin an 
Er Tprach o frow was haßfi getan 

7155 Benaget dich nit mit x mir eben 

Du haft dinen lip einem bftben geben 
Vnd ift euch eine dar an 
Da wolteft mjmen fnn euch han 
II Do der keifer dae gerette 

7160 Die frSwe Tiel nider an der ftette 
Für den keifer ▼! ire knye 
Sy fprach ich gere gnade hie 
Der keifer fprach o da Terflüchtee wip 
Yber alle wip iß din lip 

7165 Verfluchet Tnd gefchent 

Darnmmb din leben fich endet 
Wand da haß den tod fieherlich 
Verfchnldet swar Tierfaltoklich 
II Ich wil dir fagen wie 

7170 Zfi dem erßen haßn hie 
Din e gebrochen hie an mir 
II Dae ander fage ich onch dir 
So haßfl min yril liebee kint 
Gereifxet bü bofxheit die ittnde fint 

7175 II Das dritte fo haßft falfchenklieh 

Dich serkrammet fieherlich (CLn) 

II Dae rierde fei nit Terfwigen hüben 
Mit diner falfohen rede haßfi getriben 
Dae ich min kint tdtten folt 

7180 Dee ich dir billichen nit bin holt 
II Die keiferin den keifer an. Dach 
Z& yme fy demutiklichen fpraeh 
O yfil lieber herre min 
Ir foUent gen mir barmhertsig fin 

7185 Dae bitt ich öch dnrch get 

II Der keif er fprach die gefetstnn gebot 
Die foUent die barmhertaikelt fagen 
Nit andere darfft da darnach fragen 
Der fün fprach herre Tnd Tatter min 

7190 Z& dem galgen ich gelfti^et bia 



tesftmm. 161 



Vmb die Tünde die fy Tff mich Idt . 
Valfchenklich in rechler borzlieyt 
Atiev got in dem htemelrich 
Hat dardi die meißer mich 
7195 Behüt bifz wff difea lag . 
Bis ich fy erlofen mag 
Mit gottee hilff t&n ieh das iiüte . , 
Herre nu mecekent waz ich öcfa betüte 
II Zn dem eraen fetse ich herre min . 
rSBOO Ob ez goUes wille fölle Hn . . 

Das ich by üwerra leptage 
Regiert nach der. keiferin £äge . i (CLh) 
Als Xy mich geziegen hat m 

Ich üünde darnach frug vnd fpat 
T205 Min lieber yalter ob das wisre ' 

Meinteat ir nit das ich nach üwer gero 
Vch von rechter liebe fetzte . j 
Bas ir wol wurden t .ergetzete 
In rechter - Hebe Mtt ich uch das 
7210 Verre me.deHn.mir gfne iish uch bafz ; 
II Des g&tes iifnd der eren ; . . 

Vnd das ir mochtent karen • . 
üwern willen war ir weUent 
O^ne arbeit Jr das haben foiloit 
7216 II Glicher .^ife als ein ritter rchariüff . : 
Der nnen' fftn in das mem' worif . ; ' } 
Den got hehfit in Ijner . acht . . (■. 
Vnd in zfi eym herren madit : 
Vnd über dlis alles nam er dö . .7 
7220 Vatter Tnd mftter vnd macht fy fro :. ' 

Vnd hat fy by jma ir leben ^ 

Nu merekehi aber fürbafz ebert 
Der keif er fprach us finemmufid«; . i 
Gefegenet fy die üonde^ , 

7225 In der da gebern MÄ- 

Du redeft recht in.difer frift 
Vnd redeß werlich wiffenklich . . 
Aber als die, Hben meißer dteh ;. (GLio) 
Die fiben'tage hämtbehut : . i , 
7230 Mit ir- wifeheit da« was gut , 

Du wereft.ianders zwar gediochea 
Vnd Tnfcbnldtfclioh ffcfrdarben. r 
Darummb lieber rQioeletiaii !. .' 
So wöllent wir «Mwh TOof.dicThan ' w 
7235 £in mercküch bif|»il J|«t iVOn dir ; / > 

11 



IM ^^ den ßeben weffm megfiem. 

Vmb <*Ä« »üe gar wir 
Mogeni deßer CroHch fiii '. 

II Der r&n fprach harre T«d Vatt«f wi» 
Wöllent ir ein bifpil h&ren gern 
T240 Des wil ioh üch woi gewem 
Es fal üch nit fin Teraigen 
Ir märrent aber heilFea rwigen 
Bis ioh niine rede vfo gefage 
Wenn da« befchiht vf difen tage 
7245 So fol man denn vor allen dingen 
Das recht voUenbringen 
I »Von der keiferin vnd von mir 
Das ift alles min« hcttten gir 
Z& haut der keifer gebietten tett 
7250 Das man fwige an der Bett 

Na horent wie ez dar nach gieng 
Der fön fin bifpil an tieng 
AU hienach gefchriben Äat (CW*) 

Na hörent fAtbafii wie ei gat 
7255 Ee was ein riiter aw mercbeiit mich 
Der hatt einen fUn t&geiilUch 
Der was fin ainigei kint 
Als ir ouch mSa Tattcr flnt 
Zfi dem evien er ia liep hatte 
7260 Er hefaihe in euch an der ilattc 
Eym meiftev in vpn fromde« laad» 
Der in folt laren maaiger haade 
Das kint lelf^t vil wiftheit 
Für war dl« gefcbrifft das feit 
7265 Vnd al« e« fiben jdre gelort. 
Der Tatter aide begert 
Das er fin kint gern weit fehen 
Das mftft each befchehen 
Der vatter fant jm brieffe dar 
7270 Als balde er der w*rde ifewar 
So folt er zÄ ftnat «ü ym kemen 
Als der fün da« hatt veriwmea 
. Er volgct fym tattet in alleu^dingen 
Er kam fnelle v»d lief« ym lingeit 
7275 Sin frdnde wmrdent ia hertsisn fro 
Siner zikAnfffe froaweten fi ßch do 
II Na wa« der knabe fo wlfa vnd minnachch iClÄfa) 
Da« in dem gantien rieh 
Nüt wiA» mönfehe fanden wart 
7280 II Vnlanga da» nwsh «4 der faarl 



Von den ßei^n ufegfim mmjflwn. IflS 

Safz der vitter mit finev froweii 

Vber tifche na foU^nt ir fchSwen 

Vor dem tifche di^nt der knafce 

Hie merckent wras ich gefeit habe 
7285 II Der knabe was hübfch wol gelegen 

Mit dem leiben kam gefieges 

Vff ein fenßer ein naohtegalle 

Vnd fang hoch mit friem fchalle 

So fufze dae der ritter fpracfi 
7290 Die mag betreten ein frdmde faoh 

O herre got wie wol wer dem 

Der des Togels gelang Temera 

Vnd in'knnde vfs gefagen 

Dem wer wol in difen tagen 
7295 II Der fun aü flnem rattev fpraeh 

Ich yernym reoht wel die fach 

Sage aber ich die warheit 

So Torcht ich mir fint ßreicli bereit 

Vnd das iv mich alle heiffent liegen 
7300 Vnd ir werdent fere mit mir kHegen 

II Der ritter fpraeh si ßnem kinde 

Sag lieber ffin mir gefwinde (€LI16) 

Es fol dir in keinen dingen 

Keinen Tnmut oder fchaden bringen 
7305 11 Dem Vatter antwart der Junge 

Der nachtgallen raeynnge 

Sag ich üch herre "vnd ratCer min 

Yß nit anders gefia 

Wenn das ich von gottes gaben 
7310 Sol gar grofz rieht&m haben 

Ich fol noch fo edel werden 

Das mich menglich eret yff erden 

II Ir gefang bet6tt eins fünderlich 

Das han wol Terßanden ich 
7315 Das ir lieber matter min 

Min hende mir mAflent wefchent fSn 

Vnd mir wafzer daruff gieJTen 

So wirt myn mfitter 5ne Terdrielfen 

Mir die zwehel halten dar 
7320 Weit ich es üch günen gar 

Das ich doch t&ch Tngern tette 

Wenn ich fin fdnde hette 

Der vatter fpraeh das nit befchiht 

Da folt es zwar gebben niht 
7325 Das wir iemer dienent dir 



164 y^ den ßeben wegfen mesßem. 

Vnd foU oach vifxen zwar von mir 

Das da vBib das liegen din (CLIIIa) 

Muft liden des todes pin 

Vnd maß noch difz tages ßerben 

7330 Vnd fchemlichen verderben 

Die nachtgal vnd du hant gelogen 
Des bißS hüt gar betrogen 
Ich vril die nachtgal mit irem fingen 
Dich vnd fy z& lügin bringen 

7335 II Mit dem felben er den knaben nam 
Vnd Mrt in vff das wafzer gram 
Vnd warff in jn das mere 
Der nam dannen fine kere 
Vnd meint er wer ertruncken gar 

7340 II Nu nement aber furbafz war 
Der knabe viel nit zä grände 
Wand er ettwas fwjmen kftnde 
Got halff ym vf einen velfen grofz 
Do fafz der knabe vf trofies lofz 

7345 Zehen tage vnd zehen nacht 

One elTeu er was nahe verfmaht 
Von froße vnd von grofzem h&nger 
II Nu erfach der felbe junger 
Bj dem velfen herfarn 

7350 Ein Tchiffe da lüte jnne waren 
Der knabe raffte die Tchiflute an 
Grottes vnd finer mfiter ich dch man 
Das ir mir hie koment zfi troß (GLIII6) 
Das ich von liden werde erloß 

7355 Do die fchifflüte das h&bfche kinfc fahen 
Zä yme wurden fy balde gaben 
Vnd nament ez a(ä in 
Vnd fürtent ez mit in hin 
Gar in ein ferro laut 

7360 Vnd gabent den knaben z& hant 
Z& kouff einem hertzogen 
Der knabe der wart vnbetrogen 
Wenn in der herre fo liep gewan 
Das er ym z& ßänt befelhen began 

7365 Ein vnd ander vff der fart 
Waz onch ym befolhen wart 
Das bracht er mit wifzheit zem guten ende 
So wife was der knabe vnd behende 
In demfelben rieh euch was 

7370 Ein küng der in hohen eren faf« 



Von den fieben werfen megßem, 105 

Der macht einen gemeinen rot 

In allem finem rieh er gebot 

Dae alle färßen ynd herren 

Die nahen vnd die ferren 
7375 Grafen fryen ritter ynd knecht 

Dae ir keiner da wider gedecht 

Sy folten alle zfi ym komen 

II Do da« der hertzog hat Yemomen 

Er macht lieh yf mit finer fchar (CLIVa) 
7380 Den knaben fart er ooch mit jm dar 

Wenn et fin wifzheit hatt bekant 

Alfo die herren alle z& hant 

Kamen t zfidem künge geritten 
Damach nit länge wart gebitten 
7386 |[ Der künge ein frage Tfz leit 

Er fprach ir herren üch wirt gefeit 
Warummb ich dch han befant 
Das tfin ich üch alhie bekant 
Ich ryte ich gang ich fitze oder ßande 
7390 Wo ich bin in allem lande 

Dry fwartz rappen fliegent mir nach. 
Vber mich z& fchrien ifi in gach 
Mit einer ßymme erfchrokenlich 
Die ßyme piniget fo fere mich 
7395 Dae ich nit weie was ich fchaffe 
So ich die rappen an gaffe 
Ifi iemant Tnder tch allen hie 
Der mir künde gefagen wie 
Was die rappen hie mit meynen. 
7400 Kann mir dafl) nieman erfcheinen 
Das ich ir mjlchte ledig werden 
Den tag gelept ich gern yff erden 
Das mir das gluck befchehe 
Das ich He nit me hört ynd fehe 
7405 Wer mir dez hilffet by mynem leben (CLIV6) 
Dem wil ich min eigen toohter geben 
Z& einem wibe ficherlich 
Vnd nach mynem tode myn gantzes rieh 
II Vnd do er alfo gefprach 
7410 Nieman antwurt im der fach 
Der küng was leidig ynd ynfro 
Das ym wolt nieman fagen do 
Die fache denn fy wüfiens niht 
II Na hörent was der knaba gicht 
7415 ZS dem hertzogen er heymlich fprach 



IM Vm iim fMtmk myfgh mt/yfitrn. 

Herre idh ^effiftü gttr WOl dt« 'IMi 
Wolt der ttXLf^ fbtii^ Hatt 
Die wort di« «> bai g^stttAH 
Ich woU ym die Tache fdgvli 
7420 II Der heHls6g f^l^Ack ich tilüßi dittl ^»li^ta 

Getar i^h daä Ta^ti TdH dli^ «ben 

Der knab fj^tueh itl b^rri» Tf itain leben 

Der hert^og gteiig <eitt küttg« iiin 

£r fpi^cti gaediget herre min 
7425 Ich #eia eiüen gelerten vifen hie 

Der fdl üch woi fbgen Wie 

Vnd üwer fhlge ich aatirurteii "A h)itot 

Ob ir üWto irurt fielte lant 

II Der knbg Tp^ath by myner ktonett 
7430 Ich wil jtA do mit lonett (CLV a) 

Als leb do tor gefprttefaen hall 

Ich wil e^' yili nit ab gänii 

Der hertzog f6rt finetfi knabtott dar 

Ntl nem^nt liber fUf fafs walf 
7435 Der küng su dem knaben fpMch 

Do er in erft anl» Älch 

Kanßä niir hiin lifebe fün 

Minen frageh g^^g g;dth6fi 

Der knj^be fjprach i& herte wol 
7440 Üwer trage ich üch belbheidefa fol 

Daa rappen getbhrey ir f^re hUiTMft 

Vnd ir nach fliegen tfr telt ytl gäll^n 

Herre es fuget finh eihs mals atlVh 

Merkent Xt tttith des ulrere ieh M 
7445 Das dei^ trappe der mäid 

Von dem Wibe den dHiten rappeh gewtin 

Vnd euch iü den felbeti titen 

Was grofz hnnger vnd lidefi 

Das Idte Vnd fihe fbre Uälrb 
7450 Vnd tÜ gef6j;els onch rerdarb 

II De^ dritte ik^^ der junge 

Nu merckent ittyne meynuge 

Der leg noch denn in dem ikehfie 

Die mäter das Vil wol wiße 
7455 Die flog enWeg Tlid Xh^tt fil ligell 

Alle gnade Iras jm von ir reraigeft (6LV6) 

Aber der ^appe der man 

Flog vmtnb vl^d vWtaib waz er l^eWah \ 

Das brabht t!t dem jniigen iti dte« nefehHe 
7460 Der junge lett gtotWeh gebt efte 



Fan de» fi^ben w^fen mmiftern. Hßffi 

Doch in lUf vaHer mft iioi emeiie 

BU ym fin ▼adtni wurdent lierto 

Da« er hema fliegen begSnde' 

II Darnach in karteer fi&nde 
146M>e der hnngev vetgwigan was ^ . . i './ 

Der alt md dea jaqge by ein nnde^ fiiCz 

Do kam die nftter har geflogen • . 

VnA #oMI den jon^n lian s& ir f^iogeii 

Tnd wolt in jn. ir gefellfdiafft lian • 
7470 II Aber do wider mite der man 

Vnd zoch berfür an der fteUe 

Baa if den Cän gpelaflüsn bette 

in-'nner aller .großen net . ^ 

Do iar naelft wa« bangere tot 
7475 DamDHub foit £f vE dü«r ef den . . 

Dee f&na tnit gefirouirM warpien ' • • 

|{Oee trardt 4iie mäter md iraa. i^nf r» ^' 

Z& jrem man (prach ich alfo ' ■ ^ 

Vnd gab ym Mn antwnrt.. 
7480 Weififi nit dae ich in.dev «ebnrt -. 

Hab gelitten gralken Imarteen-. ': ^^' 

Der nflr nodi wo ift$ an mineai.fc^ftini (CLVIo) 

Darummb fol er billkbav mit '>.'.■ \ 

Nach Tolgen- denn dir: . ■. ' 

7486 II Vnd daiyiinaib iliebwr lierre nbi . 

So röllentlr wiiliint im 

Dae die rappen.seh fliegeni nachr • 

Mit fchrlen r&ffen .ilfc in gacb 

Dae ir in ein seobt yrleii geben . 
7490 Da bj £j mSganl m6rBl[en eben . - l -'. 

Weihe« Tttdier in zwein. -'* • < 

Den jangen impfen klein. . 

Solle ziehen in iin ^Celllbbaffl r< >r.; 

Vnd dnz dae vrteü hab fcralll ■ . i ' f 
7495 Gnädiger heite ^dae'iil die fach . • :1 ( i I ^ 

Darummb fy fefarient : mit vngemadL 

Vnd gerent eine rechteb yeteil - '> ; .* *f 

Herre ez wirt üwer beR 

Ir foUent gerecht ▼rteil geben 
7600 So fprieh ich by nunem leben 

Dae ir die dry mp^n f^eCeluBn 

Niemer me das wil ich leben . 

Der küng fpiaehTnunb dae- 

Die mlber fin in netten "FergnCz 
7505 Vnd Oe mit Tntnvwe wni bebaifft 



:>' 






« J • 



168 Van den ßebmi ufegfen megißern. 

So foL £y dca joi^eo ^flllfiehafl 
Mangeton «U ieli. venftaii . . > 
Vnd fol der joitge init.dlBm>vaitar gas 
AU aber die m&tertiita .: - • 

7510 Für BÜhet das £j habe« gi^tteti ^bt (GLVtt) 
In der geburte do fprich Ich 
Die pin Terkert. «ft fröttdea fich 
Aber der man ift der geburt ein fach r 
Nit andere ich hie ^e mach 

T515 Das jnnge er vff gehalten hat 
Vnd es gefpiret frü und fpat 
II Darummb fo gib ich mit vrteils kndR 
Das der junge. in des mattere gefeUfchäft 
Sol beliben. vnd ntt by der mAter £n 

7520 Das dunekt >mich vff die ttdwe min 
II Als die rfippen das Veteil herten 
Mit;gro(ccm gefcfarey fy fidi ¥f erborten 
Vnd flügent ienweg Tfz dem rieh 
Vnd wnrdent darnach ficheriich t 

7585 Niemer me gehört /vnd gefehen - 
Vnd do das'^ivaaallo befehehen 
• • * t : ; Do fprach dise küng «& dem kindo 
Lieber knabe fii|ffiiir'gef winde > 
Wie iß din nam dais fag du mir ' 

7530 Das bitt ich .dkh mit lieber gir' . / 
II Der knabe antwnrt jm ■& haut 
Alexander bin ich gebaut 
II Der küng su dem knaben fprach • 
Min fun'nn mei^e. dife ftioh - 

7595 Ich geb^tt dir Tud wil das han 
Sit du wilt fin miner tochtor man 
Das du denn nemeß fioherlich (CLVIIo) 
Keinen andeim matter denn mich 
Vnd nach mynem tode folt& zu hanl . 

7540 Ein küng fin io Egipten laut 
II Affo> man gefchriben fint 
Das do beleihe dalTelbe kint ' 
By dem künge here 
Vnd kam an fo grofsa ere 

7545 Das ym menglidi g9h piie 
Er tpte lieh ritterlieh mit flie 
Mit ßechen vnd dumieren 
Mit ßrit gen helden sieren 
Man mocht nach uiergant keinen = 

7550 Vinden der mit ym eynOn 



Van den ßeben tpegfen meyßem. 109 

Getorfi techten fö Bark tb4 wifo 

Was «r ^r Bach wunfches prife 

Na was in der syt ein keifer rieh 

Der hiU fioen hoff fo Mrüenlieh 
7S66 Alle kAoge er gar nber krönet 

An geburt vnd an hübfchnt gefefaönet 

Yber alle künge aU man feit 

Was er in rechter warheyt 

In allen landen fprichet man 
7560 Wer t&gent. Tnd gat geberde wil han 

Der mach fich s& dem keifer rieh 

Alfo fprach menglich 

Do Alexander das Temam (CLVIIfr) 

Zfi QAnt er f6r den k6ng kam 
7585 Er fprach herre Tnd Tatler min 

Eins wil idi üch bittende fin 

Man faget von dem keif er Tytns 

Wie f&rftenlich Aand fin hos 

Do. wer ich onch gern hin 
7570 Wolt es üdi gefellig fin 

Vmmb das ich me wifsheit lerte 

II Der kAng fprach nn bifz geerte 

Ich wil dir gelt vnd gofellen s& geben 

Düs'dn macht wol rilich leben 
7575 Doch gefoilet mir eins woL 

Das man min toiditer vnd dich fol 

Vor z& famen geben 

Nach krißenlichem leben 

Alexander hin wider fprach 
7580 Herre lalTent ßan dife fach 

Bis ich- her wider kernen bin 

Was ir denn woUent das fol fin 

. II Das gefiel dem kung onch w<^ 

Der knabe der wart fröuden fol 
7585 Für den küng er do tratt 

Vrloup er in batt 

Er gefegnot alles das do wan 

ZA ßfinde er yff fafa 

Mit vil gefellen wol getann 
7590 Die er folt by jm han . (CLfllla) 

II Zfi des keifers hoff er reyt 

Nit lenger er do beyt 

Do er darkam nn hörent hie 

Er yiel nider vff fine kniee 
7585 Z« ft«Bt fdr den keifer hin 



110 Fa« dem fieben vwgßm m^ftmrn. 

II Der kdfer ß&id trff Tiid kU ia 
Er fprach lieber fan ioli fing Sie leni 
Von wenen biil dn gebom 
Waz wirbeßö hie da« fage mir 

7600 Was ich Temiag dae fajlff ich dir 
II Alexander fprach cfi hant 
Des künges fan tob Egiplen laut 
Bin ich imd bin liarkoineB 
Ich höre fo grofs ere Tnd fremea 

7605 Von üch Tnd nwerns hoffe Tagen 

Das hat vnAA. her an i6ch tfin jagen 
Weit mich nwer gnade eins wem 
So wnrde ich nwer diener gern 
II Der keifer fprach lidber fnn min 

7610 Ich folt bilticher bittende fin 
Wenn du doch fagen ieh dir 
Dn folt a& effende tragen urir 
Vor dem tifche mir eben wart 
So biß& mir liebe Tnd zart 

7615 II Alexander fprach herre min 
Zä ß&nt ich ieta berejt bin 
Der marfchalk gab im sfi Bftnd 
Ein karaer do er jnne wont 
II Zä ßänd als die was befchehen (GbVIIU) 

7620 Dort her wart man ritend fahen 
Des k4hgee föne von Ifinh«! 
Ein lip vnd zwo feie 
Kament do eben cd einander 
Der gftt Alexander 

7625 Was demfelben alfo g^ich 
Man kant ir keiaen ftcheriioh 
Für den andern wiffent das 
Das tnn ich üch alhie bekant 
II Er was Lad ewig genant 

7630 Vnd als er für den keifer kam 
Der keifer fragt in euch alfiim 
Als er Alexander halt getan 
Das folt er in wilTen lan 
Er antwurt jm Tnd feit yai das 

7635 Das er dez küngee fnn was 
Vfz Ifrahel dem lande 
Lndowig er fich jm naade 
Vnd er wolt jm gern faadea wann 
Mit dienße wefen mdeitan 

7640 Der keifer fprach ich hatt dich ^etn 



Vmi dm /Mm tamffrn mmjfimt. 131 

Ich woU dAi TSgera «qbera 

Alexand#rn icii omih entpftuigeii hau 

Der fol Tor myaem 4ifclie Badii 

Vnd fol mya effea mir fw fetsen 
7645 So wil idi didi do si fchetieo 

Das da sä triaokende bringoß ndit 

Min röti daa H befolhra dir 

II Ladewig fpraeb kh bin bereit (GLIXo) 

Zfi Mad ak ir herre haat gefeit 
TeSO Zä haat dar macfchalk irei^rorgt in 

Neben Alexanderfa kammer hin 

Gab er ein kamer jm gar nahe by 

Na merkent ab liebe ich ifceh fy 

Ein ander fy fo glich waren! 
7655 An Aottil imd grof^ Tnd von jaran 

Das man oit inelle afi hant 

Einen Mr den andern kant 

II Ludewig ynd Alexander 

Dia awene gewonent ein ander 
7660 So liep über alle maffen das was 

Ir keiner des andern ait rergaik 

Die wareat an fiercke gar Tnglich 

Alexander waa Aerker fieherlich 

Ladewig iraa kraag ?nd forditrani 
7665 Doch niemah daaon vemam 

Wenn fy awaae allein« 

II Nu hatt der keifer ein techter reine 

Die hiefz Floreotia 

So meeht ym nit lieber fin 
7670 Wenn fy ein einigvc kint was 

Vnd tugeat vnd a€cht fi gar berafz 

Dar sä fchoae irad tnyaneklkh 

Nu hfirent abe» lürbaCk nkh 

Die tochter hatt Ir fondar geoMwh 
7675 Ir juncfr^wen tnd gefynde asan by ir faeh 

Nv bracht man dem keifer alle tag (CLIX h) 

Naeh der anentnre Ikge 

Z& ie dem male ein kt^llhlich eifen 

Vmmb dae man Iblt ttit Türgeffba 
7680 M aa feit ooch raer^ften da by 

Dtta kein herre in dar weit 1^ 

Der ym glkhel an wirdekeyt 

Vnd an grofiier rkhe^ 

II Vnd fo er dee eAsne ein teil genafz 
76fl& äe fprach er «fi Alexander bring dafa 



in Van den fUbm wejffen megftem. 

Miner tochter in jre gemach 
II lio Alexander die toditer fach 
Grofi frönde er do Ton gewan 
Sy fach in oach fedntlich an , 
7690 Eins toge« ooch eine befchaeli 
Das Alezander irrefc ettwas fach 
Das er des tifches Tcrfamefc lieh 
Tnd nit kam fe behendeklich 
Vnd das keiner ßftnd an Xlner llad 
7695 Zfi ßunt Lndewig an Hn ßatt trati 
Er verwafe Alexander 
Man kant keinen Mr den andern 
Ludewig kund onch lin geberde wol 
Noch fdrbafz man h^ren foi 
7700 II Als nu der keifer fin köftelichen Qpife 
Geafz ein teil nach finer wife 
Er fprach xa Ladewigen gang her 
Vnd wände das ez Alexander wer (CLXa) 
Lieber f&n bring das der tochter min 
7705 Trag es in ir gemach hin 

Lud ewig gieng dar an der ßatt 
Die tochter er Tor nit gefehen hatt 
^ Er viel nider yff fine knie 
Mit hübfcher zucht grüß er fy 
7710 Vnd fetzt ir das elTen dar 

II Die tochter nam Lndewigs war 
Z& haut merckt fy das 
Das ez Alexander nit was 
II Sj fprach zft ym myn lieber ffta 
7715 Du folt mir zfi wilTend t&n 

Wie da heifseß Tnd wer du flu 
Vnd wer onch din vatter iß 
II Er fprach ich gern üch das artselen 
Des künges ffin Ton Ifrahelen 
7790 Das iß onch der vatter min 
Ladewig ich genant bin 
II Vnd fi fprach danck dem yatter mir 
Onch wol mufz befchehen dir 
Ladewig neigt fich züchtenklichen 
7725 Vnd gieng wider ymmb ficherlichen 

II Do zwüfchen was für den tifeh konen 
Alexander ynd hatt Yemomen 
Das Ludewig in yerwefen hat 
Zu ßnnt an der felben ßatt 
7730 Hiefch der keifer sä trincken (CLU) 



Van den ßeben wegfen megftem, 113 

Zfi ßfint an alles winckeo 

Lieff Aleiander dar 

Vnd Terwafe ooeh fineD gefellen gar 

Ir keins wart Teriniiret do 
7735 Des waren fy beide fr& 

II AU man no gelTen hat 

Ladewig gieng an der Bett 

In fin kamern vnd leite fich 

An das kette ndierlich 
7740 Vnd wart kräng gar fere 

Nu hSrent firbafz mere 

II Alezander fnelle sa im gieng 

Zn ym a& ßftnt er anfien^ 

O Lodewig gefelle min 
7746 Da feit mir fagen diu pin 

II Er fpraeh ick weifs fin gentxlich niht 

II Alezander fpraeh ich merck die gelchiht 

Vnd weis von gr&nde wol die fach 

Warommb da biß wurden fwach 
7750 Als da h6tte an myner ßatt 

Mins herren tochter dar haß gefatt 

Das effen das ir myn herre fchickt 

Da haß& ir fch^ne erblickt 

Vnd fy s& tU gefehen an 
7756 Darammb fo mMa dis hau 

Wenn din hertse das iß verwont (GLXIo) 

Das feit dir för war min mänt 

Das hat dich kräng gemacht 

Du haß ir fchöne z& vil betraht 
7760 Ladewig fpraeh gefelle g&t 

Da haß werlichen mynen mät 

Verßanden Tnd weiß es bafz 

Denn alle artzat fdr war wifz das 

Da haß es zwar geraten eben 
7765 Vnd ich Yorcht ich verlier min leben 

Alezander fpraeh gehabe dich wel 

Ob got wol es bafz geraten fol 

Dar zfi wil ich helffen dir 
' Da folt wol getrawen mir 
7770 Alezander Ton yme tratt 

Vnd gieng enweg in die ßiatt 

Sins gefeilen er nit vergafz 

mit gelt das fin eigen wafz 

Do koaflk er finem gefeilen Tmme 
7775 Eio haot wehel von grofsem riohtSm 



114 Von den fiehen wegßm nwgftem. . 

Daran was manig «d«! gefiain 
Geniacht mit finen berUa veioe 
Ladewig niht do ^on versahn 
II Alexander s& der feeliter kam 

7780 Vnd gab die sweheln dar st fi&ü 
Von Lad ewigen fy her kompt 
Von mynem lieben gef eilen gftt (0LXI6) 
Sprach Alexander der wol gem& 
Do die tochter das kleinot fach 

7785 Z& Alexander fy do fprach 

Alexander fag mir die rechte mere 
Wo ktmpt Ladewig das klein«»! herre 
Nie finer ding ich erblickt 
Warumb hat ers ir gefehiekt 

7790 Er hat mich doch nit me gefehen 
Denn ein mal das mflfo ich iehen 
II Alexander der aniwort ir 
Gnedige juncfrowe gloubent mir 
Ich Tagen Ach an difer frift 

7795 Sin Tatter ein küag in Yfrahel ift 
Der ift rieh in allen dingen 
Do möcht man ym noch me herbringen 
II O^ch als ir mich gefraget hant 
Waramb er es Aeh habe gefant 

7800 By mir do wiffimt flcheilich 
Das es ym lit fo hertenklich 
Das ich Törcht das er ßerbe 
Vnd Ton jamer Terderbe 
Das kompt Ton rechter liehe dar 

7805 Die er zä üch hat fanderbar 
Stirbt er alfo jaacfr^w min 
Uwer feie müf« daramb liden pin 
Vnd ich rat Ach in g&ten tmwen (CLKIIa) 
Sin krangheyt lant Aeh rnwen 

7810 Durch gottes willen tr&Aeat in 
Das er behabe das l«ben fin 
Sy fprach e Alexander «ft ftfint 
Din rat der ift mir nft geCont 
V^enM das ich myn ere verliere 

7815 Erlafze dich der rede gar fehlere 
Vnd gedenck ßn fdrbafa nit raer 
Das rat ich in trawen dir 
Alexander neigt fieh 
Vnd gieng enweg ficheriieh 

7890 II Darnach an dem «ndern tag« 



Vom Jem ßeben wmif&n megßem. 115 

Nach der anentare Tage 

Gieag er aber ia die ßatt> 

Des in Ladewig aifc enbal 

Vnd kou£Fit ein kleinot noch eins als gUt 
7896 Er bracht es der tochter hochgemät 

Ton finem geCellen Lodewigen 

II Die tochter fach den anblicke 

Vnd do fy das fo koßiich lach 

Zft Alexander fy do fpraoh 
7830 II Alezander mich wnndcrt Ton dir 

Das da fo dick bift by mir 

Gewefen vnd miV nie gedacbtcß 

Vnd mir CSliche rede me afi bracfateft 

Von din felbes vegea das wundert mich (CLXII6) 
7836 In mynem hertsen floherlich 

Alexander züchtenkliehen fprach 

O gnedige joncfoSwo f&liehe fa«^ 

Y& mir nie gaagen n& banden 

Na Bat es wol in allen landen 
7840 Das ein gefelle dem aadem Toi 

Getrowe fin das ftat wol 

11 Vnd damramb gnedige fröwe min 

Dnrch got fo gefehet in 

£ das «r fierbe 
7845 Vnd yon jamer -rerderbe 

II Die toditer fprach gang hin yon mir 

Ich wil Bwar nit antworten dir 

II Alexander gieng aber hin 

Vnd konfft ein kleinot das was fo yin 
7850 Vnd was k^ftlEchen mit rioher Eiere 

Er bracht es onch der tochter fdiiere 

II Vnd do fy das aber fach 

Zu Alexander fy do fprach 

Ich merk wol das Lodowig emft ift 
7855 Das Tihe ich wol st difer frift 

Sag Lndewigea von mir 

Wenn es im Tnd on^ dir 

Gefalle fo mag er komen 

Ich han finen emß wol Tenomea 
78II0 Er fint die tän olfsn llwin 

Er mag wol si mir gana 

Alexander gieng frtlieh (CLXIIIa) 

ZA Ladewig ▼aaevtrofsenklich 

Er l^prach gefolle gehabe dich wol 
7865 Ich wil dich maehea frAadeo vol 



VW Von den fiehm umjffen nmgjUm. 

Das foUA wol getöben mir 

Gut bottfchafil bring ieh dir 

Din lip fol nit fin Terdorben 

Ich han dir erworben 
7870 Der toohter liebe das gloabe da mir 

Sy. hat mieh heiffen fagea dir 

Vnd hat dir alfo gezilft 

Daz da macht komen wenn da vnlt 

Do Lodewig die liebe mero 
7875 Erhört do wai im wie er were 

Von eynem trSme erwachet 

Er yieng an Tnd lachet 

Vnd fprach an derfelben ßant 

Gerelle ich bin wol gef&it 
7880 Da haß fo fere erfrdwet mich . . 

Mir gebriß nit licheriioh 

II Vnd do des andern tages wart 

Ludewig macht fioh tu die fart 

Heymlichen er s& ir gieng 
7885 In folicher liebe fy in entpfieng 
Das er die nacht by ir lag . 
Bis morgens an den Hechten tag 
Vnd wart ein ßette liebe aldo 
Vnd wurdent beide i» frooden fro (CLXIIT6) 
7890 Na föllent ir furbafc glouben mir 
Ladewig der gieng fo dick aä ir 
Das es die diener wurdent gewar 
Sy wurdent zu rate alle gar 

jl Des nachtes fy fich wappen wöltent 
7895 Vnd yfi in warten als fy folten 
Fündent fy das ez alfo were 
So muß es Ludewig ligen fwftre 
Wenn fy welltent es nit vermiden 
Er muß den tod darummb liden 
7900 II Alezander erhörte das 

Wie balde er euch gewapnet waz 
Des nachtes mit ftnen gefellen bellende 
Vnd ßfint des nachtes an ein ende 
Vnd weit f4r fin gefellen ßerben. 
7905 Oder wolt im aber fride «rwerben 

II Das Ternament die diener gefwinde - 
Sy Yorchtent Alexanders, gefinde 
Vnd euch Alezander befonder 
Wenn er waz ßaVk über alle woifier 
7910 II Vnd alfo lielfent fy dar Ton 



Vm dm /Mm wegfeh mesfiem. ifl 

Vnd liefseat Lndewig vh viid in gan] 
Alfo befchirmt Alexander Ladewig 
Zfi aller fi&it lil Tnd dick 
Vnd in den TfAben geziton 
7915 So knmpt ein botte ryten 

Vnd bringet Alexander brieff vnd mere 
Da« fin vatter tott wtre (CLXIVa) 

Der küng in Egypten lant 
Vnd das er liejm kern zd haut 
7980 II Alezander zu der tochter tratt 
Vnd ottch z& Lndewig an der ßatt 
Vnd feit in beiden die mere 
Da« waz in beiden fwere 
Vnd recht innerlichen leyt' 
7925 Vnd aU er in das hat gefeit 
II Zu dem keifer er do kam 
Dem feit er onch alfam 
Da« fin vatter wSre tott 
Er fprach edder fdrEe mir tat not 
7990 Da« jr mich heym latent tarn 
Vnd myn Idt Tnd lant bevam 
Doch e ich dch Terliere befander 
Min riebe das muß e gan ynder 
Der keifer fprach Tff mynen eid 
7935 San da« ift mir jnneklichen leit 
Das da von mir vilt keren hin 
Ich han erik bekaint die wifzheit din 
Da haß dich gen den inynen gehalten 
Das din got miifze valten 
7940 II Doch wil ich nit hindern dich 
An dime erbe TncDan dinem rieh 
Ryt in gottes namen heym 
BedarffI du golde« vnd edels geßein 
De« nym felb wie vil da wilt 
7945 Er fprach got dancke dch fdrüe milt 

Vnd gefegnot den keifer flifzenklich(GLX[V6) 
Vnd vaz do was alier menglich 
11 Der keifer nam fin tochter zart 
Vnd ryttent mit im ein teils die fart 
7950 Vnd do fy fiben milen geritten 
Nit lenger wart do gebitten 
Alexander Trlonp von ym nam 
Befnnder er zft der tochter kam 
Vnd zft Ludewig ouch heymlich 
7955 Vnd wolteut do gefegen fich 

12 



l^lß Von .ibtt /ütm u>6jißm nmfßom. 

II Do v«rt der lochtev Tad. Liiil«wi|; 

Ir lief^liisli«!! ovge» Midi 

Wafzers toI Tod wcipde feie 

II Die tochter Tpiaeli vff alle nin ere 
7960 II Ladewig da UeUer front min 

Dp niaphi wol veinenie fin 

fila« din getrawer gefelle gat 

Von dir dis fcheiden iftt 

Wenn ficherlichen ich Hiigen dir 
7965 Da vereß nie kovnen aft mir 

Wer Alexander geweCm 

Das ich dich hau yrzertefen . 

Das haAn alles von im 

O Lndevig mich vernyin 
7970 Er hat fich Sne din wiEtßm 

Z& drin malen lieh gefliflDen 

Das er hat gegeben mir 

Kößlich kleinot nach mjner gir (CLXVa) 

Von finem gelt gab ors dar 
7975 Das da fin i|ie wArde gewar 

II Onch ich dir jTfgen vil 

Er iß geßandem dick vnd tjI 

Dich z& verhütten oder sü Herben 

Das tut mir leit erwerben 
7980 Do mit die tochter vnd Lodewig 

Vielent z& 4er erden djck 

Vnd weinten fere beide 

Alezander fach ir bertseleide 

II Er hob fich vff vnd fpradi 
7985 Nit weinjont dyrch gpt hant gemateh . 

Vmb da# i^h woa üeh#ri^n wU 

Ir föUent dch fröqwfw vl| 

Vmmb das ich geweltenklich 

Befitzen wil min v|ch 
7990 Hie mit befilhe ich deh get 

Vnd belibent ein ander getrdwe dareh gottes gebott 

Ir zwen geUben beide 

II Doch e ich von hynnen fcheide 

So fagen ich lieber Ladewig dir 
7995 Ein ding foltü volgen mir 

Es fint ietzund wol vier jar 

Das fagen ich dir für war 

Das des hiiegee fin vCi Yfpaaiea laa$ 

Der de Cänrat Uk genant 
8000 Der hat geworben all^yt herre 



In 4ifeB iMff ttm 'k<»ir«ra. . , ifikWh) 
Dar «Mh TOlo toicliteii dftih 
AI« balde er eifert fkliBvlidi 
Db8 ich voB« iHBiifai giofohfläden bin 
8005 £r kompt de« t%lt& gewifs fim 
Wcmn e» wirlit an fBine ftatt 
£r kan furze rede glatt 
Ich warnen dich mfit gatte 
Da wirft dich TOf jm hättea 
8010 Zu des keiftes toohtto gang flehtorlich 
• ^ Kit «le ez fi deim gar ftieiinlieh 
Wenn ich fagta dim ofleabar 
Wirt er diner fachen gowar 
ZÄ Aünt fo yerräget er dibh ^ 

8015 So fierbeaa darnniA ficheHich 
II DaraoMib fo ToAtS Tvrto 
Din felbes VAd di« tochter in lädt hkn . 
II Ludewig fpiraeh getrawer gefelU BnH 
Ich wil dir gefolgäfi fin. 
8020 Aber doch ein»:ioh dkfa bitte 
Das foltä mir ▼erfa^n nichte 
II Alezander fpiraeh lag fdrbafx 
Lieber Lndewig wai ift d*a 
Lndewig f {irach bor&ler srnd g^ell« mia 
8025 Ich hau ein' kofpae ^imgeMa 
Das gab myn liebe adter mir 
Das nym vad hab ea dir 
Vnd trag ez an dem iriagcr dia 
Vmb das du nil Tergeifoft min . (CLXVIa) 
8030 II Alexander fprach frMlich ^ ym 
Gerelle vil gern ich es njai 
Aber myn mdatdir Tergiefat 
Ich wil dia ane dezi^lrgeiren mht 
Vnd der lieben j«ilicfr«wi»:mya 
8035 Er nam >rionp tiid fehreit alfo hm 
Iii E^lp4«r lant fnirileriklioh 
Vnd befarz do fia klhigrieh' 
Vnd alfo für der ftc^rer mit ^m gaCinde 
Wider Tmmb heyii gefwindä : . 
8040 Vnd warent trurfg^ alte gär 
II Do das Cfinrad whi% gewar 
De« künge« fan Tfa Hyfpaäimi länt 
Do kam er zfi dem keifer zfi ^harit 
Vnd kam Alexaadera ßai 
8045 Zu aunt def oraiMivtt liet trat 



180 y^ *^ fieben timjtfen mmffiem. 

Vitd feyt ym dw «» t)y Lndewig l«ge 
Vnd gftt gefellfthafft mit im pflege 
Do Ludevig erft erhörte 
Von dem marfchalk dife vorte 
8050 Grofzen fchrecken er gevan 

Doch woU es der marfchalk alfo han 
Cünrad der merkt vol das 
Das es Ludevig widrig was 
Das es nit was fin wille 
8055 Er gedacht vil vad fweig Äille 

Airo Lndcwig gar lang was (CLXVI6) 

Von der tochter wiffent das 
Er Tchont der tochter ere 
Vnd Torcht Cdnrad fere 
8060 Doch sü lefte do Heich er dar 
Zn ftunt Cftnrad wart fin gewar 
Vnd fraget darnach heymlioh 
Das die tochter wifsenklich 
Mit Ludewig sa fchaffen hette 
8065 Das erfÄr er an der Bette 
Das hett getriben Alexander 
Die fache alle gar befand er 
II Na fdgt es fich sü eynem mal 
Das der keifer ft&it in fym lal 
80T0 Vnd r&mpt Alexanders wandelnnge 
Das hört alte vnd euch junge 
Das der keifer in gernmpt hatt 
II C&nrad her lÄr den iratt 
Er fprach gnediger herre min 
8075 Laffent üwer rfimen fin 

Ir haut in nit recht bekant 
Er hatt üch gar fere gefchant 
II Der keifer su Cftnraten fprach 
Wie iß dem fag mir die fach 
8060 C&nrad antwart har wider vramh 

Herre ir hattent ein tochter f romme(CLXVn6) 
Die nwer einig kint.ift 
Nu fag ich üch in difijr «rift 
Die hat Lndewig, gefchant 
8065 Do halff ym s& sÄ hant 
Alezander vor f il tagen 
Herre ich wü uch war fagen 
Lndewig get noch sä ir ^ 
In ir kamer nach finer gir 
gOOO IJBer keifer fere aorai&g wart 



Van den ßeben wesfem m^sfiem^ 181 

Za Amit Yff der. fort 

So kumet Ladewig- in den Tal 
. Vnd gar Tmmb Tad TDinib i&ber al 

Zft a6nt in der keifer fach 
8095 Er r&ftt ym au ym vnd fprach 

Ladewig höre waz Taget maa.yon dir 

Yft ez war fo gioube wo! mir . 

Din lip der mfifz i^erderben 

Vnd fchemlichen darummb Herben , f 
8100 II Ladewig züchtenkiichen fprach 

Herre myn wae iß die Ijich 

II Der keifer fprach yon Hyfpanien C&nrad 

Von dir öffenlicben gefaget hat 

Dae da myn tochter habeß beflaffen 
8105 Vnd zft einer warheyt wU er dich Hi^affen 

In eym kreifz in kampffes wife * 

Darammb ich dich Idtzel prife 

Ladewig an Conrad fprach ,^ (CLXVII6) 

Sag an fageüä föliche fach . 
8110 Mit vnwart hie yff mich 

Das mocht wol bemwen dich 

II Conrad fprach ich han ez gefeyt 

Vnd iß Goch gantz die warheyt , ; 

Mit mynem übe wil ich dichs weren 
8115 II Ladewig fprach das höre icli gern 

Ich getrawe nit mynen henden . 

Din falfche rede ynd dich gefchep^dfln: 

Ich hoff ich wolle dir tun fo we 

Das du kein jnncfrSwe niemer. me 
8190 Mit falfoheyt beliegen folt 

Dir fol nieman wefen holt 

Der keifet fprach du fwigent ßille>. 

Iß ez nwer beider wille 

So follentir kempffen vft den tag 
8125 Menglich wer fich ob er mag , 

Ladewig dar njich zfi ßunt 

Fant einen klftgen fnnt 

Daa er z& der tochter kam 

Die tochter fine rede yemam 
8130 Wenn er feit es ir alles gar 

Er fprach janefrowe nement war 

O edeler lieber bäle min 

Dis grofs jemerliclie pin 

Hat Alexander mir Torgefeit (CLXVIIIa) 
8135 II Na ratent i& mit ßettikeyt 



ist Von' dßn ftbkm vf^fon me^ftem» 

Wie ich mio ding folle Tftlrefi ttii 
Cänrad ift der fterclieft mftir 
Der iil dif^ lande ift ^ 

Dar z& kan er ^rofz Hße 
8140 Icli förchte er bring mielt in not 
Oder tt fladit mich ßcher z& tot 
y Sy fprach fit da in awifel'bift 
Vnd fdrchteß das er dich tfiberlift 
Vnd ez nit anders ireren mag 
8145 So volg mir ids ith dir lag 
Das Fol dich nit beröwen 
Ich rat dir in trüwen 
Das du l^elle ^n^eft hin ' 
II ZS dem leirer dem iratter min ' ' 
8150 Tnd rprich dir fint brieff Icomen '' 
Daraii habfiü Temoinen ' • ' 

Das din ratter an dem tode lige 
* Ei fchribet das Ich ym nit Terzige 
Er wolle mich fehen Tor fym ende 
81S5 Vnd das ich Icvme fhelle behende 
II Vnd darümmb gnediger herre min 
So wit ich Ach bittende ÜÄ' 
,Das ir mir erlouben vJ^'Hefit ' \ 

Vnd den tag alfo bellellent 
8100 Das erlenget verde daz zile (GL^Vfilfr) 
Zn dem Irampff ich her trider ile; 
Ich flehte mit dem böfeti^icht 
Sich Ludewig wenn das gefchicht 
So da Vrtonp Von m^iü vaiter haß ' ' 
8105 Das da denn z& ßünt nit laß \' ,. * 
Da rineß zu Alexander hin 
Vnd Tprich trut lieber gefblle myn 
Ich bin komen zfi dir her 
Dich grufzet die do iß mins hertzen ger 
8170 Dar zfi fy dich nach bittet fere 
Das du mich vnd ir ere ' 
B^habeß das getrnwet fi dir 
Das du komeß zfi helffen mir 
II Ludewig haßu. mich yernomen 
8175 Heifz in felber her Icpnken . 

Das er hie kempff für dich. ' 
• Ir fint ein ander fo, r^cht ^Mc^ 

In bekennet nieman ficherlich 
■ ' Älhie denn allein ich ' ' 
8180 Ladewig fprach der rat iß g&f 



< > » 



Fite dm /M0M iMgfm megftem. 1% 

Ich fjhpclit aber ilas er et nit ettdtit 

II Sy lyriich rwig et giellef« dleh nie 

£r lat diek aber nit alhie 

II Ludewig i& dem keifer gie 
«185 Vnd Tiel nider yff flne kniee 

Den keifer er flffaenklieh bat <€DXIXa) 

Als do Tor gefcbriben üatt 

Der tag im erleiigert wart 

Do nam Trlewp sü der fart 
8190 Ladewig yad wolt de hin 

II Do Tpraeii der keifer wider in 

Ladewig do Ton hynnen fcheide « 

Da haft foTÜ tagweide 

Hin zu dem-vaiter dia 
8195 Harummb fo foltä hk wider fin 

Vff den tag den ieh dir befeheMo 

Oder es bringet dir hertselelde 

II Ludewig fprach hene mia 

Ir follent gar Sne zwifel fin 
8900 Als ir den tag bmaft gemalt 

Ich kvm ex fy tag öde^ naeht 

Vnd ich wfl zft kanipff bereit fSa 

II Alfo für Ludewfg da hin 

Tag Tnd nacht er nit erwaüt 
8ao5 Vntz er kam ia Bgypien lavt 

Z6 Alexander dem gefeilen fin 

Do Alexander das wart fchin* 

Das fin gefeile komen were 

Er wart f o f ro der mero 
8210 Das er ym engegea gieng 

ZA Unat er ia ymbüeng 

II Er fpraeh Ladewig gefeile min (CtiXIXfr) 

Du folt mir wllkfti* fin 

Nu fag r««Al fablle nlir 
8215 Ob icbt g^refie* dir 

Lndewig IJ^ach herr^ Tnd geMle g&t 

Ich fag* dir was mich bäkümeratit' 

Min tot Ttadnitn leben 

Yft in dm haaff gegebeil 
8220 Wandai« da mir vor hall gefeit 

Daä ift wärTffmylito eidr 

Von CuaiüA TfaHifpanieli iant' 

Der hat mich* veMdgcrt' sb& häat 

Gein dedk JMfbrtad dem b&len* min 
8225 Die d«r ift die toehier fia 



|84i Van den fiebeu wegfim tMußem. 

II Na hat d«r keifer vn« eiaeA tag 

Gemaeht der nit wendig Verden mag 

Do föltent vir Tmmb die vaffbeyi . 

Kampffea das ly dir gefeyt 
8990 II Na iß er ßercker tu dena ioh 

Dammmb hat Florantin micli 

GeheilTen ryten her aft dir 

IHis da 2& hellfe komeß mir 

Ale da euch me getan haß 
8285 Sie meint daz da mich nit enlaß 

II Alexander J^rach gefeile min 
^ Weit ex nieman dan Florendn 

Da« du zu mir biß komen 

Hat es iemant me yernomen (CLXXa) 

8M0 Ladevig f^rach aem es zwar 

Ich nam Trhiap offenbar 

Zä dem keifer ficherlich 

Ich feit jm da« ich 

Wolt zA dem ratter min 
flSI5 Der leg an des todee pin 

Vnd alfo bin ich komen her 

II Hit dem felhen do viel er 

Nider ynd vetnde fere 

Er beforget Florentine er» 
SaSO Vil me denn fln felbs lip 

Wenn fi vaa dae fchönße vip 

Die man in der zyt Hai 

II Alezander hAb in vff z& hant 

£r fprach lieher gefeile min. 
8956 Vff v5lhen tag fol der kampiT fin 

Ladevig fprach herre vad gefelle yfz ervelt 

Der keifer hat mir die tagveide gezelt 

Ich fagen dir f«r die Warheit 

Wie licht ich dife nacht hie beit 
8M0 So mag ich nit m* zit dar kernen 

II Als Alexander das hatt Tornomen 

Er fprach Ladevig gefelle min 

Da folt Ton mir oncb vÜfent fin 

Das ich grofz liuhe habe ze lehalTen 
8965 Morn koment herren ritter Tnd.j^affm 

Die f5llnt mir helffea ein virtfehaft han 

Wenn ich vil vU kilchen gana (GLXX^> 

Mit der lieben firaven min 

Dnroh die ich hie ein kung bin 
89ro Beit ich der hochzit xw bi« mom 



Vm dm ßA$n we^en megflern. 185 

So hafifi ere ynd lip verlorn 

Doch wil ich mya wip vnd n^n rieh 

Vil lieber yerlieren venn dich 

Da mfift aber tan da« jch dich heifs 
8275 So vil ich fdr dich in den krei« 

Minen lip vagen fdr dich 

Nu foltü eben mercken mich 

II Da folt myn ßat hie halten 

Vnd folt des nachtee onch valten 
8980 Zft naffen by der küngin 

Wenn vir ein ander fo glich fin 

Dao man nit bekennet dich 

Morn fru fo foltS knnglich 

Min frave z& kilchen füren 
8985 So vifze das fy alle vol fvSren 

Ich ver felber hie by jr 

Vnd fo fy aber viri geleit zfl dir 

An das bette die küngin 

So foltä mir getrdve fin 
8290 II Alfo Alexander reit fin ßrafz 

Z& dem hiemit ich lafz 

Von Ladevig fagen ich fdrbafz 

Des nachtes er by der frSven vaz . 
Vnd do des morgen» der tag kam 
8295 Ludevig die frSve nam (CliXXIa) 

Vnd f4rt fy zfi kilchen zft hant 
Wenn in nieman bekannt 
Vnd vas menglich geil vnd fro 

Vnd vas grofz virtfchafft do 
8300 II Vnd do ez nacht vart 
An der felbon fort 
Ludevig macht fich an das bette 
Als Al^ander getan hette 
Als vns die anentüre feit 
8805 Die küngin vart nebent in geleit 
Vnd als menglich danen kam 
Ludevig ein blofz fvert nam 
Vnd zoch das.vfz der fcheiden 
Vnd leit ez zvüfchent fy beide 
8810 Das keines das ander hiren künde 
Dar nach zft ßunde 
Die küngin ez fere vunder nam 
II Na hörent fdrbafz vie ez kam 
Ich vil dis lafzen beliben 
8S15 Vnd vil fdrbafz fchribea 



186 Vm dm fietm t»^fm mmtßtrn. 

\?ie et AlMftndnlr gieiig 
Wie ef fiti diHg^ aikTfeng 
Do er kam< zd ^em Icetfere 
Er wunde ez LudeWig were 
8320 Er fpraetl göediger« lierre mtn 
Min vatter lit in grorner pib 
In krangh^t übelr alle maffeu* 
Do han ich in nocfc jnne gelatfen (€LXXI6) 
Doch wil ich die trüWCf inln / 

8325 Vch halten da« fol man fidier Hn 
Der keifer fprath du haft recht 
Es Ty keyrer küftg herre ritter oder knechft 
Was er gelopt das Fol er httltett 
So mag er irol ere» walten 
8330 Als die fochter da« befant 
Heymlichen fy nAch yoi fast 
Vnd ats er erft zi ir gieng 
Frolichen fy in vnittibe viifeng 
II Sy Tprach mit irem rotten munde 
8335 Selig fy die ßünde 

In der da geboren 1>ift 
Sag mir z& ftuilt iri difer fiiß 
Heymlichen nft ffcer.lut 
Wo \MA getan liihtfs heHAen tn^ 
8940 Lvdewig den liehen bfilen ttfln 
II Alexander fl^rach by dtor lUat^ 
YÄ er in Egypten Irtnt 
Das rieh rnd myn w^ llanrin^ fiftet hant 
Alles üat man kennet iii i^ütt 
8345 Er feit ir alle die g^fchihtf 
Als er von im gefcheidenr Wttie 
II Nu horent aber fürbbfö 
Alexander in fiiideVig^ kaW^A'gielig 
Aller menglich in ent^eng ^ 

8350 Als oh et Lndewtg ^eiHö 

6ne Florentin die here (CWXIIa) 

Die kant ib vnd nieman« nie 
Nu horent fdtböffz Wie es gö 
Des morgeit« er für deh' keif^r gteilg ' 
8355 Sin rede er* alfo aüe vieng 

Er fprach herre ich fägfen' voh CÄnriid 
Der alhle vtot t&ch ßäC 
Der hat falfchenklrchcM mifch 
Gen üch verlügeti m6rtlfe}h' 
8360 By mynem eide ich dcb f^^fe- 



Von im ßeim wegfen megfiern. 187 

Vnd by der Aefltgen gefchrifft Tnd lere 

So in der weit g;efciirilien ßat 

So fagen ich dBB er gelogen bat 

Vnd daa ich^wer tecbter zvase 
8365 Nit als yiel als Tmmb ein bare 

Scbande noch laßer habe getan 

An irem llbe daroramb idt Hann 

Alhie Tnd wil das vare machen 

Mit kämpffHoben fachen 
8370 Mit myneiii übe ^ den Tynen 

Do fol man fehen die warheit fcbinen 

Cvnnrad antvnrt im wider Ymilibe 

Da wandeft licht ich wer ein ftvnraie 

Antwnrt ieh nit wider dir 
8375 Durch dieh ich das nit yerüf 

Ich Tagen hie in difer frifi' 

Das fy Ton dir beflaffen iß 

Nit ein mal ettwie dich (GLXXIK) 

Vnd wifz das ich nit errehrick 
8380 Ich wil ei mit roynen faenden bewem 

Wie da e% hanft bewern 

Das ich han war gefeit 

Vnd nym das owA vf mynen eid 

II Darnach zfi ßont ficherlich' 
8^85- Wapnoten fie beide lieh 

Vff ir rofBO ty fafsen 

Ein ander fy nit Tergafasen 

Sy beide nit enlielTent 

Sy Mgent vnd ßielFent 
8390 Ein ander bif^ Tefj^er zyt 

Es wert lange ir beider ßryt 

II Zu jungße reget fieh Alexander - 

Ein nüwen Hß TandOt- 

Per was froyfam vnd kl8g 
8395 Das hSpt er ym her abe flog 

Vnd braeht es der tochter hin' 

Der wart erfronwet ir hertze vnd fynn 

II Vnd fy trag es fArbafz 

Irem Tatter dö er Tafz 
8400 Zu irem vatter fy rprechenbegan 

Herre fehent dl« höapt an 

Das mich falfchklichen TOraten bat 

Der keifer rielf 'an der fltit 

Alexander zft ym herre (ClliKXIIIa) 

8405 Vnd wände das es Kiudewig were 



186 Van den ßeien ufegfen megjUrn, 

Er fprach o li«ber Ladewig ' 
Du haft ritterlichen deo fig: 
Gewonnen des müft& fin 
Mir liep in dem hertzen min • 
• 8410 Niemer ich dich lafsen wil 
Bis an myns endes zii 
Alexander ym antwurt bot 
Herre der aimechtig got 
Wer dem getruwet in hertzen 

8415 Dem wendet er Cinen fmertzen 
Aire iß befchehen mir 
Herre nu fol|ent wirzen ir 
II Vnd wolt es üch in iwern gedanck . 
Ich lierz mynen Tatter fere kräng 

8490 Vnd ylte zu dem kampffe here 
Nu iß myns hertzen gere 
Das ich läge wie ez yin ge 
Vnd wie es vmmb fin leben ße 
Zu ünnt dar nach z& hant 

8485 So kvm ich wider her gerant 
Der keirer fprach ez gefellet mir 
Alfo das da lafzeß lingen dir 
Wider zfi körnende h^e 
Waz denn din wille begere 

8430 Do wil ich dir fin bereit (0^X1116) 

Alexander do nit leng^ beit : 
£r nam Trlonp Tnd reit hin 
Zu Ladewigen dem gefellen fin 
In fin felbs küngrieh 

8435 Ladewig was fro ficherlich 

Kr fprach Alezandei? gefelle min . 
Da folt mir fagent fin 
Wie es Aande Tnib alle fache 
II Alexander her wider fprach 

8440 Ryt wider z& dem keifer hin 

Vnd z& dinem bfllen der toohter fin 
Vnd als da vor haft getan 
Das macht da wider fahen an 
Ich han im gelopt wider zu körnen. 

8445 Darnmmb fo folta dich nit f^men 
Onch macht da dich wol fröwc^n 
Ich han dym widerfachen gehowen 
Das hoapt Ton fynem libo her abe 
Vil gern ich das getan heb 

8450 Ladewig da^clf:t ym fere 



Von dm fi$hmi wegfen tnegftnn. 180 

Mio leben rnd mio ere 

HaM mir behalten dick 

Airo fprach Lvdevig 

Got der volle es danoicen dir 
84S5 Nit liebers mag befchehen mir 

II Alexander Tpraeh got dich gefegen (CLXXIVa) 

Ryt hin nit ftra dich rnder wegen 

Dia wirt wol gedanckt mir 

So vider sft famen komen vir 
8460 Alfo Lndevig nit lenger beit 

By nacht er enveg reit 

Z& dem keifer er do kam 

II Nieman onoh var nam 

Von Alezanders riten oder komen 
8465 Des hat nieman var genoraen 

Er beleibe oneh in fym gemache 

II Nu horent aber fremde fadie 

Als es fehler nacht vart 

Do gteng er mitt der kdngin cart 
8470 Slaffen nider an das bette 

Z& ir füife werte rette 

Gar fruntlichen er fy Tmmb fieng 

II Nq horent fArbaßs wie es gieng 

Sy fprach lieber herre min 
8475 Es dnnekt mich werliehen zit fin 

Das ir mir ettwas liebe ertsongent 

Vnd üwer togent gen mir ftygent 

II Er fprach frowe wie redeß& To 

Die küngin antwnrt im do 
8480 Sy fprach do faant Ir alle nacht 

Ein fwert zwüfchenft vns gelacht 

Das ir mich nie gerfirtent an 

Sol ich das für ^t hau 

II Do Alezander hört die wort 
8485 Die er do gar gerne bort (CLXXIVft) 

Do morckt das der gefelle fin 

Hatt ym getan trüwe fchin 

II Erß antwnrt er der küngin 

Er fprach frSwe in g&tem fin 
8490 Han ichs nit vmmb din b^fes getann 

Wenn ich dick gehöret han 

Das frowen fint der natnr kräng 

Do kam mir in mynen gedang 

Daz ich dich do mit Terf&ehen wolt 
8495 Ich was dir nit defte myar holt 



IM Vmi d0B fioten w^gfon megflmm. 

II Do das erhört dli« kA«gia . 

Sy gedacht in irem fy^n 

Sit da mir das haft getaan 

Ich wils nit YBgerochen lati 
8500 II Darnach so hant rSeag £j an 

Einen ritter fy lie|p gewaa 

Mit dem fjr wart zi vate 

Beide früg ynd oach fpate 

Wie fy den küng ndcbten töten 
8505 Das was ein «ot ob nlien netten 

Vns wifet ouch hie die gefcbrifft 

Das fy ym heymlichen gabent i^ergiill 

Yedoch dauon er nit erAarh 

Aber fin lip yerdarb 
8510 Das der liebe Alexander sart 

Ein fnoder vfs fetzel wart 

Do das die furßen Wurdest gewat 

In dem riche alle gar 

Sy fprachent alle difor vnd der 
8515 Das es nit symliefaeB wer (GLXXVo) 

Das ein rfs fetzel folt rogioren das rieh 

Vnd tribent in yCi frenenlich 

Er m&H rnmen rieh vnd lant 

II Dar nach zfi hant 
8520 Starb der rieh keifer do 

Des wart Lodewig ito ^ - 

Im wart die tochter afi der e 

II Nn horent aber fürbalk me 

Lndewigs yattet onth ßarb 
8525 DalTelbe k^ngrioh er onch erwarb < 

Wenn er der recht »be wafs 

Gewal tiklich er es . befafa 

Vnd daz keifertSfli dar s& 

tl Was nn küng Alesander tu 
8580 Das wii ich üch hie Tagen 

Do er hört in den tagen 

Das Ladewig fo grofa herve waa 

In ym felbe er das mafa 

Er gedacht der lidbe gefelle min 
8595 Dut dir liht oueh truwe fohin 

Sit er keifer worden ift 

Vnd kdng a& ICrahel in difer Mü 

Zu dem Fol idh biUieh gami 
Wenn ieh ettwie dick han 
8540 Minen lip flikr in gefetiet 



Van Jmi ßeten vx^eu meußern. Wl 

Vil licht er mich m Oiwh efg«ti«t 

II Alexander fta«t ?ff by nacht 

Vff die araTs er Hch macht 

In Hn haut einen -Bab er nam (GLXXV6) 
8645 Vnd ein klep|iifer gar bald er kam 

Do der keiCeir was gefelTen 

Des Weges hett er nit TergeAen 

II Vnd do er kam fi&r da« buivg tar 

Do fafsen onch ander TJCsfetael Tor 
8650 Die des almfifen nament irar 

Er fatzt fich zä der felben fcbar 

Dar nach in korts^n ^ten 

Kam der keifer herilohenCchriten 

F4r die 9oti er ufa gieng 
8666 Kdng Alexander (in kleppffer gefieng 

Er kieppffert für die andern gar 

Aber nieman nanai Hn war 

II Dar nach der kiang wari elTea 

Vnd üwer tifehe wae gefeiPpn 
8560 Do klopfft Alexander im die parte 

Dw portener daa «rhorte 

Er kam vnd fragt In. der meto 

Wm ym klepffen4e vere 

II Alexander fprach dfmut».klicb 
8565 Ein armer ^rzfetzel bin ich 

Vnd bit dich darch den lielMen Kpiß 

Der tnfz aller fchopffer ift 

Das dn werbeft ein botfchafft mir 

An den keiCsyr daa ift nuß gjr 
8570 Der portener fpiach was i&. daa 

Alezander rett f^rbafz 

Er fprach fag dem keifer her« (CLXXVI6) 

Das er durch got vnd doceh ere 

Vnd durch kdng Alexandere wUten 
8675 Mir mynen hnnger wolle ßillen 

Vnd ich vor jme fitnen vf der erden 

Bis das ich gafpifet w^d^n 

Der portener fprach In difer frift 

Dn törlicher Tacho hegerode hiü 
8580 Wenn der fai der ift gezieret wol 

Herren ritter vnd knecht fitzet er vol 

Sehent dich die Tor mynem herren fitzen 

Sy würdent vnn dym vnlnft fwitzcm 

Wie wenig fi dich da jmin Jielfent 
8585 Vnfüberlich H dieh her m AleiCkrnt 



IM Von dmifiehm umgfim megfiem. 

Doch in difen divgen 
Durch got wil ich fdr i« brisgen 
II Der portener fi&r den keifer gie 
Vnd viel nider tif fine knie 
8590 Er fprach herre Temement myne wert 
Es fitset ein Tfsfetsel an der perl 
Der ficht gar erfchrftgkenlich 
Vnd hat durch got gebeten mich 
Vch sA Tagen in difer friß 

8595 II Er bitt üch durch den werden Kriß 

Vnd durch kdng Alezander in Egippten lant 
Des hat er üch fere türe ermant 
Das ir ym gdnent sfl fitien vff der erden 
Vor nch tot tifche md ym laffent werden 

8600 UWer alnftfen vor Aeh ift elfen (CLlLlCVIfr) 
Er hofft got folle es nit vergelTen 
Als balde der keifer vemam die wort 
Vnd er Alezandem nennen hört 
Er fprach er mag nit fo fnode gefin 

8005 Du folt in noch den lafsen in 

Vnd bring durch got den fiechen man 
Heis in Mr mich her in gan 
II Hin lieff balde der portenere 
Vnd bracht den fichen dem keifere 

8610 Vnd fatst in fdr in jn den M 
Das wundert menglich über al 
Vnd do der fiohe gelTen hatt 
Do rflifl er an der ßatt 
Des keifers diener einem her 

8615 II Er fpraoh durch got ich an üch ger 
Sagen t dem keif er dem herren min 
Das er durch get Tnd den gefeiten fin 
Der do Alexander Iß genant 
Bittent in Ton mir sü haut 

8690 Der kvpff der ror mynem herren fiatt 
Do er US getrftnken hatt 
Das er mir den toI wins heifi geben 
Das in got lang lafze leben 
Wand ich trunck darnfs euch gern 

8625 Der diener fprach ich wil dich wern 
Durch got TU dings befchicht 
Ich i^trcht aber das befchehe niht 
II Der diener zfi dem keifer fchreitCGLXXVIIa) 
Des fiechen bolTchalft er ym feit 

8630 Do der keifer remam die wort 



Vnd AkaaAdMtti BMiseft hol« 
II Br fpBMk füfUieh na ayng kin 
Deo koplf TB« i& daf ui 
Des heften wille |q kh Itan 
a63ö ¥nA güi in d#m furmen n«n 

II Der dienM braelit 4«i luipff ^ dar 
Nu toenwiit *ber färittfi iNit 
Do det wki %(f& kan 
Der vfofotoel liet Ute hub 
8640 Ein kolfitr Udn«» ▼tegevlin 
Das ym d«v gefoUe fid 
Hatt g«lNNi e dat «r kofer wart 
An decMfcen fast 
Leit er M ia den kopff Mn 
8645 11 Er Tpracli tA dem d!en«r «aMle iiiia 
Den koppff Mt& hw widetf tagen 
Vnd foU da »ii diaem kenNA TageA 
Da liege dar jnne ein viagarlia 
Das fol er kefehaveadet fia 
8660 Ob er es bekenn* vol 

II Der dienatf fprüdi fll gtra ick M 
Den ki»pff mjmem kenran tragiea 
Vnd ym dk homtokmm foge« 
Als aneh aft ftont do kefekaab 
8655 II D^ der kailar das ▼iagtrUn fadi (GLlLXVIlfr) 
Er bekanfe ea b& ftan( 
Do wart flaa kertsen gnurt 
Vnd alle fi« adem kawegot gar 
In ym felba naai er wwr 
8660 Er gedacbl dorek den ifckan gat 

Eintwedefs kmg Alcmadir der Ift tot 
Oder aber dar vfafetzig nwa * 

MäTa ym da» viagnt li« veMloW» kaa 
Vnd hies gebiUaa by übe vad lakaa 
86« Vnd da» Sj all« daraff warlent eka» 
Das er aiC Tfo den» fail kima 
E er die reebl mara Tenaettia 
Er wolt onck Talbar sA yai gaan 
Vnd wolt in «adi^ wol n^rftanii 
8670 Als balde man gaffen katt 
Der ketfer gieag a« der B$it 
Zfi dem vrifateal aUkoda 
Vnd fürt ia a» aia f n4a 
Das wnndart die 16te aUe fero 
8675 II Er fprach Tag imk a41a ^jn ara 

13 



IM Van dem fiam^tomfßm mtgßmm. 

Wie btaft s& dem «iiigeflui' kMMi 
Das hett 1611. gern Ton dir Tenienien 
II Er antwart im hetre imo 
BekenBent ir dae fingerliii 
8680 Der ketfer fprach ich bekenae ea ebea 

Idi'faall ei Alezandem geben 

Durch liebe dem lieben gefellen min (CLXXVma) 
Gab ich dnrch liebe die vingerlin 
Der fiche Tprach ich Algen nch war ^. 
8686 Ich Idgen 6ch nUi Tmrab ein har 
Der Alexander dem ir es gabent 
Von dem fetben ir es onch wider habent 
Ich Tagen nch rff die tmwe min 
Das ich der felbe Alezander bin 
8690 11 Der keifer fo fere erTchrak 
Das er rft Aer erden gelag 
Er Tiel nider als er wer lott 
Owe der grof^en not 
II Sprach der keifer de er tf kam 
8695 Sin kleider er do nam 

Vnd siirelfi tj alle aft male 
Er weinte THd hat lo grefa qnale 
Das mengHch des wundert fich 
Das fin hertse nit fpilte fieherlich 
etW \\ Er rpraeh b lieber Alexander sart 
Wie iß din edeler lip verkart 
Wie iß dir lieber gefelle gefchelMn 
Das foltft mir alhie Teriehen 
Alexander im antwurt weinende 
8705 Herre das bite ich üch befeheinende 
Als kh den kampir für 6ch ßreit 
Vnd ir in rechter getrowekeyt j 
By^myner fr^wen riieflbnt die wiie 
Vnd ir an demfelben alle 
8TI0 Mir-ertsoDgent *weir tmwe giofa(CLXXVII») 
Vnd ir alle naciht ein f^ert blof» 
Leitent zwöfclient i&eh beide 
Das iß' mir kernen sft leide 
An mir fl das hat gerochen ^ 

8715 Vnd hat ir e gebrochen 

Mit einem ritter den fi nam 
Mit dem fi euch tikber kam 
Vnd fi hant beide «Ä fammon geßillt 
Das tj mich hant alfo Tergilll 
8720 Vnd bin in Tfsetaels Orden 



Vhn den fiebern teegßm megßem. IM 

Vnd bta oueh ▼erAofseii warden 

Vrz »yDem grofzen kangrich 

Mia faertze mSoht ze fpalten fleh 

Von grofzem jamer den ich han 
8725 Owe ich yil armer man 

II Do der keif er die rede hört 

Er fprach sü jm manig fhkntlicfa wort 

Er küa in vad fprach alfo 

Bröder ich bin mit dir vnfro 
8730 Vif min feie ynd vff min ßerben 

Mocht aber ich dir erwerben 

Das dir benem din leit 

Dar zu wer ich dir bereit 

Yedoch fo lit dich ein wile 
8735 Ich vi! mit fneller ile 

Nach den heften artzaten fohicken 

Ob n dich mögent erquicken 

Da« wolt ich gern geleben (CLXlIXa) 

Zfi hant wart ym gegeben 
8740 Ein herlich kamer zu fym gemach 

Do ym vil gut nat befchach 

|i Onch bat in der keifer rieh 

Das er nieman liefz fehen fich 

Vnd fnnderlieh die keiferinne 
8746 Es bekrenkt anders ire fynne 

Wand er ir altzyt gehelffen hatt 

11 Alfo kament an der iUtt 

Wol drifzig artzat jdng Tnd alt 

Der aller kanft was manigfalt 
8750 Do der keifer die artzat erfach 

Zfi in allen er do fprach 

Ir lieben gfiten meißer min 

Ich han einen frünt der lidet pin 

An finem übe mit jamer grofz 
8755 Er ifi der Tfzetzel genofo 

Mogent jr den generen 

Uwer gAt das wil ich meren 

Das ir mir es danckent iemer me 

Dfint das'beAe das üch glück an ge 
8760 Sy fprachent gntdiger herre min 

Sol es billich ynd rnnglich iln 

So fagent wir öch in kartzer friß 

Ob dem fiechen ifi helifende iß 

Dar naoh n zft ym giengen 
8765 Sin waifer fi entpfieagen (CL\1IX6) 



Tod griffet in 4mI pnlft tU «bai 
Si wardent d«ni keifw anlviirt gdbea 
Vnd fpvMli edelar lierre tad keifer ridi 
Wir fageiil üch GdievUck 

8770 Vnfer aller mant Adi daa Targiidift 
Dem liehen i& bA lielffen aidift 
Mit iMiae« arftaeny di« wir finden 
Got wolle in Cäß denn enkinden 
Do der keifer das Temani 

8776 In grofa ttwrike^l er kam 

Alle nn fröttde vaa am benomen 
Er hiee onch z& ym keman 
Vil armer läten Tnd ^eißliclie manne 
Vnd wenn fy kament ai ym danne 

8780 So bau er fy geMwelkh 
Das fy got van kiaaMlricii 
Bettent das der fich würde gefnni 
Dar keifer bette eneh alle Anat 
Vnd faßent Tnd gab Dbte dnrdi gel 

8785 Das er dam fiahan külff Tfk nal 
AU Alexaader eine nachtea lag 
Vnd euch fina gebattea pAag 
Do kam ein ftyme Ten geito vnd fpradi 
Alezander vernym dife fack 

8790 Die keiferin hal fünff kühfcha kini 
Die ir Tnd keifer Ladewig« finl 
Töttent ir die mit finen he nd an (GSUlLlLa) 
So mSchl er wol din Hclieit wenden 
Wenn wdcftA gewefohen mit dem biftt 

8795 Din lip wirt wider rein Tnd gol 
Daa foltA wol gelanbea mit 
Nit anders mag gakelffen dir 
Do kdng Alexander Temam dia wart 
Vnd es gar eygeaUcken horl 

8800 In Im felber w da fptash 

Es aympt nit das iak dIfe f^h 
leman fage dife grikweUaha« wart 
Das ioh fy habe tob gaite gakart 
Wo Iblt man einen fynden 

8805 Der Tndar tII kinden 

Joch nit HM 4enn einen f&a cottAtta 
Es wer ein net über aUe aotte 
Nn feyt die ftymma Ton fünfftn awar 
Die keifer Lndewigs fint au« gas 
aotO Hla mit lieh Alaiander wider Idt 



Vmi 4tn ßMem ufegfim m$sßem. Wt 



Er firäig ■Monui «r nilit miMt 
II Dar keiCtr ncff 96t fore «■ 
Wenn er moclit f« tiI syt Iuib 
So bette er tag vad nacht 
8615 Da« get ijme gefeUen gebe macht 
Zy dem lefien kam mwh wA yne 

Von f n Cer m Imh«! got ein IjuiMj 

Z& keifer Ludewigen fy do fpiadi 

Ich ha« veraemen wol die ÜA (CLXWb) 
8820 Was rfiffeß miidi fo fere an 

Alesaadam ich dodh gefaget hnA 

Der weis den irege User gidantheit 

11 Do die ßynmie hat da« geMt 

Vnd al« der keifer das Temam 
8825 Zft ßaat er afi Aiexaudem kam 

II Er rpneh gafoUe ich hin si dir ktomen 

Vad han von gette das Yemomea 

Das du wol weift wo mü dir 

Z& helftsmie Tj das Ciige haldo mitf 
8830 Da foiteft mira lang han kant getdmi 

Ich bin doch wnerlieh in dem van 

Das d« Bit feUeft T erba r g en 'vor mir 

Als ich onch ie getaan han dir 

II Alexander ad dem keifer fpcaeh 
8835 NU lant dch wandern diCe faeh 

Das ich die Tcrfwigea haa 

Wenn es gat ^di fo fwerlichen an 

Das es nit «ü fagende iß 

Der keifer fprach i& der friß 
8840 Alezander trat gvfelÜB min 

Sag mirs dmch die tmwea dia 

Alexander nit iengef enbeiti 

Von got die fiymme er im feyl 

Er fprach die ßjrnmie d^ mir kaat 
BB4& Ich mScht nai werden gefant 

Es wer denn das ir QW«r fdnff ki«ie (CLXXXIa) 

Die awar Tad der keifSnrin (iat 

Tottent mit ein ander gar 

Vnd das man «n denn neme war , 
8850 Minen lip xi wefehende mii irem blnt 

So wdrde myn Up rein Tnd gat 

II Sit es na nil aimlieh iß 

So fweig ich ftille ia difer friß 

Wenn filtent f r dwere ftmff kiada tfitten 
8MS6 Bas wer ein not ob attcn nette«. 



a 

US Vom den ßeben werfen fMgJUrn. 

, T«4 fi&ndevlieh dareh myaoi willes 
^ So mocht Sse got das nieniftii ßilleo 
^' Vwer feie würde Terlorn 

'So g^rofs würde gottes som 
flMO II Der keifer sA Alexander fprach 
Ich mereke tiI woI dife fach 
Min lieber frünt da getmweft ml mir 
Für war wil ich fagen dir 
Hett ich fünff ynd aber fünff kial 
8M5 Wie liep fy mir alle fint 

Sy mnftent Ten minen henden Aefben 
E das ich dich liefke Terderiien 
^ Hie mit der keifer gieng ¥oa dan 
Weynende als ein tmrig man 
8870 Der keifer ym ein ftnnde für nam 
Vnti die keiferin sft kilchen kam 
Vnd mit ir alles ir gefinde (CLXXXU) 

Der keifer gieng gefwinde 
Alleine da die fünif kinde lagen 
8875 Vnd ires ftfaen flaifes pflagen 
II Do fi der . yatter flaffeode fant 
Do loch er Tfs der fcheiden s& hant 
Ein melTer das gar wol f^eid 
Nit lenger er dar nach beid 
8880 Er fneit den kindem ab die kein 
Eym nach dem andern an Teln 
Das blflt er in ein afiber entpfieng 
Mit dem er s& Alezandern gieng 
Vnd tett in baden in dem bl&t 
8885 Do wart fin lip rein Tnd gAt 
Vnd als fchdne als er ie wart 
Doch erfchrack er fin fere hart 
II Do Alezander wart gefnnt 
Do kant in der keifer xft ßnnt 
8890 Von rechter liebe er in erwnß 
An den backen er in k&ft 
II Er fpraeh Alezander gefalle min 
Erß ich dich bekennende bin 
Got ly gelopt Marien kint 
8805 Vnd die ßnnde da jnne fint 
Min lieben ffnne geboren jnne 
Vnd mir got gab die fynne 
Das- ich in an tette den tott 
Vnd mynem gefellen halff ^fs not 
8000 Nt hörent aber lürbafs (CLinUa) 



Vm dm yiito» wßgfm m^jjßfrn. IM 

Alles du ifl hoff« wfti 

Du wÄß alle« bie Tmnib nilU > 

Vminb Alexander vad der kinde gefoUbt 

k\n der keifer in ganli gefönt fuh • * 
8906 Z& Alezandem er do fprach 

O Alezander gefelle min 

Na mache dich balde von mir hin 
' Fonff milen von difer rifire 

Vnd fchicke an fiatt balde vnd fohiert 
8910 Einen knecht her von dar . : 

Der öffenlichen hie fage mir 

Von diner aft küafft fp wU ich 

Zä ßunt vnd faelle bereiten mich 

Ich wil nit Icnger bitten 
8915 Ich wil herliehen gen dir ritten > 

So belibeft da denn by mir 

Bis das got.nach tnfer gir 

Dich andiscfv» 'Ottwie Terficht ■ ■ :i 

Got iat dir yageholffen nicht- 
8990 II Alezander bereit Hch 

Vnd muht enweg fleh heymiich ; . / 

Der keUer im onch nit Torsech : ; <: 

Vil Volkes er jm : heynilich loch \ \ i 

Alfo f chick t er her irider b& . Aaat ^ 
89S5' Dem keifer er verknnt r . < «V;^ 

Das er das verneme ' 

Wenn er zi ym kerne , 

Do die keiferin du vernam (CIiXXXlI6) 

Ji9M Alezander ir gefelle kam ,. 
8930 Si fronwete fit^h vnd fprach < 

O lieber herre dife fach . 

Gefallet mir vimiaffen wol . : '. r 

Das ich küiig Al^zapder .feheo fol ; 

Wenn ich in lang aü nit gof^heta han: 
8985 Vnd zwar es iß ein Iromer ma>i - 

Herre ir follent nit lenger Mtim. ... 
' Ir follent gen' üwerm gefeUen vi|#a •• 

Hit euer hibf eben gefellfch«i^ ^ 

So wil ich onch mit myaer. kxaffti ../ 
8940 mit jaacfrow^n vnt mit frowea,. ; - ". e 

Gren im riten vnd, in fchowen 

Noch, dena fo w^A fi' nit die aot ... 

Duir fÄnff fun waaren tot ' - 

II AUo fy ritten vff. die fart : • . ., . 
8946 Nieman bafz entpfi^vgev^wart • : : / • : 



Von aller menglM» i^r iJI« 

Alfo fi kaiMoiit Im #0« id» 

Als »1 sÜ «i irilbiiii» imut 

Do invl «iHdMiM 4Id keifMo mwI 
SMO Vnd den keifeip gefelst da» 

Alexander der gcürdw«» gar 

Die kttlfeffti ei%otl iai gfoib saefcl 

Die werde myaneklkke ftmchl 

Ate tl %7 yu was gefelAMi 
8066 Si fneid ym Mke fdr lln elTeii (CLXlXnia) 

Des was akev der keifer foo 

Zä der k«iferltt fpracfc w do 

O hertee liek« frtwe floreiitiii 

leh frSwe miok MudoriMi di» 
8900 Das da knag AloMandem fe Mnitkh ttft 

De« da iemer geofiefl^a mllft 

Si fpraeh tU Heker kerre min 

Ir Tnd ick Mleat im« MüekoD frfinirent fia 

Wenn er kat !lck gvkolAnf Pero 
8006 ZC ower wirdikeyl wnä wt 

Der keifet lyrack Plorealia 

Da kertae fieke kofit Mw lufa« 

Ick kitt dick kdva wiaa ^wwt 

Seke da den yfoetifigoa dort 
8070 De« andern tage« ßfeiaa tor «ir 

Der donack fin« ke i ta oa gkr 

Tf« mynem gAten koffff traagk 

H 9f 4>nick ia «r w<ar fc»e knmgk 

Ick gefkck tareinem mdaMvea aia 
8076 Sit ick gekora vart ie ^ad fo 

II Der keifer fpvaek frhn Mte nleli 

Got fy da Tor «ireakHiik • 

Das e« diCw Aleaaadeif wore 

Dar swAldMWit f n« filaot naek ▼nfer gere 
8060 Na mödit er idt weffAeB Titoe 

Denn tt^ rnymmt fIkafP fdwen aüeiae ' 

Da« Mfln d(e alle tOltea folt <ClilLXl^III6) 

Tnd in mit den klAte weltekea weit 

Na fag «itr lieko fr&we irar 
8086 Sit er dir tiep iß raaderkar 

Na llig mir Mwe ^il gtiiidt 

WolteM tvnnk Alexaadenr gefbathcAt 

11 Verkengen da« laaa diae MalT fraa iot 

Si fprack kOiM fb keiff atir gat 
8000 Vad katft itih driflknt fttaff kf ado 



Vmi im ß0i€U vmjffm m^gßem. 201 

IRle liep nur doch die »jnea AiC 

Die woU udi e Mlwr U^tten 

S Ich llezandeni liefi in mUten 

Das er tneoier irurde veis 
8095 Ich wU «ftoh fkgea wie ich da« mein 

II Wer kÜBg* Alexander eiaeft gefiorboi 

So wer fin art gar Tordarbea 

Vnd m&cht oit herwider icomen 

II Hett der toU myne f&iie genoaien 
9000 So fint j«Bg ir Tnd ich 

Got hdlff tna nach vol i^fc^Hr*^ 

Sit wir beide fo jong Jiat 

Dae wir gewinaea ander hiat 

Dae mSchl Alezandem nk beliehen 
iNI06 II Der kaifer If raeh Mwe idi wü dir veriehea 

Vad wü dir fidMr Ihgea wäre 

Vnd liegen nk aia Tamb eia harn 

AU ich dee andern tage« afs 

Der Tfzetzel der Tor ^ms fiifs 
9010 In dem fal dM Mieat jr (dJULUr«) 

Frdwe na foiieat ir glenben mir 

Dae was difer kdng mte gdWe 

Der afanechtig got mno Torgebea wolle 

Durch lln liden Täd fin not 
9015 Min fdnff ftue ieh alle tot 

Vad wftfch In mit inyner Idndan Mit 

Got ir feie habe ia hat 

Tnd do mit haa ich ia erwert 

Da« mt hie fttset vnneiTefi 
OOiO Ala die ammea hortent das 

Vnd alle« da« vor deai tifidke was 

Mit grofsem gefchvey fi IfilfoBt hin 

Aigar zfi der kamera lo 

II Do fio idn fcaaMttt an der fiette 
90S5 Do lAffeat die lande TWinb das bette * 

Daatsen-Taid fingen 

Vnd frolichen Ijpringen 

Vnd fingent nü ander« die fcint imm 

Denn «ne Maria graHaiwm 
9090 Piena doomm« laenm 

II Die ammen vnd das gefiade iiier al 

hültent Aielle «fi dem keiner iä den fal 

Vnd feiten jm die liebea mere 

Da« den idaden mit enwere 
9085 Vnd 4i wwrent nüe firifeh vad gefast 



202 Van den ßeben umgfrn mmißmm. 

Do IMent tj «lle i£ der ßfbt 

Keifer küng ynd.die keiferiane 

In fröHchem fynne (ßU%\\l\h) 

Alles da« gefhide Tnd jancfeSwen 

9040 LüfflSent alle das wunder fchiwen - 
Da« got darch ir getmwekeyt 
An die kint hat geleit 
Des lobtent fy got fere 
Damacli jemer mere 

9045 Als das aeichen gefchehen was 
Nu hSrent aber fdrbafa 
Es fftgt rieh gar fehler darnach 
Das dem keifer warft fere gach 
Vnd er erwarb ein grofzes her 

9060 Kdng vnd Mrften er ermant ir ere. 
Als beide fy fin boUfchaflft Temfiaien. 
Das fy alle sä jme ktmen 
Vnd mit ym zflgen in fremde lant 
Sy kament alle gar sä hanC 

9055- Küng Alesander Trl5p nam 
Von der keiferin tägentüun 
In Egipten soch er hin 
Mit im der keifer der gefelle fin. 
Der halff ym willenkHeh 

9000 Das ym wider wart fin rieh 
II Darnach fiiellet er fin fynne 
Das ym würde die knnginne * 
Vnd onch der rittcr Ir bäle 
Er fnrt fy Tnfrüntlichen z& fchüle . . 

9005 Als ieh üch hie tän bekant (CL3LXXV«) 

Wip Tnd ritter er Terbrant 
Als das befchehen was 
Nn horent aber fdr bas - 

Keifer Lndewig.eln fwefter hatt 

9070 Die gab er sä ßnnd an ßatt 

K6ng Alexander dem gefellea fin • 
Die was fehöne froBie vnd. fin ' 
II Vnd do ym das kikngrich wider warft 
Do reit wider heym der keifer aart 

9075 Vnd beleih küng Alexander do 
Sy warent fin alle fro 
Er hilt fich onch fere wifskllch 
Vnd über want fin yinde ritterlich '■ 
Er t^tt onch nieman wider, recht . 

9060 II Vnd do er was in fiaer f;roCien utehl 



Von Jen ßeben wegfen m^ißem. SOS 

Do gedacht er an finen vatter do 
Vnd an fine m&fter die anderfwo 
Ferre warent yon fym lande 
Z& jnen er ein boUea fände 
9065 Vnd enbott inen da« fy fich rieiaton fSiten 
Wenn er Tnd fin gefinde die weiten 
O^ne swifel elTen mit inen beiden 
Den tag hatt er in onch befckeiden 
Er fchreib ez in dodi ßfint nit dar an 
9090 Das ß in wöltent ertrenckt han 

Vnd als der botte sft dem ritter kam 
Vnd der ritter die mer Temam (CLXXXV6) 
Der ritter fprach mit finem munde 
Dis iß ein reieklich ßnnde 
9095 Das der edele knng here 
l^ns t&t foltche ere 
Das. er by -fns elTen wil 
Das ilt tns arm«i Mten aft tQ 
Vnd fy gedachten wenig Tnder. in 
9100 Das er ir kint feite fin 

II Die m&ter aft dem betten fpraeh 
^ns gefellet jnnenklichen wol die fach 
Sag mynem herren dem ki&ng alfo- 

Wir fient fin in hertaen fro 
9105 Nit liebers kan er tns getftn 

Wenn wir hant fin ere ynd rim 
Der botte do nit lenger beite 

Z& dem kdnge er wider reitt 

Vnd feit ym die mere 
9110 Vne fro der ritter were 

Der Viag lenger beit nit mer 

Er macht fich Tif mit grofsem he« 

Vnd reit hin aft dem lande 

II Der ritter ym engegea rande 
9115 Mit finen fründen ritterlidi 

Vnd entpfteng in flifzenklich 

Er ßflnd Ton dem pferde wides 

Vnd viel iff fine kniee nider 

Do mit bott er dem känge ere 
9120 Er wdße nit das er in jn das mere (diUlLVIa) 

Vormals geworffen hatt 

Er wülle onch nit. an der ßatt 

Das der kdng fin fftn was 

II Der k^ng finer tftgent nit vergafo 
9125 Mit »Achten vnd mit witaen . . 



2M Vm ihn fMen wegfen mej/flmm. 

Hiefs «r in widmr Tff fitzen 

Sy rittMit air« mit eine 

Nebent ein linder aileine 

Bis fi knment mi de« ritten hu« 
9180 Die mbb&t i^ng goB jni Irarm 

Vnd viel WT die erden iddev 

Der Ung fcflb fy ▼« wider 

II Do fi in entpfhngen hnit 

£r limtfet ^«n der ßatt 
91S§. Sie Tprach gnediger Kerre gAt 

Sieh fronirei niB hertse ?nd min mAi 

Die ir by tns ^fhm irollent 

Ich weis nit wie wire Terdienen folienl 

II Do die koß wae bereit 
9140 Der ryter es dem Mnge feit 

Der küng fAr den tifoh icam 

II Der ritter baUv das gieCirfae nan 

Vnd weit dem lo&nge waffer geben 

Die frfiwe emch \mm ISeh^ne Tad oImb 
9145 Vnd nam der haat sweheln war 

Vnd hat dem künga dar 
k\m der kihig das enfaeh 

In ym CeÜMor er da Ijpraeh (CSiXXXVIft) 

Er gedacht der aachtgaüea gefang 
9150 Ift erft erfüllet dea liab fi daag 

Als ich «ym Tatter iwd miter vor han gefeit 
Des findet üeh in die warheit 
Wolt ich ee in Terhengen hie 
Nu horent aber fdrbai wie 
9155 II Der kdng eym aadern rittor rieff 
Gar fnelie er dar ileff 
Er Ipraoh ich t(n dir befcaat 
Nym das giefoaafz Tfa der hant 
Dem ritter vnd gib wafser mir 
9100 Onch hiefs die aadera iwiffen dir 
Das die frSwe in dienjle« eaber 
Da« ift m^ wille vnd aiya ger 
II Der ritter der fia vaftler was 
Sinr kl&gen vade aoeh nk vergaa 
9165 Er IfNnieh a liebev heira ndn 
Wir beide Hn nit wiedlg fin 
Difen dieafi laAat ^hm veilbringaa 
Es ift tns ein ere ia allen dingen 
II Der kdng fprach »eh die nit «ndft 
9170 Wenn ir fint beide vi alt dar ad 



Van den jkben wegfen mmjftem. 

Dm dienßei fiUenl ir Ach maffion 

Ick wil et ück beide erlaffen 

All der k^Bf^ z& tifiJie fkls 

Siner tr6we er nit vergafi 
9175 Den yatter fetsi er vk der rechten hanl (CaUXXXVÜa) 

Gar eben ir die Aicke verfiaat 

Z& der liegten fiteD die miter fafs 

Vnd alle die if tie nan afz 

Wat fj deaa beide kfinden 
9180 Mit Mudea an den ßünden 

Dem künge wnluß vnd froude 

Dae taitea fy mit Villen beide 

Do man na geflen hatte 

Do nam der ki&ng aa der ßatt 
9185 An ein kant den vatter 

An der andern haat katt er 

Sin m&ter an der kende 

In ein kaaieni an ein ende 

Fdrt er f! beide mit jm hin 
9190 Die aadetn bieri bmui kie nc na 

II Der küag tj beide aa Tack 

Zft in beiden er d* fprach 

Ir follent beide Ikgen mfe 

Ob kein kint kabent itf 
9195 II Sy fprackeat gnediger kene neyne 

Wir kabent IVa nocb teckter kein 

II Der kdag Tprack mi fageat aür 

Gewinnent nie kein kint ir 

II Die frSwe deni ktegv aatwart bot 
9200 Wir kalten efaieB fon der iß tel 

Vor yil kiren dae befehath 

Der küng aber fdrbafs fprack 

Sagent mir all nwer ffln verdarp(CLXllXVII6) 

Wee todes er de tarb 
9205 Die frewe die fpiadi Clekerüch 

Er ftatb redit ▼emöHlikliai 

II Der küng Tpraek ficker awar 

Vnd fageat Ir mir Tnwar 

Vch gefchiht alt kie lA lAtt 
9210 II Do der rttier eikert die wart 

Er fprack gnedtger kerre der küag rick 

Waraanb fragest ir fo eraßlidi 

Nach myoi fm aU er daa gefpraek 

11 Der k^ fprach e» ift alt iite fach 
9215 Darommb fo fageat mir hie by 



SM Van 4«n fiebrni werfen megßerm 

<Wie Äwer fm geßorben fy 
Vnd fagent mir die varheift 
Oder et mfi« üch beiden werden leit 
Vnd ir mfifzent dammmb rerderben 

9220 Vnd eins fchemlicfaen todei ßerben 
Do fy Ternament des. künget rede 
De erfchracken fi tbel bede 
Das der küng weit wifieb den gmnft 
Sy yielent vff ir kniee b& ftdot 

9225 Vnd battent gnade durch JhAii Krift 
II Er biet fy vff ßan an der frift 
Vnd fprach fagent die varheit ■& ßiknt 
Wenn mir iß etwas worden k&nt 
Das ir nwern frn hant ertottet 

9290 Darnmmb fo werdent ir genötteft 

Mit 4le8 gerichtes gewalft (CLXXXVlIIa) 

Dar an werdent ir geßalt 
So wirt mit recht üwer beider leben 
Eym fchemlichen tode gegeben 

9285 II Der ritter fprach gnediger herre min 
Üfper gnade fol tns gnedig fin ^ 
Begnadent tns tÜ armen 
l^ber tns dch erbarmen 
Üwer gnade ich begere 

9240 Ich wil üeh fagen die rechte mere 

11 Wir hatten einen fTn das iß ettwie lang 
Nn ffigt fich yon einer nachtigaUen gefang 
Das er fprach R fdnge alfo 
Das er folt komen fo ho 

9245 Vnd er folt als rieh md edel werden 
Vnd als meohtig Tff difer erden 
Das ich Tnd die m&ter fin 
Der gemahel ich hie bin 
Wir mußent im dienen vnd walTer geben 

9250 Ob er es verhengt herre merdcent eben 
Dammmb ich herre fero lomig wart 
Z& ßnnt an derfelben Hart 
WarfiP ich in jn des meres grnnt 
Das er ertrancke su ßnnt 

9255 Der küng ift in beiden fprach 

Dis was ein grofi füaderlich fach 

Was möcht üch böfes davon komen 

Ir hettent fin doch ere vnd frommen 

Ob es loch war were (CLXXXVIII6) 

9260 Snß habent ir füntlich fwtre 



V&n dem ßeben we^en mefffiern* SOI 

Gerundet wider gol Jhfiis Crift 

Gar torlich es getan ift 

Wer fioii ßellet wider got 

Vnd nit haltet fln gotlichs gebot 
9265 Mit recht wirt hie fln lop verlorn 

Vnd dort gewint er gottes 20m 

II Die frowe vnd der ritter alt 

Warent trurig manigfalt 

Sy weiaden Tnd gehubenft übel fleh 
9270 Vnd battent Tmoib gnade flifseldich 

Das er in barmhertzig were 

Pnrch got .vnd finer mfiter ere 

Do der küng iren rüwen fach 

Zu in beiden er do fprach 
9275 Ir lieben fronde nn merclcent mich. 

Uwer beider kint bin ich 

Den ir wnrffent in das mere 

Got darch finer mfiter ere 

Vnd durch fine. heilige barmhertzikeyt 
9280 Halif das mir gefchach kein leit. 

Die flnen er noch nie yerfmacht 

Zfi grofzen eren hat er mich bracht 

Do n hatten des künges wort . . 

Wol vflinomen vnd wol gehört 
9285 Do vielent iy nider erfchrockenlich 

Vnd bekantent erß recht fleh (jGLXXXIXa) 

Das fy übel hatten getann 

II Der küng hies fy wider vif ßann 

Er fprach ir fdllent lich furchten niht 
9290 Kein arges üch hie Ton gefchii^t 

Mit demfelben er zfi inen gSeng 

Vatter vnd mfiter er ymmb vieag . 

Er helfet Tnd koße ty beide 

II Die zwey Ton rechter fronde 
9295 Weinten fere bitterlichen 

II Der küng fprach durch got den riehen 

So laffent uwer weinen fln 

Vatter da vnd die mfitter min 

Die wil ir lebent ßcherMch 
9300 So foUent ir wefen über mich 

Ich wil üch Tndertenig fln 

Wenn ich.üwer kint bin 

II Alfo f&rt er fy in fln küngrich 

Vnd hilt fy ir lebtage herliche 
9305 Nt horent aber fürbafs 



S08 Von dm ßebm wegfen megßem. 

Der knabe icf^tn kdifen fin WU9 

Der di üben meifter batt 

Der fprach ze« keifer aa der Halt 

Herre rmd lieber Titter mia 
9310 Hant ir myn rede genonien in 

Die ich Ach kau alfade gefe^rt 

£r fprach ffin ▼fl myae» eid 

Ich han nie kifigev diag gehjirt 

Der f&n fprach fo hdrent noch ein wmrt (CLXXXIXfr) 
9315 Zfi gtloher wife ale mir goU 

Durch fin gAttlicb gebet! 

Hatt me lere ^rnd wilaheil gelben 

Denn eym andern nerchenfe »ich ebea 

So wolt ich üch doch ßefaerileh 
9320 Vngem 'ferßofsBea von owotdi rieh 

Vnd das ir mir ei battenl geM» 

Willenklich by ürwwm lebe« 

So vil ich daa bj Ghriftna fwem 

Ich het! dch gehalten in groCaea erea 
9335 II AU der ffii» valter ▼nd miier lett 

Von dett 1^ rer f^t aa de» Aett 

Der in dae mev geworffea was 

Von yatter vnd at&ter mit greCiem hafk 

Vnd dem gei halff da« er ff deaaech 
9330 In grofsen erea md fröadeo aaeb 

Die wR fy beide lebten 

In grofzen erea fy firebiea 

Der keifer fprach Tfa hettaea gi» 

S&n dife rede gefellel mir 
9335 Die da mir haß hie gefeit 

Wenn fy mir fo wol behaget 

Das ich min rieh dir vff vil geben 

Vnd wil alfo by dir mia leben 

Hüben wen ich bia jarHng me 
9340 Alt vnd tut mir daa waadel» ve 

Der fAa a& dem keifer f)^äch (CXCa) 

Herre alfo heifchet fleh Bit die fieh 

Wenn alle die wlle da« ir* lebent 

SoUent ir da« riehe alt toa doh geben 
9345 Wa« aber Hch adeht afl arbeit 

Do wil ich wefen ai bereit 

Fdr dch zä tände al« ein kneclrt 

Hie mit fy dl« oudi lleviit 

Nt müfaent wir dife rede getagen 
9350 Von der keiferin folie»! Wir ftfge» 



Fofi dm fiebiin wftgfm raejfimm. Mt^ 

. Tdd Tollent onch Tergvffta niM 

Wir faherii at «hi» göriclit • '' 

II Der keif er gebot vüA hi«Va 

Das man nU etiliefo 
9355 Des landea Hdhter fbUent ntaeti 

Vnd recht yrteil geben mH wittteil 

II Zu ßSnt der Iceifefla- gerflffift wettt 

Mit alle« jren janefrmreB zart 

II Als tj Ua gericfate kan 
9300 Der ffin faeii nk Mir die «ndetti Mt 

Er fprach ir iMent vfzaiehM die 

So verdent ir wol fe&en wie 

Wie die jancfrSwe gefchwifen ill 

Das gerchach gar in fnelter fttft 
9365 Ein man in den reiben- Häfndieftf 

Wart er in wÜks eieideni IfiifAe» 

Do fprach der fdne «n dem' girl^lvt^ 

Sehent difer böfewielit (0XC6) 

Hat die keiferin betflliffen 
9370 Sol man den nit ilraffen 

Sit n ifi mynem vatter kam 

Ye fider fie deH bofevickt naiii 

Oach feit der fan allex da« 

Das im zft handien gan^oir wat 
9375 Das er Hn ere hat k§nf biehsn: 

Das im die keirerin baitt g^tami 

Das Koch er mr deb verdenr g*€ 

DiBF all(k dUig wd» 5ne fpot 

II Nu hörent aber füriMT« hie 
9380 Die keiferin Tiel VIT ir kniee 

Vnd veriach an der felben fielt 

Was der ffin gvfeget h«€t 

Sy hmUf 01IC& demdtiklieh 

Vmmb gnade den k^ifi»r rieh 
9385 Vnd batt oach den tiI fere 

Es halif aber kein bitten mere 

Wenn das gjeriiilit mfillr toI gaim 

Do war es vminb £y getan» 

Die ri«kier «n dWil imtidefi 
9390 Zu dem keifet £)^echei» begfioden 

Herre wir bedttrJDBent vrteiib nihi 

Ir eigen wille Mb^r Tefgiht 

Alhi« Tnb«a^#*Bgenli€li 
Do mit fo tat fy fetber Heh 
9395 Aber den feügen riffian 

14 



%10 Vim dm Sieben wegfen megfiem* 

Dm do ift ein oiaa (CXOIa) 

y Vnd iß in wibes cleidem f&nden 

; Der fol werden gebunden 

An eins pferdei fwants binden 

9400 Vnd fol man in fo fere binden 
* ..^ Das er vff der erde 

liin «en galgen gendffk werde 
Vnd fol man in dar an heneken 
Vnd ein wile lan dar an fwencicen 

9405 Damach fol man vierteilen in 
Vnd fol man den die Aiicke fin 
In einem fder verbrennen 
Wir die richter dai erkennen 
Do dia alles gar gefchacb 

MIO Aller menglieh da fprach 
Sy lopteat den f&n alle do 
Sinr wifzheit warent fy fro 
Damach vnlange f&gt es (ich 
Das got von hiemelrich 

9415 Ihber den keifer gebot 
Das er ßarb tot 
Do wart fym fvn Dyodetian 
Das keifertfim vndertann 
II Er wart gewaltig keifer rieh 

9490 Vnd hilt fin rieh erlich 

Vnd finen fiben meißem klftg 

Die macht er alle rieh gnfig 

Die müßen ire leptage by ym bliben (CXCI6) 

Vnd ire zyt mit yme vertriben 

9425 Mit finer wifzheit hilt er das rieh 
Dafli in dem lande menglich 
Pride vnd richt&m gewan 
So gar wart er ein glüghafftig man 
Er wart dem lantfolk lieb fo fere 

9430 Das fy lip gfit vnd ere 
Dick fatzten für in dar 
So holt warent fy jm alle gar 
Durch got er euch vil wart geben 
Alfo endet fich Dyocletianns leben 

9485 Hienach onch gefohriben ßatt 
Wer dis bSch gedichtet hat 
Hans von Bülhel man mir gibt 
Welich fr5wen nam es hört oder fiht 
Di fol es zu gut verßan 

9440 Hie mit ich üch wilfen lan 



Van den ßeben wegfen megftern. i%t 



• Wie ich mich fin Toder vant ^ 

bat t&n ich üch hie belcaihl . > ^ 

|] Ein gfit gefeUe mht fin gedacht ^ ^ 

Der mir den fynn gefchrihea hrachft 
9445 Va latin zu tutfche hat ers gefchriben 

Vnd Vfts doch hne rimen helibfäi 

Er batt mich das ich« im recht didllt (CXCIIa) 

Do mocht ichs ym.yerfagen niht 

Ich didbt es ym aa rymen gar 
9450 Ob es fy gelogen oder war 

Do Ton weis ich gar niht 

Da man hundert frSwen fiht 

Ein teil fint vngetrawe ein teil fint gAt 

II Wir man Hnt oach Tnbehüt 
9455 Einr iß böfer denn ander dry 

Ich glonbe Tnder den frSwen es Seh alfo fy 

Darummb fo mag ich fprechen wol 

Ein ieglich fr5we wip die fol 

Dis buch gern hören Tnd lefen 
94dO Vnd mag oach denn frome vefen 

II Hat hie Tor ein übel getann 

Das gat dife zä mal niht an 

Darummb lieben frowen gfit 

Ir merokent wol mynen mfift 
9465 So haut ir euch wol yernomen 

Wie ich bin hie hinder kernen 

Darummb fo halTent nit mich 

Wenn ich getett ficherlich 

Mit wilTen wider kein wip nie 
9470 Des mfifz ich mich doch rümen hie 

Mit der gantzen warbeyt 

II Vnd als ich vor han gefeyt 

Es lat fich fchriben Tnd dichten (CXG1I6) 

Ir frowen ir foUent üch richten 
9475 Vnd üch an kein klaffen keren 

Huttent alzit üwer eren 

Wenn die falfchen fint üch gefere 

Das rat ich üch der Büheler 

Do man zalt dvfent Tierhundert Jar 
9480 Vnd zwölff dar zu das iß war 

Do dicht ich Büheler ficherlich 

By zyten herm Friderichs 

Von Sarwert ertzbifchoff 

Zä Goln by dem in finem hoff 
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